Profilbild von LeseEule35

LeseEule35

Lesejury Star
offline

LeseEule35 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit LeseEule35 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2021

Blicke hinter den Spiegel...

Layla
0

„Laylas einziger Fehler war es, sich in mich zu verlieben ...“

„LAYLA“ ist es mein erster Roman der Autorin Colleen Hoover. Und es macht definitiv Lust auf mehr, auch wenn sie sich hier in einem neuen ...

„Laylas einziger Fehler war es, sich in mich zu verlieben ...“

„LAYLA“ ist es mein erster Roman der Autorin Colleen Hoover. Und es macht definitiv Lust auf mehr, auch wenn sie sich hier in einem neuen Genre ausgetobt hat. Mir ist schon einiges über ihre Romane zu Ohren gekommen und ich wurde nicht enttäuscht.

Der Roman unterteilt sich zwischen Befragungen und den einzelnen Kapitel. Es beginnt auch mit der Befragung, den man auch als Prolog werten könnten und nach und nach wird aus der Vergangenheit berichtet, so dass man zum Schluss in der Gegenwart landet und das große Rätsel gelöst wird. Man erlebt wie Leeds und Layla sich kennen und auch lieben gelernt haben. Jedoch war nicht jeder Freund ihrer Verbundenheit und so schlug eines Tages das böse Schicksal zu. Nur leider sollte es nicht dabei bleiben, denn es ging soweit, dass Leeds sich immer mehr von seiner geliebten Layla entfernt hat. Doch er kämpfte unerbittlich dagegen an, um das was einmal war wiederzubekommen. Doch auf das was er dann traf, war er so gar nicht vorbereitet und nur noch mehr Chaos entstand. Sein einzigster neuer Lichtblick nennt sich Willow, doch nichts ist wie es einmal war.

Man begibt sich in eine etwas verwirrende aber auch fesselnde und vor allem mystische Liebesgeschichte, die erst mit dem Lesen Stück für Stück aufgeklärt wird. Zu Beginn war ich mehr als Durcheinander, da man mit rätselt und selbst erst mal hinter allem steigen muss. Im Zwischenfeld dehnt es sich etwas und mein mitgefühlt für Leeds schwand etwas. Doch ab da, wo es dann endlich zu klaren Showdown kommt, war ich wieder ganz bei der Sache und habe endlich das Geheimnis dahinter Verstanden. Die Geschichte wird von einer mit schwebenden Traurigkeit begleitet, es gab etwas Schmunzeleffekt, romantische und süsse Augenblicke sowie eine sehr schöne Ernsthaftigkeit, an die einzelnen Tragödien des Lebens und den wahren Sinn von tiefer und ehrlicher Liebe. Jedenfalls hat mich die Handlung zum größten Teil gebannt mitgerissen und auch die eigene Gedankenspirale ordentlich angeregt. Die beiden Hauptcharaktere sind sehr spezielle und individuelle Persönlichkeiten. Man kann sie mit niemanden direkt vergleichen. Sie stellen etwas da, haben sich jede Vorahnung getroffen, ineinander verliebt und sind zusammengeblieben. Doch das Leben stellt einem immer wieder Herausforderungen und Prüfungen, die es zu meistern gilt. Mal gewinnt und mal verliert man. Die Hoffnung sollte man dabei jedoch niemals aufgeben.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, stilsicher, fesselnd und spannungsgeladen. Man liest sich sehr flüssig und mitfiebernd durch unterschiedliche Kapitellängen. Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive aus der alleinigen Sicht von Leeds wiedergegeben. Wie sich jedoch die Gedankenspirale und die Gefühlsebene der anderen Charaktere widerspiegelt ergibt sich sehr schön aus den direkten Dialogen.

Die einzelnen Charaktere waren überwiegend ausreichend und herausstechend ausgearbeitet. Ganz langsam kommt man hinter die Geschehnisse. Den mystischen Aspekt und das leichte Spiel mit der Psyche haben mir sehr gefallen. Es war sehr geheimnisvoll, auch mit Emotionen beladen und sehr glaubwürdig dabei umgesetzt. Zum Ende hin wird die Handlung sehr rasant, man muss einfach erfahren wie es weitergeht und alles fügt sich zu einem gelungen Abschluss.

Das Cover sticht durch seine Aufmachung und Farbgewalt ins Auge. Nach dem Lesen kann ich sagen, dass es sehr gut getroffen ist. Die aufgeladene stetige Stimmung zwischen Sonnenschein und Gewitterfront kommt sehr gut hervor.

Mein Fazit: Mein erstes Leseerlebnis mit Colleen Hoover ist voll gelungen und auf diesen Handlungsverlauf war ich so gar nicht vorbereitet, jedoch mochte ihn sehr. Eine tiefe und innige Liebe kann so einiges überstehen, auch wenn der Kampf bis dahin sehr hart sein kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.10.2021

Gereimtes aus allen Lebenslagen

Nicht ganz dicht
0

Dieser Gedichtband enthält schräge, banale, tiefgründige, absurde, romantische, abenteuerliche, philosophische und verquere Gedichte über alles Mögliche, auf das sich die Autorin Katharina Lankers einen ...

Dieser Gedichtband enthält schräge, banale, tiefgründige, absurde, romantische, abenteuerliche, philosophische und verquere Gedichte über alles Mögliche, auf das sich die Autorin Katharina Lankers einen Reim machen konnte. Für alle, die den Ungereimtheiten des Lebens mal kurz entfliehen wollen.

Es beginnt mit einem kleinen, feinen und ebenso gereimten Prolog. Ansonsten gliedert sich der Gedichtband in verschiedene Kategorien von: In der Natur, Besondere Anlässe, Aus dem wahren Leben, Rund um die Liebe, Gemischter Quatsch und endet mit einem Schlussgedanken. Wie man sogleich erkennen kann, wird eine ganze Bandbreite hier in Poesieform beleuchtet. Dahinter verstecken sich verschiedene lange Verse, Gedichte, Kurzprosa, Gedanken, einfach verschiedene Poesie zu den genannten Themenbereichen. Es erweckt verschiedene Stimmungen, Empfindungen und Emotionen.
So musste ich zu einem viel schmunzeln, konnte träumen und auch meine Gedanken einfach schweifen lasse oder einfach noch länger darüber nachdenken. Die Texte sind tiefsinnig, etwas skurril und lenken dich definitiv ab.

Der Schreibstil ist sehr schön, man kommt schnell in die Verse hinein und es bleibt modern. Es wandelt etwas in seiner Thematik, je nach dem wie der Ausdruck herüber kommen soll. Die verschiedenen Emotionen die es ausdrückt, legt sich daher auch im geschriebenen Stil wieder. Was mir sehr gefällt, es ist mitten aus dem Leben und jeder kann damit etwas anfangen, der Poesie mag und auch mal etwas quer lesen möchte. Es ist direkt, schnörkellos, gerade heraus und sehr humorvoll.

Mein Fazit: Wer Poesie mag, nichts gegen Gedanken und Gedichte hat und auch mal etwas anderes sucht, sollte sich diesen humorvollen und tiefsinnigen Gedichtband nicht entgegen lassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2021

Die erste Liebe...

Love - Fünf Geschichten über die Liebe
0

Fünf Kurzgeschichten von der ersten großen Liebe, dem ersten Herschmerz, der Vielfalt der Liebe in all ihren Facetten, den Höhen und Tiefen und den leisen, unerwarteten Momenten.

In der erste Geschichte ...

Fünf Kurzgeschichten von der ersten großen Liebe, dem ersten Herschmerz, der Vielfalt der Liebe in all ihren Facetten, den Höhen und Tiefen und den leisen, unerwarteten Momenten.

In der erste Geschichte „Ein zerbrochenes Herz ist ein zerbrochenes Herz ist ein zerbrochenes Herz“ von Ruth Rahlff geht es um Anna, die ihre Tante Lola in London besucht. Sie wurde in der Liebe bereits verletzt und hat sich sogar ihrer großen Leidenschaft des Zeichens abgewandt. Doch im Haus ihrer Tante taucht ein ganz besonderes Bild auf, dessen ganze Aufmerksamkeit von Anna verlangt. Diese erste Story hat mir sogleich sehr gefallen. Sie hat einen mystischen Flair und gerne hätte ich mehr davon gelesen.

In der zweiten Geschichte „Rot ist die unbequemste Farbe“ von Anne Hoffmann geht es um die 16 jährige Merle und ihre Freunde Noah und Lena. Neben der Wert der Freundschaft, geht es um den ersten Herzschmerz, die erste Abfuhr und einen Weg seine Liebe auszudrücken. Eine gute Geschichte, jedoch eher unspektakulär.

In der dritten Geschichte „Nicht in diesem Universum“ von Andreas Thamm verschlägt es uns in die Schultheateraufführung von Frühlings Erwachen und der ersten heimlichen Liebe. Benny wird nicht noch körperlich größer, auch in seiner Persönlichkeit entwickelt er sich sehr stark. Seine auserwählte Fabienne scheint unerreichbar fern zu sein und alles endet mit dem schönsten Moment in der Liebe und Form der Zuneigung. Eine sehr süße Story, die mich etwas an englische und amerikanische Serien erinnert hat.

In der vierten Geschichte „Davor / Danach“ von Mario Fesler geht es um eine Liebe zum falschen Zeitpunkt. Das davor zeigt und die ersten schönen Momente. Das Danach, wie es zerbricht. Doc Dazwischen gibt es die Gegenwart. Nach kurzer Orientierung konnte ich der Story folgen und hatte das Gefühl, das er nur der Beginn oder ein Ausschnitt von etwas ganz großes ist. Gerne hätte ich hiervon noch mehr gelesen.

In der fünften und letzten Geschichte „Liebe in Zeiten von Corona“ von Antje Leser geht es um einer der aktuellsten Themen überhaupt und wie es sich bei Fynn in der Quarantäne aushalten lässt. Doch auch in dieser Zeit ist es Zeit für Liebe und wie diese zu Stande kommt wird ganz zauberhaft und beeindruckend erzählt. Handlungsort sind hier die Dächer von Berlin. Leider ging auch diese viel zu schnell zu Ende.

Die einzelnen Geschichten umfassen eine Länge zwischen 40 – 50 Buchseiten und die Gesamtausgabe hat 238 Leseseiten. Es liest sich als ganz flott und man kann sich die Storys super einteilen. Bei Kurzgeschichten wird sich auf das Wesentliche fokussiert und ich habe mich bei fast jeder einzelnen Geschichte sehr wohl gefühlt. Einige lagen mir viel mehr als andere. Es handelt sich um junge Liebesgeschichten, quasi der ersten Liebe, sodass sich die Protagonisten im Schulalter bis maximal im Studienalter befinden. Mir hat es im Großen an nichts relevanten gefehlt, die wichtigsten Informationen wurden geliefert und es ist einfach schön in die verschiedensten Facetten der Liebe, ihrer Wandelbarkeit, ihrer Wahrnehmung und zu ihrer jüngsten Zeit einzutauchen. Meist ist die erste Liebe mit Schmerz verbunden, was man auch hier deutlich zu spüren bekommt. Doch es ist niemals das Ende, sonder ein Beginn für etwas Neues und einen neuen Fokus.

Die einzelnen Schreibstile sind sehr unterschiedlich, aber dennoch alle auf ihre eigene Weise sehr schön und wandeln in ihrer eigenen Thematik und Dynamik. Sie haben alle einen jugendlichen Stil und sind teils auch umgangssprachlich. Alle mochte ich gerne und habe mich in den Texten gut zurechtgefunden. Die verschiedenen Emotionen die ausdrückt werden, legen sich im Geschriebenen wieder. Es liest sich flott, leicht, süss, humorvoll und wunderschön. Drei Geschichten wurden in der Ich-Perspektive und die anderen beiden in der Erzähl-Perspektive wiedergegeben. Alle Geschichten haben einen sehr schönen Spannungsaufbau.

Das Buchcover des gebundenen Einband ist einfach wunderschön und lieblich. Die Liebe daran ist deutlich zu erkennen, die beherrschende Farbe ist rosa und lila, mit geprägter Schrift und auch im inneren mit viel Liebe zum Detail verarbeitet.

Mein Fazit: Eine sehr schöne Zusammenstellung der verschiedenen ersten Lieben, auch wenn diese nicht immer zu einer bewussten Person dasein muss. Liebe zeigt sich in vielen Varianten. Auch wenn nicht bei jeder einzelnen Geschichte der Funke übergesprungen ist, habe ich mich beim Lesen doch sehr wohl gefühlt und wäre gerne noch länger eingetaucht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.10.2021

Das Herz begehrt, was nicht zu erreichbar scheint...

The Perfect Lie
0

Mit „The Perfect Lie: das Herz will, was die Rache nimmt“ wird die Dilogie nach „The Perfect Lie: wenn die Lüge dein Leben bestimmt“ fortgesetzt. Auch dieser Teil beginnt wieder ganz zaghaft und steigert ...

Mit „The Perfect Lie: das Herz will, was die Rache nimmt“ wird die Dilogie nach „The Perfect Lie: wenn die Lüge dein Leben bestimmt“ fortgesetzt. Auch dieser Teil beginnt wieder ganz zaghaft und steigert sich zu einem enormen Ausmaß, bis zum bitteren Ende. Einfach lesenswert, konnte mich noch mehr vom Talent der Autorin überzeugen und diese Debüt - Dilogie ist mit unheimlich mit viel spürbarer Liebe zum Detail versetzt.

So wie man es bereits schon kennt, spricht Diego Gonzales vor dem Romanbeginn seine kleine, aber feine Warnung aus, denn einmal darauf eingelassen, gibt es kein Weg mehr zurück. Danach folgt der Prolog aus einer ganz besonderen Sichtweise und es wird ziemlich schnell klar, es gibt nur ein Ziel nach dem Ende von Teil 1, nämlich Rache. Die Handlung setzt genau 130 Tage nach dem ereignisreichen Ende ein. Und wer dachte, nun geht es Joana vielleicht besser, der hat sich mächtig getäuscht. Denn sie hat ihre vorherige Freiheit zu einem persönlichen Gefängnis eingetauscht. Jedoch geschieht das alles nur zu ihrem Schutz, auch wenn es für Joana nicht so aussehen möge.
Mit jeder Seite in der man sich mehr vertieft, wird man mehr und mehr in die Tiefe bis zum Abgrund verschlungen. Denn was sich vorher noch nicht zu erkennen gab, sind die wirklichen Verstrickungen, die ganz langsam ans Licht geführt werden. Im Grund kann man sich nur glücklich schätzen, wenn man seinen Hals unverletzt aus der Schlinge ziehen kann und ganz schnell das Weite sucht, bevor man mit Haut und Haaren verschlungen wird.

Die Handlung fängt wieder seicht und unspektakulär an. Sie steigert sich aber schnell und enthüllt einige Wahrheiten, auf die man so nicht von alleine gekommen wäre. Es entwickelt sich diesmal mehr zu einem romantischen Thriller, bleibt aber seiner dennoch edlen und dunklen Seite treu. Auch andere Charaktere bekommen mehr Raum und der Blick hinter die Fassade erfasst ein neues Licht. Mit enormer Spannung, aufregenden Momenten und kleinen Anspielungen, wird man abermals in eine Welt voller Lug und Trug hineingeführt. Man fühlt mit, fiebert mit, wird erschüttert, es ist sexy, es fesselt dich einfach unheimlich und du willst einfach nur wissen, wie es denn nun weitergeht. Das Ende wird euch definitiv überraschen. Ich musste es zunächst erstmal sacken lassen, aber es passt definitiv. Der Epilog setzt 4 Monate später ein.

Joana, musste in kurzer Zeit so einiges erleben und überstehen. Doch sie hat sich auch unheimlich entwickelt, wird immer ideenreicher und kämpft für jede kleine Gelegenheit. Durch den Schleier aus Lügen und Manipulation will man sie einen bestimmten Weg glauben lassen. Doch ob sie es schaffen wird, über diesen hinweg die Wahrheit zu erkennen oder in ihrer Verletzlichkeit ihre Gefühle abzuschalten, bleibt selbst herauszufinden.

Diego, versucht wieder seine Geschäfte geordnet aufzunehmen, alles was eingestürzt ist, von vorne zu beginnen und Joana vor allem und jedem zu schützen. So auch vor sich selbst. Seine Mauer wird immer höher und scheint schier nicht mehr zu erklimmen möglich. Doch auch sein Herz spricht seine eigene Sprache. Herz oder Verstand, für was wird er sich entscheiden.

Amira, ist untergetaucht und hat sich Schritt für Schritt eine neue Identität aufgebaut. Doch bleibt sie nicht unentdeckt. Als sie herausfindet, was Diego die ganze Zeit vor ihr versteckt hält, beginnen ihre Rachegelüste erst recht zu brennen und damit holt sie den wahren Teufel hervor. Endlich darf man auch hinter ihre Fassade blicken und sie ist ein sehr interessanter Charakter.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker und fesselnd. Die Autorin hat ein schönes Gespür für Sprache und behält die Waage zwischen Sinnlichkeit und direkter Sprache. Die bildlichen Darstellungen hatte ich perfekt vor Augen. Eine spannende Thematik, dessen Umsetzung in einer Teils dunklen und erotischen Atmosphäre zwischen den gefährlichen Seiten mit einem gewissen Charme, Humor, knisternde, sinnliche und schöne Momente bestens umgesetzt wurde. Man liest sich sehr leicht durch die unterschiedlichen Kapitellängen. In der Ich-Perspektive mit Perspektivenwechsel wird die Geschichte aus der Sicht von Diego und Joana erzählt. Aber auch Amira und ein gewisser Herr bekommen eigene Passagen. Diese Wiedergabe der Sichtweise mochte ich wieder sehr, vor allem um alle Seitenweisen immer nachvollziehen zu können.
Die Handlungsorte wechseln zwischen Mexico und Barcelona.

Das Cover ist abermals sehr klassisch und stilvoll gestaltet. Die herrschende Farbe sind nun Braun- und Goldtöne.

Mein Fazit: Die Autorin hat sich für mich nochmals gesteigert und sie schafft es wieder noch mehr Neugierde und Fassungslosigkeit zu erwecken. Es ist teils düster, sinnlich und fesselnd. Eine wundervolle Dilogie wurde geschlossen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2021

Heute schon getanzt?

Would you dance with me?
0

»Would you dance with me« ist ein Liebesroman inspiriert von »Dirty Dancing«. Ein Mädchen trifft in den Sommerferien auf einen Profitänzer und plötzlich wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. Man etwas ...

»Would you dance with me« ist ein Liebesroman inspiriert von »Dirty Dancing«. Ein Mädchen trifft in den Sommerferien auf einen Profitänzer und plötzlich wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. Man etwas Leseabwechslung benötigt, greift man am besten zu etwas mit Tanz und Musik, dazu kann man sich in die Filmwelt entführen lassen und einfach nur mitträumen.

Wer kennt ihn nicht den Film „Dirty Dancing“? Und es ist einer der Filme, den ich mir auch immer wieder anschauen könnte. Da mein Herz von Beginn an für sämtliche Formen der Musik- und Tanzinterpretation schlägt, freue ich mich auch immer wieder darauf, es in der Form eines Buches lesen zu können. Dieser Roman ist an den Film angelehnt und soll ihn in einer Art huldigen. Jedoch ist hier eine ganz eigene Geschichte bewusst erstanden, gewisse Ähnlichkeiten bringen einen zum schmunzeln und man erinnert sich gerne zurück. Doch hier ist eine ganz eigene Geschichte zur Musik, zum Tanz und zur Freundschaft sowie Liebe entstanden.

Man startet direkt in die Handlung und erlebt wie Emily mit ihrem Onkel, ihrer Tante und ihrer Cousine in einem Ferienressorts namens Mallowland eintrifft. Alles erinnert hier etwas an die Vergangenheit, gerne vielleicht auch die 60ziger Jahre, jedoch ist das nicht so genau benannt. Ebenfalls befinden wir uns in der USA, obwohl ich manchmal auch dachte, wir könnten uns mitten in Deutschland befinden. Der Rest ist fast typisch amerikanisch, aber nur alles in der heutigen modernen Zeit. Die 17 jährige Emily musste vor einiger Zeit einen Schicksalsschlag hinnehmen, darf sich gesundheitlich nicht verausgaben und hat im Grunde nur die Liebe zu der Musik, an der sie von ganzem Herzen hängt. Doch sie ist auch eine neugierige, aufgeweckte und sehr interessierte junge Frau, an ihrem Umfeld, an allem Neuen, auch wenn es ihr Schaden zufügen könnte. Doch sie hat auch nicht länger Lust, alles was Spass macht gerade nicht ausprobieren zu dürfen. Sie möchte am Leben aktiv teilnehmen und einfach nur glücklich sowie frei sein. Sie ist zwar manchmal etwas scheu, jedoch immer aufgeschlossen und daher mutig genug, den Schritt nach vorne zu wagen. So auch sich und ihre Musik zu zeigen und sogar das Tanzen zu erlernen. Zwar auf eine unkonventionelle Art und Weise, denn sie möchten dem Tänzer Dannie helfen und im in seiner weiteren Karriere unterstützen. Das sie dabei auf völliges Neuland trifft und von ihren lieben Verwandten auch noch völlig verplant wird, bringt einige Turbulenzen und organisatorische Schwierigkeiten mit sich.

Beim großen Hauptteil des Buches habe ich mir den Soundtrack zu „Dirty Dancing“ dazu angemacht, um noch mehr das Feeling zu spüren. Und die ganze Zeit habe ich auf meinen Lieblingsspruch gewartet „Ich habe eine Wassermelone getragen“ gewartet, aber wie gesagt, es ist ja kein Abklatsch, sondern Eigenständig und daher kamen andere lustige Augenblicke um die Ecke. Das Feeling zur Liebe zur Musik und zum Tanz, aber auch zum Gesang wurde sehr gut herübergebracht. Sogar in die Serie von damals habe ich kurz wieder hineingeschaut, Das Tanzfieber war auf alle Fälle geweckt.

Was ich mir noch etwas mehr gewünscht hätte, wäre etwas mehr Tiefe in die Hauptprotagonisten und die Leidenschaft, die ansonsten für ihre Hobbys und Berufsziele projiziert wurden, auch auf der Gefühlsebene noch besser herüber gekommen wären. Zum Ende war es auch alles etwas getriebener, aber wie im Film, gab es einen grandiosen Abschluss und ich hätte nichts dagegen, irgendwann wieder von Emily zu lesen.

Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, dennoch liest es sich locker, leicht und vor allem faszinierend. Es liegt genügend Dramatik dabei, sowie ein schöner Humor und auch das gewisse knistern liegt in der Luft. Aber vor allem kommt die Leidenschaft zur Hommage an die Oberfläche. Die Kapitellängen sind unterschiedlich lang gewählt. Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sichtweise von Emily erzählt, aber auch Dannie darf sich ab und an äußern.

Das Cover lässt durch das Tanzpaar sofort deutlich erkennen, um was es hier in diesem Buch geht. Es ist völlig ok und hübsch anzusehen. Was ich mir jedoch mehr gewünscht hätte, wenn es etwas passenderes gegeben hätte, was auch die Protagonisten hier widerspiegelt.

Mein Fazit: Eine wundervolle Idee, die in der Tat mit diesem Debütroman von Christian Nova umgesetzt wurde. Sowas in der Art sollte es mehr geben. Es war Unterhaltung pur, stellenweise ganz süß und mitreißend und sobald man einmal angefangen hat zu lesen, möchte man einfach nur mehr.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere