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Veröffentlicht am 28.09.2017

Noch bezaubernder als Band 1 - ich liebe Pip und Thomas!

Pip Bartlett und die magischen Tiere 2
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Inhalt:
Pip Bartlett liebt alle magischen Tiere - aber ganz besonders Einhörner. Daher ist ihre Freude groß, als sie mit ihrem besten Freund Thomas den "Dreifachen Dreizack" besuchen darf, den großen Wettbewerb ...

Inhalt:
Pip Bartlett liebt alle magischen Tiere - aber ganz besonders Einhörner. Daher ist ihre Freude groß, als sie mit ihrem besten Freund Thomas den "Dreifachen Dreizack" besuchen darf, den großen Wettbewerb für Einhörner. Und die beiden haben sogar eine Aufgabe: Sie sollen ihren tierischen Freund Regent Maximus sanft auf seine Teilnahme vorbereiten. Regent Maximus ist allerdings ein wenig ... speziell. Er hat Angst vor dem Luftzug in seiner Box, vor der Farbe Blau, vor anderen Einhörnern, vor Menschen - und besonders vor dem Wettbewerb! Obwohl Pip zu Einhörnern wirklich einen guten Draht hat, ist seine Betreuung eine echte Herausforderung. Und als ob das noch nicht genug wäre, geht nachts auch noch ein gemeiner Dieb um, der die eh schon nervösen Tiere in Angst und Schrecken versetzt. Können Pip und Thomas die Einhörner und den Wettbewerb retten?

Meinung:
Als großer Fan von Einhörnern freut Pip Bartlett sich ganz besonders auf den „Dreifachen Dreizack“, ein Wettbewerb an dem die schönsten und talentiertesten Einhörner teilnehmen. Auch das Einhorn Regent Maximus wird an diesem Wettbewerb teilnehmen. Daher wartet jede Menge Arbeit auf Pip und ihren besten Freund Thomas, denn Regent Maximus ist weit davon entfernt ein perfektes Einhorn zu sein. Er ist von Natur aus äußerst ängstlich und hat vor jeder Kleinigkeit fürchterliche Angst. Als plötzlich auch noch ein gemeiner Schweif Dieb sein Unwesen treibt, haben Pip und Thomas alle Hände voll zu tun um das Schlimmste abzuwenden.

Bereits Band 1 der Reihe um Pip Bartlett konnte mich gut unterhalten und der Klappentext von Band 2 klang genau nach meinem Geschmack. Ein Einhornwettbewerb, viele magische Tiere auf einem Fleck und ein Regent Maximus in Bestform versprachen eine hochexplosive Mischung aus Spaß und Abenteuer zu werden.
So war ich schon nach kurzer Zeit total in der Geschichte drin und auch hin und weg von ihr. Der Humor des Autorenduos ist toll. Mitten im Fokus steht natürlich der überängstliche Regent Maximus. Er bot die perfekte Vorlage für jede Menge witzige Szenen. Ich habe mich königlich über ihn amüsiert und hatte großen Spaß.
Die beiden Autorinnen haben zudem einen sehr bildlichen Erzählstil, der einem das Lesen noch mehr versüßt.

Neben all dem Humor kommt aber auch die Spannung nicht zu kurz. Pip und Thomas Suche nach dem Dieb bietet packende Momente für Groß und Klein. Zudem springt einem die Auflösung nicht sofort ins Gesicht und es werden ein paar Fährten gestreut.
Wie bereits im ersten Band, haben die Autorinnen auch in diesem zweiten Band wieder viel Fantasie bei der Gestaltung von neuen magischen Tieren bewiesen. Die Passagen aus Gottfried Higgelsteins Handbuch der magischen Tiere waren wieder wunderschön detailreich, voller Ideenreichtum und einfach nur schön anzusehen.

Pip ist auch in diesem Band immer noch total fasziniert von magischen Tieren. Am liebsten würde sie den ganzen Tag auf dem Gelände des Wettbewerbs herumlaufen, um möglichst viel über die vielen magischen Wesen zu erfahren. Dies wird jedoch nichts, da sie es sich zur Aufgabe gemacht hat, Maximus von seinen Ängsten zu befreien. Dabei beweist sie viel Einfallsreichtum. Pip sprüht auch in diesem Buch wieder voller Lebensenergie und Ideen. Ich mag ihre Einstellung und Wissbegierde wahnsinnig gerne.
Ein weiterer absoluter Lieblingscharakter ist Thomas. Thomas ist aufgrund seiner vielen Allergien stark gehandicapt. Dies hält ihn jedoch nicht davon ab, gemeinsam mit Pip die magischen Wesen zu erforschen. In seinem großen blauen Rucksack befinden sich zudem jede Menge Medikamente gegen die verschiedensten Allergien. Thomas ist so ein süßer Charakter, dass man ihn einfach in sein Herz schließen muss. Er steckt voller genialer Ideen und hat auf viele Fragen eine Lösung.

Mein einziger Kritikpunkt an dem Buch ist, das es viel zu kurz ist. Schnell ist man durch die knapp 250 Seiten durch und wartet nun sehnsüchtig auf das nächste Abenteuer von Pip und Thomas.

Fazit:
Dieses kunterbunte Einhornabenteuer hat mir sogar noch besser gefallen als Band 1 der Reihe. Gemeinsam mit Pip und Thomas habe ich wieder wunderbare Stunden zwischen Einhörnern, Schimmertieren, Blankovögeln und Co. verbracht. Auch ein wenig Kriminalarbeit haben die beiden Freunde dieses Mal zu erledigen.
Ich bin begeistert und vergebe 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 24.09.2017

Hinkt hinter Band 1 deutlich her - gefühlt ein typischer Mittelband.

Im leuchtenden Sturm
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Inhalt:
Die Schlacht gegen die Titanen ist geschlagen! Josie hat ihren Erzfeind Hyperion besiegt, aber der Krieg der Götter ist noch nicht vorbei. Um auf den nächsten Angriff vorbereitet zu sein, braucht ...

Inhalt:
Die Schlacht gegen die Titanen ist geschlagen! Josie hat ihren Erzfeind Hyperion besiegt, aber der Krieg der Götter ist noch nicht vorbei. Um auf den nächsten Angriff vorbereitet zu sein, braucht Josie dringend Verbündete. Doch bevor sie sich auf die Suche nach den anderen Halbgöttern machen kann, muss sie ihre Kräfte unter Kontrolle bringen – so wie ihre komplizierten Gefühle für Seth. Immer heftiger fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Das Problem: Ihre Nähe scheint auch die dunkle Seite des attraktiven Kriegers zu verstärken ...

Meinung:
Nach dem Sieg gegen Hyperion bleibt Josie und Seth wenig Zeit um sich auszuruhen. Das finden der restlichen Halbgötter hat nun oberste Priorität im Kampf gegen die Titanen. Doch durch Josies Nähe tritt die dunkle Seite von Seth wieder zum Vorschein und sorgt für Ärger. Damit nicht genug, werden die Auseinandersetzungen zwischen Rein- und Halbblütern immer brutaler und enden sogar mit ersten Toten.

Nachdem mir Band 1 gut gefallen hat, ich aber noch Luft nach oben gesehen habe, war ich furchtbar gespannt auf diesen zweiten Band. Leider musste ich feststellen, dass es sich hier um einen typischen Mittelband handelt. Der Verlauf der Geschichte stagniert über gut 2/3 des Buches. Erst gegen Ende hin bewegt sich die Geschichte gefühlt von der Stelle. Dann jedoch wird es mega packend und unterhaltsam. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin deutlich eher aufs Gas gedrückt hätte, da die vorherigen Passagen doch recht zäh waren.
Dies liegt vor allen Dingen an der Liebesgeschichte. Nun wo Josie und Seth ein Paar sind, dreht sich über die Hälfte des Buches nur um die Beiden und ihre Beziehung zueinander. Auch die erotischen Passagen kommen nicht zu kurz. Und es wird mehr als deutlich, dass das körperliche Verlangen und die daraus resultierende Anziehungskraft sehr im Fokus steht. Besonders gestört hat mich jedoch, dass Seth anfängt mit seinem „ich habe dich nicht verdient“ und „ich bin ein schlechter Mensch“ Gerede. Mehr als einmal brachte er mich damit zur Weißglut. Das dadurch entstandene Hin und Her hat meine Nerven doch arg strapaziert.

Leider fehlte mir auch etwas die Charaktertiefe. In meinen Augen bleiben die Charaktere leider recht blass und unscheinbar. Richtig gut gefallen hat es mir aber, dass nun auch die Protagonisten aus der Vorgängerreihe ihren großen Auftritt haben. Beide mochte ich sehr gerne. Interessant hierbei war, dass sie Seths dunkle Seite bereits kennengelernt haben und ihn daher anders einschätzen als Josie dies tut.
Im letzten Drittel tauchte dann mein neuer Lieblingscharakter auf. Zwar ist er recht eingenommen von sich und treibt die anderen damit in den Wahnsinn, aber gerade diese sehr humorvollen Dialoge konnten mich dafür sehr gut unterhalten und begeistern.

Etwas irritiert darüber war ich, dass manche Charaktere sich untereinander gesiezt haben, obwohl sie ungefähr gleichalt (gleichjung) waren. Immer wieder riss mich dies aus dem Lesefluss heraus. Dies ist natürlich weniger ein Problem was die Autorin betrifft, sondern was an der Übersetzung liegt.

Das Ende ist wie oben erwähnt sehr packend und endlich kam ein wenig Action auf. Zudem macht es furchtbar neugierig darauf, wie sich die Dinge im letzten Band der Trilogie entwickeln werden.

Fazit:
Für mich kommt „Im leuchtenden Sturm“ nicht über den typischen Mittelband Status hinaus. Die Liebesgeschichte nimmt einen großen Part in dieser Fantasygeschichte ein, die Story stagniert ein wenig und die Charaktere blieben farblos. Zugute halten möchte ich jedoch, dass neue interessante Charaktere eingebaut werden und das Ende absolut zu unterhalten weiß.
Knappe 3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 21.09.2017

Etwas weniger Teenie-Herzschmerz hätte dem Buch gut getan, ansonsten gewohnt zauberhaft!

Zimt und ewig
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Inhalt:
Vicky ist im siebten Himmel: Endlich wird sie fünfzehn, sie hat Sommerferien und ist schwer verliebt in Konstantin. Allerdings bleibt ihr kaum Zeit, ihr Glück zu genießen, denn pünktlich an ihrem ...

Inhalt:
Vicky ist im siebten Himmel: Endlich wird sie fünfzehn, sie hat Sommerferien und ist schwer verliebt in Konstantin. Allerdings bleibt ihr kaum Zeit, ihr Glück zu genießen, denn pünktlich an ihrem Geburtstag taumelt sie wieder völlig unerwartet in eine neue Variante ihres Parallel-Lebens. Und diesmal scheint ihr Parallel-Ich einen ganz bestimmten Plan zu verfolgen – dessen Gelingen Vicky um jeden Preis verhindern muss! Ein spannender Wettlauf gegen die Zeit beginnt, allerdings nicht nur in der Parallelwelt: Denn plötzlich taucht da auch noch Konstantins Ex-Freundin Lara auf. Und die scheint definitiv etwas im Schilde zu führen …

Meinung:
Endlich stehen die Sommerferien vor der Tür und Vicky hat auch einen festen Plan für diese. Möglichst wenig in der Bäckerei aushelfen und so viel Zeit wie möglich mit Konstantin verbringen. Doch ihr Plan wird durcheinander gewirbelt, als Konstantin und Vicky in eine neue Parallelwelt springen. Die beiden Parallel-Ichs sorgen in Vickys Welt für ordentlich Ärger und stellen nicht nur ihr Zimmer total auf den Kopf. Und dann taucht auch noch Konstantins Ex-Freundin Lara auf. Diese hat sich noch nicht so wirklich damit abgefunden, dass Konstantin frisch verliebt ist und versucht Unruhe zu stiften wo sie nur kann. Ein turbulenter Sommer steht Vicky bevor.

In diesem Abschluss der Reihe steht vor allen Dingen Vickys Familienleben und ihre Beziehung zu Konstantin im Vordergrund. Den Leser erwarten ein paar überraschende und ein paar weniger überraschende Enthüllungen, jede Menge Teenager-Herzschmerz und natürlich das gewohnte Kingsche Familiendrama. Ich für meinen Teil bin hier durchaus auf meine Kosten gekommen, dennoch hätte ich mir ein klein wenig mehr von diesem Finale gewünscht.
Dies fängt damit an, dass die Springerei in die Parallel-Welt zwar durchaus auch in diesem Buch passiert, es jedoch einen ganz anderen Fokus einnimmt, als noch in den Vorgängerbänden. Auch über das neue Parallel-Ich erfährt der Leser in meinen Augen zu wenig.
Wie bereits erwähnt, tritt in diesem Buch Konstantins Ex-Freundin Lara auf den Plan, da ist der Ärger natürlich vorprogrammiert und Konstantin und Vicky erleben die ersten Höhen und Tiefen ihrer jungen Beziehung. Mir war es stellenweise etwas zu viel Teeniedrama. Ich denke jedoch, dass der Zielgruppe genau dies gefallen wird.

Vicky wird in diesem Band das ein oder andere Mal an ihre Grenzen getrieben. Sie erlebt tolle und berauschende Momente, aber auch traurige und berührende Dinge. Zum Glück steht ihr ihre beste Freundin Pauline zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite. Die beiden waren auch im Finale der Trilogie wieder ein eingespieltes Team und konnten mich gut unterhalten.
Die Beziehung zu Konstantin nimmt ebenfalls andere Formen an. Ich fand es durchaus angebracht, dass sich nun auch einmal gestritten wurde. Wie oben aber bereits erwähnt, war es mir teilweise doch ein wenig zu viel des Guten.
Beste Unterhaltung hat, wie auch bereits in den Vorgängerbänden, Vickys herzallerliebste Familie geboten. Gerade die Großeltern sind einfach nur zum Davonlaufen und ich bewundere Vicky und ihre Mutter dafür, dass sie es schon so lange mit ihnen unter einem Dach aushalten.
Auch das Liebesleben von Vickys Mutter nimmt in diesem Buch einen größeren Platz ein.
Ausgesprochen gut gefallen hat mir, dass wir Claire von einer anderen Seite kennen (und lieben) lernen.

Das Ende beantwortet alle Fragen, die man sich im Laufe der Reihe gestellt hat. Somit konnte ich das Buch vollkommen zufrieden zuklappen, auch wenn ich mir ein wenig mehr Action und Spannung in diesem Finale gewünscht hätte. Gerade in der ersten Hälfte des Buches dümpelt die Geschichte ein wenig vor sich hin.

Fazit:
Eine turbulente und witzige Trilogie findet mit „Zimt & Ewig“ ihren Abschluss. Zwar konnten mich die Charaktere und das chaotische Leben der Familie King wieder absolut überzeugen, dennoch hätte ich mir ein packenderes Finale und weniger Teenie-Herzschmerz gewünscht. Trotz meiner Kritikpunkte kann ich die Reihe jedem empfehlen, der gerne Jugendbücher mit Herzschmerz, Witz und sehr unterhaltsamen Charakteren liest.
Sehr, sehr knappe 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 21.09.2017

Ein Buch voller Wendungen und Überraschungen

Scythe – Die Hüter des Todes
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Inhalt:
Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen ...

Inhalt:
Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …

Meinung:
In einer fernen Zukunft gibt es keine Armut, keinen Krieg und keinen natürlichen Tod mehr. Die Welt wird von dem Thunderhead, einer künstlichen Intelligenz, gelenkt und geleitet. Und dann gibt es noch die Scythe. Diese sind dazu auserwählt die natürliche Auslese an den Menschen vorzunehmen und sie zu töten. Die Scythe entscheiden wer leben darf und wer stirbt. Doch dieser Job ist knallhart und nimmt die Scythes psychisch mit.
Eines Tages werden Citra und Rowan zu Lehrlingen des Scythe Faraday berufen. Die beiden werden Freunde, doch am Ende kann nur einer der beiden vom Lehrling zum Scythe aufsteigen.

Dieses Buch hat wirklich eine sehr außergewöhnliche Idee und hat mich daher ziemlich gereizt. Schon der Start war verheißungsvoll. Nach den ersten spannenden Kapiteln kam dann jedoch eine kleine Hängepartie, da wir nun nach und nach alles Wichtige über die Scythes erfahren. Dies war durchaus interessant, jedoch wünschte ich mir ein wenig mehr Action. Die bekam ich dann auch geboten, aber ganz anders als ich dies vielleicht erwartet hätte.
Ein großer Teil des Buches dreht sich um die Gefühle der Scythes, wenn sie die Auslese durchführen. Ich fand es furchtbar spannend mitzuerleben, auf welche unterschiedliche Art und Weise die Scythes die Auslese vollziehen.
Da sich intensiv mit den Gefühlen der Protagonisten auseinander gesetzt wird, gab es einige sehr emotionale Momente, die mich nicht kalt ließen. Der Autor spielt hier gekonnt mit den Ängsten der Menschen.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Unvorhersehbarkeit der Geschichte. Schnell hatte ich mir eine Meinung darüber gebildet, wie das Buch endet. Genauso schnell musste ich jedoch feststellen, dass sich innerhalb weniger Seiten alles verändern kann. Genau dies mochte ich wahnsinnig gerne. Bis kurz vor Schluss ändert die Geschichte immer wieder ihre Richtung.

Citra ist eine sehr gewissenhafte Person, die versucht ihren Mentor zufrieden zu stellen. Auf der anderen Seite merkt sie deutlich, dass sie Rowan gerne mag und es ihr daher schwer fallen wird, sich gegen ihn durchzusetzen. Außerdem ist Citra recht direkt und sagt was sie denkt.
Rowan hat eine nicht so liebevolle Vergangenheit hinter sich wie Citra. Dies merkt man ihm durchaus an. Dennoch hat er einen sehr gewieften Geist und auch er erkennt schnell, dass er Citra mag. Im Verlaufe des Buches nimmt seine Geschichte eine erstaunliche Entwicklung. Rowan hat meinen größten Respekt davor, wie er mit dieser Entwicklung umgeht.

Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Citra als auch aus der Sicht von Rowan erzählt. Am Ende eines Kapitels gibt es zudem Tagebucheinträge der alteingesessenen Scythes. Die Gedankengänge der Scythes sind für den Verlauf der Geschichte sehr interessant, rissen mich jedoch ab und an auch aus dem eigentlichen Lesefluss ein wenig heraus.

Da sich in diesem Buch fiel um das Thema Töten dreht, sollte jedem klar sein, dass nicht nur viel Blut fließt, sondern auch die einzelnen Todesarten beschrieben werden. Zudem geht es teilweise recht brutal zur Sache. Wer davor abschreckt, der sollte die Finger von dem Buch lassen.

Wie oben bereist erwähnt, war es durchaus interessant das Leben der Scythes so gut erklärt zu bekommen. Stellenweise empfand ich es jedoch als zu intensiv und auch ein wenig langweilig.

Fazit:
Alles in allem konnte mich "Scythe - Die Hüter des Todes" gut unterhalten. Eine sehr interessante Idee, die mich wirklich sehr berührt hat, punktet auf voller Linie. Teilweise hat sich der Autor, aber in meinen Augen in kleinen Details verrannt. Dies macht er jedoch durch viele unvorhergesehene Wendungen wieder wett.
4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 17.09.2017

Genialer Einfallsreichtum vermischt mit absolut liebenswerten Charakteren

TodHunter Moon - SandReiter
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Inhalt:
Todi ist zum Außergewöhnlichen Lehrling des großen Zauberers Septimus Heap geworden. Doch ihrem Gegner, dem bösen Hexer Oraton-Marr, ist es gelungen, das Orm-Ei zu stehlen. Er setzt alles daran, ...

Inhalt:
Todi ist zum Außergewöhnlichen Lehrling des großen Zauberers Septimus Heap geworden. Doch ihrem Gegner, dem bösen Hexer Oraton-Marr, ist es gelungen, das Orm-Ei zu stehlen. Er setzt alles daran, es auszubrüten und das schlüpfende Orm-Baby an sich zu binden. Das wäre eine Katastrophe, denn damit wäre alle Zauberkraft gegenüber der schwarzen Magie machtlos. Todi und ihren Freunden Oskar und Ferdie bleibt nicht mehr viel Zeit, das Ei zu finden.

Meinung:
Der Zauberer Oraton-Marr ist mit dem Orm-Ei entwischt. Sein Ziel ist es, dieses ausbrüten zu lassen und das kleine Orm auf sich zu prägen. Dies würde ihn über kurz oder lang zum mächtigsten und damit auch gefährlichsten Zauberer der Welt machen. Daher versuchen Septimus, Todi und deren Freunde alles in ihrer Macht stehende, um das Orm-Ei wiederzuerlangen. Somit beginnt ein Abenteuer voller Gefahren, in welchem Todi über sich hinauswachsen muss.

Nach dem tollen ersten Band der Reihe und dem gemeinen Ende, habe ich mich sehr auf diesen zweiten Teil gefreut. Die Geschichte startet auch gleich wieder sehr packend.
Wir lernen das junge Mädchen Kaznim kennen, dessen Familie vom bösen Zauberer Oraton-Marr gehörig unter Druck gesetzt wird.
Eine große Gabe der Autorin ist es, dass sie immer wieder neue Charaktere in ihre Geschichten einbaut, die einfach äußerst interessant sind. So auch Kaznim. Über das ganze Buch hat sie damit zu kämpfen ihre Familie zu retten und dabei auf dem richtigen Weg zu bleiben. Daher geschieht es zwangsläufig, dass Kaznim mir nicht immer sympathisch war. Dennoch konnte ich ihre Beweggründe vollkommen verstehen.
Natürlich lernen wir auch wieder einiges Neues über die alten Charaktere. Genial fand ich es hierbei, dass Septimus und Beetle wieder ein wenig mehr in den Vordergrund treten. Auch Jenna hat dieses Mal einen etwas größeren Auftritt. Zudem habe ich mich gefreut, dass viele der altbekannten Charaktere in diesem Buch eine kleinere (oder auch teilweise größere) Rolle zugedacht bekommen. Fans der Septimus Heap Reihe kommen hier wieder voll auf ihre Kosten.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass man die TodHunter Moon Reihe durchaus ohne die Vorkenntnisse der Septimus Heap Reihe lesen kann. Dennoch würde ich dies nicht empfehlen, da man so zum einen eine ganz tolle Reihe verpasst (ok, ich glaube ihr habt langsam verstanden wie toll ich Septimus Heap und TodHunter Moon finde ) und zum anderen mit manchen Anspielungen zu der Vorgängerreihe nicht viel anfangen kann.

Der Erzählstil ist wie immer sehr bildgewaltig und angenehm. Vor meinem inneren Auge nahmen die Orte, Menschen und Dinge wieder sofort Gestalt an. Angie Sage schaffte es, mich mal wieder in eine märchenhafte Welt zu entführen. Wer die Septimus Heap Reihe geliebt hat, wird auch mit dieser neuen Reihe seinen Spaß haben.
Der einzige Kritikpunkt ist für mich, dass die Autorin teilweise zu detailverliebt schreibt und manche Punkte daher ein wenig zu sehr ausgedehnt werden.

Fazit:
Angie Sage hat einen großen Einfallsreichtum, dies stellt sie auch in ihrem neuesten Werk wieder unter Beweis. Viele spannende Abenteuer, neue und faszinierende Orte sowie liebenswerte Charaktere machen dieses Buch zu einem wahren Schatz für Groß und Klein. Nun freue ich mich wahnsinnig auf das Finale der Trilogie, wobei auch ein wenig Wehmut mitschwingt, dass ich nun bald Abschied nehmen muss von den liebgewonnenen Charakteren und dieser grandiosen Reihe.
5 von 5 Hörnchen.