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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.12.2025

tolles Buch

Kälteeinbruch
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Meinung: Mit diesem Buch hat Jan-Erik Fjell mich einmal mehr daran erinnert, warum ich seine Romane so sehr schätze. Seine Geschichten sind leise, düster und gehen mir jedes Mal unter die Haut. Der norwegische ...


Meinung: Mit diesem Buch hat Jan-Erik Fjell mich einmal mehr daran erinnert, warum ich seine Romane so sehr schätze. Seine Geschichten sind leise, düster und gehen mir jedes Mal unter die Haut. Der norwegische Winter ist dabei weit mehr als nur Kulisse, er wird zu einer bedrückenden, fast erdrückenden Präsenz, die mich Seite für Seite begleitet hat. Der Einstieg hat mich sofort gepackt. Ein Kleinkrimineller, eine abgelegene Waldhütte und ein versiegelter Laster. Als sich die Türen öffnen und zwei verängstigte Kinder zum Vorschein kommen, war mir schlagartig klar: Diese Geschichte wird keine einfache sein, aber eine, die mich nicht mehr loslassen wird. Parallel dazu begleitet man Kommissar Anton Brekke bei der Aufklärung eines grausamen Mordes. Fjells Schreibstil ist ruhig und flüssig, ohne dabei an Intensität zu verlieren. Besonders beeindruckt hat mich, wie ehrlich und ungeschönt er seine Figuren zeichnet. Niemand ist nur gut oder böse, jeder trägt seine eigenen Abgründe in sich. Anton Brekke ist erneut alles andere als ein klassischer Ermittler. Arrogant, spielsüchtig und emotional verschlossen und gerade deshalb wirkt er so erschreckend real. Trotz (oder vielleicht wegen) seiner Schwächen habe ich ihn schnell ins Herz geschlossen.
Die zunächst getrennten Handlungsstränge fügen sich nach und nach zusammen. Man fühlt sich den Ermittlern stellenweise überlegen, um kurz darauf wieder in Zweifel zu geraten. Die Spannung entsteht nicht durch schnelle Action, sondern durch das langsame, unaufhaltsame Zusammenziehen der Schlinge. Besonders die Szenen rund um die Kinder waren schwer auszuhalten und definitiv nichts für schwache Nerven.
Am Ende fügt sich alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Durchdacht, emotional und mit einer Intensität.

Eine Empfehlung meinerseits

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Veröffentlicht am 06.12.2025

tolles Buch

Eisnebel
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Meinung: Das Cover hat mich im ersten Moment vollkommen in seinen Bann gezogen. Dieses frostige, fast bedrohliche Motiv hat sofort eine Neugier in mir geweckt, die ich nicht mehr ablegen konnte. Ich wollte ...


Meinung: Das Cover hat mich im ersten Moment vollkommen in seinen Bann gezogen. Dieses frostige, fast bedrohliche Motiv hat sofort eine Neugier in mir geweckt, die ich nicht mehr ablegen konnte. Ich wollte unbedingt wissen, welche Geschichte in dieser eisigen Stille verborgen liegt. Genau dieses Gefühl, eine Mischung aus Spannung, Beklemmung und Faszination hat mich durch das gesamte Buch begleitet. Das Setting hat mich sofort mitgerissen. Ich konnte den Schnee unter meinen Füßen knirschen hören, spürte die beißende Kälte auf meiner Haut und diese tiefe, einsame Abgeschiedenheit, die mich beim Lesen regelrecht umklammert hat. Die Atmosphäre war so intensiv, dass sie mich auch zwischen den Kapiteln nicht losgelassen hat. Theodora reist zum ersten Mal zur Familie ihres Verlobten Connor. Ein luxuriöses Winterdomizil fernab jeder Zivilisation klingt verführerisch, aber genau diese Isolation verleiht der Geschichte eine unheimliche Schwere. Von Anfang an wird klar: Theo ist dort nicht willkommen. Diese unterschwellige Feindseligkeit, das ständige Beobachtetwerden, das Gefühl, geprüft und bewertet zu werden all das hat sich mir beim Lesen direkt auf die Brust gelegt. Und als dann auch noch die anonymen Drohungen auftauchen, von jemandem aus der eigenen Familie. Die Story beginnt ruhig, fast zaghaft, doch genau diese Stille trägt etwas Bedrohliches in sich. Schon bald zieht der Spannungsbogen an und bleibt dann durchgehend hoch.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht, sodass man mühelos tief in die Handlung eintaucht. Weil Theo selbst erzählt, erlebt man ihre Unsicherheit, ihre Angst und ihre inneren Konflikte besonders intensiv. Sehr schnell wird klar, dass ihre Vergangenheit eine große Rolle spielt.
Die Charaktere sind detailreich ausgearbeitet, auch wenn sie bewusst auf Distanz bleiben. Aber genau dieses Gefühl von Fremdheit macht die Geschichte so wirkungsvoll. Ich habe mich genauso verloren und fehl am Platz gefühlt wie Theo. Dieses Misstrauen, diese latente Anspannung zwischen den Figuren, das war so greifbar, dass es mich bis zum Schluss begleitet hat.
Die Wendungen sind klug gesetzt, niemals überzogen, sondern genau richtig dosiert, um mich immer wieder eiskalt zu erwischen. Auch ohne klassische Ermittlungen bleibt die Geschichte durchgehend spannend.

Absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 05.12.2025

tolles Buch

Mord in eiskalter Nacht
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Meinung: Dieser Krimi hat mich auf die schönste Weise überrascht. Zu Beginn wirkt alles noch ruhig, beinahe sanft zurückhaltend und gerade das hat mich völlig unerwartet in seinen Bann gezogen. Die Spannung ...


Meinung: Dieser Krimi hat mich auf die schönste Weise überrascht. Zu Beginn wirkt alles noch ruhig, beinahe sanft zurückhaltend und gerade das hat mich völlig unerwartet in seinen Bann gezogen. Die Spannung schleicht sich heran, leise, fast unmerklich, bis sie mich irgendwann so fest im Griff hatte, dass ich das Buch kaum noch zur Seite legen konnte. Nach einer ausgelassenen Feier wird die Gastgeberin am nächsten Morgen leblos gefunden. Die Ermittlungen führen Schritt für Schritt tiefer in ihr Leben, in verborgene Schichten, die sich nur widerwillig öffnen.
Ich mochte den flüssigen, bildhaften Schreibstil unglaublich gern; er lässt Szenen und Charaktere lebendig werden. Vor allem die Figuren wirkten vielschichtig, greifbar und glaubwürdig,als würde man ihnen im echten Leben begegnen.
Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man gefühlt durch die Seiten fliegt. Besonders berührt haben mich die Rückblicke in die Kindheit von Leena und ihrer Schwester. Auch das Setting ist atmosphärisch und eindringlich beschrieben. Und dann die Auflösung: Sie hat mich eiskalt erwischt. Zwar hatte ich irgendwann eine leise Ahnung, doch der Moment, in dem alles zusammenbricht und sich die Puzzleteile fügen, war heftig, berührend und brillant durchdacht.
Ein Krimi, der mich echt beeindruckt hat

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Veröffentlicht am 05.12.2025

Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen

I Am Watching You
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Meinung: Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht und ich bin wirklich voller Erwartung in die Geschichte gestartet. Das Cover hat meine Neugier sofort geweckt. Im Zug hört Ella Longfield, wie zwei ...

Meinung: Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht und ich bin wirklich voller Erwartung in die Geschichte gestartet. Das Cover hat meine Neugier sofort geweckt. Im Zug hört Ella Longfield, wie zwei Männer mit zwei Teenagerinnen flirten. Sie spürt die Gefahr, sagt aber nichts. Am nächsten Tag ist eines der Mädchen Anna Ballard verschwunden.Ich dachte: Wow, das wird intensiv. Doch leider konnte das Buch dieses anfängliche Versprechen für mich nicht halten. Ein Jahr nach Annas Verschwinden sind Ellas Schuldgefühle allgegenwärtig und jemand scheint sie anonym zu beobachten. Klingt spannend, aber die Umsetzung blieb für mich weit hinter dem zurück, was möglich gewesen wäre. Annas Umfeld zerfällt zwar nach und nach, jeder trägt Geheimnisse mit sich herum, aber irgendwann fühlte es sich einfach nur überladen an. Zu viele Sorgen, zu viel Drama, aber zu wenig echte Spannung.
Der Schreibstil ist angenehm und die verschiedenen Perspektiven fand ich grundsätzlich interessant, doch die Passagen des „Beobachters“ haben mich eher verwirrt als mitgerissen. Die Mitte des Buches zog sich extrem und ich musste mich regelrecht durchkämpfen. Statt Nervenkitzel bekam ich hauptsächlich Scham, Trauer und Schuldgefühle serviert und genau das hat mich enttäuscht. Ich wollte dieses dunkle Kribbeln eines Thrillers und bekam eher eine Ansammlung emotionaler Belastungen.Die kurzen Kapitel sind ein Plus, doch sie konnten nicht verdecken, dass der Funke einfach nicht übergesprungen ist. Das Ende bringt zwar noch etwas Leben in die Handlung, aber die Auflösung hat mich erstaunlich kalt gelassen. Kein Aha-Moment, kein Herzklopfen, eher ein Schulterzucken.
Dieses Buch hinterlässt bei mir wenig Eindruck. Es ist nicht schlecht, aber es hat sein Potenzial für mich nicht ansatzweise ausgeschöpft.

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Veröffentlicht am 05.12.2025

ein tolles Buch

Emma Bell
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Meinung: Als mir dieses Buch angeboten wurde, musste ich keine Sekunde überlegen. Schon das Cover und der Klappentext haben mich sofort gefangen genommen und genau mit diesem Gefühl bin ich in die Geschichte ...

Meinung: Als mir dieses Buch angeboten wurde, musste ich keine Sekunde überlegen. Schon das Cover und der Klappentext haben mich sofort gefangen genommen und genau mit diesem Gefühl bin ich in die Geschichte gestartet.
Der Einstieg wirkt ruhig, fast sanft, doch unter der Oberfläche brodelt eine Spannung, die mich sofort gepackt hat. Ich wollte unbedingt wissen, wohin mich diese Reise führen würde. London 1846: Ruth Thomas ist zweiundzwanzig, unverheiratet und damit für ihre Mutter ein einziges Ärgernis. Als diese Ruth dabei erwischt, wie sie eines der Hausmädchen küsst, eskaliert alles. Wut, Scham, Verstoßung und schließlich die Verbannung aufs Land, zu einem Onkel, der ihr die „unmoralischen Gelüste“ austreiben soll.
Doch dort begegnet Ruth niemand Geringerer als Emma, der jungen Ehefrau ihres Onkels. Und mit ihr erwachen Gefühle, die viel zu groß sind, um sie zu verdrängen. Das Tempo bleibt über weite Strecken gemächlich, aber gerade diese Ruhe schafft eine Atmosphäre, die fast schon magisch wirkt. Die selbst gezeichneten Illustrationen der Autorin haben mich zusätzlich begeistert, sie verleihen der Geschichte eine eigene Handschrift und ließen mich vieles beinahe sehen, als stünde ich selbst im Raum.
Der Schreibstil ist leicht, flüssig und sehr zugänglich. Mit den Charakteren konnte ich lange nicht ganz warm werden. Sie blieben mir ein wenig fern. Erst gegen Ende fand ich einen echten Zugang zu Ruth. Die Gefühle zwischen ihr und Emma kamen dafür recht plötzlich, fast so, als würde mich die Szene selbst überrumpeln.
Dafür haben mich die Nebenfiguren umso mehr berührt. Besonders Clara habe ich sofort ins Herz geschlossen; sie wirkt lebendig, liebevoll und unglaublich fein gezeichnet.
Die vielen Details waren einerseits atmosphärisch ein Geschenk, andererseits haben sie meinen Lesefluss ab und zu etwas gebremst. Trotzdem hat mich das viktorianische Setting mit all seiner Dunkelheit und seinem leisen Schrecken sehr fasziniert. Am Ende hätte ich mir hier und da etwas mehr Tiefe gewünscht, ein paar Schatten mehr, ein paar Seelenregungen stärker

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