Cover-Bild Grand Hotel Avalon
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: S. FISCHER
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 24.09.2025
  • ISBN: 9783103975666
Maggie Stiefvater

Grand Hotel Avalon

Roman | Ein Roman wie ein Film für die ganz große Leinwand
Sabine Hübner (Übersetzer)

Januar 1942. Für June Porter Hudson ist die Führung des Avalon und seines ihm treuen Personals kein Beruf, sondern Berufung. Umgeben von der magischen Einsamkeit der Appalachen, steht das legendäre Grand Hotel für Luxus, Raffinesse und für sein besonderes Heilwasser. Doch als die Wirrungen des Krieges in seine Welt einbrechen, muss June sich einer harten Prüfung stellen, denn nur sie kennt die Kräfte, die aus den Quellen hinter den Fassaden wirken. Sind das Hotel und die ihm verschriebenen Menschen zu retten und eine Katastrophe aufzuhalten? »Grand Hotel Avalon« ist eine bezwingend-soghafte Geschichte über Liebe, Geheimnisse, Verrat und eine unwiderstehliche Heldin, deren Hingabe mitten ins Herz trifft. 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2025

Magisch, atmosphärisch und tief berührend

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Drei Dinge habe ich an Grand Hotel Avalon von Maggie Stiefvater ganz besonders geliebt, sie machen dieses Buch für mich zu einem echten Highlight.

Maggie Stiefvater schreibt unglaublich stimmungsvoll. ...

Drei Dinge habe ich an Grand Hotel Avalon von Maggie Stiefvater ganz besonders geliebt, sie machen dieses Buch für mich zu einem echten Highlight.

Maggie Stiefvater schreibt unglaublich stimmungsvoll. Ihre Sprache ist poetisch, detailreich und gleichzeitig so lebendig, dass man das alte, ehrwürdige und leicht geheimnisvolle Hotel beim Lesen fast spüren kann. Ich war sofort verzaubert und wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Die Direktorin des Hotels, von allen nur „Hoss“ genannt, ist eine Figur, die einem schnell ans Herz wächst. Sie lebt für ihren Beruf und ist gleichzeitig warmherzig, eigenwillig und faszinierend. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr erkennt man, wie viel Tiefe und Stärke in ihr steckt. Ich habe sie von der ersten Seite an geliebt – und am Ende noch viel mehr.

Und zu guter Letzt: dieses Buch ist magisch und zwar auf ganz unterschiedliche Weise. Zum einen steckt darin viel Alltagsmagie: das Gute im Menschen, das kleine Wunder im Gewöhnlichen. Zum anderen gibt es auch echte, greifbare Magie. In dem Hotel befindet sich eine besondere Heilquelle, deren Wasser eine geheimnisvolle Wirkung hat. Diese Mischung aus Realität und magischem Realismus verleiht der Geschichte eine fast träumerische Stimmung. Selbst wer sonst keine Fantasy liest, könnte hier auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Ein Hauch Magie

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Grand Avalon Hotel von Maggie Stiefvater erzählt die Geschichte eines der großen Amerikanischen Hotels, das in den Zeiten des zweiten Weltkriegs die Unterkunft für politische Internierte wurde. Im Mittelpunkt ...

Grand Avalon Hotel von Maggie Stiefvater erzählt die Geschichte eines der großen Amerikanischen Hotels, das in den Zeiten des zweiten Weltkriegs die Unterkunft für politische Internierte wurde. Im Mittelpunkt steht June Hudson, die Hoteldirektorin von allen nur Hoss genannt. Um sie entstehen die Gesichten, der Personen die im Avalon leben. Und sie ist es auch die, die umgebende Magie im Avalon zusammenhält. June Hudson ist ein grandioser Charakter, in typischer Stiefvater Manier. Und auch ich als Leserin befand mich im Bann ihrer Handlungen, wie die anderen Personen der Geschichte . Ihr gegenübergestellt Agent Minnick, der dem Hotel zunächst nichts abgewinnen kann und in ihm nur einen Job sieht. Die Dynamik der beiden hat mir unglaublich gut gefallen und auch die anderen Charaktere, die kleinere oder größere Rollen spielen, mal gut, mal schlecht. Für mich ist das Buch ein Highlight, welches sich zwar langsam entfaltet, aber genau dadurch eine wunderbare Geschichte entwickelt.

Veröffentlicht am 01.10.2025

Bezaubernder Schreibstil

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Das Grand Hotel Avalon ist der Inbegriff des Luxus. Reiche Menschen verbringen hier einige Wochen im Jahr und alle ihre Bedürfnisse werden von ihren Lippen abgelesen. Dafür ist June zuständig. Sie ist ...

Das Grand Hotel Avalon ist der Inbegriff des Luxus. Reiche Menschen verbringen hier einige Wochen im Jahr und alle ihre Bedürfnisse werden von ihren Lippen abgelesen. Dafür ist June zuständig. Sie ist die Hotelleitung und sorgt dafür, dass ihre Gäste sorglos glücklich sind, ohne zu sehen, wie viel Aufwand das Personal dafür aufbringt. Doch der Zweite Weltkrieg macht auch vor ihnen nicht halt. Bald müssen June und ihr Personal jede Menge Diplomaten der Achsenmächte einquartieren. Das ist nicht nur für das Personal herausfordernd, sondern auch für das sensible Ökosystem, von dem das Avalon Teil ist. Nun ist es an June die Balance zu halten.

Maggie Stiefvater ist meine absolute Lieblingsautorin. Sie hat einen ganz bezaubernden Schreibstil und ihre Bücher können mich immer wieder begeistern. Folglich hatte ich beängstigend hohe Ansprüche an das Buch. Ich kann hiermit zufrieden behaupten, dass sie erfüllt wurden.
Auch in diesem Buch sind die Beschreibungen von Charakteren und Gegenden so unheimlich poetisch, dass es einfach eine reine Freude ist, dieses Buch zu lesen. Mit nur wenigen Worten schafft Maggie Stiefvater es, ein umfassendes und lebendiges Bild ihrer Charaktere zu zaubern.
Beim Thema des Buches war ich erst etwas skeptisch, aber es wurde herrlich umgesetzt. Die Autorin schafft es, die furchtbaren Schrecken der Nazis darzustellen und sie trotzdem zu vermenschlichen, sodass man die seelische Zerrissenheit der Charaktere im Buch gut nachempfinden kann. Es setzt sich auch mit Klassismus auseinander und wie sich das vor allem in dieser luxuriösen Welt auswirkt. Mir hat gefallen, dass das Buch sich mit Ableismus beschäftigt, was ja vor allem im Hinblick auf die Nazis erschreckend prävalent ist.
Der Fantasy Aspekt der Geschichte hat mir gut gefallen. Es ist zugleich magisch und bedrückend und hat sich sehr gut mit den restlichen Themen ergänzt.

Maggie Stiefvaters Bücher sind wie Magie und auch dieses ist wieder etwas ganz Besonderes.

Veröffentlicht am 08.09.2025

Luxus und Menschlichkeit in Zeiten des Krieges

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Vorab: Dieses Buch ist nicht mit den bekannten Jugend-Fantasy-Romanen der Autorin (Nach dem Sommer, Raven Boys, Dreamer) zu vergleichen. Stattdessen handelt es sich hier um einen alleinstehenden literarischen ...

Vorab: Dieses Buch ist nicht mit den bekannten Jugend-Fantasy-Romanen der Autorin (Nach dem Sommer, Raven Boys, Dreamer) zu vergleichen. Stattdessen handelt es sich hier um einen alleinstehenden literarischen Roman für Erwachsene, in dem fantastische Elemente (die magischen Quellen) nicht so sehr im Vordergrund stehen und zudem, zumindest meiner Interpretation nach, starken Symbolcharakter haben. Die Geschichte ist insgesamt sehr viel ruhiger erzählt, auch wenn es um hoch brisante und explosive Ereignisse geht. Ich war sehr neugierig auf diesen Roman und wurde nicht enttäuscht. Meiner Meinung nach ist Maggie Stiefvater eine begnadete Geschichtenerzählerin und ihr Schreibstil ist auch hier lebendig, klug und charmant. Die Charaktere werden liebevoll und differenziert ausgearbeitet, es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Besonders June, die charismatische, selbstbewusste und raffinierte Hoteldirektorin und der Dreh- und Angelpunkt des Avalon, habe ich direkt ins Herz geschlossen. Die fiktive Geschichte beruht auf sorgfältigen historischen Recherchen. Nach Pearl Harbor stellte sich in den USA die Frage, was mit den feindlichen Diplomaten geschehen sollte. Mir war neu, dass Diplomaten-Delegationen der Achsenmächte unter Betreuung durch das FBI schlussendlich vorübergehend in amerikanischen (Luxus-)Hotels interniert wurden, bis ihre Rückführung im Gegenzug für von den Feinden festgehaltene amerikanische Diplomaten verhandelt wurde. Maggie Stiefvater verarbeitet dieses heikle Kapitel der Weltgeschichte in einer spannenden, lehrreichen und berührenden Geschichte über die damit einhergehenden Herausforderungen für die Hotelangestellten, das FBI und die Gefangenen selbst. Wie bedient man als amerikanisches Luxushotel den deutschen, italienischen oder japanischen Feind? Wie geht man damit um, dass man nicht weiß, ob das Gegenüber möglicherweise ein Nazi ist? Die Stimmung im Hotel kippt immer mehr ("das Wasser schlägt um") und die zunächst sehr rigide und pragmatische June sieht sich gezwungen, ihre bislang erfolgreiche Haltung zum Führen eines Luxushotels und auch ihre eigene Identität neu zu überdenken. Die Liebe spielt dabei ebenfalls eine Rolle. Generell wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei mir besonders gefallen hat, dass wir auch an den Beobachtungen eines deutschen autistischen Mädchens teilhaben dürfen, das im weiteren Verlauf noch eine größere Rolle spielt. Hier wird dann auch noch deutlicher, warum das Buch im Englischen "The Listeners" heißt. Fazit: Maggie Stiefvater ist es gelungen, ein historisch relevantes Ereignis nicht nur plausibel und spannend darzustellen, sondern dank der liebenswerten Charaktere und dem Charme des Luxushotels auch mit einer gewissen Leichtigkeit auszustatten, ohne die Schrecken des dritten Reichs und des Kriegs außen vor zu lassen. Ich hatte das Gefühl, durch die Geschichte von June und dem Avalon ganz sanft und charmant zum Nachdenken angeregt zu werden; über die tatsächlich stattgefundenen historischen Ereignisse, heikle politische Schachzüge, ethische Fragen und persönliche Dilemmata in Krisensituationen.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Außergewöhnlich bewegender Roman

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Der Autorin Maggie Stiefvater ist mit dem Roman, "Grand Hotel Avalon" ein außergewöhnlich guter, ebenso berührender wie spannender Roman gelungen, der die Auswirkungen des zweiten Weltkriegs auf die USA ...

Der Autorin Maggie Stiefvater ist mit dem Roman, "Grand Hotel Avalon" ein außergewöhnlich guter, ebenso berührender wie spannender Roman gelungen, der die Auswirkungen des zweiten Weltkriegs auf die USA mit feiner Feder zum Thema macht. Die USA sind ja eigentlich ein Land, das - abgesehen von Pearl Harbour - so gut wie keine Kriegshandlungen auf seinem Staatsgebiet hatte, aber die Folgen ebendieses japanischen Angriffs sind der Anlass für die Entwicklungen, die dieser Roman zum Thema hat.

Das legendäre Grand Hotel Avalon steht für Luxus pur. Den erlesenen, meist hochrangigen Gästen des exquisiten Hotels in den Appalachen fehlt es an nichts - ihnen wird jeder Wunsch von den Augen abgelesen. Mehr noch - die Wünsche werden den Gästen bereits erfüllt, bevor diese sich darüber im Klaren sind, dass sie diese Wünsche überhaupt hegen.

Verantwortlich dafür zeichnet die Hoteldirektorin June Porter Hudson - eine junge Frau, die sich von der Aushilfskraft bis zur Chefin von über 1000 Angestellten hochgearbeitet hat und die eine feines Gespür - sowohl für die Angestellten, als auch für die Gäste- hat. Und die vor allem ein Gespür für das äußerst defizile Gleichgewicht des alterwürdigen Hauses mit den eng verbundenen Heilquellen hat, die unter dem Haus fließen. Wohl und Wehe des Hauses hängen von diesem Gleichgewicht ab.

Mitten im zweiten Weltkrieg wird das Avalon zum Schauplatz wichtiger Geschehnisse, die den Krieg beeinflussen, die aber noch viel mehr das Gleichgewicht des Hotels bedrohen. Diese Gefahr abzuwenden erweißt sich als Mammutaufgabe für June.

Die Autorin Maggie Stiefvater hat einen einzigartigen Erzählstil, der den Leser von Beginn an in den Bann zieht und bis zum Ende nicht mehr losläßt. Ein toller Roman zu einem schwierigen Thema, der die Menschlichkeit in den Vordergrund stellt und zeigt, wie man auch in schweren Zeiten mit "Feinden" human umgehen kann.

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