Cover-Bild Im Wald

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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 560
  • Ersterscheinung: 13.10.2017
  • ISBN: 9783548289793
Nele Neuhaus

Im Wald

Kriminalroman

Ein Unbekannter stirbt im Feuer. Eine alte Frau wird ermordet. Ein Dorf schweigt. Bodensteins persönlichster Fall.

Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander, ehemals Kirchhoff, vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt.

Atemberaubend spannend - der neue Bestseller von Nele Neuhaus!

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2017

Endlich wieder Neues von Bodenstein und Sander!

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Im neuesten Buch der Reihe werden im Heimatort von Oliver von Bodenstein in kurzer Zeit drei Morde verübt. Da Oliver sowohl die Opfer als auch die Einwohner des Ortes kennt, übernimmt Pia schnell die Ermittlungen. ...

Im neuesten Buch der Reihe werden im Heimatort von Oliver von Bodenstein in kurzer Zeit drei Morde verübt. Da Oliver sowohl die Opfer als auch die Einwohner des Ortes kennt, übernimmt Pia schnell die Ermittlungen.
Langsam, mit vielen Rückschlägen und großer Dramatik aufgrund der persönlichen Bindung von Oliver zu einem alten Mord, ermittelt das Team des K11 die Zusammenhänge der kürzlich verübten Morde, decken aber auch den Mord an einem kleinen Jungen vor über 40 Jahren auf.
Der Fall ist hoch emotional geschildert und Nele Neuhaus schafft es wie immer, uns lange Zeit an der Nase herumzuführen. Besonders durch die dorftypischen Verwandschaftsverhältnisse, die tief in einander greifen und durch Ehen zwischen den Einwohnern weiter verkompliziert werden, gelingt es ihr, uns bis zum Schluss im Dunkeln tappen zu lassen. Immer wieder hat man einen Verdacht, der kurz darauf zerschlagen wird. Der Einblick in die Charaktere ist zu jedem Zeitpunkt so gestaltet, dass man genauso viel über denjenigen weiß, wie das Ermittlerteam. Man wird nicht mit plumpen „wenn die wüssten“ Inhalten gequält, wie es so oft der Fall ist, sondern erkennt nach und nach gemeinsam mit dem K11 die Zusammenhänge.
Wie auch in den Vorgängern der Reihe erfährt man viel über das Team des K11 und lernt neue Charaktere langsam, ohne aufdringliche Beschreibungen kennen. Die Ermittler durchleben die Höhen und Tiefen der Recherchen und beweisen mit Kim, Pias Schwester, und dem Rechtsmediziner Kirchhoff eine gute Nase und anstrengende und nachhaltige Polizeiarbeit. Hier wird nichts beschönigt, sondern knallhart die Schwierigkeiten und Langatmigkeit der Recherche und Ermittlung dargestellt.
Fazit:
Nele Neuhaus stellt wieder ihre wunderbare, flüssige und gut lesbare Art zu schreiben unter Beweis. Die Geschichte ist tiefgründig recherchiert und um den roten Faden sorgsam gesponnen. Nichts wirkt konstruiert oder gestellt. Das Buch liest sich leicht und hat trotzdem emotionalen und sachlichen Tiefgang.

Veröffentlicht am 10.07.2020

Im Wald

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Für das Ermittlerduo ist es bereits der achte gemeinsame Fall, ich habe die beiden zum ersten Mal in Aktion erlebt. Man kann sämtliche Fälle unabhängig voneinander lesen und muss keine bestimmte Reihenfolge ...

Für das Ermittlerduo ist es bereits der achte gemeinsame Fall, ich habe die beiden zum ersten Mal in Aktion erlebt. Man kann sämtliche Fälle unabhängig voneinander lesen und muss keine bestimmte Reihenfolge der Bücher beachten.

Als wäre ein Fall von Brandstiftung mit einer unbekannten Leiche nicht schon genug, werden auch noch eine Seniorin und ein Pfarrer in dem beschaulichen Ort ermordet. Komissar Bodenstein kannte die beiden, wodurch die Ermittlungen ihm auch emotional einiges abverlangen. 1972 verschwand Olivers bester Freund einfach spurlos und wurde nie gefunden. Die jetzigen Fälle führen in diese Richtung, doch wie lassen sich diese Vorfälle mit einander in Verbindung bringen?

Während Oliver es gar nicht abwarten kann diesen letzten Fall abzuschließen und endlich sein Jahr Auszeit zu beginnen, fürchtet sich Pia davor wie die Arbeit in Zukunft ohne ihren geschätzten Kollegen sein wird. Die Selbstzweifel und privaten Probleme der Protagonisten, machen ihnen zusätzlich zu ihrem Job zu schaffen und die Balance zu finden, ist da nicht immer ganz einfach. Ich konnte mich in beide Ermittler gut hineinversetzen und ihre Gedankenwelt nachempfinden.

In der Geschichte sind viele Figuren beteiltigt, weshalb es ganz zu Beginn der Geschichte ein Personenregister gibt. Ich selbst habe es nicht benötigt, finde das aber manchmal dennoch ganz hilfreich, falls man durcheinander kommt. Es handelt sich um einen verzwickten Fall mit spannenden Ermittlungen, bei denen auch das Privatleben der Ermittler beleuchtet wird. Durch das Hin- und Herspringen zwischen verschiedenen Handlungsorten wird die Spannung zusätzlich gesteigert und ich habe das Buch fast auf einen Rutsch gelesen, so sehr hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen.

  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 08.07.2020

Im Wald

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Im Wald von Nele Neuhaus ist der achte Teil ihrer Bodenstein/Kirchhoff Reihe. Ich habe bisher alle Teile gelesen und habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Allerdings fand ich den Teil etwas schwächer ...

Im Wald von Nele Neuhaus ist der achte Teil ihrer Bodenstein/Kirchhoff Reihe. Ich habe bisher alle Teile gelesen und habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Allerdings fand ich den Teil etwas schwächer und ich hatte mir etwas mehr erhofft. 

Auf einem Waldcampingplatz geht ein Wohnwagen in Flammen auf, darin stirbt ein Mann. Oliver von Bodenstein und Pia Sander beginnen zu ermitteln. Kurze Zeit später wird eine ältere Frau im Hospiz erdrosselt aufgefunden. Oliver kannte die Frau gut und ihr tot gibt ihm und seinem Team Rätsel auf. Bald führt das Motiv in den Sommer 1972 damals verschwand Olivers bester Freund spurlos. Doch was hat das mit dem aktuellen Fall zu tun? 

Ich bin wieder gut in das Buch rein gekommen. Der Schreibstil von Nele Neuhaus ist flüssig und leicht. Allerdings hat sie sich diesmal oft in Kleinigkeiten verloren so waren manche Abschnitte sehr zäh und für mich nicht spannend. Normalerweise liebe ich es ein Buch zu lesen das viele Handlungsstränge hat. Und die Bücher von Nele Neuhaus leben eigentlich davon das es viele gibt. Aber hier waren es mir eindeutig zu viele und ich habe oft nicht gesehen welchen Sinn ein Handlungsstrang hat. 

Auch die Protagonisten nervten mich diesmal enorm. Normalerweise mag ich Oliver und Pia und ihre Art zu ermitteln. Auch haben sie sich immer weiterentwickelt. Aber hier sind beide so von persönlichen Problemen bzw Selbstzweifeln behaftet das es schon nervte. Ich muss nicht in jedem zweiten Satz lesen dass Pia Angst hat bei der Beförderung übergangen zu werden oder wie es ist wenn Oliver nicht mehr da ist. Ich muss auch nicht ständig lesen das Oliver seines Berufs überdrüssig geworden ist und sich auf seine Auszeit freut. Es nervte nur noch, weil diese negative Grundstimmung der beiden den Fall und die Spannung beeinträchtigten. 

An sich war der Krimi ganz nett und ich habe ihn auch gerne gelesen. Es ist aber nicht der beste der Reihe und besticht eher mit einer düsteren Grundstimmung als mit Spannung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.04.2020

Das grabesgrüne Geheimnis eines Sommers

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Mein erster Krimi von Nele Neuhaus "Eine unbeliebte Frau" konnte mich damals nicht überzeugen und ich reagierte entsprechend skeptisch, als mir "Im Wald" von einer Kollegin geschenkt wurde. Das Buch lag ...

Mein erster Krimi von Nele Neuhaus "Eine unbeliebte Frau" konnte mich damals nicht überzeugen und ich reagierte entsprechend skeptisch, als mir "Im Wald" von einer Kollegin geschenkt wurde. Das Buch lag erstmal ein halbes Jahr in der Schublade, bis ich es mir vorgenommen habe und dann flogen die Seiten nur so dahin.
Zu vielen Krimis finde ich keinen Zugang, bin schnell angeödet von den Figuren, Dialogen, Aktionen. Das Genre hat mich irgendwann so gelangweilt, daß ich mittlerweile nur noch wenig davon lese. Hier war es ganz anders, der Draht war sofort da. Einem ganzen Dorf inklusive seinen Bewohnern wurde Leben eingehaucht. Die Emotionen wurden durch wechselnde Perspektiven sehr gut transportiert und die gesponnene Geschichte hat mich mitfühlend erschrecken lassen, mir stellenweise die Tränen in die Augen getrieben und mein Herz bluten lassen.
Möglicherweise habe ich mich deshalb so gut einfinden können, weil ich in einem Ort mit knapp 500 Einwohnern aufgewachsen bin. Ich kenne das, was Frau Neuhaus beschreibt: die Sommer in der Kindheit, in denen man sich völlig ungezwungen, einfach frei bewegen konnte; im Ort, durch Felder und Wälder. Wir sind auf Bäume geklettert, haben Bäche gestaut und an Seen gespielt. Auch ich hatte spezielle Orte: geheime Verstecke und Treffpunkte.
Mit zunehmendem Alter veränderte sich der Blick auf die einstigen Spielkameraden und Bewohner. Man erfuhr Dinge vom Hörensagen, durch Dorfklatsch, bekam selber einiges mit, beurteilte Gesehenes und Gehörtes mit zunehmender Reife anders wie in jüngeren Jahren. Es gibt diese fast unausgesprochenen Wahrheiten, Tabus nicht unähnlich, über die mal mehr mal weniger offensiv, massiv, intensiv geredet wird. Im Laufe der Zeit bleibt wenig verborgen und irgendwann kommt wohl alles in einer kleinen Gemeinschaft an´s Licht (den Vereinen und dem Einfluss von Alkohol sei Dank!). Ich konnte von Bodenstein´s Situation und Empfindungen deshalb wunderbar nachvollziehen.
Man kann diesen Neuhaus-Krimi sehr gut lesen, auch wenn man seine Vorgänger in der Reihe nicht kennt. Die Autorin schafft es hervorragend, die Leserin in allen relevanten Eckpunkten abzuholen, ohne auszuschweifen oder zu langweilen. Das ist nur ein Aspekt, aber ich finde, eine nicht zu unterschätzende Schwierigkeit und ihr ist damit ein echtes Kunststückchen gelungen.
Ab ca. der 150sten Seite war ich sehr dankbar für das Personenregister, denn es taucht eine Vielzahl an Charakteren auf und ich habe immer mal wieder den Grad der Verwandtschaft oder den Beruf nachgeschlagen.
Auch sehr gut gefallen haben mir der Witz und das hessische Gebabbel.
Alles in allem ein tolles Krimikonstrukt wie ich es mir wünsche und ein Buch, das ich selber auch verschenken würde.

Veröffentlicht am 19.11.2019

Ein toller Krimi

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Ein toller Krimi,

Die Mauer des Schweigens in einem Dorf die Jahrzente überdauert . Wer hat Arthur und Maxi den Fuchs umgebracht und warum. Nach und nach kommen immer mehr Details ans Licht.
Wer bringt ...

Ein toller Krimi,

Die Mauer des Schweigens in einem Dorf die Jahrzente überdauert . Wer hat Arthur und Maxi den Fuchs umgebracht und warum. Nach und nach kommen immer mehr Details ans Licht.
Wer bringt jetzt die Menschen um, bloß damit das Geheimnis von vor 40 Jahren nicht rauskommt.
Kann man Objektiv sein wenn man damals dort gelebt hat, wie Ermittler Oliver Bodenstein oder ist die Sicht von Pia Sander die keine Verflechtung mit der Geschichte hat besser. Die Seiten fliegen so davon und es bleibt bis zuletzt spannend