Profilbild von HannaMoon

HannaMoon

aktives Lesejury-Mitglied
offline

HannaMoon ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit HannaMoon über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2025

Sherlock Holmes typisch und dennoch anders

Holmes & Moriarty
0

Ein kurzer Satz zur Gestaltung: Ich finde das Cover wirklich ansprechend und passend für die Sherlock Holmes Geschichte und die Zeit.

Nun zum Inhalt: Wir erleben die Geschichte abwechselnd aus der Sicht ...

Ein kurzer Satz zur Gestaltung: Ich finde das Cover wirklich ansprechend und passend für die Sherlock Holmes Geschichte und die Zeit.

Nun zum Inhalt: Wir erleben die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Watson und von Moriarty. Schon ab Beginn spürt man die Stimmung aus dem Sherlock Universum - Schreibstil, Atmosphäre und die Zeit passen hervorragend zueinander. Der Einstieg in die Kapitel von Watson viel mir sehr leicht, er ist einfach ein sehr angenehmer Erzähler und eine sehr sympathische Rolle. Auf die Kapitel von Moran (Moriartys Verbündeter) konnte ich mich dagegen nicht so gut einlassen, da ich zu ihm nicht wirklich Zugang gefunden habe und der Erzählstil für mich anstrengender war als Watsons. Der Kriminalfall enthält einige spannende Wendung, jedoch konnte für mich der Spannungsbogen nicht immer gehalten werden. Erfüllt wurden meine Erwartungen an das Buch auf jeden Fall im Bereich Atmosphäre, der Fall und die Zusammenarbeit blieben jedoch etwas hinter meinen Erwartungen zurück - was die Geschichte auf keinen Fall zu einer schlechten macht, nur nicht ganz nach dem was ich gesucht habe - die Sherlock Holmes Stimmung im Alten London macht das ganze aber eindeutig wieder zu einem emfehlenswerten Buch für Holmes-Fans. Insgesamt würde ich deshalb mit 3,5 Sternen bewerten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2025

Düstere Atmosphäre mit Schwächen

The Book of Azrael - Götter und Monster 1
0

Ich tue mich etwas schwer das Buch zu bewerten. Ich habe unglaublich schlecht ins Buch gefunden und es in der Mitte auch mal länger weggelegt, auch um zu sehen ob meine Stimmung und das Buch gerade nicht ...

Ich tue mich etwas schwer das Buch zu bewerten. Ich habe unglaublich schlecht ins Buch gefunden und es in der Mitte auch mal länger weggelegt, auch um zu sehen ob meine Stimmung und das Buch gerade nicht zusammen passen. Vieles was im Buch passiert ist hat mich nicht wirklich packen können und teilweise zieht es sich sehr. Der Slow burn ist wirklich slow burn, das fand ich aber sehr zur Geschichte passend und die Entwicklung generell fand ich sehr schön. Gegen Ende konnte mich die Handlung und die Charaktere dann doch mitreißen und mitfühlen lassen, allerdings hat es so viel Zeit gebraucht, dass ich nicht weiß ob mich das rasante Ende vom Gegenteil überzeugen kann. Trotzdem hat mich das Ende positiver gestimmt und der offene Ende gibt auf jeden Fall noch viel Raum für Weiteres und lässt einen dann doch irgendwie gespannt zurück. Ich bin noch unentschlossen, ob ich weiterlesen möchte, aber das Ende hat mich dann schon neugierig auf mehr gemacht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2025

Queere Liebe und Migration über Kontinente

Cinema Love
0

Manche Bücher werden geschrieben, um Lesende zu unterhalten, andere um durch fantastische Welten Dinge zu verarbeiten und wieder andere wollen gesellschaftlichen Themen eine Stimme geben. Und so erzählt ...

Manche Bücher werden geschrieben, um Lesende zu unterhalten, andere um durch fantastische Welten Dinge zu verarbeiten und wieder andere wollen gesellschaftlichen Themen eine Stimme geben. Und so erzählt Cinema Love die Geschichte einer Liebe im Verborgenen und die alle Umstehenden dennoch beeinflusst. Es erzählt eine Geschichte von Ausgrenzung, von Migration und dem kleinen geschützten Hafen, in dem man man selbst sein darf. Auch die Frauen der Männer in der Geschichte bekommen ihre Stimme und so wird nicht nur die Liebesgeschichte zweier Männer erzählt, sondern auch ihr Einfluss auf die Nahestehenden.

Ein Großteil der Handlung spielt in den USA und beleuchtet dort auch die Realität des American Dream. Die Handlung kehrt gedanklich aber immer wieder zum Fixpunkt - dem Kino in China - zurück. Die sprunghaften Wechsel machen es manchmal etwas schwer zu folgen, die kann jedoch auch der Übersetzung geschuldet sein. Die Charaktere wirken etwas unnahbar und deshalb manchmal etwas schwierig zu greifen. Dennoch finde ich es ganz passend zu der generell etwas emotional unterdrückten Stimmung.

Insgesamt fand ich die Einblicke, die das Buch geliefert hat, sehr wichtig und bedeutsam, trotz kleiner Schwächen in der Ausarbeitung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2025

Geheimnisse im Sumpf von Louisiana

Beauty must die
2

Mae muss zu ihren Großeltern in eine Kleinstadt mitten in den Sümpfen Louisiana ziehen nund dort Sozialstunden ableisten - der einzige Weg einer Gefängnisstrafe zu entgehen. Als kurz nach ihrem Eintreffen ...

Mae muss zu ihren Großeltern in eine Kleinstadt mitten in den Sümpfen Louisiana ziehen nund dort Sozialstunden ableisten - der einzige Weg einer Gefängnisstrafe zu entgehen. Als kurz nach ihrem Eintreffen ihre Kindheitsfreundin Shelly nach einer Party tot aufgefunden wird, beginnt Mae in den Geheimnissen des Dorfes zu graben und stößt dabei auf die ein oder andere verdächtige Person und gerät dabei selbst in Gefahr.

Das Setting ist bildgewaltig und wunderschön beschrieben, was dem flüssigen, bildhaften und spannenden Schreibstil zu verdanken ist. Das Setting trägt auch generell sehr zum Vibe des Buches bei - eine Kleinstadt in der zwar jeder jeden kennt, aber doch jeder seine Geheimnisse hütet, die Spannung zwischen der Normalen und Reichen Bevölkerung und nicht zuletzt die Sümpfe und Landschaften Louisiana machen das Buch zu etwas ganz besonderem, auch wenn unsere Protagonisten Mae zuerst nicht so begeistert davon ist.

Mae ist ein interessanter, nicht ganz einfacher - wenn auch nachvollziehbarer Charakter (außer das mit den Büchern, das geht wirklich nicht). Sie hatte es nicht ganz leich im Leben und muss sich nun in der bekannten aber doch neuen Umgebung erst einmal zurechtfinden. Einige ihrer Handlungen sind vielleicht nicht ganz nachvollziehbar, aber sie ist immerhin ein Teenager, der zu lange Dinge selbst regeln musste. Da jeder im Dorf so seine Geheimnisse hat, ist sie mit ihren Ermittlungen auf sich allein gestellt, findet jedoch zum Glück auch irgendwann die Unterstützung die sie braucht. Auch die anderen Charaktere der Kleinstadt sind vielschichtig gestaltet, sodass man die ganze Zeit mit Mae miträtselt, weil es eben so viele Verdächtige gibt.

Der Spannungsbogen hält sich über das Buch hinweg, da immer neue Indizien und Beweise zu Tage kommen, auch wenn wir zwischendurch auch Maes Alltag kennenlernen. Auch hier trägt das Setting der Kleinstadt im Sumpf für mich wieder zum Spannungserhalt bei. Den ein oder anderen Plotttwist habe ich wirklich nicht kommen sehen und habe mich stellenweise wirklich sehr vom Buch überraschen lassen.

Ich fand sehr angenehm, dass die Love Story nur einen kleinen Anteil des Buches einnimmt und das Rätsel um den Mord stets im Vordergrund steht. Das Kleinstadt-Setting bietet mit seinen so unterschiedlichen Charakteren so viele Verdächtige und es bleibt stets spannend, da nichts so ist wie es scheint. Eingebunden in die wunderschöne Sumpflandschaft ergibt sich für mich ein rundes Bild, das mit Mae und ihrem starken Charakter abgerundet wird.

Für mich eine klare Leseempfehlung für alle die Lust auf Louisiana Setting, Kleinstadt Geheimnisse und eine junge Ermittlerin haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 16.03.2025

Erwartungen, Wünsche und Realität

No Hard Feelings
0

Penny vergleicht sich. Immer und immer wieder. Und immer hat sie das Gefühl nicht genug zu sein, hinterher zu hängen und anderen unterlegen zu sein - vor allem gegenüber ihren Freundinnnen. Sie steckt ...

Penny vergleicht sich. Immer und immer wieder. Und immer hat sie das Gefühl nicht genug zu sein, hinterher zu hängen und anderen unterlegen zu sein - vor allem gegenüber ihren Freundinnnen. Sie steckt fest, nicht nur in ihrer Situationship, sondern auch generell in ihrem Leben.
Ich dachte beim Start des Buches, dass ich mich viel mehr in Penny wiedererkennen würde, aber so war es dann am Ende doch nicht - stattdessen habe ich eher das Gefühl von "in einem anderen Universum könnte ich das sein". Die Geschichte von Penny ist dennoch sehr nahbar und ich denke vielen in unsere Generation geht es wie Penny. Sie vergleicht sich und sie wartet. Auf das perfekte Leben, auf den perfekten Freund - und nichts davon kommt, sie steckt fest in alten Mustern und schlechten Gewohnheiten und kehrt immer wieder dahin zurück. Penny ist weit entfernt von perfekt, dennoch finde ich sie weitgehend sympathisch, auch wenn sie anderen gegenüber manchmal ungerecht handelt. Die Entwicklung von Penny finde ich durchaus gelungen, auch wenn sie in der ein oder anderen Situation für mich zu schnell abgehandelt wird und ein paar Handlungsstränge etwas zu perfekt wirken. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und man konnte stehts mit Penny mitfühlen. Ein bisschen erinnert es mich an den Vibe von Sex and the City, das Penny nicht nur ihrem eigenen Perfektionismus hinter her läuft, sondern auch den gesellschaftlichen Erwartungen jung - erfolgreich - mit perfektem Partner. Der Roman wirft einen ehrlichen Blick auf die Erwartungen und den Perfektionismus der Millenial-Generation.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere