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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2021

Ein genialer Auftakt voller Spannung, Humor, Geheimnisse & Magie!

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
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Was war meine Freude groß als ich hörte, dass dieses Jahr endlich ein neuer Jugendroman von Kerstin Gier erscheinen wird! Wie viele andere auch liebe ich ihre Edelstein- und Silber-Trilogie. Den Auftaktband ...

Was war meine Freude groß als ich hörte, dass dieses Jahr endlich ein neuer Jugendroman von Kerstin Gier erscheinen wird! Wie viele andere auch liebe ich ihre Edelstein- und Silber-Trilogie. Den Auftaktband ihrer neuen Fantasy-Trilogie musste ich daher selbstverständlich unbedingt lesen.

Der 18-jährige Quinn führt eigentlich das perfekte Leben. Er ist beliebt und sportlich, sieht gut aus und hat liebevolle Eltern. Sein einziges Problem scheint zurzeit nur Lilly zu sein, seine Freundin, mit der er am liebsten Schluss machen möchte. Als Quinn bei einer Party auf ein blauhaariges Mädchen trifft und kurz danach einen schweren Unfall hat, wird sich sein Leben schlagartig ändern. Nicht nur, dass er vorerst auf den Rollstuhl und Krücken angewiesen ist – er sieht auf einmal Dinge, die es gar nicht geben kann. Ist er etwa verrückt geworden?
Es wird ausgerechnet Matilda sein, das schräge Mädchen von gegenüber, in welchem er eine Verbündete findet. Sie kann das, was er eigentlich für seine Wahnvorstellungen gehalten hat, ebenfalls sehen. Matilda war nie sein Typ gewesen, das Verhältnis der beiden war schon immer ein etwas schwieriges. Das magische und unglaubliche Abenteuer, in welches die beiden nun stolpern werden, wird ihre Beziehung aber sehr verändern. Was als Freundschaft beginnt, wird schließlich noch mehr werden.

Ein neues Werk aus der Feder von Bestseller-Autorin Kerstin Gier – vermutlich brauche ich gar nicht zu erwähnen, dass ich mir enorm viel davon erhofft habe, oder? Ich liebe die Bücher von Kerstin Gier, ihr neues Buch klang einfach so gut und das Cover ist ein absoluter Traum (ich kann mich daran gar nicht sattsehen, die Eva Schöffmann-Davidov hat sich mal wieder selbst übertroffen) – also ja, man kann meine Ansprüche durchaus als ziemlich hoch bezeichnen...Und wisst ihr was? Sie konnten vollends erfüllt werden! Die Story war insgesamt zwar irgendwie anders als von mir erwartet, aber in keinster Weise schlecht anders, überhaupt nicht. Kerstin Gier hat es mal wieder geschafft und mir ein echtes Highlight beschert.

Bei mir trat von Anfang an das ein, was ganz klar für ein gutes Buch spricht: Einmal mit dem Schmökern begonnen, wollte ich am liebsten gar nicht mehr damit aufhören. Die Handlung konnte mich umgehend in ihren Bann ziehen und begeistern und in den brillanten Schreibstil von Kerstin Gier habe ich mich mal wieder sofort verliebt. Für mich kam von den ersten Zeilen an ein angenehm flüssiger und fesselnder Lesefluss zustande, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin und das Buch im Rekordtempo verschlungen habe.

Geschildert wird die Geschichte abwechselnd von Quinn und Matilda, jeweils in der Ich-Perspektive, und wer meinen Lesegeschmack ein bisschen näher kennt, wird wissen, dass ich total auf Sichtwechsel in Büchern stehe. Mich hat es daher sehr gefreut, dass sich Kerstin Gier für diese Erzählweise entschieden hat. In meinen Augen ist sie zudem die perfekte Wahl. Zum einen, weil das Leseerlebnis durch die zwei verschiedenen Blickwinkel äußert abwechslungsreich und mitreißend gestaltet wird, und zum anderen, weil wir so beide Hauptprotagonisten sehr genau kennenlernen dürfen.

Ich mochte sowohl Quinn als auch Matilda unheimlich gerne, muss allerdings gestehen, dass mir Quinn im ersten Moment nicht so sympathisch war. Auf mich hat er zunächst wie ein ziemlich selbstgefälliger und arroganter Teenager gewirkt, der nur zu gut weiß, dass er gut aussieht und beliebt ist. Mein erster Eindruck hat sich aber zum Glück schnell gewandelt.
Nachdem wir seinen dramatischen Unfall miterleben dürfen und Quinn danach im Krankenhaus erwacht, war ich seinem Charme im Nu verfallen. Ich habe Quinn richtig liebgewonnen, er ist stark, lustig und aufgeschlossen und verhält sich jederzeit völlig authentisch. In anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass sie das Verhalten der Figuren, insbesondere der beiden Hauptprotagonisten, als etwas unrealistisch empfunden haben, allerdings kann mich dem nicht anschließen. Ja, okay, die Nebencharaktere sind teils recht überspitzt gezeichnet und ziemlich schrullig drauf, aber gerade das hat mir an ihnen so gut gefallen. Ich habe mich stellenweise köstlich über die Eigenarten einiger Figuren amüsiert – vor allem die Cousine und der Cousin von Matilda haben mir so einige Gründe zum Schmunzeln geliefert. Die zwei kann man wahrlich nur als schräg bezeichnen.

Also mich hat Kerstin Gier mit sämtlichen Charakteren überzeugen können. Sie sind allesamt einzigartig und machen das Leseereignis mit ihren verschiedenen Eigenschaften zu einem unvergesslichen.
Besonders fest in mein Herz geschlossen habe ich Matilda. Matilda ist ein herzensguter Mensch, sie ist liebenswert, humorvoll und hilfsbereit. Ich habe mich sowohl in sie als auch in Quinn mühelos hineinversetzen können und richtig mit ihnen mitgefiebert und mitgefühlt.
Quinn und Matilda haben es beide gerade nicht leicht. Quinns Leben hat sich aufgrund seines schlimmen Unfalls komplett verändert, er kann keinen Pakoursport mehr machen und ist auf den Rollstuhl und Krücken angewiesen, er hat mit Sehstörungen zu kämpfen und dann wird er auch noch gezwungen zu einer total durchgeknallten Therapeutin zu gehen. Also mir tat Quinn unendlich leid.
Mit Matilda habe ich aber auch sehr mitgelitten. Sie ist mit einer supernervigen Familie und strengen Eltern gestraft und wird stets als das schwarze Schaf in der Familie bezeichnet.

Quinn und Matilda werden gleich im ersten Kapitel aufeinander treffen und es wird sofort deutlich, dass die beiden nicht das beste Verhältnis zueinander haben. Die Schlagabtäusche zwischen den beiden fand ich herrlich, mich haben sie bestens unterhalten. Ausgesprochen gut gefallen hat mir auch, wie die langsame Annäherung der zwei beschrieben wird. Zunächst entwickelt sich eine wundervolle Freundschaft zwischen den beiden, aber daraus wird schließlich mehr werden. Quinn und Matilda ergeben einfach ein so tolles Team und auch als Paar fand ich sie zauberhaft. Mich hat die Liebesgeschichte gänzlich überzeugen können. Sie wird wunderschön und glaubhaft veranschaulicht und ist überhaupt nicht kitschig.

Mit den Fantasyelementen konnte das Buch ebenfalls bei mir punkten. Kerstin Gier hat das Rad zwar nicht neu erfunden, aber es sind durchaus so einige höchst originelle und richtig coole Ideen dabei, mit denen sie mich verzücken und faszinieren konnte. Also ich fand die phantastische Welt, die Kerstin Gier erschaffen hat, einfach klasse. Sie steckt voller Magie, Rätsel, Gefahren und außergewöhnlicher Geschöpfe wie Geister, Feen und sprechende Wasserspeier.

Für mich kam beim Lesen an keiner Stelle Langeweile auf. Die vielen überraschenden Wendungen und Mysterien haben mich durchweg in Atem gehalten, vor allem zum Ende hin klebte ich förmlich an den Seiten.
Humormäßig bin ich definitiv ebenfalls ganz auf meine Kosten gekommen (ich liebe einfach den Humor von Kerstin Gier).
Die Mischung aus Witz, Liebe, Fantasy und Spannung ist Kerstin Gier einfach nur mal wieder rundum gelungen. Ich habe mich pudelwohl beim Lesen gefühlt und freue mich schon diebisch auf den zweiten Band.

Nach dem Beenden des Buches hatte ich es mir dann auch noch mit dem Hörbuch gemütlich gemacht. Dass mir die Story inzwischen bekannt war, hat dabei in keinster Weise meine Hörfreude beeinträchtigt. Ich hatte jede Menge Spaß beim Lauschen der ungekürzten Lesung. Jasna Fritzi Bauer, die Matildas Kapitel liest, und Timmo Niesner, der Quinns Passagen vorträgt, lesen beide absolut perfekt. In meinen Augen sind die zwei die reinsten Glückstreffer für dieses Hörbuch. Sie haben beide superangenehme und wandelbare Stimme, denen man nur zu gerne zuhört.

Fazit: Spannend, witzig, wunderbar magisch. Ein genialer Auftakt voller Überraschungen und Geheimnisse!
Kerstin Gier hat mich mit dem ersten Band ihrer neuen Jugendbuch-Trilogie vollkommen verzaubern können. Ich habe die Geschichte von den ersten Seiten an geliebt und eine großartige Zeit in ihr verbracht. Auch das Hörbuch von „Vergissmeinnicht – Was man bei Licht nicht sehen kann“ konnte mich vollauf begeistern. Ich kann sowohl Buch als Hörbuch absolut empfehlen und vergebe nur zu gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.09.2021

Ein weiterer wunderbarer Folgeband einer ganz besonderen Reihe!

Der Fall des verschlüsselten Briefes
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Da mir die bisherigen Bände der Enola-Holmes-Reihe so gut gefallen haben, musste ich natürlich auch zum sechsten Band greifen. Auf Enolas neuen spannenden Fall war ich tierisch gespannt!

Als die junge ...

Da mir die bisherigen Bände der Enola-Holmes-Reihe so gut gefallen haben, musste ich natürlich auch zum sechsten Band greifen. Auf Enolas neuen spannenden Fall war ich tierisch gespannt!

Als die junge Lady Blanchefleur del Campo auf mysteriöse Weise verschwindet, zögert Enola keine Sekunde lang und beschließt ihr Verschwinden aufzuklären – und das, obwohl auch ihr Bruder Sherlock an dem Fall arbeitet. Der berühmte Detektiv sucht allerdings nicht nur nach der vermissten Lady, er ist auch auf der Suche nach Enola. Er benötigt dringend ihre Hilfe bei der Entschlüsslung eines Briefes ihrer Mutter. Diese ist nach wie vor spurlos verschwunden. Ob der Brief wohl endlich Antwort darauf geben wird, was mit ihr geschehen ist? Und werden Sherlock und Enola das Rätsel um Lady Blanchefleur lüften können? Und was hat das alles mit ihrem Bruder Mycroft zu tun?

Bereits 2010 ist die Originalausgabe des sechsten Teils erschienen und eigentlich sollte es sich bei diesem um das Finale der Reihe handeln. Ich hatte mich daher schon darauf eingestellt, dass es für mich nun das letzte Mal sein wird, dass ich mich mit der kleinen Schwester von Sherlock Holmes in ein aufregendes Abenteuer stürzen werde. Zu meiner großen Freude habe ich dann aber gesehen, dass es mit Enola Holmes nun doch weitergehen wird. Über diese Neuigkeit freue ich mich gerade wirklich diebisch! Im Englischen gibt es den siebten Band sogar schon und auf Amazon habe ich gerade eben entdeckt, dass die deutsche Ausgabe dort bereits angekündigt wird. Sie soll voraussichtlich im März 2022 erscheinen und für mich steht natürlich fest, dass ich sie bei mir einziehen lassen werde. Die Enola-Holmes-Reihe ist einfach einzigartig, wer sie noch nicht kennt und gerne in Detektivromane eintaucht, hat eindeutig etwas verpasst. Also ich kann jedem Krimi- und allen voran Sherlock-Holmes-Fan nur nahelegen die Abenteuer der gewieften Enola kennenzulernen. Man sollte allerdings mit dem Auftaktband beginnen und die Bände in der chronologischen Reihenfolge lesen. Die Fälle sind zwar größtenteils in sich abgeschlossen, bauen aber dennoch aufeinander auf. Es ist daher definitiv besser und sinnvoller, wenn man von Band 1 an aufwärts liest.

Da mir die Geschehnisse aus den Vorgängern noch recht präsent waren und ich mich vor allem an die Handlung des fünften Teils noch sehr gut erinnern konnte, habe ich problemlos in die Welt von Enola Holmes zurückgefunden und mal wieder eine tolle Zeit darin verbracht. In meinen Augen ist Nancy Springer mit „Der Fall des verschlüsselten Briefes“ eine weitere wundervolle Detektivgeschichte geglückt, mit der sie, würde es sich hier wie eigentlich ursprünglich geplant, um das Finale handeln, ihre Enola-Holmes-Serie rundum gelungen abschließt. Auch dieser Band beschert uns den allerschönsten Krimispaß und klärt alle offenen Fragen am Schluss zufriedenstellend auf. Bis auf den Aspekt, dass mein Lesevergnügen leider mal wieder viel zu schnell wieder vorbei war (die Bücher sind einfach viel zu kurz, seufz), kann ich mich nur mit heller Begeisterung über das Buch äußern.

Da hätten wir zum einen den Schreibstil, der wahrlich ein ganz besonderer ist. Er ist recht anspruchsvoll, allerdings hat man sich in die gehobene Sprache schnell reingefuchst. Also ich mag den Erzählstil total gerne; er passt einfach perfekt zum atmosphärischen Setting.

Als Leser*innen verschlägt es uns auch dieses Mal in das viktorianische London und wie gewohnt beschreibt Nancy Springer die Kulisse grandios. Man erhält erneut einen äußerst bildlichen und meinem Empfinden nach perfekt recherchierten Einblick in das Londoner Leben Ende des 19. Jahrhunderts. So wird vor allem die Kleidung wieder sehr genau veranschaulicht wie Enolas Kostümierungskünste und die damalige Frauenmode. Bei den Beschreibungen von Enolas originellen Verkleidungen bin ich mal wieder richtig ins Staunen geraten – Sherlocks kleine Schwester ist fraglos eine absolute Meisterin im Verkleiden und eine Holmes durch und durch.
Was die damalige (und sehr umfangreiche) Frauengarderobe der reichen Gesellschaft angeht, bin ich so froh, dass ich nicht in dieser Zeit gelebt habe. Diese ganzen Stoffe, Rüschen und Röcke, ganz zu schweigen von diesem furchtbaren Korsett, brr, nee, darauf kann ich echt gut verzichten. Vor allem das Korsett, dessen großen Nachteile abermals sehr verdeutlicht werden, stelle ich mir verdammt unbequem und schrecklich vor.

Kein Wunder, dass sich unsere Ich-Erzählerin Enola auf gar keinen Fall in das Frauenbild jener Zeit drängen lassen und – wie ihre Mutter – frei sein und selbst über ihr Leben bestimmen möchte.
Ich fand Enola erneut einfach großartig! Ich liebe ihre pfiffige, scharfsinnige und sympathische Art und ziehe jedes Mal aufs Neue meinen Hut vor ihrer beeindruckenden Kombinationsgabe und ihrer großen Stärke und Tapferkeit. Auch bei ihrem sechsten Fall wird die junge Meisterdetektivin ihren messerscharfen Verstand wieder unter Beweis stellen und zeigen, dass sie schon längst eine ernstzunehmende Konkurrenz für ihren großen Bruder Sherlock ist.

Enolas neuer Fall wird unsere Romanheldin zweifellos viel cleveres Denken und Mut abverlangen, so viel sei schon mal verraten. Durchweg mitfiebern und mitraten ist also ganz klar angesagt! Das plötzliche Verschwinden von Lady Blanchefleur del Campo ist wirklich höchst mysteriös und sonderbar. Ich bin da beim Lesen so richtig ins Miträtseln geraten und dass Sherlock ebenfalls an dem Fall dran ist, hat mir ungemein gut gefallen. Der bekannte Meisterdetektiv ist dieses Mal noch mehr involviert als vorher, was ich echt klasse fand. Auch Mycroft Holmes wird zum Ende hin auf der Bildfläche erscheinen, sodass wir in den Genuss eines Zusammentreffens aller drei Geschwister kommen. Wie dieses Ablaufen wird – Mycroft ist schließlich eigentlich immer noch darauf aus, seine kleine Schwester in ein Mädcheninternat zu stecken – werde ich euch hier jedoch nicht verraten. Das müsst ihr schon selbst herausfinden. Mir jedenfalls haben die gemeinsamen Szenen von Enola, Sherlock und Mycroft ausgesprochen gut gefallen.

Auch hinsichtlich der vermissten Mutter der drei Holmes-Geschwister werde ich schweigen. Nur so viel: Das große Rätsel ihres Verschwindens wird endlich gelüftet werden. Mich hat Nancy Springer mit der Auflösung gänzlich überzeugen können und auch das Ende hat mich nicht nicht enttäuscht. Wie oben bereits erwähnt schließt dieser Band die Reihe gelungen ab, sodass man auf jeden Fall von einem würdigen Abschluss sprechen kann. Potenzial für viele weitere Bände ist aber durchaus vorhanden. Da bin ich nun wirklich super gespannt wie es in Teil 7 wohl weitergehen wird.

Fazit: Ein weiterer wunderbarer Folgeband voller Spannung, Witz und Charme!
Auf mein Wiedersehen mit Enola Holmes habe ich mich mal wieder zurecht so sehr gefreut – mir hat es erneut unheimlich viel Vergnügen bereitet die gewitzte kleine Schwester von Sherlock Holmes auf ihren Ermittlungen durch das viktorianische London zu begleiten. Langeweile kam für mich dabei an keiner Stelle auf, ich habe auch diesen Band in einem Rutsch durchgelesen und leider viel zu schnell wieder beendet. Auf den siebten Teil freue ich mich schon sehr!
Ich kann die Enola-Holmes-Reihe jedem nur ans Herz legen, sie ist etwas ganz Besonderes. „Der Fall des verschlüsselten Briefes“ erhält von mir 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 28.09.2021

Ein echtes Highlight für mich!

Baby & Solo
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Als ich das erste Mal von „Baby & Solo“ hörte, wusste ich sofort, dass ich das Buch lesen muss. Es klang einfach so gut und da es vor allem Fans von John Green ans Herz gelegt wird – zu denen ich zweifellos ...

Als ich das erste Mal von „Baby & Solo“ hörte, wusste ich sofort, dass ich das Buch lesen muss. Es klang einfach so gut und da es vor allem Fans von John Green ans Herz gelegt wird – zu denen ich zweifellos gehöre – zögerte ich wirklich keine Sekunde lang und ließ das Jugendbuchdebüt von Lisabeth Posthuma bei mir einziehen.

Der 17-jährige Joel möchte nur eines in seinem Leben: Normal sein und seine schwere Vergangenheit hinter sich lassen. Er befolgt daher den Vorschlag seines Therapeuten und sucht sich einen Job. Die Stelle in der Videothek ROYO Video scheint einfach nur perfekt für seinen erhofften Neubeginn zu sein. Er darf sich dort sogar einen neuen Namen geben, denn im ROYO Video ist es Tradition, dass sich alle Mitarbeiter nach einer Filmfigur benennen. So wird Joel schließlich für alle zum Han Solo, oder kurz Solo. Mit seinen Kollegen versteht er sich auf Anhieb richtig gut, nur die scharfzüngige und sarkastische Baby scheint ihn zunächst nicht so recht zu mögen, allerdings scheint sie scheint irgendwie niemanden zu mögen. Als sie kurz nach seinem Start im ROYO Video Hilfe braucht und einen ziemlich verzweifelten Eindruck macht, beschließt Joel ihr zu helfen. Die beiden werden daraufhin sehr gute Freunde, doch während Baby viel über sich erzählt, gibt Joel nur wenig über sich preis. Wer ist Solo alias Joel eigentlich? Baby ahnt schnell, dass ihr neuer Freund ihr etwas Wichtiges verschweigt. Ob Joel wohl noch seine Angst überwinden und Baby von seiner Vergangenheit erzählen wird?

„Baby & Solo“ war mal wieder so ein Werk, bei welchem ich schon nach wenigen Zeilen wusste: Dieses Buch wirst du ganz bestimmt lieben. Tja, und wisst ihr was? Ich habe mit dieser Vermutung goldrichtig gelegen. Ich habe einfach genau das bekommen, was ich mir von dem Roman erhofft habe: Eine Geschichte, die mich auf die reinste emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitnimmt, durchweg mitreißt und nicht mehr loslässt. Solltet ihr gerne, wie ich, zu Jugendbüchern greifen, die schwierige und tiefgründige Themen mit viel Leichtigkeit und Humor behandeln, kann ich euch echt nur nahelegen das Jugendbuchdebüt von Lisabeth Posthuma kennenzulernen.

„Baby & Solo“ beinhaltet viele Aspekte, die es in meinen Augen zu einem ganz besonderen Werk machen. Da hätten wir zum einen die Zeit, in der es spielt. Das Buch entführt uns ins Jahr 1996, was ich genial fand. Das Setting war wirklich absolut meins, diesen einmaligen 90er-Jahre-Charme, der dank Dinge wie Videokassetten und alte Film- und Buchtitel aufkommt, habe ich richtig geliebt. Da ich selbst Anfang der Neunziger geboren wurde und daher mit so etwas wie VHS-Kassetten und Telefonzellen groß geworden bin und miterleben durfte wie ein Leben ohne Smartphones, Social Media und Netflix war, musste ich beim Lesen öfters an meine Kindheit denken und bin daher stellenweise ziemlich nostalgisch geworden.
Super fand ich auch, dass die Autorin als Hauptkulisse eine Videothek gewählt hat. Die Atmosphäre, die dadurch geschaffen wird, hat‘s mir irgendwie sofort voll angetan. Aber auch die anderen Schauplätze mochte ich sehr wie beispielsweise das Café von Babys Mum.

Was dieses Buch ebenfalls zu etwas Besonderem macht: Zwischen Joel (alias Solo) und Baby, unseren beiden Hauptfiguren, wird sich keine Romanze entwickeln, sondern eine innige Freundschaft. Für das YA-Genre ist das meinem Empfinden nach ja schon eher untypisch. Also mir hat dieser Punkt echt gut gefallen. Die freundschaftliche Beziehung zwischen Joel und Baby wird wundervoll beschrieben; ich mochte das Zusammenspiel zwischen den beiden unheimlich gerne.

Mit den Charakteren hat mich die Autorin ebenfalls vollends überzeugen können. Manche bleiben zwar recht blass, aber mich persönlich hat dies überhaupt nicht gestört. Ich habe es als vollkommen stimmig empfunden, dass wir über einige Personen nicht allzu viel erfahren und sie daher für uns Leserinnen ein bisschen farblos bleiben. Mir haben wirklich alle Charaktere sehr gut gefallen, sowohl die Haupt- als auch die Nebenfiguren. Manche sind so herrlich schräg drauf, Scarlet zum Beispiel, ist echt eine Nummer für sich, und allesamt sind sie einfach einzigartig. Besonders liebgewonnen habe ich Joel und Baby.

Joel, aus dessen Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Er ist so ein toller und liebenswerter Typ, ich mochte seine sympathische und selbstironische Art auf Anhieb und habe mich jederzeit problemlos in ihn hineinversetzen und sein Denken, Handeln und Fühlen nachvollziehen können. So habe ich es nur zu gut verstehen können, dass er sich aufgrund seiner dunklen Vergangenheit nach einem Neuanfang und Normalität sehnt, zugleich aber auch große Sorge hat, dass ihm dies aufgrund seiner Eigenheiten vielleicht nicht vergönnt sein könnte.
Was genau er durchmachen musste, erfahren wir erst am Ende. Bis zur Enthüllung spricht Joel immer nur von „das Schlimme“. Dass wir diesbezüglich so lange im Dunkeln gelassen werden, hat mir extrem gut gefallen. Die Handlung gewinnt dadurch eine gewisse Spannung, da man die ganze Zeit am überlegen ist, was damals nur Furchtbares passiert sein könnte, dass Joel so dermaßen aus der Bahn geworfen hat. Man ahnt zwar, was es in etwa sein könnte, aber aufgeklärt werden wie gesagt erst am Schluss. Wie die Antwort lautet, werde ich euch hier aber natürlich nicht erzählen. Nur so viel: Ich persönlich hätte eine Triggerwarnung eigentlich gar nicht so schlecht gefunden. Das Buch befasst sich mit teils ziemlich schweren Themen wie psychische Gesundheit und Homophobie und noch so einige weitere, die ich hier aus Spoilergründen lieber nicht nennen möchte.

Auch Baby hat mit Problemen zu kämpfen. Leider kann ich auch da nicht näher ins Detail gehen, da ich ansonsten vermutlich zu viel verraten würde. Das Päckchen, das sie zu tragen hat, ist jedenfalls auch ein äußerst großes.
Zu Babys Charakter möchte ich aber gerne noch ein paar Worte loswerden. Mit ihr hat die Autorin eine außergewöhnliche Figur skizziert. Baby ist tough, schlagfertig und manchmal ziemlich ruppig drauf, gleichzeitig wirkt sie aber auch sehr verletzlich und ist trotz ihrer Kratzbürstgkeit eine echte Sympathieträgerin. Also ich fand Baby klasse.

Zur Handlung kann ich mich ebenfalls nur positiv äußern. Mich hat sie tief bewegt und nachdenklich gestimmt und obwohl gefühlt eigentlich gar nicht so viel passiert und ich die Story als recht ruhig bezeichnen würde, konnte sie mich dennoch so richtig packen und an die Seiten fesseln.
Neben dem Mitfiebern und Mitfühlen bin ich beim Lesen an vielen Stellen auch sehr ins Schmunzeln geraten. Trotz der teils sehr ernsten Themen verströmt die Geschichte eine herrliche Leichtigkeit und steckt voller Witz und Charme. So mochte ich vor allem die humorvolle und jugendliche Erzählweise total gerne und auch der Aspekt, dass Joel uns Leser
innen öfters direkt anspricht, hat gänzlich bei mir punkten können.

Was das Ende angeht, wurde ich ebenfalls nicht enttäuscht. Es hat mich in so mancher Hinsicht sehr überrascht (im positiven Sinne, versteht sich) und absolut zufriedenstellen können. Dies war also mein erstes Buch von Lisabeth Posthuma und es wird hoffentlich nicht mein letztes gewesen sein.

Fazit: Emotional, tiefgründig, witzig und ergreifend. Ein wunderbares und wichtiges Buch, das mitreißt, berührt und nachhallt.
Für mich hat sich „Baby & Solo“ von Lisabeth Posthuma zu einem echten Highlight entwickelt. Ich habe großartige Lesestunden mit diesem Buch verbracht und kann es jedem, der gerne Bücher im Stil von John Green liest und auf 90er Jahre Vibes steht, nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 26.09.2021

Ein weiterer wunderschöner Folgeband, ich bin total begeistert!

Sommerby 3. Für immer Sommerby
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Da ich die Bücher von der Kirsten Boie immer wahnsinnig gerne lese und vor allem ihre Sommerby-Reihe sehr liebe, habe ich dem Erscheinen des dritten Teils ganz sehnsüchtig entgegen gefiebert. Dieses Mal ...

Da ich die Bücher von der Kirsten Boie immer wahnsinnig gerne lese und vor allem ihre Sommerby-Reihe sehr liebe, habe ich dem Erscheinen des dritten Teils ganz sehnsüchtig entgegen gefiebert. Dieses Mal war meine Vorfreude zudem ganz besonders groß. Ich liebe Weihnachtsbücher, vor allem welche für Kinder, und da es sich bei „Für immer Sommerby“ um einen Weihnachtsband handelt, konnte ich es wirklich kaum mehr erwarten mich endlich darauf stürzen zu können.

Martha (12), Mikkel (8) und Mats (4) werden ihre Weihnachtsferien bei ihrer Oma Inge in Sommerby verbringen und dieses Mal kommen sogar ihre Eltern mit. Da ihr Papa nur leider noch in Dubai festsitzt, reisen die Geschwister zunächst nur mit ihrer Mama an. Alle freuen sehr auf ein gemütliches und besinnliches Weihnachtsfest. Mit Ruhe und Gemütlichkeit soll es dann aber vorerst nichts werden. Erst fallen ein paar von Omas Hühnern einem Marder zum Opfer, dann beschäftigt die Einwohner natürlich auch der geplante Verkauf der Steuermanninsel und als dann auch noch kurz vor Heiligabend ein heftiger Schneesturm aufzieht und der Ort auf einmal komplett ohne Strom und vollkommen eingeschneit ist, ist das Chaos perfekt. Nun ist zusammenhalten angesagt. Ob es wohl am Ende doch noch ein schönes und friedliches Weihnachtsfest für alle geben wird?

Endlich habe ich die Geschwister Martha, Mikkel und Mats wieder zu ihrer Oma Inge begleiten können und was soll ich sagen, ich habe mich zurecht so sehr auf meine Rückkehr nach Sommerby gefreut! Die Wartezeit von über einem Jahr hat sich definitiv gelohnt: Kirsten Boie hat mich auch mit dem dritten Band ihrer Sommerby-Reihe komplett verzaubern können. In meinen Augen ist ihr mit „Für immer Sommerby“ ein weiterer wundervoller Folgeband geglückt, der seinen beiden Vorgängern in nichts nachsteht und das perfekte Buch für die Adventszeit ist. Mir hat es unheimlich viel Freude bereitet in diese zauberhaft winterlich-weihnachtliche Geschichte einzutauchen und gemeinsam mit Martha, Mikkel, Mats und Co. ein unvergessliches Weihnachten in Sommerby zu erleben.

Nachdem wir bereits den Sommer und den Herbst in Sommerby verbringen durften, dürfen wir diesen Sehnsuchtsort an der Schlei nun also auch im Winter kennenlernen und sogar Heiligabend dort verbringen. Anders aber als bei ihren beiden vorherigen Besuchen bei ihrer Großmutter, bringen die drei Geschwister dieses Mal ihre Mutter mit und auch der Vater wird später noch dazustoßen. Wer die Vorgänger kennt, wird wissen, dass Oma Inge und ihre Tochter recht verschiedene Ansichten besitzen und leider nicht das beste Verhältnis zueinander haben – dass die Ferien nicht vollkommen harmonisch verlaufen werden, ist daher abzusehen.
Neben dem Familientreffen werden allerdings auch andere Vorkommnisse für jede Menge Trubel, Aufregung und so manche Unstimmigkeiten sorgen. Da hätten wir zum Beispiel einen heftigen Schneesturm, der ein absolutes Chaos anrichten wird und auch der eventuelle Inselverkauf wird einen ziemlichen Wirbel verursachen. Und dann wären da noch Martha, Mikkel und Mats, die alle drei ihr eigenes Problem mit sich herumtragen.
Mats wird einen Schatz finden, der seiner Meinung nach Wünsche erfüllen kann und ein streng geheimes Geheimnis ist. Mikkel, der ein großes Herz für Tiere hat, beschäftigt mal wieder das Wohl von Oma Inges Tieren und in Martha herrscht liebestechnisch gerade das reinste Gefühlswirrwarr. Eigentlich hat sie sich in Albert verguckt, ein Junge, den sie zu Hause kennengelernt hat, aber als sie in Sommerby Enes wiedertrifft, ist sie sich auf einmal gar nicht mehr so sicher, ob wirklich Albert ihre Liebe ist.

Da erneut alle drei Kinder in die Rollen der personalen Erzähler schlüpfen, werden wir bei allen dreien auf dem Laufenden gehalten und bekommen anschauliche Einblicke in ihre Gefühls- und Gedankenwelten. Wie es Kirsten Boie mal wieder gelungen ist aus den Blickwinkeln von Kindern zu schreiben, ist einfach großartig. Die deutsche Autorin kann sich wirklich bemerkenswert gut in Kinder hineinversetzen und stellt deren Fühlen, Denken und Handeln stets absolut authentisch und glaubwürdig dar.

Neben den drei Geschwistern wurden auch die weiteren Charaktere völlig realistisch und lebensecht skizziert. Zu meiner großen Freude dürfen wir im Verlauf des Buches auf lauter alte Bekannte und liebgewonnene Gesichter wiedertreffen wie die verschrobene Oma Inge, den herzlichen Enes und den Nachbar Krischan Boysen. Letzterer wird übrigens auch für eine große Überraschung sorgen, sodass dieses Weihnachten garantiert allen Beteiligten für immer im Gedächtnis bleiben wird. Um was es sich dabei handelt, werde ich hier jedoch nicht erzählen, das müsst ihr schon selbst herausfinden. Ich persönlich würde allerdings sehr raten, zuerst die zwei Vorgänger zu lesen, ehe ihr in den dritten Band eintaucht. Zwingend erforderlich ist es meinem Empfinden nach, aber da die Bände aufeinander aufbauen, wäre es auf jeden Fall besser und sinnvoller, wenn man sie in der chronologischen Reihenfolge liest. Die Lesefreude ist dann einfach deutlich höher.

Mein Lesevergnügen war jedenfalls einfach nur perfekt. Für mich kam von den ersten Zeilen an eine herrliche Wohlfühlstimmung auf, es hat sich richtig angefühlt wie nach Hause kommen. Und dieses Mal hat sich neben dem heimeligen Gefühl auch noch eine große Portion wohliges Weihnachtsbauchkribbeln dazugesellt – sogar schon jetzt, im Herbst.
Für die Adventszeit ist der dritte Sommerby-Band wahrlich die ideale Lektüre. Die Geschichte steckt voller wunderbarem Weihnachtszauber und versetzt einen total in Weihnachtslaune. Sommerby, Winter und Weihnachten – diese Mischung stimmt einfach, ich liebe sie.

Apropos Mischung: Auch der Mix aus Spannung, Spaß und aktuellen Themen ist Kirsten Boie abermals hervorragend geglückt. Die Handlung lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen und lädt zum Mitfiebern ein, sie zaubert einem öfters ein breites Schmunzeln auf die Lippen, zugleich regt sie aber auch sehr zum Nachdenken an.
Wie die beiden vorherigen Bände, so vermittelt auch der dritte Teil auf eine kindgerechte Weise viele bedeutsame Themen und Botschaften wie Familie, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Migration und die heutige Abhängigkeit von Social Media, Handy und Co. Die Geschichte zeigt zudem auf, wie stark wir doch mittlerweile auf Strom angewiesen sind und uns viel zu selten an unsere eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten erinnern. Bei Oma Inge gibt es inzwischen zwar Telefon, Fernseher und sogar WLAN, aber dank eines Stromausfalls wird den Kindern, allen voran Martha, noch so richtig bewusst werden, dass man ohne Elektrizität heutzutage ziemlich aufgeschmissen ist.

Mit dem Ende hat mich Kirsten Boie ebenfalls gänzlich überzeugen können. Es ist rundum stimmig und zufriedenstellend und obwohl es sehr abgeschlossen ist, hat es in mir große Hoffnung auf einen vierten Band geweckt. Es fehlt schließlich noch der Frühling. Ostern in Sommerby – wäre das nicht toll? Also ich würde mich riesig darüber freuen, wenn wir Oma Inge auch noch während der Osterferien besuchen dürften. Na, lassen wir uns überraschen.

Und zu guter Letzt, ehe ich zu meinem Fazit komme, muss ich unbedingt noch ein paar Worte zur Gestaltung loswerden. Verena Körting hat natürlich auch diesen Band mit zahlreichen stimmungsvollen schwarz-weiß Vignetten an den Kapitelanfängen versehen und hinsichtlich des Covers hat sie sich in meinen Augen mal wieder selbst übertroffen. Ich bin ganz hin und weg von der Coverillustration, ich finde sie unglaublich hübsch. Die Verena Körting kann einfach so schön zeichnen, ich liebe ihren Zeichenstil.

Fazit: Ein weiterer wunderbarer Folgeband, der einfach glücklich macht.
Kirsten Boie hat es mal wieder geschafft und mir den allerschönsten Lesespaß beschert. Ich bin total begeistert von dem dritten Teil ihrer beliebten Sommerby-Reihe. Die Geschichte steckt voller weihnachtlicher Glücksgefühle und Warmherzigkeit und vermittelt lauter wichtige Werte und Botschaften. Sie lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen und verzaubert einen von Beginn an mit einer hyggeligen Winter-Weihnachtsatmosphäre. Wer diese einzigartige Kinderbuchserie noch nicht kennt, hat eindeutig etwas verpasst! Ich kann sie jedem wirklich nur ans Herz legen. „Für immer Sommerby“ erhält von mir 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 26.09.2021

Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte

Trine sucht den Schnee
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Da ich ein großer Weihnachtsfan bin und wahnsinnig gerne Weihnachtsgeschichten lese, war ich sofort Feuer und Flamme als ich das erste Mal von „Trine sucht den Schnee“ hörte. Das Buch musste ich einfach ...

Da ich ein großer Weihnachtsfan bin und wahnsinnig gerne Weihnachtsgeschichten lese, war ich sofort Feuer und Flamme als ich das erste Mal von „Trine sucht den Schnee“ hörte. Das Buch musste ich einfach bei mir einziehen lassen.

Die junge Trine kann es kaum mehr erwarten bis Weihnachten. Dieses Jahr ist es endlich soweit: Sie darf ihren Vater, den Weihnachtsmann, beim Geschenke verteilen helfen. Als das Weihnachtsfest schließlich kurz vor der Tür steht, wird Trine jedoch unruhig. Warum liegt in der Menschenwelt denn noch kein Schnee? Wieso hat ihr Onkel Schnee die Felder, Straßen und Häuser noch nicht mit einer wattig weißen Decke überzogen und Onkel Frost die Fenster noch nicht mit Eisblumen verziert? Ohne Schnee und Frost scheint irgendwie gar keine Weihnachtsstimmung unter den Menschen aufkommen zu wollen. Trine macht sich immer größere Sorgen, dass Weihnachten dieses Jahr ausfallen könnte. Da das aber auf gar keinen Fall passieren darf, fasst Trine schließlich einen Entschluss: Sie wird sich zusammen mit ihrem Rentier Sternschnuppe auf die Suche nach ihren beiden Onkeln begeben. Eine magische Reise durch das Weihnachtsland beginnt...

Obwohl es bis zur Adventszeit noch ein bisschen hin ist, habe ich es mir schon diese Woche mit „Trine sucht den Schnee“ gemütlich gemacht und ich muss sagen, dass mich die Erzählung tatsächlich bereits jetzt, im Herbst, in Weihnachtsstimmung versetzt hat. Dieses Buch sprüht einfach nur so vor herrlichem Winter-Weihnachtszauber. In meinen Augen hat Nina Speyer mit ihrem Kinderbuchdebüt eine magisch schöne Adventsgeschichte für Jung und Alt aufs Papier gebracht, die voller Warmherzigkeit steckt und in der sie uns Leserinnen auf eine abenteuerliche Reise durch das winterliche Weihnachtsland mitnimmt.

Trine, aus deren Sicht wir alles in der dritten Person erfahren, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie ist ein herzensgutes Mädchen, sie ist mutig und aufgeweckt, man muss sie einfach gernhaben.
Genauso sieht es mit den weiteren Charakteren aus, auch diese wurden mit viel Liebe ausgearbeitet und verzaubern uns Leser
innen mit ihren herzlichen Eigenschaften. Da hätten wir zum Beispiel den Geist der Weihnacht, den ich persönlich besonders gerne mochte, und auch die Eltern von Trine, bei denen es sich um den Weihnachtsmann und die Weihnachtsfrau handelt, habe ich unheimlich liebgewonnen.
Es treiben allerdings nicht nur weihnachtliche Figuren ihr Unwesen in dieser Erzählung - auch alten Bekannten aus der Märchenwelt dürfen wir über den Weg laufen. Um wen es sich dabei handelt, werde ich euch hier jedoch nicht verraten, das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Nina Speyer hat ihrem Einfallsreichtum zweifellos ihren freien Lauf gelassen und eine Geschichte voller fantasievoller Ideen aufs Papier gebracht. Auch die spannenden und spaßigen Szenen kommen nicht zu kurz und die warmherzigen Momente, die uns ein wohliges, weihnachtliches Glücksgefühl bescheren, können sich natürlich ebenfalls sehen lassen. Vor allem das Ende erwärmt einem so richtig das Herz. Mir hat das Ende sehr gut gefallen. Es verdeutlicht auf eine wundervolle Weise was Weihnachten wirklich bedeutet und schließt die Geschichte gelungen ab.

Für die Vorweihnachtszeit kann ich „Trine sucht den Schnee“ natürlich ganz besonders empfehlen. Die Geschichte ist einfach die perfekte Lektüre um die Vorfreude auf Weihnachten zu wecken und da sie in 24 Kapitel unterteilt ist, bietet sie sich zudem ideal als Adventskalenderbuch an.
Zum Vorlesen ist die Erzählung meiner Meinung nach prima geeignet. Ich selbst habe sie zwar für mich alleine gelesen, bin mir aber völlig sicher, dass sie für die tolle Vorlesestunden sorgen wird. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, die Kapitel sind sehr kurz gehalten und besitzen somit eine optimale Vorleselänge und es gibt zahlreiche farbige Bilder zum Bestaunen und Betrachten.
Vom Verlag wird „Trine sucht den Schnee“ ab 6 Jahren empfohlen und dem schließe ich mich an. Kinder ab diesem Alter sollten der Handlung ohne Probleme folgen können und werden garantiert jede Menge Spaß beim Zuhören haben. Zum Selberlesen sollte man allerdings schon geübter im Lesen sein. Für Erstleser ist das Buch eindeutig noch zu schwierig, da die Schrift doch recht klein ist und manche Seiten etwas mehr Text enthalten.

Neben der Geschichte bin ich auch von der Innenaufmachung ganz verzückt. Laura Bednarski hat die Geschichte mit vielen farbigen Illustrationen versehen und egal ob die kleineren oder ganzseitigen Bilder – allesamt sind sie liebevoll und niedlich gezeichnet und schaffen eine großartige, winterliche Weihnachtsatmosphäre.

Fazit: Eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte voller Wärme, Magie und Wunder!
Nina Speyer hat mit „Trine sucht den Schnee“ ein tolles Adventsvorlesebuch aufs Papier gebracht, mit welchem sie mich auf ganzer Linie überzeugen und sogar schon jetzt, im Herbst, in Weihnachtslaune versetzen konnte. Die Geschichte ist so wunderbar weihnachtlich und herzerwärmend und bezaubernd schön illustriert. Sie steckt voller liebenswürdiger Figuren und Fantasie und lässt keiner Stelle Langeweile aufkommen. Ich kann „Trine sucht den Schnee“ wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!


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