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Veröffentlicht am 28.09.2025

Ein bezauberndes Bilderbuch für Jung und Alt!

Ich kann Rad fahren
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Bei Omi geht es immer ziemlich streng zu. Die Schuhe müssen vor der Haustür abgestellt werden, um ja nichts schmutzig zu machen und alles, was auf den Tisch kommt, muss gegessen werden. Oma Schwein kann ...


Bei Omi geht es immer ziemlich streng zu. Die Schuhe müssen vor der Haustür abgestellt werden, um ja nichts schmutzig zu machen und alles, was auf den Tisch kommt, muss gegessen werden. Oma Schwein kann aber auch super gut aufpassen und zum Frühstück gibt es immer leckere Butterbrote mit Orangensaft. Als sie aber beschließt, dass ihre Enkelin das Radfahren lernen soll (richtig, ohne Stützräder!), kennt sie mal wieder keine Gnade. Immer wieder fällt das kleine Mädchen hin und möchte schon aufgeben, aber Omi drängt zum Weitermachen. Ihre Strenge zahlt sich schließlich aus. Endlich rollt das Fahrrad, ohne umzukippen und Omi klatscht begeistert Beifall. Doch gleichzeitig hat sie auch Tränen in den Augen, die sie hastig wegwischt. Das Mädchen wird nachdenklich. Und dann versteht sie endlich: Omi muss auch das Radfahren lernen! Denn davon hat sie schon ihr ganzes Leben lang geträumt. Und ihre kleine Enkelin glaubt fest daran, dass sie es schaffen wird!

Bei diesem Bilderbuch war sehr schnell klar, dass es bei mir Einzug halten muss. Das süße Cover hat mich direkt angelacht und die Geschichte dahinter klang nicht minder zauberhaft. Ich war voller Vorfreude und wurde nicht enttäuscht.

Das französische Autor-Illustratorin-Gespann Gilles Baum und Amandine Piu hat hier ein entzückendes Bilderbuch geschaffen, aus dem Jung und Alt gleichermaßen viel mitnehmen können. Mit viel Wärme und einer Prise Humor erzählt Gilles Baum von einer rührenden Oma-Enkelin-Beziehung, nie vergessenen Träumen, Frustration, Hilfsbereitschaft, den Glauben an sich selbst und dem Mut, über seinen Schatten zu springen – beziehungsweise: Kräftig in die Pedale zu treten. Anhand des Themas „Radfahren lernen“ wird gezeigt, dass es nie zu spät ist, seine Träume zu verwirklichen, dass es sich lohnt, durchzuhalten und Generationen eine Menge voneinander lernen können. Unsere kleine Ich-Erzählerin ist eine wundervolle Protagonistin, die man mit ihrer liebenswerten und entschlossenen Art sofort ins Herz schließt. Kinder werden sich sehr gut mit ihr identifizieren können, besonders all diejenigen, die sich gerade selbst der kniffligen Herausforderung stellen, das Fahrradfahren zu lernen.
Oma Schwein hingegen wirkt zunächst wenig sympathisch, mit ihrer strengen Art und grimmigen Miene. Doch im Verlauf erkennt man schließlich, was wirklich hinter ihrem autoritären Verhalten steckt. Die Geschichte lehrt uns somit auch, dass sich hinter einer harten Schale oft ein weicher Kern verbirgt und wie wertvoll es ist, jemanden an seiner Seite zu haben, der einen ermutigt und versteht.

Optisch ist dieses Buch ein ganz besonderer Genuss. Amandine Pius herzige, ausdrucksstarke und in gedeckten Farben gehaltene Illustrationen sind mit viel Liebe zum Detail gezeichnet, laden zum Verweilen und Entdecken ein und bringen einen immer wieder zum Schmunzeln. Vor allem das letzte Bild, dass das herzerwärmende Ende so gekonnt einfängt, zaubert einem ein breites Lächeln ins Gesicht.

Fazit: „Ich kann Rad fahren: meine Omi auch“ ist eine berührende und charmante Oma-Enkelin-Geschichte, die an die Kraft der Gemeinschaft erinnert und Mut macht, etwas Neues zu wagen und niemals aufzugeben. Ein bezauberndes Bilderbuch ab 4 Jahren – nicht nur für Radler und Schweine-Fans ein großes Vergnügen. Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen, ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Ein magisch schöner Reihenauftakt!

Secret Forest Academy. Avas Bestimmung
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Die 12-jährige Ava ist entsetzt: Sie ist schon wieder mitten im Wald aufgewacht, hoch oben auf einem Baum! Und sie hat keine Ahnung, wie sie dorthin gekommen ist. Seit ihre Eltern spurlos verschwunden ...

Die 12-jährige Ava ist entsetzt: Sie ist schon wieder mitten im Wald aufgewacht, hoch oben auf einem Baum! Und sie hat keine Ahnung, wie sie dorthin gekommen ist. Seit ihre Eltern spurlos verschwunden sind, passiert ihr das ständig. Ihre Verwirrung wächst, als eines Tages ein unheimlicher Fremder auftaucht, der behauptet, mehr über sie und ihre Eltern zu wissen. Ava traut ihm nicht – zu Recht, wie sich nur wenig später zeigt. Sie wird von diesem Unbekannten angegriffen, bekommt zum Glück aber rechtzeitig Hilfe von einem großen Bären – einem sprechenden und sehr verfressenen Bären! Er stellt sich der völlig verwirrten Ava mit dem Namen Urs vor und erzählt ihr von einer geheimnisvollen Akademie, zu der er sie bringen möchte. Dort wird sie endlich mehr über sich, ihre Kräfte und ihre Eltern erfahren. Ava spürt, dass sie Urs folgen muss. Sie begleitet ihn zu der Secret Forest Academy, wo sie magische Wesen erwarten und Kinder, die genauso sind wie sie. Ava findet schnell Freunde, doch nicht jeder auf der Akademie ist ihr freundlich gesinnt...

Nachdem mich Tina Stein alias Christina Stein bereits mit ihren Jugendthrillern begeistern konnte, war ich sehr gespannt und voller Vorfreude auf ihr erstes Buch für ein jüngeres Publikum. Schon das wunderschöne Cover, das uns die Bente Schlick gezaubert hat, ließ mein Herz direkt höher schlagen und die Story dahinter klang genau nach meinem Geschmack: Eine geheime Akademie, sprechende Tiergefährten, Magie, Abenteuer – so etwas liebe ich einfach. Ihr auch? Dann seid ihr hier genau richtig!

Mit dem Auftakt ihrer ersten Kinderbuchreihe stellt Tina Stein definitiv unter Beweis, dass sie nicht nur tolle Jugendbücher schreiben kann, sondern auch das Zeug zur Kinderbuchautorin hat. Bücher und Serien über magische Schulen und Gestaltwandler mögen in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sein, aber ein Internat für Baum- bzw. Pilzwandler war bislang (soweit ich weiß) noch nicht darunter. Eine richtig coole Idee, die Tina Stein wirklich wunderbar umgesetzt hat. Gekonnt weicht sie vom Gewohnten ab und kreiert eine Welt, die sich vertraut und erfrischend neu zugleich anfühlt. Die Secret Forest Academy ist ein faszinierender Ort, voller Magie, Geheimnisse und Überraschungen Von Beginn an ist man ganz gebannt von der Geschichte. Tina Stein schreibt gewohnt mitreißend und atmosphärisch und so bildhaft, dass das Kopfkino direkt anspringt. Dazu die sehr kurzen Kapitel, die oft nur zwei bis drei Seiten umfassen, lassen die Lesezeit wie im Fluge vergehen. Es macht einfach Spaß, Ich-Erzählerin Ava zu begleiten und mitzuerleben, wie sie im Verlauf über sich hinauswächst. Mit ihrer sympathischen und mutigen Art schließt man sie sofort ins Herz und es fällt leicht, sich in sie hineinzuversetzen. Ihr Wunsch nach Zugehörigkeit, die Sorge um das rätselhafte Verschwinden ihrer Eltern, ihre Unsicherheiten, aber auch ihre Neugierde und Tapferkeit werden sehr authentisch und nachvollziehbar beschrieben.
Neben Ava hat die Autorin noch viele weitere großartige Figuren erschaffen.Vor allem der sprechende Bär Urs ist ein Highlight, aber auch ein anderer flauschiger Gefährte (über den an dieser Stelle nicht mehr verraten wird), ist einfach zum Verlieben.

Besonders gelungen ist die Mischung aus Fantasie, wichtigen Themen und Naturwissen. Die Geschichte hält einige schöne Botschaften bereit über Freundschaft, Zusammenhalt, Akzeptanz und Toleranz und vermittelt gleichzeitig auch ganz nebenbei interessante Fakten über Bäume und Pflanzen, ohne irgendwie lehrbuchmäßig daherzukommen. Ich persönlich hätte mich noch über ein paar Illustrationen und eine Karte vorne im Buch gefreut, sozusagen als Sahnehäubchen obendrauf. Aber auch ohne Bilder konnte mich die Geschichte komplett verzaubern.
Das Ende hält einen fiesen Cliffhanger bereit, sodass man die Fortsetzung (die voraussichtlich im Frühjahr 2026 erscheinen wird) kaum erwarten kann.

Fazit: „Secret Forest Academy – Avas Bestimmung“ ist ein vielversprechender Auftakt einer außergewöhnlichen Fantasy-Reihe ab 10 Jahren. Ein zauberhafter Schmöker für alle, die gerne in magische und geheimnisvolle Welten eintauchen und Abenteuer und die Natur lieben. Spannend, unterhaltsam und mit viel Herz! Also ich bin begeistert, bei mir hat Tina Stein mal wieder voll ins Schwarze getroffen. Auf den zweiten Band freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Traumhaft schön!

Der Hüter des Mondes
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Ein alter Mann namens Jean lebt einsam und allein auf dem Mond. Tag für Tag und Nacht für Nacht sitzt er hinter einem Schalter und verwaltet die Erinnerungen und Gedanken, die die Menschen auf dem Mond ...

Ein alter Mann namens Jean lebt einsam und allein auf dem Mond. Tag für Tag und Nacht für Nacht sitzt er hinter einem Schalter und verwaltet die Erinnerungen und Gedanken, die die Menschen auf dem Mond zurückgelassen haben. Liebevoll kümmert er sich um die verlorenen und vergessenen Träume, trägt sie sorgfältig in sein großes Verzeichnis ein und bringt sie anschließend in eine Lagerhalle, wo er seine Fundstücke sortiert, repariert und pflegt. Es ist wichtig, sich gut um die Dinge zu kümmern. Und manchmal holen sie die Leute auch wieder ab – allerdings immer seltener. Als eines Tages ein kleines Mädchen vor seinem Schalter steht, ist er ziemlich erstaunt. Auf seine Nachfragen gibt sie keine Antwort, drückt nur immer wieder – Ding-Ding – auf die Klingel an seinem Schalter. Das Mädchen muss unbedingt wieder zurück. Doch alle Versuche schlagen fehl. Jean ist inzwischen ziemlich wütend. Wie kann er seinen hartnäckigen Gast nur wieder loswerden? Er beschließt kurzerhand, sich nicht ärgern zu lassen, das Mädchen einfach zu ignorieren. Eines Tages greift das Mädchen zu Sack und Besen und beginnt es Jean gleichzutun. Mit der Zeit werden die beiden Freunde und kümmern sich gemeinsam um die Träume und Wünsche der Menschen. Doch diese werden immer weniger und weniger. Als der Mondhüter irgendwann krank wird, zeigt er seiner kleinen Nachfolgerin sein letztes großes Geheimnis...

Nachdem ich vor kurzem den Künstler Ian De Haes für mich entdeckt habe, musste ich unbedingt noch weitere von ihm illustrierte Werke bei mir einziehen lassen. Mit dabei war natürlich auch das hier vorliegende Bilderbuch, bei dem schon allein das Cover ein Fest für die Augen ist. Ich konnte es kaum erwarten, in die Geschichte dahinter einzutauchen und hach, was soll ich sagen, ich habe ein neues Herzensbuch gefunden.

Das belgische Autorin-Illustrator-Duo Charlotte Bellière und Ian De Haes hat hier ein wundervolles Bilderbuch geschaffen, das Jung und Alt gleichermaßen verzaubert. Warmherzig und voller Poesie erzählt „Der Hüter des Mondes“ eine bewegende Geschichte über das Träumen und Nachdenken, das Abschiednehmen und Loslassen sowie eine außergewöhnliche Freundschaft. Die Erzählung rund um den alten Mann und das kleine Mädchen erinnert uns daran, sich mehr Zeit zum Wünschen und Träumen zu nehmen und den Moment zu genießen. Sie zeigt, wie wichtig es ist, unsere Gedanken und Erinnerungen zu bewahren. Denn unsere Träume sind vom unschätzbaren Wert und machen uns dem, was wir sind. Darüber hinaus wird auch gezeigt, dass Veränderungen und das Älterwerden zum Leben dazugehören und in jedem Ende ein neuer Anfang liegt. Es ist eine faszinierende Reise, auf die uns dieses Buch mitnimmt. Die Idee, das verlorene und vergessene Träume auf dem Mond landen und dort von einem Hüter eingesammelt und beschützt werden, ist einfach zauberhaft, lädt zum Staunen, Schmunzeln und Nachdenken ein und beflügelt die eigene Vorstellungskraft.

Ian De Haes hat diese fantasievolle Geschichte mit weichen Linien und warm-leuchtenden Aquarellfarben zum Leben erweckt. Seine Illustrationen sind mal wieder traumhaft anzusehen! Magisch ziehen sie den Betrachtenden sofort in den Bann, laden zum Verweilen, Wohlfühlen und Träumen ein und machen dieses Buch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Fazit: „Der Hüter des Mondes“ ist eine poetische und magische Geschichte ab 4 Jahren über die Kraft des Träumens und den Kreislauf des Lebens. Ein traumschönes Plädoyer fürs Träumen und Innehalten. Berührend, inspirierend und voller Fantasie und Wärme. Ich bin total verliebt in dieses Bilderbuch, mein Herz hat es im Sturm erobert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Ungewöhnlich und fantasievoll!

Der Schatzsucher-Club von der Themse
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3,5 Sterne

Die drei Freunde Clem, Zara und Ash sind Mitglieder des Londoner Schatzsucher-Clubs, sogenannte Schlammlerchen. Bewaffnet mit Schaufel und Eimer gehen sie jeden Samstag an der Themse auf die ...

3,5 Sterne

Die drei Freunde Clem, Zara und Ash sind Mitglieder des Londoner Schatzsucher-Clubs, sogenannte Schlammlerchen. Bewaffnet mit Schaufel und Eimer gehen sie jeden Samstag an der Themse auf die Suche nach Schätzen, die ans Ufer geschwemmt wurden. Die drei Kinder können sich keine schönere Beschäftigung vorstellen. Es ist jedes Mal einfach absolut magisch! Nicht nur Schätze warten am Ufer darauf gefunden zu werden, sondern auch Geschichten. Vor allem Clem ist eine begnadete Schatzsucherin, ihren Adleraugen entgeht nichts. Eines Tages zieht sie etwas ganz Besonders aus dem Schlamm. Zu dem Zeitpunkt ahnt sie noch nicht, dass dies der Beginn eines unglaublichen Abenteuers ist. Auf einmal beginnt in London das Chaos auszubrechen. Das Wetter spielt verrückt, heftige Erdbeben erschüttern die Stadt und die Themse beginnt sich immer sonderbarer zu verhalten. Nur der Schlammladenbesitzer Oswald scheint zu wissen, was los ist. Als er den Freunden von seiner Vermutung erzählt, steht für die drei schnell fest, dass sie sich in den schäumenden Fluss wagen müssen. Ob sie ihre Heimatstadt wohl retten können?

Nachdem mich Katya Balen bereits mit ihrem Roman „October, October“ begeistern konnte, war meine Neugier schnell geweckt, als ich von ihrem neuen Werk „Der Schatzsucher-Club von der Themse – Die geheime Stadt“ hörte. Das Cover hat mich direkt angelacht (sieht es nicht toll aus?) und die Geschichte dahinter klang nach einer ziemlich abenteuerlichen und skurrilen Lektüre – also genau mein Ding! Abenteuerlich und skurril habe ich auch bekommen – für meinen Geschmack schon ein wenig zu viel des Guten.

Wer hier ein Buch im Stil von „October, October“ erwartet, wird wahrscheinlich überrascht sein (oder vielleicht auch enttäuscht). Katya Balen stellt zweifellos unter Beweis, dass sie eine sehr vielseitige Autorin ist und neben poetisch und bewegend auch sehr spaßige Geschichten schreiben kann. Mit einer ordentlichen Portion Humor und Fantasie erzählt die britische Autorin ein turbulentes (Unterwasser)-Abenteuer, das auch Lesemuffel zu fesseln vermag. Durch die schlanke Seitenzahl, die kurzen Kapitel und die reiche Bebilderung ist das Buch flott gelesen und durchaus auch für Erwachsene unterhaltsam. Katya Balen hat hier eine sehr kreative Welt erschaffen, die vor schrägen Details und Einfallsreichtum nur so sprüht. Vor allem die zahlreichen Fisch-Wortspiele sind genial wie Guppingham Palace oder Britfish Library. Ein großes Lob gebührt an dieser Stelle auch der Übersetzerin Birgitt Kollmann, die den wortwtzigen Text so gekonnt ins Deutsche übertragen hat.
Kinder werden die Ideen in diesem Buch garantiert lieben, vor allem für Leser*innen aus London wird es ein großes Vergnügen sein, da sie die Anspielungen auf die Metropole natürlich am besten verstehen. Aber auch für Nicht-Kenner bietet das erste Abenteuer der drei Schatzsucher Clem, Zara und Ash spannende Unterhaltung. Die drei Freunde sind ein tolles Team. Ziemlich verschieden und nicht immer einer Meinung, aber gerade das macht sie so sympathisch und unschlagbar.
Auch mit den Nebenfiguren hat die Autorin echte Unikate kreiert, die für einige vergnügliche Momente sorgen. Und ganz nebenbei vermittelt die Geschichte auch noch wichtige Botschaften über Klimawandel, Umweltverschmutzung, Freundschaft und Zusammenhalt, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger daherzukommen.

Begleitet wird die Handlung von vielen charmanten und detailreichen schwarz-weiß Illustrationen von Rachael Dean, die das Erzählte perfekt ergänzen. Das Ende ist abgeschlossen, lässt aber reichlich Spielraum für weitere Bände. Auf Englisch gibt es sogar schon zwei Fortsetzungen. Ob ich die Reihe aber weiterverfolgen werde, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Mir hat dieser Band gefallen, aber so richtig überspringen wollte der Funke dann irgendwie doch nicht.

Fazit: „Der Schatzsucher-Club von der Themse – Die geheime Stadt“ ist ein rasantes, witziges und ziemlich verrücktes Abenteuer, das auf eine fantasievolle Weise das Thema Umweltschutz behandelt. Ein origineller Auftakt einer ungewöhnlichen Kinderbuchreihe ab 8 Jahren. Auch wenn ich mir etwas mehr erhofft habe, habe ich das Buch gerne gelesen und kann es sehr empfehlen. Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Spannend, lustig, wohlig-gruselig und mit viel Herz! Ein weiterer toller Folgeband!

Die Geisterhelfer – Blut ist dicker als Friedhofsnebel
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Leos Eltern wollen unbedingt in den Herbstferien nach Amerika reisen, um dort auf irgendeinen Berg zu steigen. Da Kinder dabei nur stören, kommt ihnen das Angebot von Antonias Großtante Lila gerade recht: ...

Leos Eltern wollen unbedingt in den Herbstferien nach Amerika reisen, um dort auf irgendeinen Berg zu steigen. Da Kinder dabei nur stören, kommt ihnen das Angebot von Antonias Großtante Lila gerade recht: Zusammen mit Antonia, Leos Klassenkameraden Dennis und Ziggy und natürlich Hund Bauhaus dürfen die beiden Brüder zehn Tage auf Lilas Gutshof verbringen, welches irgendwo im Nirgendwo liegt und sich als ein ziemlich unheimliches Schlösschen entpuppt – wie in einem Gruselfilm! Zum Glück handelt es sich bei Großtante Lila um keine böse Hexe oder blutdurstige Vampirin, im Gegenteil sie erweist sich als ziemlich cool und freundlich. Dennoch ist Leo äußerst mulmig zumute. Gut Krähenstein besitzt schließlich eine Familiengruft. Und wie soll es auch anders sein, natürlich dauert es nicht lange und Leo trifft auf einen Geist. Dieser weiß gar nichts von seinem Tod und ist genauso erschrocken wie Leo. Doch es bleibt nicht bei dem einen Geist. Zwei Untote, die dringend Hilfe benötigen; ein Halloweenfest und Fackelumzug; ein düsteres Schloss voller Geheimnisse und merkwürdiger Mitbewohner – entspannte Ferien sehen definitiv aus. Als dann auch noch Valentin spurlos verschwindet, stecken die Geisterhelfer bereits mittendrin im nächsten Abenteuer...

Hurra, endlich geht es mit den Geisterhelfern weiter! Hierbei handelt sich um den dritten Fall für die Geisterhelfer, der auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Für den vollen Lesegenuss empfiehlt sich jedoch, mit Band 1 zu starten.
Nach meiner großen Begeisterung für die ersten zwei Bände, konnte ich den nächsten Band kaum erwarten. Schon das Cover mit seinem coolen Glow-in-the-Dark-Effekt verspricht wieder gespenstisch gute Unterhaltung und genau das – und noch mehr – bekommt man hier auch.

Wer gerade auf der Suche nach der idealen Lektüre für Herbst- und Halloweenzeit ist, ist hier definitiv genau richtig. Tina Blase hat ein weiteres tolles, detektivisches Geisterabenteuer zu Papier gebracht, das zum Mitfiebern und wohligem Erschauern einlädt und einfach unheimlich viel Spaß macht. Doch auch dieses Mal gilt: Was auf den ersten Blick wie eine klassische Spukgeschichte daherkommen mag, entpuppt sich nur kurz darauf als weitaus mehr: Eine herzerwärmende Erzählung mit Tiefgang. Ganz ohne erhobenen Zeigefinger erzählt Tina Blase von Freundschaft, Familie, Akzeptanz und Vorurteilen sowie vom Mut, sich seinen Ängsten zu stellen und über sich hinauszuwachsen. Und natürlich auch vom Tod. Zusammen mit ihren neuen Freunden Dennis und Ziggy zeigen uns Leo und Antonia einmal mehr, dass Zusammenhalt und Vertrauen stark macht und man auch trotz aller Unterschiede und gelegentlicher Meinungsverschiedenheiten ein unschlagbares Team sein kann. Besonders schön jedoch ist die Entwicklung der Beziehung zwischen Leo und seinem großen Teenie-Bruder Valentin. Anfangs ziemlich genervt voneinander, lernen sie im Verlauf, was Familie ausmacht und dass der jeweils andere eigentlich doch gar nicht so übel ist.

Die Charaktere sind allesamt mal wieder herrlich gezeichnet, jeder ist auf seine Art und Weise liebenswert und einzigartig. Ob der ängstliche Ich-Erzähler Leo, die meist etwas grummelige Antonia, ihr treuer vierbeiniger Begleiter Bauhaus, die verschiedenen Geister – man muss sie einfach alle lieben. Langweilig wird es mit dieser bunten Truppe zu keiner Zeit! Eine fabelhafte Mischung aus Spannung, Witz, Gefühl und Gänsehautmomenten erwartet einen hier und durch den Settingwechsel kommt zusätzlicher frischer Wind auf.
Die schaurig-schönen, stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen von Monika Parciak sind erneut das Sahnehäubchen obendrauf und runden das Leseerlebnis gelungen ab.

Fazit: Genauso spannend und unterhaltsam wie in den zwei Vorgängern geht es mit den Geisterhelfern in die dritte Runde. Auch „Die Geisterhelfer – Blut ist dicker als Friedhofsnebel“ ist ein wunderbares Geister-Detektiv-Abenteuer mit humorvollem Grusel, sympathischen Charakteren und ganz viel Herz und Freundschaft. Das perfekte Lesefutter für alle ab 8 Jahren, die sich gerne ein kleines bisschen gruseln. Ich bin auch von diesem Band absolut beGEISTERt! Über ein weiteres Wiedersehen mit Leo, Antonia und Co. würde ich mich sehr freuen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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