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Veröffentlicht am 22.10.2019

eine Frau, die nei den Lebensmut verloren hat

Das Leben ist großartig – von einfach war nie die Rede
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Als vor 10 Jahren Gaby Köster von der Bildfläche verschwand hat sich fast jeder gefragt, was mit ihr los sei. Knapp 3 Jahre später kam die Pressemitteilung, dass sie einen schweren Schlaganfall erlitten ...

Als vor 10 Jahren Gaby Köster von der Bildfläche verschwand hat sich fast jeder gefragt, was mit ihr los sei. Knapp 3 Jahre später kam die Pressemitteilung, dass sie einen schweren Schlaganfall erlitten hätte und sich ins Leben zurück gekämpft hat. Ein paar Jahre später hat sie zusammen mit Till Hohender das Buch „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“ über diese Zeit geschrieben. In diesem Roman hat Gaby Köster in erster Linie erzählt, wie es ihr und der Familie mit dieser Diagnose erging. Darüber hinaus erzählte sie, wie sie den langen und mühsamen Kampf auf sich nahm, um wieder aktiv am Leben teilzunehmen. Jetzt erschien ihr zweites Buch mit dem Titel „Das Leben ist großartig – von einfach war nie die Rede". Auch wenn schon 10 Jahre nach diesem Schlaganfall vergangen sind, muss Gaby Köster sich immer wieder neuen Herausforderungen im Alltag stellen. Auch wenn diese noch so schwierig sind, aufgeben ist nicht ihr Lebensmotto. Ganz im Gegenteil, denn sie meistert ihr Leben immer selbständiger und genau über diese Themen geht es auch in ihrem neuen Werk. In Gaby Köster Manier, mal nachdenklich, mal humorvoll oder selbstkritisch erzählt von ihrer kleinen, aber starken Familie, wo jeder seinen Weg zwar geht, aber wenn es darauf ankommt, zusammenhält. Ihre Erfahrungen, wie sie einen neuen Mann kennenlernen wollte. Die Karriere, die jetzt zwar anders verläuft, aber genauso wichtig ist wie damals. Ihre Freude am Leben, Lachen und Reisen. Und natürlich über ihre Freunde, die das wichtigste überhaupt sind. Was wäre Gaby Köster ohne ihre Unterstützung. Es macht Freude und Spaß ihren Lebensweg ein wenig begleiten und darüber lesen zu dürfen, wie sie das Leben die Stirn bietet. Es gibt fast nichts was Gaby Köster umhauen kann. Ich weiß, dass sie das nicht zu gerne lesen will, aber dennoch: ich bewundere ihre Lebenseinstellung. Sich von nichts und niemanden unterkriegen lassen, möge kommen was wolle. Ich mag ihre kölsche Frohnatur, auch wenn einige sagen, sie wäre zu laut, aber genau das ist es doch, was sie ausmacht: sie hat das Herz am richtigen Fleck, trägt es auch mal auf der Zunge und sagt was sie meint und damit sie gehört wird, darf und muss sie auch ein weniger lauter sein. Ist ebenso. Punkt!

Für mich war dieses Buch wieder eine Bestätigung, warum ich Gaby Köster so gerne mag: sie ist eine bodenständige Frau, die mit einer Herzlichkeit und sozialen Ader ausgestattet ist, von der wir, gerade in der heutigen Zeit, einfach mehr bräuchten. Danke Gaby Köster und Till Hohender, dass ihr dieses Buch geschrieben habt, dass ich mit einem lachenden und weinenden Auge gelesen habe.

5 von 5 Sternen und nicht nur für Gaby Köster Fans geeignet!!!

Veröffentlicht am 12.10.2019

Die wunderbare Zeiten der Familie Thalheim

Die Schwestern vom Ku'damm: Wunderbare Zeiten
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Inhaltsangabe:

Berlin 1952:
Mittlerweile hat sich das Modehaus Thalheim einen großen Namen gemacht und ist DAS Kaufhaus für die modebewusste Frau geworden. Dank des unermüdlichen Fleißes von Riekes und ...

Inhaltsangabe:

Berlin 1952:
Mittlerweile hat sich das Modehaus Thalheim einen großen Namen gemacht und ist DAS Kaufhaus für die modebewusste Frau geworden. Dank des unermüdlichen Fleißes von Riekes und eigentlich hätte sie den Job als Geschäftsführerin verdient. Leider sieht ihr Vater Friedrich das ganz anders. Sein Sohn Oskar soll die Geschäfte führen, der kann allerdings so gar nichts mit der Modewelt anfangen. Ob das gut gehen kann? Riekes Schwester Silvie hat währenddessen Karriere beim Radiosender RIAS gemacht und moderiert ihre eigene Sendung namens Stimmen. Jetzt soll sie aber sich mehr und mehr ins familiäre Modehaus einbringen, was ihr ein wenig missfällt. Lieber möchte sie ihr Leben ein wenig mehr genießen und endlich einen Mann fürs Leben finden. Wird Silvies Wunsch in Erfüllung gehen?

Die Schwestern vom Ku´damm „Wunderbare Zeiten“ ist der zweite Teil der Ku´damm Trilogie von Brigitte Riebe. Eins vorweg möchte ich erwähnen: dieses Buch ist nichts für Quereinsteiger. Die Geschichte geht dort nahtlos weiter, wo der erste Teil aufgehört hat.
Mit großer Begeisterung habe ich vor etwa einem Jahr den ersten Band dieser Reihe lesen dürfen und mit großer Spannung habe ich dem zweiten Teil entgegengefiebert. Endlich geht die Geschichte um die Familie Thalheim weiter und meine Neugierde wurde gestillt.


Wie schon im ersten Band wird auch hier die Geschichte der Familie Thalheim auf einfühlsame Art und Weise von der Autorin erzählt. Zudem merkte ich wieder, mit wieviel Leidenschaft sie diese Geschichte schrieb. Akribisch und detailliert hat sie Fakten zusammengetragen, um sie in eine fiktive Handlung einzuweben und entsteht der Gedanke, dass diese Familie wirklich existiert hätte. Allein schon die Charaktere, die so authentisch ein- und wieder gespiegelt worden sind.

Rieke, die im familieneigenen Modehaus arbeitet und sich nebenbei um ihre kleine Familie kümmern muss.

Silvie, die erfolgreich als Moderatorin beim Radiosender RIAS arbeitet und jetzt sogar ihre eigene Sendung namens Stimmen bekommen hat. Jetzt kommt noch der Job im familieneigenen Modehaus dazu.

Oskar, der Zwillingsbruder von Silvie ist seit er aus der russischen Gefangenschaft gekommen ist, verändert. Sein Leben findet in der Überholspur statt. Alles was für ihn zählt sind Frauen, schnelle Autos, Alkohol und das Leben genießen.

Flori, die Schwester von Rieke, Oskar und Silvie, die immer noch unstetig durch Leben läuft. Ihr größter Traum wäre ein Kunststudium.

Miriam, Miri die beste Freundin von Rieke, ist wieder ins Modehaus Thalheim zurückgekehrt. Jetzt arbeitet sie wieder als Schneiderin und näht was die Nadel hergibt.

Die Handlung spielt sich in den Jahren 1952 bis 1957 ab und auch hier hat Brigitte Riebe ihr ganzes Können eingebracht. Obwohl der Krieg schon seit sieben Jahren vorbei ist und Berlin und Umgebung mitten im Wiederaufbau steckt, gibt es immer noch unzählige Gebäude, die an den schrecklichen Kriegsjahren erinnern und das wurde perfekt wiedergespiegelt. Aber nicht nur politische, sondern auch die gesellschaftlichen Themen, wie z.B. Mode, Musik oder Filme wurden aufgegriffen. All das und noch viel mehr wurde in die fiktive Geschichte von Familie Thalheim eingearbeitet. Wo im ersten Teil Rieke Thalheim noch eine große Rolle spielte, nahm nun ihre Schwester Silvie diese ein. Ich erlebte eine junge Frau, die karrieremäßig ihren Weg fand, aber privat ihr Glück suchte. Ob sie die große Liebe bei dem Schauspielre Wanja Krahl oder Peter von Ackern fand, wird natürlich nicht verraten. Emotional wird es allemal. Aber auch die anderen Mitglieder der Familie kamen nicht zu kurz und durften ihre emotionalen und bewegenden Geschichten erzählen. Es machte mir sehr viel Spaß diese Zeit mit den Thalheims mitzuerleben.
Wie auch schon beim ersten Band befindet sich am Ende dieses Romans eine chronologische Zeittafel, wo man die allerwichtigsten politischen und gesellschaftlichen Fakten nachlesen kann. Vielen Dank dafür!

Die Schwestern vom Ku´damm „Wunderbare Zeiten“ von Brigitte Riebe ist wieder eine sehr spannende und bewegende Zeitreise. Leider muss ich wieder einige Monate warten, um den letzten Teil dieser wundervollen Trilogie lesen zu können.
Eine tolle Fortsetzung die von mir 4 von 5 Sterne bekommt und ein Muss für alle Fans von Berlin oder historischen Romanen.

Veröffentlicht am 07.10.2019

Ein spektakuläres Finale

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherkrieg
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Inhaltsangabe:

Der ehemalige Dieb Sam und die Gelehrtentochter Kani konnten die Fabelwesen aus der Bibliothek Mythia befreien, aber dies ist nur ein Teilerfolg. Die größte Herausforderung steht den beiden ...

Inhaltsangabe:

Der ehemalige Dieb Sam und die Gelehrtentochter Kani konnten die Fabelwesen aus der Bibliothek Mythia befreien, aber dies ist nur ein Teilerfolg. Die größte Herausforderung steht den beiden noch bevor, denn sie müssen das Buch mit den geheimen Namen finden. Nur so wird eine neue Ära in Mythia beginnen können. Allerdings liegt dieses Buch an einem geheimen Ort und diesen kennt nur eine: die Wüstenhexe Layl. Wird es Sam und Kani gelingen Layl auszuschalten und das Buch finden? Die nächste Herausforderung kann kommen….



Bücherkrieg - Die Bibliothek der flüsternden Schatten ist der dritte und letzte Teil dieser Trilogie. Vor knapp einem Jahr habe ich den zweiten Teil dieser Reihe mit großer Begeisterung gelesen und wie immer endete dieser mit einem Cliffhanger, der mich neugierig auf das Finale zurückließ. Nun ist er erschien, aber ich habe dieses Buch mit einem lachenden und weinenden Auge gelesen. Zum einem geht die Geschichte um Sam und Kani endlich weiter, aber zum anderen wird dieses Bücherstadt - Kapitel geschlossen werden. Schade, denn mir gefielen die Abenteuer rund die Bibliothek.



Der flüssige und leichte Schreibstil des Autors ist geblieben. Allerdings brauchte ich wieder einmal ein paar Seiten, um mich in die Geschichte hineinzulesen. Dieses Problem war, dank der kleinen Rückblicke, schnell aus der Welt geschaffen und so konnte ich auf die Geschehnisse von Kani und Sam konzentrieren. Wie auch schon bei den vorherigen Bänden merkte ich, mit wieviel Liebe zum Detail diese Geschichte entstanden ist. Der bildhafte und detaillierte Erzählstil von Akram El- Bahay schafft es erneut, mich in die Welt der Bücherstadt Maythia ein- und abtauchen zu lassen. Alle Charaktere mit ihren mysteriösen Fabelwesen, die so facettenreich gestaltet worden sind, wurden im Kopf lebendig. Hinzu kam auch noch die spektakuläre Kulisse in der sich Sam und Co sich bewegen durften. Während des Lesens hatte ich das Gefühl, dass ein Film ablief.

Wo der zweite Band aufhört, gehen die neuen Abenteuer von Sam und Kani nahtlos weiter und wer die ersten beiden Bände nicht gelesen hat, wird diese Handlung nicht verstehen. Für den Quereinsteiger ist diese Reihe absolut ungeeignet.

Wie bisher ist der Handlungsort die Bücherstadt von Paramythia, wo Sam und Co wieder mit dem einen oder anderen spannenden und lebensgefährlichen Abenteuer auseinander setzten muss. Je weiter ich in diese Geschichte versank, desto weniger wollte ich dieses Buch aus den Händen legen. Der Spannungsbogen war zum Zerreißen nah. Vielleicht lag es auch ein wenig daran, dass ich wusste, dass diese Geschichte sich dem Höhepunkt näherte und ich wissen wollte, wie es mit Sam und Kani endet. Das Ende werde ich natürlich nicht verraten, aber eines ist gewiss: der Autor schafft es auch in diesem Teil, den Leser in seinen Bann zu ziehen und ihn erst wieder loszulassen, wenn das Buch beendet ist. Dieses Talent haben nur wenige Autoren und deshalb großes Kompliment an Akram El-Bahay. Er weiß wie er sein Potenzial ausschöpfen kann und nutzt dies auch.

Das Ende dieser Geschichte ist perfekt ausgearbeitet worden. Nichts wirkt gehetzt oder gar unlogisch. Für mich war es stimmig und ich konnte mich mit dem Ausgang sehr gut anfreunden.



Bücherkrieg – die Bibliothek der flüsternden Schatten ist ein mystisches und spannungsgeladenes Finalbuch, dass diese Trilogie perfekt abschließt. Ich habe diese Reihe geliebt und eines weiß ich jetzt schon: dies werden nicht die letzten Bücher des Autors sein. Danke für dieses Bücherhighlight.
5 von 5 Sternen und ein MUSS für alle Bücher- und Fantasy Freunde!!!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Fantasie
  • Erzählstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 06.10.2019

Eine Reise nach Juist

Bratapfel am Meer (Neuauflage)
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Inhaltsangabe:
Neu- Single Caro arbeitet als Intensivschwester im Krankenhaus, wo sie Frau Fischermann betreut. Als diese Caro bittet eine Kette zu ihrer großen Liebe nach Juist zu bringen, ist Caro im ...

Inhaltsangabe:
Neu- Single Caro arbeitet als Intensivschwester im Krankenhaus, wo sie Frau Fischermann betreut. Als diese Caro bittet eine Kette zu ihrer großen Liebe nach Juist zu bringen, ist Caro im ersten Moment etwas verwundert, aber dennoch verspricht sie ihrer älteren Patientin, dies für sie zu machen. Einen Tag später verstirbt Frau Fischermann und Caro muss nicht nur den Tod der alten Dame verkraften, sondern sich auch dem Geheimnis der alten Kette widmen. Kurzerhand beschließt sie den Urlaub auf Juist zu verbringen. Auf der Fahrt dorthin trifft sie Max wieder, der vor einigen Jahren seine geliebte Frau verloren hat. Wird Caro die große Liebe von Frau Fischermann wiedersehen und warum will Max einfach nur weg?

Bratapfel am Meer ist der neue Roman von Anna Barns. Ich muss gestehen, dass ich ein großer Fan dieser Meer-Romane bin und auch die Kurzgeschichte, die es dazu gab, habe ich geliebt. Als ich erfuhr, dass der erste Winterroman erscheinen soll, wusste ich sofort: dieses Buch muss ich wieder lesen.

Wie gewohnt ist der Schreibstil der Autorin flüssig und leicht, so dass ich sofort in Caros Geschichte ein- und abtauchen durfte. Wie schon in den vorherigen Romanen merkte ich auch hier wieder, wie groß Anne Barns Liebe zu Juist ist. Detailliert beschreibt sie das Inselleben und auch die dazugehörige Atmosphäre ist so lebendig eingefangen worden, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre vor Ort. Das Ganze wird durch die authentisch und sympathisch dargestellten Charaktere sehr gut unterstrichen. Während des Lesens sind sie mir immer mehr ans Herz gewachsen. Caro mit ihrer hilfsbereiten und fürsorglichen Art, Oma Enna, der gute Geist der Familie, Merle, die ihr erstes Kind erwartet oder Caros Freundin Jana, die immer Up to Date sein musste. Wer das Buch Apfelkuchen am Meer kennt, der wird auf alte Bekannte treffen. Keine Angst, man muss die vorherigen Bücher nicht gelesen haben gelesen haben. Sie können auch separat gelesen werden.

Die Handlung dreht sich vor allen Dingen um Caro und ihre Auszeit von dem anstrengenden Job im Krankenhaus. Man kann diesen Urlaub auch als eine Art Selbstfindung bezeichnen. Ihr wird bewusst, was sie in ihrem Leben noch erreichen will. Besonders gut gefiel mir ihre Freundschaft zu Jana. Wow….eine Freundin, so wie man sie sich wünscht. Immer da, aber sie weiß auch, wann sie sich zurückziehen soll. Was ich ein wenig schade fand, dass der eigentliche Grund dieser Reise, die Kette zurück zur besten Freundin von Frau Fischermann zu bringen, ein wenig in den Hintergrund geraten ist.
Wer jetzt meint, dieser Roman kommt ohne die Liebe aus, der irrt. Die eine oder andere Liebesbeziehung hat sich auch hier reingeschlichen und macht den Roman zu dem was er sein sollte: ein Wohlfühlroman, der das Herz ein wenig wärmt.
Was aber in keinem Anne Barns Buch fehlen darf, ist die gute Küche und auch diesmal ist sie wieder ein (Haupt)- Thema. Kulinarisch und verführerisch lecker. Zum Glück ist dies kein Buch, dass die Backdüfte wiedergeben kann. Ich hätte diesen Köstlichkeiten kaum wiederstehen können. Wer jetzt Lust bekommen hat, seine Back- oder Kochkünste unter Beweis zu stellen, der kann dies gerne tun. Am Ende dieses Buches befindet sich das eine oder andere Rezept zum Nachmachen.


Bratapfel am Meer ist wieder ein wunderschöner Roman, der sich bestens eignet, dem Alltag zu entfliehen, die Seele baumeln zu lassen und sich Buch-mäßig verwöhnen zu lassen.
4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 27.09.2019

Trotz Schwächen lesenswert

Herbstblüten und Traubenkuss
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Inhaltsangabe:
Mona steht vor dem Nichts. Job weg, Freund weg und eine Wohnung hat sie auch nicht mehr. Momentan hat sie Unterschlupf bei ihrer Freundin Bianca gefunden, aber eine Lösung auf Dauer ist ...

Inhaltsangabe:
Mona steht vor dem Nichts. Job weg, Freund weg und eine Wohnung hat sie auch nicht mehr. Momentan hat sie Unterschlupf bei ihrer Freundin Bianca gefunden, aber eine Lösung auf Dauer ist es nicht. Jetzt sucht sie händeringend einen Job und den findet sie mehr oder weniger in eine Detektei. Sie soll Oliver Feeberger finden und ihn überreden, dass er das großelterliche Weingut übernimmt, sonst wird es verkauft und zwar an einen Nobelheurigen. Sie findet ihn, aber er kehrt nur unter einer Bedingung zu diesem Weingut zurück: Mona muss ihn dorthin begleiten und eine Saison bleiben. Wird sie sich auf diesen Deal einlassen?

Herbstblüten und Traubenkuss ist das dritte Buch der Autorin Emilia Schilling. Für mich war es ein Debüt, denn ich kannte weder die Autorin noch ihre vorherigen Romane. Der Klapptext dieses Buches gefiel mir sehr gut und so ließ ich mich überraschen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht. Rein Theoretisch könnte man dieses Buch in einem weg lesen, muss man aber nicht. Man merkt sofort, dass Emilia Schilling sich in diese Materie eingearbeitet hat. Die detaillierten Beschreibungen von den Buschenschranken, Weinbergen, der Weinlese oder der verschiedenen Weinsorten sorgten dafür, dass ich mir dieses Leben als Weinanbauer sehr gut vorstellen konnte. Mit den Charakteren hatte ich leider einige Probleme. Mona kam mir nicht wie eine 28jährige Frau vor und zudem ließ sie sich viel zu viel gefallen. Für jedes Problem war sie der Sündenbock und ihre „beste“ Freundin Bianca hat sie auch nur ausgenutzt. Das Beste steht deshalb in Anführungsstrichen, weil ich finde, dass man auch die beste Freundschaft nicht so schamlos ausnutzen sollte, wie es Bianca gemacht hat. Für mich war diese Freundschaft nur einseitig.
Auch mit Oliver hatte ich einige Probleme insbesondere mit seinem Verhalten, dass ich an einigen Stellen nicht nachvollziehen konnte. Am besten fand ich Oma Lore, die mit ihrer herzlichen Art mein Herz im Sturm erobern konnte.
Die Handlung war eine nette Geschichte um das Weingut Feeberger und seinem Weinanbau, die eigentlich für eine wundervolle Liebesromanze ideal wäre. Allerdings war von der romantischen Liebesgeschichte nicht viel zu spüren. Leider fehlte hier einiges. Immer wieder wurde die Geschichte durch Erklärungen zu den österreichischen Traditionen und Spezialitäten bereichert. Hinzu kamen noch einige landestypische Rezepte, die man sehr gerne nachkochen kann. Wer der Landessprache von Österreich nicht ganz firm ist, der findet am Ende dieses Buches ein Glossar mit fast allen deutschen Erklärungen.

Herbstblüten und Traubenkuss ist ein Roman, der zwar einige Schwächen aufweist, aber mich dennoch gut unterhalten konnte. In naher Zukunft werde ich mir noch das eine oder andere Buch dieser Autorin zu Gemüte führen, da ich schon sehr viel Positives darüber gehört und auch gelesen habe.

Für diesen Roman vergebe ich 3 1/2 Sterne.