Thriller, der einem den Atem stocken lässt 😮, aber leider einen krassen Aktualitätsbezug hat 🙁
Das StahlwerkSpoilerfreie Rezension
Soeben habe ich das Buch beendet. Was kann man dazu sagen? Ein Buch mit Wow – Effekt, das mich tief in die Welt des zweiten Weltkriegs und des Stahlwerks
eintauchen ließ.
Ein ...
Spoilerfreie Rezension
Soeben habe ich das Buch beendet. Was kann man dazu sagen? Ein Buch mit Wow – Effekt, das mich tief in die Welt des zweiten Weltkriegs und des Stahlwerks
eintauchen ließ.
Ein Thriller, der einem den Atem stocken lässt.
Bereits von Beginn an wird man in die Geschichte reingesogen, und dann geht es Schlag auf Schlag! Die Spannung ist und bleibt auf extrem hohen Niveau oder steigert sich, Kleinigkeiten bekommen eine große Bedeutung – auch wenn einem dies zunächst nicht bewusst ist – und ein roter Faden zieht sich durch das komplette Buch.
Wenn man dann noch weiß, dass es sich bei diesem Buch um das Debüt in diesem Genre handelt – dann kann man nur den Hut ziehen! Chapeau, Christian Piskulla!!!!!
Cover:
Das Cover selbst sticht einem direkt ins Auge. Es ist düster, die Thematik des Buches wird dramatisch in Szene gesetzt und lässt eine Vorahnung in Bezug auf den Inhalt ankommen. Deshalb passt es wirklich wie Faust aufs Auge!
Ich beziehe mich bei dem Cover auf die Hardcover-Ausgabe. Und gerade hier erfährt man, mit welcher Detailliebe der Autor das Ganze gestaltet hat. Wir haben auf der Rückseite des Schutzumschlages noch einige zusätzliche Fotos sowie eine Karte des Stahlwerks mit der Einzeichnung der Morde. Zwei postkartengroße Fotos sowie eine Tabakkarte runden das komplette Paket ab und stellen definitiv einen Mehrwert dar.
Schreibstil:
Der Schreibstil von Christian Piskulla ist total eingängig. Es gibt keine Ungereimtheiten, alles ist stimmig – und auch wenn man spekuliert, so gelingt es dem Autoren immer wieder, die Geschichte in eine andere Richtung zu lenken, mit der man definitiv nicht rechnete.
Plot:
Das Thema des Thrillers ist hochspannend und lässt – gerade durch die Vorgänge in der Ukraine mit dem Asow-Stahlwerk – eine extreme Aktualität vor den eigenen Augen entstehen. Auch wenn – logischerweise – nicht alles 1:1 übertragen werden kann, so kann man dann doch die ein oder andere Situation nun deutlich besser nachvollziehen. Aber dies alles sind Gegebenheiten, mit denen der Autor nicht rechnen konnte, als er das Buch schrieb…..
Gesamtwirkung:
Ich finde es essentiell, dass ein guter Thriller generell erst zum Schluss die Handlungsstränge zusammenführt und bis dahin undurchsichtig bleibt. Und das beherrscht Christian Piskulla wirklich meisterhaft.
In Bezug auf die – leider – traurige Aktualität bin ich ja bereits oben darauf eingegangen. Die Protagonisten sind – auch durch die geschilderte Situation – alles andere als 08/15. Und auch wenn ich mit derartigen Themen bisher noch keinen Thriller gelesen habe (und – zugegebenermaßen – auch kein anderes Buch, bei dem dieses Setting auftaucht), so ist dies dennoch eine wirklich gute Kombination, die einem tiefe Einblicke in einem sonst verschlossenen Bereich ermöglicht.
Die aufgezeichneten Gegebenheiten haben zuweilen fast klaustrophobische Züge und man versetzt sich komplett in das Geschehen.
Ich finde, dass der Autor sich so schon allein durch dieses Buch eine Fangemeinde schafft. Alles ist nachvollziehbar, es gibt keine Längen, keine unglaubwürdigen Twists und Plots, dafür einen extrem mitreißenden Pageturner, der einen nicht mehr loslässt. Aber es ist nicht nur der Plot – auch nicht die Thematik, die Protagonisten oder die Umstände: es ist das Gesamtpaket.
Christian Piskulla nehme ich jeden Satz ab, und auch wenn ich mir sicher bin, dass ich mich nie 100%ig in die Situationen und Erlebnisse der Personen hineinversetzen kann, so halte ich es dennoch genau so, wie es geschildert wurde, für realistisch. Es hat eine Sogwirkung, macht fassungslos, ist glaubwürdig – und man kann es nicht aus der Hand legen.
Leseempfehlung?
Definitiv! Man kann bei diesem Buch definitiv nicht mehr aufhören, wenn es einen gepackt hat. Auch in meiner „lesefreien“ Zeit kreisten meine Gedanken um die Geschichte, um die Personen und das, was ihnen bevorsteht – oder bevorstehen könnte….
Insofern hat der Autor also alles richtig gemacht. Und deshalb gibt es auch eine ausdrückliche Leseempfehlung mit ⭐⭐⭐⭐⭐-Sternen von mir!
❗❗Aaaaaaaaber: wenn ihr auf Vorhersehbar steht, Nervenkitzel nichts für Euch ist und auch das Setting total egal ist, dann solltet Ihr die Finger lieber davon lassen 😉😁 ❗❗
Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Buchverlosung von Lovelybooks gelesen. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.