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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2019

Eine Menge Potenzial einfach verschenkt

Die Frauen von Salaga
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Westafrika, Ende des 19. Jahrhunderts. Die junge und privilegierte Wurche wird zu einer errangierten Ehe gezwungen, während in einem weit entfernten Dorf die junge Aminah von Plünderern und Sklavenhändlern ...

Westafrika, Ende des 19. Jahrhunderts. Die junge und privilegierte Wurche wird zu einer errangierten Ehe gezwungen, während in einem weit entfernten Dorf die junge Aminah von Plünderern und Sklavenhändlern aus ihrem Leben gerissen wird. Während Wurche aus trotz eine Affäre beginnt, um sich zu beweisen, dass sie nicht ganz unter der Fremdbestimmung existiert, wird Aminah auf dem Sklavenmarkt zum Verkauf angeboten. Das Schicksal bringt Aminah und Wurche zusammen, Wurche kauft Aminah und beide versuchen gegen das Patriarchat ihre Frau zu stehen.

Mein Fazit:
Das Cover ist unglaublich. In meinen Rezensionen erwähne ich das Cover nur selten, aber dieses hier ist so schön farbenfroh und macht sich unglaublich gut im Bücherregal.

Was leider nicht so sehr überzeugen konnte, war die Geschichte die nach dem Cover kam. Wurche und Aminah bleiben sehr kühl gezeichnet. Das koloniale Afrika wird ebenfalls nur sehr oberflächlich beschrieben. Der Schreibstil bleibt wenig detailliert, wodurch ich mich nicht mit der Geschichte anfreunden konnte. Die Thematik ist immer noch topaktuell allerdings geht die Botschaft der Autorin nicht wirklich aus den wenigen Seiten hervor. Sie hatte eine sehr gute Idee, die sie eher mau umgesetzt hat. Ich habe mir mehr Afrika, mehr Kampf und Rebellion gewünscht. Statt dessen ist dies hier eine wenig mitreißende Version von "Die Rebellinnen- Tracy Banghart". Sehr, sehr schade. Ich hatte mir mehr erhofft.

Veröffentlicht am 02.06.2019

Empfehlenswerte Geschichte

Das Haus der Harmonie
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Über viele Generationen hinweg haben die Frauen der Familie Lee in chinesischer Tradition heilpflanzliche Medizin hergestellt.
Jetzt hat Charlotte den Konzern übernommen und geht den Familienweg erfolgreich ...

Über viele Generationen hinweg haben die Frauen der Familie Lee in chinesischer Tradition heilpflanzliche Medizin hergestellt.
Jetzt hat Charlotte den Konzern übernommen und geht den Familienweg erfolgreich weiter. Doch plötzlich muss sich die junge Geschäftsfrau dafür verantworten, dass angeblich drei Menschen durch ihre Produkte zu Tode gekommen sind. Während sie sich diesen schrecklichen Anschuldigungen stellen muss, erleidet Charlotte einen Unfall, bei dem sie nur knapp mit dem Leben davonkommt. Aber nun fragt sie sich: War es wirklich ein Unfall?
Eine große Familiensaga zwischen China und Amerika, in der Spannung und schicksalhafte Gefühle raffiniert miteinander verknüpft sind



Mein Fazit:
Eine wirklich gut und faszinierend geschriebene Geschichte, die sich sehr schön lesen lässt. Ich fand die Protagonistin sehr sympathisch und trotz dieses seitenstarken Romans bin ich sehr schnell durch das Buch gekommen. Die Autorin hat das Thema gut aufgearbeitet und eine gute Spannung eingebaut. Empfehlenswert

Veröffentlicht am 02.06.2019

Sehr humor- und respektvoll mit der Thematik umgegangen

Für jede Lösung ein Problem
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Gerri ist 30, hat einen Abschluss in Germanistik und schreibt Liebesgeschichten, womit sie ihre Wohnung und das nötigste bezahlen kann. Doch irgendwie wird alles immer schlimmer, der Job geht flöten, Beziehungen ...

Gerri ist 30, hat einen Abschluss in Germanistik und schreibt Liebesgeschichten, womit sie ihre Wohnung und das nötigste bezahlen kann. Doch irgendwie wird alles immer schlimmer, der Job geht flöten, Beziehungen klappen auch nicht und ihre Mutter gibt ihr mehr als einmal zu verstehen, dass sie ihre Tochter nicht respektiert.

Als diese Gerri dann ihre alten Schlaftabletten gibt, um diese weg zu werfen, wittert Gerri endlich ihre Chance sich das Leben zu nehmen. Hierzu schreibt sie vorher ihre persönlichen Abrechnungen an alle, die sie enttäuscht, oder ihr was bedeutet haben und sendet sie wenige Stunden vor ihrem Suizid ab. Doch dann geht dieser schief, jedoch sind die Briefe alle raus und plötzlich wissen alle, was sie von ihnen denkt.

Mein Fazit: Ich habe während des Hörens so gelacht. Das Hörbuch ist wirklich klasse und trotz der gruseligen Thematik, muss ich sagen, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist, dies humor- und respektvoll umzusetzen. Die Entwicklung der Geschichte ist einfach spannend und die Sprecherin macht ihren Job sehr gut. Ich finde, für dieses sommerliche Wetter ist solch eine Geschichte genau das richtige :)

Veröffentlicht am 24.05.2019

Mir fehlte was

Die Töchter von Ilian
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Ein Becher, um die Vergangenheit zu bewahren. Eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen. Ein Spiegel, um sich selbst zu erkennen. Eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen. Doch das Wissen über die magischen ...

Ein Becher, um die Vergangenheit zu bewahren. Eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen. Ein Spiegel, um sich selbst zu erkennen. Eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen. Doch das Wissen über die magischen Artefakte scheint verloren. Die Weisen Frauen sind in die Wälder geflohen, und Kriegsfürsten herrschen über Menschen, Zwerge und Elfen. Bis die Töchter zweier Völker aufbrechen, um die Magie wiederzuerwecken und der Welt die Hoffnung zurückzugeben.

Mein Fazit:

Zunächst war ich begeistert. Die Charaktere sind facettenreich und wirklich durchweg gut durchdacht. Die Geschichte fesselt und ist voller Fantasie. Doch ungefähr ab der Hälfte würde es irendwue zu langgezogen und ich verlor immer mehr die Konzentration. Das war sehr schade. Kann man zwar gut lesen, aber mir hat leider etwas gefehlt. Ich glaube hier wäre weniger wirklich mehr gewesen. Sehr schade, denn die Idee ist klasse.

Veröffentlicht am 24.05.2019

Der Klappentext verrät einfach alles!

Herzkönig
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iese nüchterne Feststellung stammt von Izolda Regensberg alias Maria Pawlicka. Seit der Deportation ihres Mannes nach Auschwitz besteht der Sinn ihres Lebens allein darin, ihren Herzkönig zu befreien. ...

iese nüchterne Feststellung stammt von Izolda Regensberg alias Maria Pawlicka. Seit der Deportation ihres Mannes nach Auschwitz besteht der Sinn ihres Lebens allein darin, ihren Herzkönig zu befreien. Die fieberhaften Bemühungen werden
von Absurditäten und Zufällen, von glücklichen und unglücklichen Fügungen begleitet. In Zeiten der Vernichtung wundert sich Izolda über keine Grausamkeit - auch nicht über die eigene. Bis Izolda schließlich im Mai 1945 im Lager Ebensee auf ihren Ehemann trifft, hat sie eine Odyssee von Lagern und Gefängnissen hinter sich. Das Paar kehrt mit »polnischen« Pässen nach Polen zurück. Jahre später fliegt die geborgte Identität auf, und die beiden erhalten jüdische Pässe, die sie zur Ausreise nach Wien zwingen. Izolda, die hervorragende Spezialistin im Überleben, muss erkennen, dass sie das Leben nach dem Überleben nicht in den Griff bekommt. Sie empfindet zunehmend Fremdheit gegenüber der Welt, deren Fixpunkt ihr verloren gegangen ist. Sie zieht zu den Töchtern nach Israel. Umgeben von alltäglichen politischen Ausnahmezuständen und unverständlichen Wortfetzen lebt sie in ihrer Erinnerung noch im Zweiten Weltkrieg Mein Fazit: Da durch den Klappentext alles verraten wird, kann ich leider nicht wirklich glücklich über das Buch berichten. Der schreib- und Erzählstil ist wirklich außergewöhnlich und habe ich so noch nie gehabt. Daher hat die Erzählung einen sehr kühlen Flair. Wie gesagt finde ich es sehr schade, dass alles durch den Klappentext gesagt wird