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Veröffentlicht am 01.02.2026

Für ambitionierte Hobby-Brotbäcker

Baking next level mit Roggen
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Dieses Brotbackbuch hat eine sehr edle Aufmachung und der Titel suggeriert durch "next level" schon, dass man am besten schon ein paar Brotbackerfahrungen gesammelt haben sollte und es nun eben darum geht, ...

Dieses Brotbackbuch hat eine sehr edle Aufmachung und der Titel suggeriert durch "next level" schon, dass man am besten schon ein paar Brotbackerfahrungen gesammelt haben sollte und es nun eben darum geht, die Brotbackkünste noch mehr zu optimieren.

Dazu erhält man im ersten Teil auch sehr viele hilfreiche Infos, worauf man noch achten kann, um das Ergebnis weiter zu verbessern und überhaupt gibt es viele grundsätzliche Informationen zu Sauerteig, Zutaten, Methoden und hilfreichem Zubehör, die sicher auch für Backanfänger interessant sind.

Richtig gut finde ich, dass es hier ausschließlich um Backen mit Roggensauerteig geht und auch wirklich nur um herzhafte und "handfeste" Sachen aus dem Bereich Brot und vielleicht teilweise Brötchen und, dass das Buch nicht noch mit Pizza- oder Kuchenrezepten aufgefüllt wurde, wie es sie in anderen Sauerteig-Backbüchern oft gibt. Mir persönlich geht es bei einem solchen Buch einfach um Inspiration für's Brotbacken. Und da finden sich auch einige recht spannend klingende Rezepte, die ich so noch nirgends gesehen habe und es gibt viele Brote mit Kernen und Saaten. Auch die Fotografien sind sehr ansprechend und tragen zur genaueren Orientierung bezüglich der wesentlichen Arbeitsschritte bei.

Nicht so ideal ist für mich, die ich in einem Zwei-Personen-Haushalt lebe, aber die große Teigmenge bei den Rezepten. Da ich nicht so viele Abnehmer habe, muss ich auf jeden Fall alles runterrechnen und auch die Vielfalt an eher nicht so häufigen Zutaten, wie Roggenflocken oder Sojaschrot stellt mich etwas vor Probleme bezüglich der Lagerhaltung, wenn ich sehr viele verschiedene Zutaten brauche, die meist nur in größeren Verpackungen erhältlich sind. Noch ein kleiner Minuspunkt sind die teilweise noch vorhandenen Tippfehler, hier wäre es bei so einem hochwertigen Buch schön, wenn etwas genauer geprüft würde, bevor es in den Druck geht.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Eine angesehene Familie und ihre Abgründe

Eisnebel
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Die Covergestaltung dieses Buches passt sehr gut zum Schauplatz des Thrillers, einem abgelegenen, aber großzügigen Anwesen in einer bergigen, schneereichen Gegend in den USA.

Theodora soll im luxuriösen ...

Die Covergestaltung dieses Buches passt sehr gut zum Schauplatz des Thrillers, einem abgelegenen, aber großzügigen Anwesen in einer bergigen, schneereichen Gegend in den USA.

Theodora soll im luxuriösen Winterdomizil Idlewood die extrem Reiche Familie ihres Verlobten Connor kennenlernen. Diese begegnet ihr sehr reserviert, teilweise sogar regelrecht abweisend und sie erhält bald Drohnachrichten, dass sie lieber verschwinden und sich künftig von Connor fernhalten solle. Mehr und mehr hat sie zudem das Gefühl, schon einmal auf dem Anwesen gewesen zu sein. Vielleicht in ihrer Kindheit, da sie sich an die Jahre, bevor sie als Kleinkind adoptiert wurde, nicht mehr erinnern kann? Je besser sie die Familie und das Anwesen kennenlernt, desto mehr meint sie sich zu erinnern, gerät dadurch aber auch in Lebensgefahr.

Der Thriller war sehr fesselnd und wies immer wieder überraschende Wendungen auf, da man, genau wie Theodora, nie sicher sein konnte, was wahr ist und, wem man trauen kann. Der Schauplatz, das abgelegene Anwesen ohne Mobilfunknetz und tief eingeschneit ist der ideale Schauplatz für einen Thriller. Theodora als Protagonistin war mir sympathisch und auch die anderen Charaktere waren recht gut ausgestaltet. Der Schreibstil der Autorin war gut nachvollziehbar, Rückblicke in Form von Theodoras nach und nach wiederkehrenden Erinnerungen steigerten die Spannung. Das Hörbuch wurde in einem zur Stimmung passenden Tonfall eingesprochen und man konnte gut folgen.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Entwurzelt

Niemands Töchter
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Judith Hoersch Roman "Niemands Töchter" fällt mit seinem in intensiven Farben gestalteten Cover auf, das von einem Frauengesicht dominiert wird, das halb von einer Sonnenblume verdeckt wird.

Die Handlung ...

Judith Hoersch Roman "Niemands Töchter" fällt mit seinem in intensiven Farben gestalteten Cover auf, das von einem Frauengesicht dominiert wird, das halb von einer Sonnenblume verdeckt wird.

Die Handlung des Romans findet auf verschiedenen Zeitebenen statt, beginnend Anfang der 1980er Jahre bis ins Jahr 2020. Im Mittelpunkt stehen vier Frauen:
Marie, die Anfang der 80er Jahre mit 16 ins wilde Berlin kommt. Gabriele, die aus einer Bäckerfamilie in der Eifel stammt, aber ebenfalls lange Zeit in Berlin gelebt und als Kinderkrankenschwester gearbeitet hat, bevor sie in ihre Heimat zurückkehrt. Alma, die im neuen Jahrtausend Karriere beim Fernsehen gemacht hat, aber privat einsam und unsicher ist und Isabelle, eine talentierte Balletttänzerin, die aber Angst davor hat, auf der Bühne zu stehen und 2020 Mutter einer dreijährigen Tochter ist. Zwischen allen Frauen gibt es eine Verbindung und, was sie aktuell belastet, hat seine Ursache in dem, was vor langer Zeit passiert ist.

Mir hat der Roman gut gefallen, der Autorin ist es gelungen, die einzelnen Charaktere so zu gestalten, dass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Dazu haben natürlich auch die Perspektivwechsel beim Erzählen beigetragen. Es war auch interessant, die verschiedenen Schauplätze in den unterschiedlichen Jahrzehnten kennenzulernen, insbesondere das lebendige Berlin der 80er Jahre. Dadurch, dass bis zum Schluss nach und nach immer noch weitere Leerstellen aufgeklärt wurden, blieb die Geschichte fesselnd. Der Schreibstil der Autorin war gut lesbar und anschaulich.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Wendepunkt

Die Liebe, später
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"Die Liebe, später" ist nicht der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen, beziehungsweise gehört habe. Das Cover ist im Stil eines Gemäldes in recht intensiven Farben gehalten und lässt klar erahnen, ...

"Die Liebe, später" ist nicht der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen, beziehungsweise gehört habe. Das Cover ist im Stil eines Gemäldes in recht intensiven Farben gehalten und lässt klar erahnen, dass eine weibliche Hauptperson, die dem Teenageralter schon etwas länger entwachsen ist, im Mittelpunkt der Handlung steht.

Die Radio-Journalistin Kora ist seit über 20 Jahren mit dem Biologen Anselm verheiratet, den sie kennenlernte, als sie um die 40 war und gerade ein traumatisches Beziehungsende hinter sich hatte. Kinder haben die beiden keine und ihre Ehe war eine Wochenend-Beziegung, da Anselm unter der Woche in Berlin arbeitete und Kora in Köln. Nun hat Kora eine aufwendige Herz-OP hinter sich, ihr Arbeitgeber möchte sie aufs Abstellgleis schieben und Anselm geht in Rente und möchte im Garten des gemeinsamen Hauses einen Schwimmteich anlegen.

Kora ist mit all dem überfordert und weiß nicht, ob sie sich ihr weiteres Leben nicht anders vorstellt. Zunächst flüchtet sie sich in ein neues "Projekt", indem sie einen Bekannten bei der Suche nach seiner verschollenen Partnerin unterstützt, stößt aber auch dabei auf Punkte, die sie zum Nachdenken über ihr eigenes Leben anregen. Sie fängt an, mit bisher nicht richtig aufgearbeiteten Ereignissen aus ihrer Vergangenheit abzuschließen, was aber wiederum die Distanz zwischen ihr und Anselm zunächst vergrößert.

Die Autorin erzählt die Geschichte sehr feinfühlig, sodass ich mich gut in Kora hineinversetzen konnte, auch wenn sie doch einige Jahre älter ist, als ich selbst. Dazu beigetragen haben auch die verschiedenen Zeitebenen, immer wieder gab es Rückblicke in Koras Kindheit, Studienzeit und allgemein die Phasen, bevor sie Anselm kannte. So erfuhr man nach und nach mehr darüber, warum Kora nun mit allem hadert und was sie geprägt hat. Die Sprecherin des Hörbuchs war passend zu dieser Geschichte gewählt und man konnte ihr gut zuhören und folgen.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Ab jetzt bewusster

Jetzt gerade ist alles gut
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Bei diesem Buch hat mich das Cover direkt angesprochen und ich hatte dadurch auch die Hoffnung, dass das Meer eine Rolle in der Geschichte spielen wird.

Der Ich-Erzähler hatte zumindest vor, ans Meer ...

Bei diesem Buch hat mich das Cover direkt angesprochen und ich hatte dadurch auch die Hoffnung, dass das Meer eine Rolle in der Geschichte spielen wird.

Der Ich-Erzähler hatte zumindest vor, ans Meer zu fahren, in den Familienurlaub mit Frau und Kindern. Dann hält ihn aber eine Sepsis nach einer eigentlich harmlosen Verletzung davon ab, als das Auto bereits vollgepackt auf die Familie wartet. Ihm wird bewusst, wie sehr sein Leben gerade am seidenen Faden hing und er beschließt nach der Akut-Phase im Krankenhaus bewusster zu leben und den Moment mehr zu schätzen und zu genießen.

Das Buch enthält definitiv einige interessante und wichtige Gedanken und auch in den Protagonisten konnte ich mich gut hineinversetzen. Es handelt sich nach der anfänglich lebensbedrohlichen Situation aber mehr um die Aneinanderreihung verschiedener Gegebenheiten und Wahrnehmungen als dass nochmal ein Spannungsbogen entsteht. Der Schreibstil des Autors ist dabei gut nachvollziehbar und auch recht bildhaft, sodass sich das Buch angenehm lesen lässt.

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