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Veröffentlicht am 24.08.2025

Ein gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht!

Eddie (Band 1) – Achtung, die Mumie ist los!
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Die 12-jährige Cleo muss mit ihrem Archäologen-Papa für einige Zeit in Ägypten leben, da dieser eine Mumie nach Kairo überführen soll. Ihre Begeisterung hält sich sehr in Grenzen, sie findet Mumien einfach ...

Die 12-jährige Cleo muss mit ihrem Archäologen-Papa für einige Zeit in Ägypten leben, da dieser eine Mumie nach Kairo überführen soll. Ihre Begeisterung hält sich sehr in Grenzen, sie findet Mumien einfach nur langweilig. Dies ändert sich jedoch bereits während ihrer Anreise. Zusammen mit ihrem neuen Freund Marik, dessen Mutter ebenfalls Forscherin ist, erweckt sie aus Versehen die Mumie im Laderaum zum Leben. Sie glauben erst zu träumen, als plötzlich eine putzmuntere Dörrleiche vor ihnen steht, in Begleitung eines pfiffigen Skarabäus namens Pillepalle. Doch statt unheimlich ist Mumie Eddie ziemlich nett, lustig und chaotisch und überhaupt nicht so todlangweilig wie Cleo immer gedacht hat. Sehr schnell findet der über 3000 Jahre alte Eddie Gefallen an dieser neuen Welt (vor allem Skateboard fahren, Fernsehen und Süßigkeiten findet er ziemlich toll). Leider hat er aber sein Gedächtnis verloren und braucht dringend die Hilfe von Cleo und Marik, um das Rätsel seiner Herkunft zu lösen. Ehe es sich die Freunde versehen, stecken sie mittendrin in einem gefährlichen Abenteuer, bei dem sie es nicht nur mit Krokodilen, sondern auch mit fiesen Grabräubern zu tun bekommen.

Geschichten, die in Ägypten spielen, habe ich schon immer gerne gelesen und nachdem mich Christiane Ritterhausen bereits mit ihrer Mari-Reihe begeistern konnte, war ich auf den ersten Band ihrer neuen Kinderbuch-Reihe sehr gespannt. Schon bei einem Blick aufs Cover wird klar, dass es dahinter ziemlich abenteuerlich und fantasievoll werden wird und wer solche Geschichten mag, ist hier definitiv goldrichtig.

Christiane Ritterhausen legt mit „Eddie – Achtung, die Mumie ist los!“ einen originellen Serienstart vor, der von den ersten Seiten an hält, was der Einband verspricht. Gekonnt verbindet die deutsche Autorin Action mit einer ordentlichen Portion Humor, Übersinnliches mit spannendem Wissen. Leider verschenkt sie ein wenig Potenzial, als Mumie Eddie in unsere Welt stolpert. Er findet sich erstaunlich gut in der neuen Zeit zurecht und scheint keine Probleme mit unserer Technik und anderen Gepflogenheiten zu haben. Diesen Zusammenprall von zwei völlig unterschiedlichen Welten hätte man für meinen Geschmack etwas witziger gestalten können, allerdings tut das dem Lesevergnügen kaum einen Abbruch. Es macht einfach richtig Spaß dieses Buch zu lesen, langweilig wird es dabei zu keiner Zeit. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet, allen voran unsere vier Helden Cleo, Marik, Eddie und Skarabäus Pillepalle, die ein ungewöhnliches, aber starkes Team ergeben und uns zeigen, dass Freundschaft keine Unterschiede kennt. Gemeinsam mit dieser bunten Truppe erlebt man hier ein turbulentes Abenteuer, das ordentlich zum Mitfiebern einlädt und sich stellenweise wie ein Indiana-Jones-Film mit Krimi-Elementen anfühlt. Ganz nebenbei vermittelt die Geschichte auch noch so einiges über das Alte Ägypten, Grabräuberei, Pyramiden und Co. ohne in irgendeiner Weise lehrbuchmäßig daherzukommen.
Abgerundet wird das Ganze durch zahlreiche liebevolle Illustrationen in Orange und Grautönen, beigesteuert von Maja Bohn. Das Ende hält einen cliffhangerischen Epilog bereit, nach dem man die Fortsetzung kaum erwarten kann.

Fazit: Eine lebendige und überhaupt nicht gruselige Mumie zum Gernhaben, ein magisches Amulett, skrupellose Grabräuber, ein unschlagbares Quartett, das über sich hinauswächst – all das und noch mehr erwartet einen in diesem vielversprechenden Reihenauftakt. „Eddie – Achtung, die Mumie ist los!“ ist ein rasantes, unterhaltsames und lehrreiches Ägypten-Abenteuer mit jeder Menge Witz, Spannung und Freundschaft. Ein großer Spaß für alle ab 9 Jahren, der Lust auf mehr macht. Auch wenn mich das Buch nicht komplett überzeugen konnte, bin ich begeistert und schon voller Vorfreude auf den zweiten Band. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 22.08.2025

So süß und herzerwärmend!

Tilly - Jeder Tag ein Abenteuer: Igel, Erdbeeren und ganz viel Liebe: kurze Vorlesegeschichte. Bilderbuch ab 3 Jahren – einfühlsam illustriert
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Das kleine Igelmädchen Tilly liebt Gespenster, Schaukeln und ihr Lieblingskuscheltier Clem. Doch am allermeisten liebt sie Oma. Oma wiederum mag Riesenerdbeeren, warme Pullover...und Tilly natürlich. Zusammen ...

Das kleine Igelmädchen Tilly liebt Gespenster, Schaukeln und ihr Lieblingskuscheltier Clem. Doch am allermeisten liebt sie Oma. Oma wiederum mag Riesenerdbeeren, warme Pullover...und Tilly natürlich. Zusammen erleben die beiden viele tolle kleine Abenteuer. Da wäre zum Beispiel die Geschichte über Tillys Lieblingsdecke, die mit der Zeit immer kleiner und kleiner wurde - und heute Tillys Lieblingshalstuch ist. Oder die, in der sich Tilly als Gespenst verkleidet, um Oma mit einem lauten „Buh!“ zu erschrecken. Manchmal zieht Tilly aber auch alleine los – wie an dem Tag, an dem sie sich ihre schlechte Laune wegpusten lassen möchte. Und jede Nacht liest Oma ihrer Enkelin eine Gutenachtgeschichte vor. Denn die beiden lieben Geschichten.

Seit „Flora und Otto“ bin ich ein großer Fan von Stephanie Graegins bezaubernden Bildern und freue mich jedes Mal wie ein Schnitzel, wenn ein neues Werk von ihr erscheint. „Tilly“ war daher natürlich ein absolutes Muss für meine Sammlung und hach, was soll ich sagen, sie ist um ein Herzensbuch reicher geworden.

Stephanie Graegin hat uns hier mal wieder ein entzückendes Kinderbuch gezaubert, das Jung und Alt gleichermaßen anspricht. Mit kurzen Sätzen und liebenswerten Illustrationen erzählt die US-amerikanische Künstlerin zehn kleine Anekdoten aus dem Alltag von Igelmädchen Tilly und ihrer Oma. Auf den ersten Blick mögen die Geschichten recht einfach und banal erscheinen, doch gerade darin liegt ihr besonderer Zauber. Schon nach der ersten Seite ist man dem Charme dieses Buches komplett verfallen und möchte nicht mehr daraus auftauchen. Die kleine Tilly und ihre Großmutter sind ein tolles Team, die zusammen jeden Tag ein neues Abenteuer erleben. Es sind Erlebnisse, die Kinder selbst aus ihrem eigenen Leben gut kennen, sodass sie sich leicht mit Tillys Welt identifizieren können. Ob die Geschichte vom geschrumpften Pullover, vom Schaukeln oder der weggeblasenen schlechten Laune – jede einzelne ist voller Liebe, Humor und Wärme und hält am Ende einen breiten Schmunzler bereit. Man kann gar nicht anders, als dieses Buch mit einem Dauerlächeln im Gesicht zu lesen. Und in Tilly und ihre Oma muss man sich einfach verlieben. Denn die beiden zeigen uns, wie schön es ist, Zeit miteinander zu verbringen und dass das große meist Glück in den kleinen Dingen liegt.

Die wundervollen Illustrationen von Stephanie Graegin sind mal wieder ein ganz besonderer Genuss. Mal ganzseitig, mal in mehreren kleinen Bildern setzen sie das Erzählte perfekt in Szene und schaffen mit ihren sanften Farben eine heimelige Wohlfühlatmosphäre. Man möchte dieses Buch am liebsten immer wieder durchblättern, um sich an den vielen niedlichen Details zu erfreuen.

Fazit: So süß und herzerwärmend! „Tilly – Jeder Tag ein Abenteuer“ ist ein zauberhaftes Vorlesebilderbuch ab 3 Jahren über eine liebevolle Oma-Enkelin-Beziehung und die Magie der kleinen Momente. Zehn lustig-charmante kurze Alltagsgeschichten zum Einkuscheln, Schmunzeln und immer wieder Angucken. Das perfekte Geschenk für kleine und große Igel-Fans! Ich bin total verliebt in dieses Buch und kann es jedem nur ans Herz legen. Über ein Wiedersehen mit Tilly und Oma würde ich mich sehr freuen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Spannend, düster, unterhaltsam. Ein toller historischer Kinderkrimi!

Mika Mysteries - Der Ruf des Nachtraben
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Stockholm, 1880. Die 12-jährige Mika lebt in einem Waisenhaus und arbeitet nebenbei in einer Spelunke. Sie ist das harte Leben daher gewohnt, doch dieser Winter ist unerbittlich. Die Nächte sind bitterkalt, ...

Stockholm, 1880. Die 12-jährige Mika lebt in einem Waisenhaus und arbeitet nebenbei in einer Spelunke. Sie ist das harte Leben daher gewohnt, doch dieser Winter ist unerbittlich. Die Nächte sind bitterkalt, es fehlt an Brennholz, die Vorräte sind knapp...In einer besonders eisigen Nacht taucht plötzlich ein verängstigter Junge auf, drückt der verwirrten Mika ein Neugeborenes in die Arme und verschwindet einfach wieder. Woher kommt das Kind? Und wer ist der Dunkle Engel, von dem der Junge gesprochen hat? Als wenig später ein Mord geschieht, spürt Mika, dass die Vorfälle irgendwie zusammenhängen. Sie hat einen sehr geschärften Blick und das Talent, die kleinsten Details zu erkennen. Dies bemerkt auch der ermittelnde Kommissar Valdemar Hoff während einer Befragung. Imponiert von Mikas einzigartiger Fähigkeit bittet er sie um ihre Hilfe bei seinen Ermittlungen. Er ist sich sicher, dass der rätselhafte Mord das Werk des Nachtraben war, ein berüchtigter Serienmörder. Aber kann das wirklich sein? Schließlich wurde der Nachtrabe doch eigentlich hingerichtet. Und welche Rolle spielt das Baby bei dem Ganzen? Ob Mika und der Kommissar den Fall wohl rechtzeitig aufklären können?

Bei diesem Buch war sofort klar, dass es bei mir Einzug halten muss. Das Cover hat mich direkt magisch angezogen und die Geschichte dahinter klang genau nach meinem Geschmack. Von der heimeligen äußeren Erscheinung sollte man sich jedoch nicht täuschen lassen. Denn zwischen den Buchdeckeln geht es überraschend rau und finster zu.

Johan Rundberg präsentiert hier einen gelungenen Auftakt einer mehrbändigen Kinderkrimi-Reihe, in der er seinen jungen Leserinnen einiges zutraut. Die Altersangabe ist durchaus mit Vorsicht zu genießen – nicht für jedes zehnjährige Kind wird dieses Buch etwas sein. Die Geschichte spielt im Jahr 1880, während eines bitterkalten Winters in Stockholm. Dem schwedischen Autor gelingt es mit wenigen Worten, eine bedrückende und geheimnisvolle Atmosphäre zu kreieren und ein realistisches Bild der damaligen Zeit zu vermitteln. Eindringlich und bildhaft beschreibt er das Leben eines Waisenmädchen Ende des 19. Jahrhunderts, mit all seinen Grausamkeiten: Die klirrende Kälte, der ständige Hunger und Überlebenskampf, die Sehnsucht nach Familie und Geborgenheit...Johan Rundberg beschönigt nichts, lässt die Stimmung aber niemals zu hoffnungslos erscheinen. Auch der Zusammenhalt, die Loyalität und Freundschaft unter den Waisenkindern haben hier ihren Platz gefunden und im gesamten Verlauf schwingt immer ein gewisser Humor mit. Geübte junge Leserinnen mit wenig Zimperlichkeit sollten hier ohne Bedenken zugreifen können, doch auch als Erwachsener hat man seine helle Freude an diesem Buch. Der Fall ist sehr raffiniert aufgebaut, lädt zum Miträtseln ein und endet in einer befriedigenden Auflösung, die sogar erfahrene Krimileser*innen zu überraschen vermag.

Mit Mika hat der Autor eine wunderbar sympathische und starke Protagonistin erschaffen, die uns zeigt, dass es sich lohnt, niemals aufzugeben, ganz egal, welche Hindernisse sich einem in den Weg stellen. In gewisser Hinsicht erinnert Mika an Nancy Springers Enola Holmes. Sie ist ähnlich mutig, taff und scharfsinnig, wirkt älter als sie eigentlich ist und ist mit einer beeindruckenden Beobachtungs- und Kombinationsgabe gesegnet. Bisweilen sind ihre Handlungen etwas überzogen dargestellt, was das Lesevergnügen aber in keiner Weise schmälert.
Gemeinsam mit dem etwas brummigen, aber sehr charmanten Kommissar Valdemar Hoff bildet Mika ein herrlich ungleiches Duo und es macht einfach Spaß, die Zwei bei ihren Ermittlungen zu begleiten und mitzuerleben, wie sie allmählich zu einem unschlagbaren Team zusammenwachsen. Wie gut, dass es sich hierbei um einen Serienstart handelt und wir uns auf weitere Abenteuer mit den beiden freuen dürfen. Da am Ende einige Fragen rund um Mikas Herkunft offenbleiben, kann man das Weiterlesen kaum erwarten.

Fazit: „Mika Mysteries – Der Ruf des Nachtraben“ ist ein fesselnder und düsterer, historischer Kinderkrimi mit einer cleveren Heldin und einem ungewöhnlichen Ermittlergespann. Ein gelungener Reihenauftakt ab 10 Jahren, der Lust auf mehr macht. Spannend, nachdenklich und unterhaltsam. Ich bin richtig begeistert von diesem Detektivroman und schon voller Vorfreude auf den zweiten Band. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Eine gelungene Fortsetzung!

Maggie Blue - Das Geheimnis der weißen Krähe
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Nach Maggies erstem aufregenden Abenteuer in der Düsterwelt ist wieder etwas Ruhe in ihrem Leben eingekehrt. Sie lebt nach wie vor bei ihrer Tante Esme in dem kleinen Städtchen West Minchen, wo sie endlich ...

Nach Maggies erstem aufregenden Abenteuer in der Düsterwelt ist wieder etwas Ruhe in ihrem Leben eingekehrt. Sie lebt nach wie vor bei ihrer Tante Esme in dem kleinen Städtchen West Minchen, wo sie endlich Freunde gefunden hat. Neben ihrem treuen Begleiter Hoagy, ein sprechender, einäugiger Kater, hat sie sich auch mit ihren Mitschülerinnen Ida und Will angefreundet. Doch gerade als sie ihre Ferien genießt und versucht, die schrecklichen Ereignisse zu vergessen, taucht auf einmal eine weiße Krähe auf, die Maggie nicht mehr von der Seite weicht. Maggie ist sich sicher, das dieser merkwürdige Vogel aus der Düsterwelt stammt. Aber warum lässt er sie nicht in Ruhe? Es bleibt jedoch nicht bei diesem einen ungebetenen Gast: Ganz plötzlich steht auch ihre Mutter vor der Tür, die aus der Klinik abgehauen ist. Als sie von Gestaltwandlern verschleppt wird, bleibt Maggie nichts anderes übrig, als in die Düsterwelt zurückzukehren. Dort erwarten sie neben alten Feinden auch neue Geheimnisse und Gefahren. Ob es ihr wohl gelingen wird, ihre Mutter und ihr eigenes Leben rechtzeitig zu retten?

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil von „Maggie Blue“, der direkt an den Vorgänger anknüpft. Zum besseren Verständnis ist es daher durchaus sinnvoll, mit dem ersten Band zu starten.
Nachdem mich der Reihenauftakt sehr positiv überrascht hat, war ich voller Vorfreude auf Maggies nächstes Abenteuer. Schon das Cover, das uns Max Meinzold gezaubert hat, ist wieder ein echter Hingucker und lässt erahnen, dass es dahinter ziemlich abenteuerlich und bedrohlich werden wird.

Wer sich schon im ersten Band mit dem ernsten Grundton schwergetan hat, wird vermutlich auch an der Fortsetzung nicht allzu viel Freude haben. Da mir gerade dieser Aspekt so gut gefallen hat, hat das Buch wieder genau meinen Geschmack getroffen. Anna Goodall hat hier eine überaus kluge und außergewöhnliche Fantasy-Reihe geschaffen, in der einige schwere Themen angesprochen werden wie psychische Erkrankungen, Wut, Selbstmitleid und Identität. Die Stimmung ist daher erneut etwas bedrückend, fast schon melancholisch, zugleich aber auch voller Hoffnung. Maggie ist und bleibt eine sympathische und authentische Protagonistin, die einmal mehr an ihren inneren und äußeren Konflikten wächst und viel Mut und Stärke beweist. Insgesamt sind die Charaktere sehr vielschichtig gezeichnet, haben ihre Ecken und Kanten, die sie liebenswert und einzigartig machen. Vor allem Kater Hoagy ist nach wie vor der Star in dieser Reihe. Im Vorgänger kamen seine herrlichen Kommentare und sein unerschütterliches Selbstbewusstsein zwar etwas besser zur Gestaltung, aber auch in diesem Band sorgt er für einige Schmunzler. Eine weitere interessante Figur ist Jean, ein neues Gesicht, die man mit ihrer etwas schrägen Art einfach ins Herz schließen muss.
Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Die Handlung braucht zwar wieder ein bisschen, bis sie richtig Fahrt aufnimmt, zieht einen aber dennoch direkt in den Bann. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven bleibt es durchweg abwechslungsreich und die Szenen in der Düsterwelt halten einen ordentlich in Atem. Obwohl es bisweilen recht finster und emotional zugeht, kann man das Buch auch schon Kindern ab 11 Jahren zutrauen, wobei man das natürlich immer individuell entscheiden muss.

Mir persönlich hat wieder eine Karte des Schauplatzes gefehlt, aber abgesehen davon bin ich begeistert. Anna Goodall hat einfach wieder eine wunderbar fantasievolle Geschichte geschrieben, die kongenial von meinem liebsten Übersetzerinnen-Duo Jessika Komina und Sandra Knuffinke ins Deutsche übertragen wurde. Die Seiten fliegen nur so dahin und der Cliffhanger am Ende macht äußerst neugierig auf den dritten Band.

Fazit: „Maggie Blue – Das Geheimnis der weißen Krähe“ ist ein spannendes und magisches Abenteuer, das durch seine facettenreichen Charaktere, seine tiefgründigen Themen und seine düstere, aber dennoch hoffnungsvolle Atmosphäre überzeugt. Eine gelungene Fortsetzung, die dem Vorgänger in nichts nachsteht und nicht nur junge Leser
innen ab 11 Jahren zu fesseln vermag. Mir hat auch dieser Band richtig gut gefallen, auf mein nächstes Wiedersehen mit Maggie und Co. freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

So ein wunderschönes Bilderbuch!

In meiner Welt
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Wenn Bruno groß ist, möchte er Welterfinder werden und alles anders bestimmen. Als er mit seinem Opa das Haus verlässt und loszieht, erzählt er ihm auf ihrem Weg, was er alles neu erfinden würde. In seiner ...

Wenn Bruno groß ist, möchte er Welterfinder werden und alles anders bestimmen. Als er mit seinem Opa das Haus verlässt und loszieht, erzählt er ihm auf ihrem Weg, was er alles neu erfinden würde. In seiner Welt wird niemand sterben. Opa meint daraufhin, dass Brunos Welt dann aber ganz schön voll wäre und es bald an allem fehlen würde. Bruno hat jedoch für alles eine Lösung: In seiner Welt würde einfach niemand mehr neu geboren, er würde die Zeit anhalten, Bäume bis in den Himmel wachsen lassen...Doch Opa hat jedes Mal ziemlich überzeugende Gegenargumente, die seinen Enkel nachdenklich stimmen. Als die beiden am Friedhof ankommen, möchte er wissen, ob Opa denn gar nicht böse auf den ist, der die Welt erfunden hat. Weil Oma ja jetzt nicht mehr da ist. Opas Antwort darauf lässt Bruno schließlich erkennen, dass der Welterfinder seine Sache vielleicht doch ziemlich gut gemacht hat.

Ein neues Bilderbuch aus der Feder von einer meiner liebsten Kinderbuchautorinnen, illustriert von einer meiner liebsten Illustratorinnen – das kann doch nur fantastisch sein! Für mich stand natürlich sofort fest, dass das neue gemeinsame Werk des Bestseller-Duos Sabine Bohlmann und Simona Ceccarelli bei mir einziehen muss und hach, was soll ich sagen, ich liebe es!

Schon bei einem Blick aufs Cover wird einem richtig warm ums Herz und dahinter geht es ganz genauso weiter. Mit viel Feingefühl und Wärme erzählt Sabine Bohlmann eine zauberhaft poetische und tiefgründige Geschichte über eine liebevolle Opa-Enkel-Beziehung und die großen Fragen des Lebens. Ein zu Herzen gehender Dialog zwischen Kind und Großvater erwartet einen hier – über das Leben und Sterben, Trauer, Veränderungen und Dankbarkeit. Als Leser*in begleitet man den kleinen Bruno und seinen Opa auf ihrem Spaziergang – was das Ziel ist, wissen wir zunächst nicht und auch der Beweggrund für Brunos fantasievolles Gedankenspiel ist zunächst nicht offensichtlich. Erst zum Ende hin erkennt man, warum gerade der Satz „In meiner Welt wird niemand sterben.“ der Startschuss für seine Welterfindung ist. Das schwierige Thema Verlust wird hier einfach wundervoll behandelt: Behutsam, kindgerecht und voller Hoffnung. Man kann Brunos Gedanken nur zu gut nachempfinden – seinen Wunsch nach einer anderen Welt, in der niemand stirbt und man keinen Abschied nehmen muss. Besonders all diejenigen, die ebenfalls gerade jemanden verloren haben, werden sich sehr gut in Bruno hineinversetzen können und in diesem Buch eine Menge Trost finden. Denn es zeigt ihnen, dass sie nicht alleine sind und der Tod zum Leben eben dazugehört. Darüber hinaus regt es auch dazu an, selbst ein „Was wäre, wenn…“- Spiel zu starten und sich die Welt so zu malen, wie sie einem gefällt.

Apropos malen: Neben Sabine Bohlmann hat sich auch Simona Ceccarelli mal wieder selbst übertroffen. Ihre farbenfrohen und detailreichen Illustrationen sind genauso sanft und gefühlvoll wie der Text und laden zum Verweilen und Entdecken ein. Sie setzen das Erzählte einfach perfekt in Szene, vor allem Brunos Ideen und Opas Erwiderungen darauf werden großartig dargestellt.

Fazit: „In meiner Welt“ ist eine unheimlich herzerwärmende und berührende Opa-Enkel-Geschichte ab 4 Jahren über kindliche Vorstellungskraft und die Kunst, das Leben so anzunehmen, wie es ist. Ein echter Schatz für jedes Bücherregal zum Nachdenken, Schmunzeln und Staunen. Philosophisch, tröstlich und wunderschön illustriert. Ich bin total verliebt in dieses Bilderbuch, mein Herz hat es im Sturm erobert! Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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