Profilbild von Metalbride

Metalbride

Lesejury Star
offline

Metalbride ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Metalbride über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2022

Thriller, der einem den Atem stocken lässt 😮, aber leider einen krassen Aktualitätsbezug hat 🙁

Das Stahlwerk
0

Spoilerfreie Rezension

Soeben habe ich das Buch beendet. Was kann man dazu sagen? Ein Buch mit Wow – Effekt, das mich tief in die Welt des zweiten Weltkriegs und des Stahlwerks
eintauchen ließ.

Ein ...

Spoilerfreie Rezension

Soeben habe ich das Buch beendet. Was kann man dazu sagen? Ein Buch mit Wow – Effekt, das mich tief in die Welt des zweiten Weltkriegs und des Stahlwerks
eintauchen ließ.

Ein Thriller, der einem den Atem stocken lässt.

Bereits von Beginn an wird man in die Geschichte reingesogen, und dann geht es Schlag auf Schlag! Die Spannung ist und bleibt auf extrem hohen Niveau oder steigert sich, Kleinigkeiten bekommen eine große Bedeutung – auch wenn einem dies zunächst nicht bewusst ist – und ein roter Faden zieht sich durch das komplette Buch.

Wenn man dann noch weiß, dass es sich bei diesem Buch um das Debüt in diesem Genre handelt – dann kann man nur den Hut ziehen! Chapeau, Christian Piskulla!!!!!

Cover:
Das Cover selbst sticht einem direkt ins Auge. Es ist düster, die Thematik des Buches wird dramatisch in Szene gesetzt und lässt eine Vorahnung in Bezug auf den Inhalt ankommen. Deshalb passt es wirklich wie Faust aufs Auge!

Ich beziehe mich bei dem Cover auf die Hardcover-Ausgabe. Und gerade hier erfährt man, mit welcher Detailliebe der Autor das Ganze gestaltet hat. Wir haben auf der Rückseite des Schutzumschlages noch einige zusätzliche Fotos sowie eine Karte des Stahlwerks mit der Einzeichnung der Morde. Zwei postkartengroße Fotos sowie eine Tabakkarte runden das komplette Paket ab und stellen definitiv einen Mehrwert dar.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Christian Piskulla ist total eingängig. Es gibt keine Ungereimtheiten, alles ist stimmig – und auch wenn man spekuliert, so gelingt es dem Autoren immer wieder, die Geschichte in eine andere Richtung zu lenken, mit der man definitiv nicht rechnete.

Plot:
Das Thema des Thrillers ist hochspannend und lässt – gerade durch die Vorgänge in der Ukraine mit dem Asow-Stahlwerk – eine extreme Aktualität vor den eigenen Augen entstehen. Auch wenn – logischerweise – nicht alles 1:1 übertragen werden kann, so kann man dann doch die ein oder andere Situation nun deutlich besser nachvollziehen. Aber dies alles sind Gegebenheiten, mit denen der Autor nicht rechnen konnte, als er das Buch schrieb…..

Gesamtwirkung:
Ich finde es essentiell, dass ein guter Thriller generell erst zum Schluss die Handlungsstränge zusammenführt und bis dahin undurchsichtig bleibt. Und das beherrscht Christian Piskulla wirklich meisterhaft.

In Bezug auf die – leider – traurige Aktualität bin ich ja bereits oben darauf eingegangen. Die Protagonisten sind – auch durch die geschilderte Situation – alles andere als 08/15. Und auch wenn ich mit derartigen Themen bisher noch keinen Thriller gelesen habe (und – zugegebenermaßen – auch kein anderes Buch, bei dem dieses Setting auftaucht), so ist dies dennoch eine wirklich gute Kombination, die einem tiefe Einblicke in einem sonst verschlossenen Bereich ermöglicht.
Die aufgezeichneten Gegebenheiten haben zuweilen fast klaustrophobische Züge und man versetzt sich komplett in das Geschehen.

Ich finde, dass der Autor sich so schon allein durch dieses Buch eine Fangemeinde schafft. Alles ist nachvollziehbar, es gibt keine Längen, keine unglaubwürdigen Twists und Plots, dafür einen extrem mitreißenden Pageturner, der einen nicht mehr loslässt. Aber es ist nicht nur der Plot – auch nicht die Thematik, die Protagonisten oder die Umstände: es ist das Gesamtpaket.

Christian Piskulla nehme ich jeden Satz ab, und auch wenn ich mir sicher bin, dass ich mich nie 100%ig in die Situationen und Erlebnisse der Personen hineinversetzen kann, so halte ich es dennoch genau so, wie es geschildert wurde, für realistisch. Es hat eine Sogwirkung, macht fassungslos, ist glaubwürdig – und man kann es nicht aus der Hand legen.

Leseempfehlung?
Definitiv! Man kann bei diesem Buch definitiv nicht mehr aufhören, wenn es einen gepackt hat. Auch in meiner „lesefreien“ Zeit kreisten meine Gedanken um die Geschichte, um die Personen und das, was ihnen bevorsteht – oder bevorstehen könnte….

Insofern hat der Autor also alles richtig gemacht. Und deshalb gibt es auch eine ausdrückliche Leseempfehlung mit ⭐⭐⭐⭐⭐-Sternen von mir!

❗❗Aaaaaaaaber: wenn ihr auf Vorhersehbar steht, Nervenkitzel nichts für Euch ist und auch das Setting total egal ist, dann solltet Ihr die Finger lieber davon lassen 😉😁 ❗❗

Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Buchverlosung von Lovelybooks gelesen. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2022

Untypisches Buch, das jedoch in seinen Bann zieht bis zur letzten Seite

Malibu Heat: Verlangen
1

Ich habe gerade das Buch beendet. Und was soll ich sagen???

Ich versuche mal, das Ganze spoilerfrei zusammenzufassen um einen Eindruck zu geben.

Zunächst einmal: der Titel ist Programm.

Der Schreibstil ...

Ich habe gerade das Buch beendet. Und was soll ich sagen???

Ich versuche mal, das Ganze spoilerfrei zusammenzufassen um einen Eindruck zu geben.

Zunächst einmal: der Titel ist Programm.

Der Schreibstil von Emily Key ist einnehmend, man kommt sofort in das Buch und ist sofort mittendrin!

Das Buch fängt zumindest mit dem Prolog schon mal einzigartig an. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich so etwas schon mal gelesen habe. Es war aber ein super Aufhänger für das weitere Geschehen, auch wenn es einen Zeitsprung gibt.

Wir haben hier zwei Protagonisten, die ziemlich unterschiedlich sind. Sie kabbeln sich andauernd und haben anscheinend überhaupt nichts gemeinsam.

Aber dennoch gibt es das ein oder andere, wo sich doch Gemeinsamkeiten ergeben. Diese werden zwar immer wieder in den Hintergrund gerückt, dennoch spürt der Leser die Unterströmungen, die das Buch von Beginn an begleiten. Und die haben es echt in sich und sind total anregend.

Dazu gibt es auch immer wieder Situationen, die mich haben auflachen lassen durch die Situationskomik, die knochentrocken serviert wird .

Die Spannung, wie es weitergeht bleibt das ganze Buch erhalten. Und gegen Ende gibt es eine ganz, ganz krasse Situation, die mich aus heiterem Himmel traf. Mir stockte der Atem und ich wusste nicht, was ich daraus machen sollte. Aber dieses Stilmittel wurde geschickt eingesetzt. Mir hat Emily Key in diesem Moment definitiv das Herz gebrochen!

Aber gottseidank gibt es auch dann noch Situationen, die dafür sorgen, dass mein Herz auch wieder geflickt werden konnte.

Ich habe diese Geschichte geliebt. Sie hatte alles, was ich an einem Buch mag: Romantik, Komplexität, Authentizität, Spannung, Liebe, Trauer, Verlust, Hoffnungslosigkeit und Hoffnung, erotische Szenen, kurzum: das komplette Sammelsurium an Gefühlen – ein Komplettpaket!

Ob es dann zu einem Happy End kommt, das müsst ihr selbst herausfinden.

Ich für meinen Teil finde das Buch so großartig, dass ich eine komplette und vollumfängliche Leseempfehlung mit ⭐⭐⭐⭐⭐ Sternen gebe.

Das Buch habe ich bei einer Leserunde von LovelyBooks gewonnen. Dies beeinflusst meine Meinung aber in keinster Weise

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2022

Zwei starke Charaktere, widrige Umstände – und dann ein Happy End?😉🤔

Penthouse Affair
1

Titel

Der Titel erklärt in zwei kurzen Worten worum es geht.

Cover:

Dezent, aber definitiv auch auffallend

Schreibstil

Von Emily Key habe ich bisher noch kein Buch gelesen. Die Thematik klang jedoch ...

Titel

Der Titel erklärt in zwei kurzen Worten worum es geht.

Cover:

Dezent, aber definitiv auch auffallend

Schreibstil

Von Emily Key habe ich bisher noch kein Buch gelesen. Die Thematik klang jedoch sehr interessant, deshalb wollte ich dieses Buch unbedingt lesen.

Der Schreibstil ist einnehmend, man kommt sofort in die Geschichte und wird definitiv auch in einen Strudel der Emotionen gezogen.

Die Protagonisten sind nicht eindimensional, sondern gehen – trotz aller Intentionen – auch extrem in die Tiefe. Dies ist – wenn es gut gemacht ist – immer ein Garant für ein gutes Buch.

Nicht anders erging es mir hier mit Jackson und Sarah. Hier war es eine Beziehung, die sexuell begann – aber nicht rein sexuell blieb. Die innere Zerrissenheit der beiden war fühl- und greifbar und machte das Ganze zu einem Lesegenuss. Auch die Schwierigkeiten, die sich in den Weg stellten waren stimmig

Darüberhinaus war die sexuelle Komponente definitiv auch niveau- und stilvoll.

Auch die anderen Beteiligten bei dieser Geschichte waren bis in die kleinste Nebenrolle authentisch gezeichnet und man fühlte, dass darin auch das Herzblut der Autorin steckt.

Fazit:

Ein Buch, das mich immer wieder aufs Positivste überraschte. Ich werde Emily Key definitiv im Auge behalten und würde mich riesig freuen, wenn es weitere Bücher mit anderen – bereits schon eingeführten Protagonisten gäbe (und noch mehr, wenn wir vielleicht weitere Schnipsel von Jackson und Sarah miterleben könnten).

Insofern gebe ich eine absolute Leseempfehlung für ein tolles Buch, das mir wunderbare Stunden mit Jackson und Sarah schenkte.

Das Buch wurde mir im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch keineswegs.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2022

Ein wundervolles, emotional mitreissendes Buch, mit extremer Intensität – ein absolutes Lesehighlight

The Girl in the Love Song
6

Hier sind meine Eindrücke - wie immer ohne Spoiler 😉

Titel
Beim Titel finde ich es dieses Mal hervorragend, dass der Verlag ihn nicht geändert hat und den Originaltitel übernommen hat. Insofern passt ...

Hier sind meine Eindrücke - wie immer ohne Spoiler 😉

Titel
Beim Titel finde ich es dieses Mal hervorragend, dass der Verlag ihn nicht geändert hat und den Originaltitel übernommen hat. Insofern passt der Titel wie Faust auf’s Auge. Ihr wisst nicht was ich meine??? Nach dem Lesen des Buches wisst ihr es definitiv!

Cover
Das Cover ist wunderschön…. Und wirkt in seiner Schlichtheit wirklich bestechend. Es ist unaufgeregt, nachdrücklich, bezaubernd…. Kurzum, es passt total gut zu dem Buch. Dennoch finde ich es schade, dass der Verlag nicht das Originalcover übernommen hat, denn ehrlich: das Covermodel auf der englischen Ausgabe sieht so aus, wie ich mir den Hauptprotagonisten vorstelle.

Schreibstil
Ich habe ja schon einige Bücher von Emma Scott gelesen. Insofern ist ihr Schreibstil für mich keine Überraschung mehr. Um so beeindruckender ist es, dass die Autorin es schafft, mich jedes Mal aufs Neue zu überraschen – auf eine positive Art und Weise. Man macht sich so seine Vorstellungen, wie es sein könnte – aber die Geschichte entwickelt sich total anders. Ich liebe es, wenn etwas auf gute Art und Weise unvorhersehbar ist! Klasse!
Das Buch hatte mich schon auf der ersten Seite – und ich liebte es bis zum letzten Satz – und darüberhinaus ❤️

Protagonisten
Ich liebe die Protagonisten dieses Buches. Speziell die beiden Hauptpersonen, Miller und Violet sind wunderbar gezeichnet, es sind liebenswerte Charaktere die eine derartige Intensität erzeugen, dass mir des Öfteren der Atem stockte!

Storyline
Die Storyline dieses Buches ist eigentlich nicht außergewöhnlich. Dennoch schafft es Emma Scott, diese Geschichte so zu erzählen, dass sie an und für sich dennoch eine Einzigartigkeit an den Tag legt. Es gibt durchaus auch schwerwiegende Themen, die es einem nicht leicht machen und die einen emotional total aufwühlen. Dennoch gibt es immer wieder Momente mit gewisser Leichtigkeit, die aber dennoch nicht die Intensität vermissen lässt. Was den Unterschied macht??? Nun ja, das ist einfach zu beantworten: Emma Scott!!!!! 😉

Setting
Eigentlich nicht außergewöhnlich, und dennoch schafft die Autorin es, einen zu packen und mitzureißen. Es war die komplette Gefühlsbandbreite, die ich in und mit dem Buch erlebt habe. Kein Gefühl wurde ausgelassen. Und gerade das ist so absolut toll! Ich liebe es, wie Emma Scott die teilweise doch wirklich bedrückenden Themen angegangen ist. Und das mit einer Einfühlsamkeit, die der Geschichte und dem Protagonisten gutgetan hat.

Triggerwarnung
Ich möchte nicht versäumen, darauf hinzuweisen, dass es in diesem Buch mehrere triggernde Inhalte geben könnte. Deshalb sind die relevanten Themen auch am Ende des Buches mit angegeben, damit sich jeder selbst ein Bild davon machen kann, um welche Themen es geht.

Gesamtfazit
Auch wenn ich mich wiederhole: Dieses Buch ist für mich ein Keeper!!!! Es hat sich seinen Platz in meinem Bücherregal mit meinen Highlights mit Leichtigkeit erobert!

Insofern gibt es von mir eine absolut überzeugte (gell, das hat man nicht gemerkt bei dem bisherigen Auflistungen von mir 😜) definitiv vollumfängliche Leseempfehlung ohne Einschränkung! Holt euch dieses tolle Buch! Ihr werdet es sicher nicht bereuen….

Definitiv 5 Sterne – mehr ist ja leider nicht möglich.

Info:
Das Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde bei der Lesejury vorab gelesen und durfte mich mit anderen Lesern darüber austauschen. Selbstverständlich hat dies meine Meinung zum Buch in keinster Weise beeinflusst.

PS: Das Buch ist das erste einer Serie, nämlich „Lost Boys“. Es war schon toll, die anderen Protagonisten der nachfolgenden Bücher kennenzulernen. Ich weiß schon jetzt, dass diese Bücher definitiv in meiner Auto-Buy-Liste stehen. Aber man sollte sich den Klappentext definitiv erst dann durchlesen, wenn man mit dem Buch durch ist, um sich nicht selbst zu spoilern…..

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 18.08.2022

Beeindruckendes, erschütterndes Zeitzeugnis, das spätestens gerade jetzt jeder lesen sollte

Das vergessene Vietnam – Die Hölle im Indochinakrieg 1946-1954
0

Vor kurzem ist mir das Buch „Das vergessene Vietnam“ aufgefallen. Ich muss gestehen, dass ich zwar Vietnam in Bezug mit den Vereinigten Staaten von Amerika kannte, aber nichts von dem Indochinakrieg 1946-1954, ...

Vor kurzem ist mir das Buch „Das vergessene Vietnam“ aufgefallen. Ich muss gestehen, dass ich zwar Vietnam in Bezug mit den Vereinigten Staaten von Amerika kannte, aber nichts von dem Indochinakrieg 1946-1954, und vor allem nicht, dass auch Südtiroler Söldner in der Fremdenlegion waren.

Insofern machte mich das Buch total neugierig darauf, diese Kriegserinnerungen lesen zu wollen.

Cover:
Das Cover ist schon durch die Gestaltung derart herausstechend, da durch den roten Himmel und die abgebildeten Legionäre diese ganze Thematik im Vordergrund steht. Dass eben dieses Foto von einem der Legionäre gemacht wurde, dessen Erlebnisse im Buch verewigt sind, finde ich beeindruckend, zeigt sie doch einen Einblick in diese Welt. Ob dieses rot die Flagge präsentieren soll – oder aber – wie ich meine – das Blut all‘ derer, das dort vergossen wurde, bleibt im Ermessen desjenigen, der sich mit dem Buch beschäftigt. Nach dem Lesen des Buches ist es für mich definitiv der zuletzt genannte Grund.

Fotos:
Dass dieses Buch sehr viele Fotos – aber auch Zeitungsabdrucke enthält, finde ich beeindruckend. Es ergänzt das Geschriebene, lockert zuweilen auch auf, macht fassungslos, aber man kann sich so definitiv besser hineinversetzen, wie es gewesen sein muss. Dass es auch mehr als 50 bislang unveröffentlichte Aufnahmen aus dem Krieg in Vietnam enthält, passt definitiv zu dem sehr gut und authentisch geschilderten Erlebnissen.

Das Buch:
Zunächst möchte ich betonen, dass derartige Bücher über Kriegserinnerungen normalerweise nicht zu meiner „normalen“ Lektüre gehören. Ich lese generell Romane, Thriller, Fantasy, NA, YA, Romantasy, Biografien und Sachbücher.
Dennoch interessierte mich das Lesen dieses Buches sehr, weil ich eben von diesem Krieg kein Hintergrundwissen hatte und er durch die Kriegserinnerungen der Südtiroler „greifbarer“ ist, als wenn es lediglich eine schlichte Aneinanderreihung von Zeitleisten und Fakten wäre.

Apropos Zeitleiste: Am Ende des Buches ist definitiv eine enthalten, was erfrischend war, weil man so noch einiges nachschauen konnte, es aber nicht im Vordergrund stand. Dies waren die Geschichten - und das war auch gut so!

Nun ja, das Buch war definitiv lesenswert. Aber gleichzeitig zeigte es auf, dass es im Krieg nur Verlierer gibt. Auf allen Seiten.

Es war definitiv erschütternd, grausam, es macht
sprachlos – und ehrlich gesagt, man kann es nicht „be“greifen. Nichts davon. Viel zu viel ist menschenverachtend, und von der vielgepriesenen „Ehre“, die immer in Zusammenhang mit Kriegen genannt wird, kann keine Rede sein.

Dennoch und gerade auch deshalb ist es ein Buch, das generell jeder gelesen haben sollte. Wir erfahren nicht nur über den Krieg, sondern auch über den Alltag der Menschen, der Familien. Was bewegte sie? Was trieb sie um? Wollten sie sich einfach nur so am Krieg beteiligen? Weshalb entschieden sie sich dafür? Entschieden sie sich dafür?

Generell spoilere ich nie in meinen Rezensionen, und ich möchte es jetzt auch nicht anfangen. Insofern schildere ich von dem, was mir durch den Kopf gegangen ist, während ich gelesen habe.

In diesem Buch sind drei Schicksale exemplarisch zusammengetragen worden. Schicksale, wie es sie zuhauf noch gegeben hat, ohne dass wir damit Namen und Gesichter verknüpfen können. Dennoch sind auch diese Schicksale Mahnmale für das, was sich so oder so ähnlich nicht mehr wiederholen sollte und dürfte.

Das Tragische ist, dass jedes dieser Schicksale jemandes Bruder, Sohn, Vater, Freund, Verwandter ist. Es betrifft also niemals nur denjenigen selbst, sondern durchaus auch das nähere Umfeld.

Gerade deshalb sind auch diese Schicksale – und die Publikmachung des Ganzen – so wichtig. Wir sollten sie nicht vergessen! Wir dürfen sie nicht vergessen! Sie stehen für all das, was für uns so lange so weit weg war.

Aber auch die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass dieses „so weit weg“ nun ganz nah ist. Wir beschäftigen uns mit einem Krieg, der zwar nicht bei uns zu Hause stattfindet, aber dennoch viele Länder und jeden Einzelnen in seinem Leben beeinflusst.

Wir scheinen aus der Geschichte nichts gelernt zu haben. Vielleicht habe wir es auch nur verdrängt. Besser macht es das Ganze nicht. Bei weitem nicht. Und so sollten wir durchaus verinnerlichen, was hinter einem Krieg steht. Was in einem Krieg passiert. Und vor allem: dass dies viele Menschen direkt betrifft. So, wie damals diese Legionäre.

Gesamtfazit
Für mich ist dieses Buch eine Offenbarung! Eine immens wichtige Ausgabe eines Buches, das definitiv tiefe Einblicke in eine Zeit gibt, die vielen (einschließlich mir) überhaupt nicht bekannt war, und die definitiv in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden muss. Ich gebe gerne eine definitiv vollumfängliche Leseempfehlung ohne Einschränkung! Holt euch dieses Buch! Ihr werdet es sicher nicht bereuen….

Definitiv 5 Sterne – mehr ist ja leider nicht möglich.

Info:
Das Buch habe ich im Rahmen einer Buchverlosung bei LovelyBooks erhalten. Selbstverständlich hat dies meine Meinung zum Buch in keinster Weise beeinflusst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere