Cover-Bild Grand Hotel Avalon
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: S. FISCHER
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 24.09.2025
  • ISBN: 9783103975666
Maggie Stiefvater

Grand Hotel Avalon

Roman | Ein Roman wie ein Film für die ganz große Leinwand
Sabine Hübner (Übersetzer)

Januar 1942. Für June Porter Hudson ist die Führung des Avalon und seines ihm treuen Personals kein Beruf, sondern Berufung. Umgeben von der magischen Einsamkeit der Appalachen, steht das legendäre Grand Hotel für Luxus, Raffinesse und für sein besonderes Heilwasser. Doch als die Wirrungen des Krieges in seine Welt einbrechen, muss June sich einer harten Prüfung stellen, denn nur sie kennt die Kräfte, die aus den Quellen hinter den Fassaden wirken. Sind das Hotel und die ihm verschriebenen Menschen zu retten und eine Katastrophe aufzuhalten? »Grand Hotel Avalon« ist eine bezwingend-soghafte Geschichte über Liebe, Geheimnisse, Verrat und eine unwiderstehliche Heldin, deren Hingabe mitten ins Herz trifft. 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2025

Magisch und gleichzeitig historisch

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Das Grand Hotel Avalon ist ein magischer Ort. Heilenden Wasser machte es berühmt. Doch während des zweiten Weltkrieges werden hier deutsche und japanische Diplomaten und ihre Familien interniert.
So kommt ...

Das Grand Hotel Avalon ist ein magischer Ort. Heilenden Wasser machte es berühmt. Doch während des zweiten Weltkrieges werden hier deutsche und japanische Diplomaten und ihre Familien interniert.
So kommt es zu ganz besonderen Begegnungen an diesem beinahe magischen Ort.
Der Roman erzählt in erster Linie von dem Hotel und den Menschen die hier arbeiten und alle eine tiefe Bindung zu dem Hotel zu haben scheinen. Er erzählt aber auch von Familien in einer ganz besonderen Situation. Interniert auf Grund ihrer Herkunft. Einem Krieg der eigentlich weit weg ist und plötzlich ganz Nahe kommt.
Einem magische Ort und seinem Zauber.

Magie Stiefvater erzählt ihre Geschichte mit viel Herzblut und in einem wunderbaren Erzählstil. Sie hat es geschafft mich mitzuteilen und zu fesseln. Es war als würde ich das Wasser plätschert hören und mit June durch das Hotel zu wandern.
Mehrere Erzählsträbge vereinigen sich zu einer Geschichte und ergeben einen wunderschönen Roman.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Grand Hotel Avalon

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Das luxuriöse Grand Hotel Avalon, welches in den Appalachen in West Virginia liegt, wird von June Porter Hudson geleitet. Berühmt ist das Hotel auch für seine Heilquellen. Doch im Jahr 1942, nach dem Angriff ...

Das luxuriöse Grand Hotel Avalon, welches in den Appalachen in West Virginia liegt, wird von June Porter Hudson geleitet. Berühmt ist das Hotel auch für seine Heilquellen. Doch im Jahr 1942, nach dem Angriff auf Pearl Harbor, kommt auch der Krieg in die abgelegene Gegend, denn im Hotel werden feindliche Botschaftsangehörige aus Deutschland, Italien, Ungarn und Japan mit ihren Familien einquartiert. Hier sollen sie darauf warten, dass sie ausgetauscht werden. Damit ändert sich im Hotel fast alles und auch das Heilwasser droht zu kippen.
Der detailreiche Schreibstil der Autorin Maggie Stiefvater gefällt mir gut. Es ist eine ruhig erzählte Geschichte über das Hotel in einer schwierigen Zeit. Die Beschreibung des Hotels und der Gegend ist beeindruckend. Das Thema um die Heilquellen ist etwas mystisch. Interessant sind aber die heiklen historischen Aspekte. Insgesamt ist es ein Roman, der aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird und auf den man sich einlassen muss.
June Porter Hudson leitet seit Jahren das Hotel mit viel Leidenschaft und Engagement. Sie kümmert sich nicht nur unermüdlich um ihre illustren Gäste, sondern auch um das Personal, die sie Hoss nennen. Auch in Kriegszeiten geht das Leben so weiter. Doch nach dem Angriff auf Pearl Harbor ändert sich alles. Es werden dreihundert Personen einquartiert, die eigentlich Feinde sind. Wie verhält man sich da? Die angespannte Atmosphäre im Hotel ist deutlich spürbar. Das bedeutet für June, dass sie sich neuen Herausforderungen stellen muss.
Besonders berührt hat mich das Schicksal der zehnjährige Hannelore, die nicht spricht, aber sehr genau beobachtet. Sollte sie zurück nach Deutschland kommen, ist ihr Leben in Gefahr.
Ein interessanter Roman, der nachdenklich macht.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Glamourös und turbulent

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Maggie Stiefvater entführt die Leser in ihrem Roman "Grand Hotel Avalon" in die glamouröse, aber auch turbulente Welt eines fiktiven Luxus-Hotels während des Zweiten Weltkriegs. Die Geschichte wird zunächst ...

Maggie Stiefvater entführt die Leser in ihrem Roman "Grand Hotel Avalon" in die glamouröse, aber auch turbulente Welt eines fiktiven Luxus-Hotels während des Zweiten Weltkriegs. Die Geschichte wird zunächst aus der Perspektive von June erzählt, der ehrgeizigen Hoteldirektorin, die mit Leidenschaft und unermüdlichem Einsatz für das Wohl ihrer Gäste kämpft. Dieses Engagement wird besonders deutlich, als das Leben im Hotel, trotz der dunklen Wolken des Krieges, beinahe ungestört weitergeht. Das Avalon ist ein Ort des Rückzugs, der Eleganz und des Luxus – bis Pearl Harbor die Realität für alle dramatisch verändert.
Im Laufe des Romans wechselt die Erzählperspektive, was dem Leser zusätzliche Einblicke in die Leben anderer Charaktere ermöglicht. Diese Vielfalt bereichert die Geschichte und sorgt dafür, dass die verschiedenen Schicksale und Perspektiven der Menschen im Hotel eindrucksvoll zur Geltung kommen.

Stiefvaters Erzählstil ist reich an Details und vermittelt eine Atmosphäre, die den Leser sofort in die Zeit des Zweiten Weltkriegs eintauchen lässt. Die geschichtlichen Hintergründe sind gut recherchiert und bieten einen authentischen Einblick in die damalige Gesellschaft. Man spürt die Unsicherheit und Spannungen, die sich in der Luft befinden, während gleichzeitig der Glamour des Hotellebens zelebriert wird. Die bildhafte Sprache lässt die prächtigen Hallen und die eleganten Gäste lebendig werden, wodurch der Leser eine Verbindung zur Handlung aufbauen kann.

Als nach dem Überfall auf Pearl Harbor feindliche Diplomaten ins Hotel einquartiert werden, gerät die gewohnte Routine aus den Fugen. June muss sich plötzlich mit einer neuen Realität auseinandersetzen, in der Loyalitäten und Vertrautheiten auf die Probe gestellt werden.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Klassische Stiefvater Atmosphäre

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Maggie Stiefvaters Bücher begleiten mich jetzt schon wirklich lange und ich bin ein großer Fan ihrer ganz besonderen Geschichten

Auch wenn ich nicht ganz so wusste, was ich von The Listeners erwarten ...

Maggie Stiefvaters Bücher begleiten mich jetzt schon wirklich lange und ich bin ein großer Fan ihrer ganz besonderen Geschichten

Auch wenn ich nicht ganz so wusste, was ich von The Listeners erwarten soll und es vielen Aspekten doch sehr anders ist als ihre vorherigen Jugendbücher, hat es doch diese ganz klassische Maggie Stiefvater Atmosphäre, die es immer schafft mich zu verzaubern

Das Buch ist größtenteils doch irgendwie Vibes Only und hat eine eher langsame, nicht ganz so abenteuerliche oder actiongeladene Handlung
Stattdessen ist es sehr auf die Charaktere (vor allem auf die Protagonistin), Moral & Menschlichkeit fokussiert

Wie verhält man sich, wenn man das Hotel, das man leitet, plötzlich Nazis beherbergen soll?
Wenn alles irgendwie drunter und drüber geht, obwohl einem eigentlich immer nur das Wohl der Gäste am Herzen lag?

Dieser komplexen Situation muss sich June Hudson stellen und das ist alles andere als leicht, denn die Stimmung der Menschen wirkt sich auf das Sweet Water aus, was die Kraft hat, alles zu zerstören

Während June mit ihren eigenen Gefühlen kämpft & versucht alles im Lot zu halten, muss sie also gleichzeitig noch dafür sorgen, dass nicht alles wortwörtlich den Bach runtergeht

Der Magical Realism/Fantasy Teil war zu Beginn kaum merkbar und es startet eher wie ein historischer Roman. Dieser Aspekt bleibt auch weiterhin eher vage und unerklärt, schleicht sich aber immer mehr in die Geschichte und sorgt für eine mysteriöse & leicht bedrohliche Stimmung

June trägt hier wirklich die Geschichte, denn sie ist nicht nur das Herz des Hotels, sondern auch das, der Geschichte.

Auch wenn das Buch für mich nicht mit ihren anderen Werken mithalten kann und gern noch etwas mehr magical hätte sein können, war es eine interessante Geschichte, die ich gerne gelesen habe

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Die Ausführung des Themas bleibt hinter ihrem Potenzial zurück

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Mit „Grand Hotel Avalon“ legt Maggie Stiefvater ihren ersten Roman für Erwachsene vor. Die Handlung ist angesiedelt in der beeindruckenden Landschaft der Appalachen in West Virginia, die die Autorin bestens ...

Mit „Grand Hotel Avalon“ legt Maggie Stiefvater ihren ersten Roman für Erwachsene vor. Die Handlung ist angesiedelt in der beeindruckenden Landschaft der Appalachen in West Virginia, die die Autorin bestens kennt, weil sie unweit davon entfernt mit ihrer Familie lebt.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht June Porter Hudson, die Hotelleiterin des titelgebenden fiktiven Hotels, dem zentralen Ort des Geschehens. Die Handlung umfasst wenige Monate der Jahre 1942 und 1943. June wurde von ihrem Vorgängen, dem früheren, inzwischen verstorbenen Besitzer des Hauses, seit ihrer Jugend auf ihre Rolle vorbereitet. Sie ist eine bemerkenswerte Frauenfigur und in einer Führungsposition, die zur damaligen Zeit durchaus nicht alltäglich war.

Doch es ist nicht nur der Luxus, für den das Hotel mit seinen etwa vierhundert Zimmern bekannt ist. Legendär sind hier die Behandlungsmöglichkeiten durch geheimnisvolles, süßes Heilwasser und nur June kann es kontrollieren, denn es scheint die Stimmungen aller Menschen im Haus wahrzunehmen. Mit ihren eigenen Emotionen kann die Hotelleiterin durch stundenlangen Aufenthalt im Wasser gegensteuern und auf diese Weise verhindern, dass das Wasser umschlägt. Zahlreiche Schnecken dienen dabei als Warnsignal. Das Covermotiv greift dieses Symbol auf und deutet den Zusammenhang mit den Weichtieren an. Die schwarz-weiße Gestaltung lässt zugleich die Epoche anklingen, in der die Handlung angesiedelt ist.

Das wunderschöne Setting ist eine Stärke des Romans. Das Hotel ist imposant und befindet sich in einer traumhaften Kulisse in den Bergen. Hier können die wohlhabenden Gäste entspannen und ihre Sorgen vergessen. Doch der Krieg verschont auch diese Idylle nicht. Die Autorin hat eine wenig bekanntes historische Kapitel eingefangen. Sie schreibt darüber, dass statt zahlender Besucher dreihundert Diplomaten der Achsenmächte und ihre Familien dort interniert werden, wie es in der Realität zur damaligen Zeit in mehreren bekannten Hotels tatsächlich stattfand.

Leider verliert sich die Erzählung stellenweise im Detail. Häufige Rückblenden in Junes Vergangenheit lassen die Handlung in der Gegenwart nur behäbig voranschreiten. Zwar treten zwischen den Diplomaten immer wieder Intrigen zutage, doch Spannung entwickelt sich kaum. Das Verhalten einiger Figuren wirkt zudem manchmal überraschend modern, was das historische Flair der 1940er Jahre abschwächt. Der magische Realismus sorgt für einen Hauch magischer Atmosphäre, bleibt jedoch in seiner Bedeutung für die Handlung eher vage und trägt wenig zur Dramaturgie bei.

In ihrem Roman „Grand Hotel Avalon“ verknüpft Maggie Stiefvater einen beeindruckenden Schauplatz, eine starke Protagonistin sowie politische Verwicklungen und eine leise Liebesgeschichte. Trotz dieser vielversprechenden Ansätze für eine ungewöhnliche Erzählung über Verantwortung und Loyalität bleibt die Ausführung leider hinter ihrem Potenzial zurück und konnte meine Erwartungen nicht ganz erfüllen.

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