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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2025

Ein wunderbar schräges Fantasy-Abenteuer

Kerze & Krähe
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Der Siegelmagier Al MacBharrais wurde vor langer Zeit mit einem Fluch belegt, der seine Lehrlinge tötete und alle vertrieb, die ihn sprechen hörten. Aber er ist nicht ganz allein: Seine letzten Freunde ...

Der Siegelmagier Al MacBharrais wurde vor langer Zeit mit einem Fluch belegt, der seine Lehrlinge tötete und alle vertrieb, die ihn sprechen hörten. Aber er ist nicht ganz allein: Seine letzten Freunde ziehen ihn in ihre exzentrischen Dramen hinein. Buck Foi plant einen waghalsigen Streich, der ihn zum berühmtesten Kobold machen soll. Nadia, die Gothic Queen und Kampfseherin, gründet ihren eigenen Kult um einen Gott, der Whiskey und Käse liebt. Und Morrigan, die irische Todesgöttin, hat beschlossen, es mit Online-Dating zu versuchen.
Kerze und Krähe ist der dritte und abschließende Band der Reihe und sollte nicht ohne Kenntnis der ersten beiden Bände gelesen werden, denn die Handlung baut aufeinander auf: Während Al weiterhin Hinweisen nachgeht und kurz davor steht, herauszufinden, wer ihn verflucht hat, rauben Buck und Nadia eine Bank aus, Grace verschwindet und die blauen Männer vom Minch versenken eine Jacht, was die Regierung in Erklärungsnot bringt, so dass Al die Wogen glätten muss, um einen Vergeltungsschlag zu verhindern. Und als wäre das nicht schon kompliziert genug, braucht Eli auch noch Hilfe bei der Suche nach einem Werwolf- Mörder.
Klingt nach einem komplexen und herrlich chaotischen Plot? Ist es auch, denn Kevin Hearne scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, im dritten Teil alle offenen Handlungsstränge zu einem erfolgreichen Ende zu führen, alle schrägen Ideen, die ihm für die Reihe noch im Kopf herumschwirren, einzubauen und zudem ein Wiedersehen mit einigen bekannten Charakteren zu ermöglichen, wodurch die Handlung etwas ausufert und manchmal sehr sprunghaft und leicht überfrachtet wirkt. Doch Hearne verliert nie den Überblick und jede Figur und jedes noch so kleine Handlungselement trägt zu einem Ende bei, das keine Fragen offen lässt.
Ein rasantes und fantastisches Abenteuer mit wunderbar schrägen und einzigartigen Charakteren, leicht schlüpfrigem Humor und interessanten Zwischenspielen.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Origineller Mix aus Spannungsroman und Fantasy

Nachtlügen
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Isra ist ein Nachtalbin, die nachts den Schlafenden die Lichtträume stiehlt und schaurige Alpträume erzeugt. Sie gilt als Meisterin der Komposition von Traumsequenzen. Doch seit einer ihrer Albträume einen ...

Isra ist ein Nachtalbin, die nachts den Schlafenden die Lichtträume stiehlt und schaurige Alpträume erzeugt. Sie gilt als Meisterin der Komposition von Traumsequenzen. Doch seit einer ihrer Albträume einen Träumer zu Tode erschreckt hat, droht ihr der Ausschluss aus der Gesellschaft der Alben. Als einem weiteren ihrer Träumer ein Unglück widerfährt, steht Isra am Rande des Abgrunds...

Nachtlügen ist eine packende Mischung aus Spannungsroman und Fantasy, eine Geschichte über Träume, Familie und Verantwortung. Lisanne Surborg lässt ihre LeserInnen tief eintauchen in die Welt der Nachtalben, ihre Regeln, Gepflogenheiten, Traumforschungen und Konflikte. Isra nutzt die tiefsten Ängste der Menschen als Grundlage, um Alptraumszenarien zu erzeugen, die düster und faszinierend zugleich sind. Ihre unnahbare und spröde Art hält nicht nur die LeserInnen auf Distanz, sondern lässt sie auch keine tiefere Beziehung zu ihren Mitmenschen aufbauen, auch das Verhältnis zu ihrer Familie ist aus vielerlei Gründen schwierig. Dennoch folgt man ihr gerne durch die Geschichte und möchte wissen, wer ihr schaden will, auch wenn ihre Handlungen manchmal schwer nachvollziehbar sind.

Alles in allem eine originelle und fantasievolle Geschichte mit einer kantigen Heldin im freien Fall vom Ausnahmetalent zur Abtrünnigen, die zwar nicht durchgehend zu fesseln vermag, aber dank der faszinierenden Handlung und der überwiegend düsteren und geheimnisvollen Atmosphäre für spannende Lesestunden sorgt.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Unterhaltsamer Auftakt mit schlagfertiger KI

Red Umbrella Society – Der Kuss des Schmetterlings
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Skadi und ihr Bruder schulden einem skrupellosen Unterweltboss Geld und müssen für ihn riskante Jobs erledigen. Bei einem dieser Aufträge stößt Skadi auf eine Leiche und gerät ins Visier des Ermittlers ...

Skadi und ihr Bruder schulden einem skrupellosen Unterweltboss Geld und müssen für ihn riskante Jobs erledigen. Bei einem dieser Aufträge stößt Skadi auf eine Leiche und gerät ins Visier des Ermittlers David Bell. Wie sich herausstellt, war das Opfer Mitglied der mächtigen und geheimnisvollen Red Umbrella Society, deren Mitglieder über besondere Fähigkeiten verfügen sollen.
Der Kuss des Schmetterlings ist der Auftakt einer unterhaltsamen Urban-Fantasy-Dilogie. Skadi ist eine toughe und schlagfertige Protagonistin, der man gerne durch die Handlung folgt, die Idee mit der ebenso schlagfertigen KI als ihrem ständigen Begleiter ist witzig und originell, wird aber manchmal etwas überstrapaziert.
Die Geschichte ist humorvoll, mysteriös und wendungsreich, aber leider auch sehr oberflächlich, so dass weder die Ermittlungen noch die Liebesgeschichte wirklich zu fesseln vermögen. Auch die Informationen über die titelgebende Red Umbrella Society sind eher spärlich gesät.
Alles in allem eine unterhaltsame und mäßig spannende Urban Fantasy, die von Genoveva Mayer sehr ansprechend gelesen wird und daher als Hörbuch deutlich fesselnder ist.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Ein fantastisches Leseabenteuer

Foxfighter - Angriff des Schattens (Band 1)
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Fuchs Finn ist bei Menschen aufgewachsen, doch eines Tages wird er ausgewildert und muss sich plötzlich ganz allein im Wald zurechtfinden. Als er die Füchsin Fabelfell vor einem unheimlichen Schattenwesen ...

Fuchs Finn ist bei Menschen aufgewachsen, doch eines Tages wird er ausgewildert und muss sich plötzlich ganz allein im Wald zurechtfinden. Als er die Füchsin Fabelfell vor einem unheimlichen Schattenwesen rettet, wird er in ihr Rudel aufgenommen, doch Finn findet nicht nur neue Freunde, sondern erregt mit seinem silbrig schimmernden Fell auch viel Misstrauen.
Foxfighter ist eine fantasievolle und spannende Geschichte über einen außergewöhnlichen Fuchs. Finn muss lernen, für sich selbst zu sorgen, seinen Fähigkeiten zu vertrauen und sich in eine Tiergemeinschaft einzufügen. Es geht um Mut, Vertrauen, Selbstfindung und Freundschaft, verwoben mit einer Tierfantasy voller Geheimnisse und Gefahren. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und allesamt einzigartig, allen voran der wohl selbstbewussteste Igel der Welt, dem die Leserherzen in Scharen zufliegen werden.
Ein spannendes und unterhaltsames Abenteuer, lebendig erzählt mit leisem Humor und voller fantastischer Ideen. Ein Leseerlebnis, das nicht nur die Zielgruppe begeistern wird.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Düstere Fantasy mit Schwächen

Kingdom of Lies
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Als ihr Land vom Untergang bedroht war, schlossen die Menschen einen Pakt mit den Göttern. Diese beschützen sie vor den Fae, im Gegenzug wird allen Bewohnern nach der Geburt die Magie entzogen. Doch Prisca ...

Als ihr Land vom Untergang bedroht war, schlossen die Menschen einen Pakt mit den Göttern. Diese beschützen sie vor den Fae, im Gegenzug wird allen Bewohnern nach der Geburt die Magie entzogen. Doch Prisca ist immer noch im Besitz der Magie, was sie und ihre Familie in tödliche Gefahr bringt...
Kingdom of Lies beginnt düster und mitreißend mit einer überstürzten und gefährlichen Flucht, doch im weiteren Verlauf der Geschichte stellt sich schnell Ernüchterung ein, denn abgesehen von Priscas Magie ist die Handlung wenig originell. Darüber könnte man hinwegsehen, wenn die Geschichte spannend und glaubwürdig wäre, aber das Erzähltempo ist ziemlich unausgewogen, es gibt einige Handlungssprünge und Logikbrüche und entschieden zu viele Nebenfiguren, die im weiteren Verlauf der Handlung keine besondere Rolle spielen. Prisca ist eine durchaus sympathische Protagonistin. Allerdings wird sie mit zu wenigen Herausforderungen konfrontiert und vieles geht ihr zu leicht von der Hand. Das größte Manko der Geschichte ist jedoch Lorian, dessen Charakter entschieden zu dominant und besitzergreifend ist, wodurch die Liebesgeschichte unglaubwürdig und oft befremdlich wirkt. Auch die Textpassagen aus seiner Sicht tragen nicht dazu bei, ihn sympathischer zu machen, sondern nehmen eher noch mehr Spannung aus der Geschichte, da sie die überraschende Wendung am Ende des ersten Teils erahnen lassen.
Alles in allem ein eher durchwachsenes Leseerlebnis, da die Geschichte zwar alle gängigen Tropen vereint, diese aber oft nicht gut ausgearbeitet sind, so dass man nicht wirklich in die Handlung eintauchen kann. Auch das unausgewogene Erzähltempo und die teilweise unsympathischen Charaktere tragen nicht gerade dazu bei, dass man von der Geschichte gefesselt wird.

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