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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2023

Ausflug nach Japan

Die Tage in der Buchhandlung Morisaki
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Die 25-jährige Takako hatte eine Affäre mit einem Kollegen, bis dieser sie verlässt, um seine Verlobte zu heiraten. Takako hält es nun nicht mehr aus, mit ihm zusammenzuarbeiten und kündigt daher auch ...

Die 25-jährige Takako hatte eine Affäre mit einem Kollegen, bis dieser sie verlässt, um seine Verlobte zu heiraten. Takako hält es nun nicht mehr aus, mit ihm zusammenzuarbeiten und kündigt daher auch ihren Job. Während sie sich in ihrem Elend verkriecht, meldet sich ihr Onkel, mit dem sie bisher nicht allzu viel verband, bei ihr und bietet ihr an, in seinem Antiquariat für Bücher im berühmten »Bücherviertel« Tokios, Jimbōchō, auszuhelfen und über dem Laden zu wohnen. Dort kommt sie so langsam ins Leben zurück und hat auch einen positiven Einfluss auf andere.

Das Buch nimmt einen recht unaufgeregt mit auf die Reise ins Bücherviertel Tokios und lässt einen an den Leben Takakos und ihres Onkels teilhaben, wie sie sich langsam wieder zum besseren wenden. Beide lieben Bücher und sind durch den Laden von Menschen umgeben, denen es ebenso geht. Das macht sie gleich sympathisch. Durch die Erzählweise kann man sich auch gut in sie hineinversetzen. Für meinen Geschmack hätte aber noch eine überraschende Wendung vorhanden sein dürfen.

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Veröffentlicht am 20.04.2023

Geheimnisse

One of the Girls
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Yogalehrerin Lexi reist mit vier Freundinnen, die sich untereinander aber nur teilweise (näher) kennen, auf eine kleine griechische Insel, um dort in einer luxuriösen, einsamen Villa auf steilen Klippen, ...

Yogalehrerin Lexi reist mit vier Freundinnen, die sich untereinander aber nur teilweise (näher) kennen, auf eine kleine griechische Insel, um dort in einer luxuriösen, einsamen Villa auf steilen Klippen, ihren Junggesellinnenabschied zu feiern. Nach und nach kommen dort aber Geheimnisse ans Licht, Konflikte brechen auf und Masken fallen und alles endet ganz anders als von ihrer Trauzeugin geplant.

Ich fand die Geschichte grundsätzlich sehr spannend, vor allem, weil die Erzählerin durch Anspielungen auf den Ausgang der Reise, immer wieder Spannung aufbaute und es auch öfter zu überraschenden Wendungen kam. Andererseits waren mir die verschiedenen Verbindungen und Enthüllungen am Ende etwas too much, um noch realistisch zu sein, hier wäre etwas weniger besser gewesen. Nicht ganz warm wurde ich auch mit den Charakteren einiger Frauen, die mir teilweise zu sehr mit ihrer Figur haderten oder wie selbstverständlich Alkohol mit Schmerzmitteln kombinierten. Manchmal
gingen mir die Gedankengänge der Frauen auch etwas zu sehr in Richtung Selbstfindungsbuch und ich hätte es besser gefunden, wenn die Autorin sich lieber auf die Handlung konzentriert hätte, anstatt ab und an auf diese Art abzuschweifen. Insgesamt war der Schreibstil aber anschaulich, gut lesbar und nachvollziehbar.

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Veröffentlicht am 20.04.2023

Meeresbewohner in Gefahr

Das geheime Leben der Tiere (Ozean) - Minik - Aufbruch ins weite Meer
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Der junge Seehund Minik ist neugierig aber hat noch wenig Erfahrung mit Menschen und ihren Eigenheiten und ist unbedarft, was mögliche Gefahren für ihn angeht. Im Spätsommer landet er in der Ostsee, lernt ...

Der junge Seehund Minik ist neugierig aber hat noch wenig Erfahrung mit Menschen und ihren Eigenheiten und ist unbedarft, was mögliche Gefahren für ihn angeht. Im Spätsommer landet er in der Ostsee, lernt den Buckelwal Lottazwei kennen und beide geraten immer wieder im brenzlige Situationen, an denen der Mensch nicht unschuldig ist, z. B. durch Nichteinhalten von Abständen, Plastikmüll, Gülleeinsatz oder Bauprojekte im Meer. Manchmal ist es dann aber auch ein Mensch, der ihr "Befreier" ist und ihnen hilft.

All das wird aus der Perspektive von Minik erzählt, dem viele menschliche Verhaltensweisen anfangs befremdlich erscheinen. So kann man sich einerseits gut in seine Perspektive hineinversetzen, manchmal dauert es aber auch ganz schön lange, bis Kinder verstehen, was damit nun gemeint ist. Es handelt sich auch definitiv nicht um ein Friede-Freude-Sonnenschein-Wohlfühlbuch, sondern es wird sehr eindrücklich beschrieben, wie vielen Gefahren die Meeresbewohner immer wieder ausgesetzt sind. Die Erfahrungen, die Minik und Lottazwei sammeln werden am Ende jedes Kapitels immer noch mit Sachinformationen unterfüttert und belegt. Die Altersempfehlung des Verlags ist ab 8 Jahren und ich denke, viel jünger sollten die Kinder auch nicht sein, bzw. sie sollten trotz ihres jüngeren Alters schon sehr offen für und interessiert an Umweltthematiken sein, sodass sie mit Hilfe des Buchs noch mehr darüber erfahren und man sie als erwachsener Mitleser begleitet und ihre Nachfragen beantwortet.

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Veröffentlicht am 20.04.2023

Hilfreiche Tipps und Inspiration für die Auswahl und Pflege von Zimmerpflanzen

Pflanzenglück
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Autor Anders Røyneberg hat als Norweger besonders herausfordernde Bedingungen, was Pflanzen angeht. Einerseits nicht besonders viel Tageslicht in den Wintermonaten, anderseits teure Mieten in Oslo und ...

Autor Anders Røyneberg hat als Norweger besonders herausfordernde Bedingungen, was Pflanzen angeht. Einerseits nicht besonders viel Tageslicht in den Wintermonaten, anderseits teure Mieten in Oslo und somit eher kleinere Wohnungen. Dennoch hat er selbst mittlerweile um die 100 Zimmerpflanzen in seiner Wohnung und teilt seine Erfahrungen als @arcticgardener auch auf Instagram.

In seinem Buch finden sich zunächst Tipps, welche Pflanzen sich für welchen Typ eignen, was Pflegeaufwand und Art des Standorts angeht, aber auch Pflegetipps, Anleitungen, wie man welche Pflanze vermehrt und Ratschläge zur Schädlingsbekämpfung. Anschließend gibt es Einzelportraits von etwa 30 Pflanzen, mit Fotos und ihren Vorlieben und Ansprüchen. Auf jeden Fall liefert das einige Inspiration, die eigene Wohnung noch etwas grüner zu gestalten. Ich weiß nun zum Beispiel, warum es dem (geschenkten) Elefantenfuß bei uns nicht gefallen hat und plane, seinen Standort nun an einen Fischgrätenkaktus zu vergeben, der anscheinend besser dafür geeignet ist. Was ich mir noch gewünscht hätte, wären mehr Bildunterschriften, damit man auch abseits der Einzelportraits erfährt, welche Pflanzen auf den "Gruppenbildern" zu sehen sind.

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Veröffentlicht am 20.04.2023

Nachhaltiger Genuss

Gefundenes Fressen
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Zunächst ist dieses Buch ein optisches Highlight im Kochbuchregal. Die Covergestaltung mit dem hochwertigen waldgrünen Einband mit einer hochwertigen rauen Haptik und dem dezenten Bild im Hintergrund und ...

Zunächst ist dieses Buch ein optisches Highlight im Kochbuchregal. Die Covergestaltung mit dem hochwertigen waldgrünen Einband mit einer hochwertigen rauen Haptik und dem dezenten Bild im Hintergrund und der goldenen Schrift gefällt mir total gut und das Buch sticht so sofort ins Auge.

Wie der Titel schon sagt, ist das Motto "Gefundenes Fressen", wobei "gefunden" nicht ganz zutreffend ist, weil auch Jagen und Angeln eine nicht unwichtige Rolle spielen. Diese Zutaten wird die Mehrheit dann wahrscheinlich doch lieber bei einem vertrauenswürdigen Händler oder einem befreundeten Jäger, bzw. Angler erwerben, wobei das Buch auch Infos liefert, wie man relativ schnell einen Angelschein erwirbt oder worauf es bei der Jagd ankommt. Unkomplizierter ist aber definitiv das Sammeln von Wildkräutern, Beeren, etc. Und dafür liefert das Buch einige Inspiration, sowohl was Pflanzen angeht, die man auch in Städten findet, welche, die man im Wald sammeln kann, als auch welche, die typischerweise am Meer wachsen. Zu den Rezepten, aber auch den verschiedenen Exkursen finden sich immer sehr ansprechende Fotos und auch das Layout im Innenteil kann mit dem des Covers mithalten. Es ist auf jeden Fall ein Buch, in dem man gerne blättert und der Gedanke dahinter, vor der eigenen Haustür auf die Suche nach Nahrhaftem und Schmackhaftem zu gehen, ist auf jeden Fall unterstützenswert. Als Erstes haben wir uns, passend zur Jahreszeit, vom Fichten-Fizz mit Maiwipfeln inspirieren lassen.

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