Cover-Bild Tante Poldi und die Früchte des Herrn

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inkl. MwSt
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 26.05.2017
  • ISBN: 9783404175239
Mario Giordano

Tante Poldi und die Früchte des Herrn

Kriminalroman

Tante Poldi ist sauer: Zuerst wird ihr das Wasser abgestellt, dann auch noch der Hund ihrer Freundin um die Ecke gebracht. Kreizsacklzement! Erste Ermittlungen führen sie zum Winzer Avola. Und der ist auch noch so hammer-attraktiv, dass die Poldi nach einer heißen Nacht prompt ihre Ermittlungen vergisst.

Bis am nächsten Morgen die Polizei vor Avolas Tür steht. Denn zwischen seinen Reben wurde eine Leiche gefunden, und Commissario Montana ist alles andere als erfreut, dass ausgerechnet Poldi Avola ein Alibi geben kann. Außerdem bleibt die Frage: Wer hat Giuliana getötet - und warum?

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2017

Wenn sich die bucklige Verwandtschaft ankündigt, kann das schon mal zu Schweißausbrüchen und Tränen führen...

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...Wenn Poldi zu Besuch kommt, sind es allerdings Tränen der Freude. Denn die Tante, die man einfach ins Herz schließen muss, sorgt neben ein bisschen Spannung auch immer wieder für einen Lacher.

Auch ...

...Wenn Poldi zu Besuch kommt, sind es allerdings Tränen der Freude. Denn die Tante, die man einfach ins Herz schließen muss, sorgt neben ein bisschen Spannung auch immer wieder für einen Lacher.

Auch im zweiten Band „Tante Poldi und die Früchte des Herrn“ (2016) geht es in Donna Poldinas Leben turbulent weiter.

Nachdem zuerst das Wasser in ihrer Straße auf mysteriöse Weise versiegt, der Hund ihrer Freundin vergiftet wird und sie eine Verbindung zur Mafia vermutet, nimmt die rüstige Tante die Ermittlungen wieder auf. Sie will sich von der Cosa Nostra nicht einschüchtern lassen und braust auf ihrer neu erstandenen Vespa furchtlos nicht nur dem nächsten Fall, sondern auch ganz viel Amore entgegen. Getreu dem Motto: „Wenns ernst wird, immer Rock, immer Ausschnitt.“ Und auch diesmal ist die Geschichte gespickt mit kleinen Anekdoten aus dem glamourösen Leben, den Begegnungen mit dem Tod und Kommissar Zufall und vor allem den liebenswürdigen Lebensweisheiten der Isolde Oberreiter. Ihr Notfallplan: „Zum Wachwerden einen Prosecco, dann einen Espresso mit Schuss. Um Elf das erste Weizen und dann in Etappen so weiter.“

Mario Giordano, der Schriftsteller der zugleich als Neffe der Poldi in den Kriminalromanen auftritt, wurde als Sohn italienischer Einwanderer in München geboren und ist aktuell wohnhaft in Berlin. Mit seinem soziokulturellen Hintergrund ist er geradezu prädestiniert für eine Parodie auf die italienische Lebensart und die sizilianische Mafia.
Besonders gelungen ist, neben der herrlichen bayrischen Mundart und der bildhaften Metaphern, vor allem die ganz eigene Erzählstruktur des Romans, denn die Geschichte wird nicht aus Sicht der Protagonistin erzählt. Der Neffe, der sich ab und zu auf Sizilien aufhält, um in seinem kleinen Zimmer in der Via Baronessa an seinem eigenen Roman zu schreiben, berichtet von den Erlebnissen seiner Tante Poldi, die er aus Erzählungen während gemeinsamer Abende kennt.
Autor Giordano bedient sich einiger üblicher Klischees und bringt dem Leser so auf humorige Weise nicht nur La Dolce Vita näher, sondern zeichnet mit seinen detaillierten Beschreibungen auch ein authentisches Bild von Sizilien.

In der Hörbuchfassung liest Philipp Moog die Geschichten der Tante Poldi.
Dabei begeistert er mit seinem facettenreichen Duktus und dem wirklich gelungenen bayrischen Akzent. Es ist eine Freude ihm dabei zuzuhören, wie er verschiedene Stimmen imitiert und den einzelnen Charakteren damit noch ein bisschen mehr Leben einhaucht. Die humorvoll unterhaltsamen Krimihörbücher sind unbedingt empfehlenswert.

Das Leben der Tante Poldi ist eine Soft-Krimireihe, die mit viel Charme und Humor daherkommt und für wahres Lese-/Hörvergnügen sorgt. Und bei all der Schwermut der Poldi empfindet der Leser mit ihr gemeinsam doch neue Lebenslust und kommt schlussendlich immer wieder zu dem Ergebnis: „Mei, schauts halt her, es is doch schee, das Leben.“

2018 sorgt Tante Poldi mit ihrem dritten Abenteuer „Tante Poldi und der schöne Antonio“ wieder für Abwechslung, denn „Langeweile hat Alkohol im Handgepäck“ und dem Alkohol wollte die Tante in Zukunft ja abschwören, gell?

Namaste Welt, leckts mi alle am Arsch!

Veröffentlicht am 17.01.2017

Bayern meets Sizilien

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Tante Poldi kommt nicht zur Ruhe. Nachdem sie aus München nach Sizilien umgezogen ist, um dort ihren Ruhestand zu verbringen, wird sie wieder in Ermittlungen gezogen. Zunächst geht es nur um einen toten ...

Tante Poldi kommt nicht zur Ruhe. Nachdem sie aus München nach Sizilien umgezogen ist, um dort ihren Ruhestand zu verbringen, wird sie wieder in Ermittlungen gezogen. Zunächst geht es nur um einen toten Hund: Lady, der Hund ihrer Freundin, wurde vergiftet. Aber dazu ist auch noch in ihrer Straße die Wasserversorgung unterbrochen. Und das schon seit Wochen. Tante Poldi ist klar: das kann nur die Cosa Nostra sein, die es auf sie abgesehen hat, seit sie (im ersten Band) den Mord an Valentino aufgeklärt hat. Mit ihrem Liebhaber, Kommissar Montana, will sie den Täter dingfest machen.

Für mich war das mal ein etwas anderer Krimi. Den ersten Band hatte ich nicht gelesen, aber man findet sich auch so in die Handlung ein. Diese wird aus der SIcht des Neffen von Tante Poldi geschrieben. Tante Poldi ist ein lebenslustiges, dem Alkohol zugeneigtes stures bayrisches Urgestein mit sizilianischen Verwandten. Gern steckt sie ihre Nase in alles und kommentiert es in herben Bayrisch. Als Nordlicht brauchte ich daher eine Weile, bis ich warm wurde mit dem trockenen bayrischen Humor. Aber dann fand ich es ganz witzig und unterhaltsam. Der Schreibstil ist locker, fast flapsig und liest sich gut. Ungewöhnlich ist dabei über den Kapiteln eine kleine Inhaltsangabe, was in dem jeweiligen Kapitel passieren wird, aber nicht so, dass sie alles vorweg nimmt. Ich fand das Buch gut und schnell zu lesen, doch mir fehlte es insgesamt an Spannung, daher konnte es mich nicht richtig fesseln. Schön fand ich die Beschreibungen der Atmosphäre in Sizilien, ich bekam gleich Lust auf Urlaub. Ein anspruchsloser Krimi für zwischendurch, gut als Urlaubslektüre geeignet.

Veröffentlicht am 14.11.2016

Hervorragende Unterhaltung mit dem gewissen Etwas

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Dies ist der 2. Band mit Tante Poldi. Der 1. Band lautet: Tante Poldi und die sizilianischen Löwen.

Habe den 1. Band ebenfalls "verschlungen". Es ist jedoch auf jeden Fall möglich, den 2. Band ohne Vorkenntnisse ...

Dies ist der 2. Band mit Tante Poldi. Der 1. Band lautet: Tante Poldi und die sizilianischen Löwen.

Habe den 1. Band ebenfalls "verschlungen". Es ist jedoch auf jeden Fall möglich, den 2. Band ohne Vorkenntnisse aus dem 1. Band zu lesen. Aber, nach dieser Lektüre wird der Leser sicherlich auch den 1. Band lesen wollen. ; D



Der Autor hat, wie auch schon in Tante Poldis ersten Fall wieder einen klasse Schreibstil hingelegt. Der Spannungsbogen wird durch die vielgepriesenen Cliffhanger von Anfang bis Ende hoch gehalten.



Er hat ebenfalls, wie er so schön erwähnt, den Bildungsauftrag für die Leser voll und ganz erfüllt, denn die Hintergrundinfos zu Land und Leuten sind hervorragend und interessant ins Geschehen eingebunden.



Der Inhalt dreht sich um Tante Poldi, die ihrem Neffen ihr aufregendes Leben rund um einen neuen Fall erzählt. Ausserdem sind ein weiterer Mordfall sowie eine "Nebengeschichte" involviert. Drei in Einem sozusagen.



Mario Giordano spielt mit Witz, Humor, Selbstironie und liebevollem auf-den-Arm-nehmen der bayrischen, wie auch der sizilianischen Lebensart.



Mein Fazit: Hervorragende Unterhaltung mit dem gewissen Etwas

Veröffentlicht am 14.11.2016

Tante Poldis 2. Fall

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Tante Poldi ist sauer, denn erst wird ihr das Wasser abgestellt und der Hund ihrer Freundin wird auch noch um die Ecke gebracht.
Poldi nimmt die Ermittlungen auf da Commissario Montana einfach keinen Grund ...

Tante Poldi ist sauer, denn erst wird ihr das Wasser abgestellt und der Hund ihrer Freundin wird auch noch um die Ecke gebracht.
Poldi nimmt die Ermittlungen auf da Commissario Montana einfach keinen Grund dafür sieht und landet so beim Winzer Avola, der etwas an sich hat das sie ihre Ermittlungen für eine Nacht völlig vergessen lässt.
Als dann am nächsten Morgen die Polizei für der Tür steht, da auf dem Weinberg eine Leiche gefunden wurde und ausgerechnet Poldi dann auch noch ein Alibi für Avola geben kann, geht dies Montana gehörig auf die Nerven.
Nur die Frage bleibt wieso wurde Guiliana ermordet?

Dies ist schon der zweite Unterhaltungsroman um Tante Poldi vom Autoren Mario Giordano.
Da ich schon viel Gutes über den ersten Krimi gelesen hatte, war ich jetzt einfach mal gespannt wie der Krimi mir wohl gefallen wird.
In das Buch bin nur schwer reingekommen und auch im Laufe des Buches habe ich mich schon recht schwer getan. Da ich aber dann doch wissen wollte was Poldi alles erlebt und wie sie dem oder den Tätern auf die Spur kommt und was der Beweggrund dafür ist.
Ich persönlich habe mich mit dem Erzählstil den der Autor gewählt hat schwer getan, denn der ganze Krimi wird aus der Sicht des Neffen von Tante Poldi erzählt dem diese ihre Geschichte erzählt. Wenn der Krimi vielleicht aus der Sicht von Poldi erzählt gewesen wäre und man so die Ermittlungen gleich miterlebt hätte wäre es angenehmer zu lesen gewesen als alles in der 3. Person zu lesen.
Die Handlung fand ich auch nicht ganz so gut aufgebaut, da man doch Probleme hatte zu folgen, da der Neffe auch noch von seinen Plänen zu seinem Roman erzählt und dies doch auch des Öfteren von dem Hauptthema ablenkt.
Der Spannungsbogen war wirklich bis zum Schluss erhalten und ich muss gestehen, dass ich mit diesem Ausgang nicht gerechnet hätte.
Ich persönlich fand die Handlungsorte auf Sizilien sehr detailliert beschreiben und man konnte sich diese während des Lesens sehr gut vor4 dem inneren Auge entstehen lassen.
Auch die Figuren des Romans fand ich alle sehr gut beschrieben, so dass man sich diese sehr gut vorstellen konnte beim Lesen.
Alles in allem fand ich den Krimi recht unterhaltsam und hätte ich mich mit dem Erzählstil nicht so schwer getan hätte ich alle fünf Sterne für das Buch vergeben, aber so sind es eben nur 4 von 5 Sternen geworden.