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Veröffentlicht am 13.06.2021

Was für ein spannender und mitreißender Mittelband

Die Wikinger von Vinland (Band 2): Gestohlene Vergangenheit
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Inhalt:

Linea ist durch die Entführung von Kjell ihrer Freiheit ferner als jemals zuvor und doch bringt er sie ihrem Sehnsuchtsort näher: Vinland. Dort hofft das Mädchen, endlich ihre Mutter kennenlernen ...

Inhalt:

Linea ist durch die Entführung von Kjell ihrer Freiheit ferner als jemals zuvor und doch bringt er sie ihrem Sehnsuchtsort näher: Vinland. Dort hofft das Mädchen, endlich ihre Mutter kennenlernen zu können.

Finnbogi hält jedoch nichts von einer netten Zusammenkunft zwischen Mutter und Tochter. Ihm geht es nur um die Rache an Frèydis, die er hofft durch Linea endlich zu bekommen.

Doch nicht nur Finnbogi hat Interesse an Linea. Längst sind größere Mächte am Werk und die Schicksalsweberinnen haben für das Mädchen einen ganz anderen Weg geplant … .

Meine Meinung:

Dieser Fortsetzung habe ich wirklich sehr entgegen gefiebert. Teil 1 hat mich absolut begeistert und ich liebe die Geschichte rund um Linea und die Wikinger.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich zwar das Wichtigste noch im Kopf hatte, eine Zusammenfassung der Ereignisse aus dem ersten Band aber doch ganz gut gewesen wäre. Es sind doch einige Dinge passiert, die auch in dieser Fortsetzung eine wichtige Rolle spielen, aber nicht mehr extra erklärt werden, so dass mir eine Auffrischung doch ganz gut getan hätte.

Trotzdem fiel mir der Einstieg ins Buch leicht. Ich war sofort wieder in der Geschichte und vor allem in der Atmosphäre drin, die ich absolut liebe. Smilla Johansson gelingt es sehr gut, eine ganz besondere Atmosphäre aufzubauen. Die Rauheit der Wikinger und ihre Lebensweise, ihre Werte, das alles hat mich total in seinen Bann geschlagen und einen richtigen Lesesog bei mir erzeugt.

Sehr gut fand ich, dass man die Geschichte sowohl aus Hakons, als auch Lineas Sicht erzählt bekommt, denn beide haben ihren eigenen Weg zu gehen, bevor sie wieder zusammenfinden. Ich kann nicht mal sagen, dass ich eine Perspektive lieber gelesen hätte, als die andere, denn beide sind wirklich sehr spannend und mitreißend. Dabei machen beide Protagonisten auch eine Entwicklung durch, wobei diese in meinen Augen nicht immer zum Positiven ist. Aber ich fand es sehr interessant, in welche Richtung die Autorin ihre Charaktere schickt. Man bekommt tiefere Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Figuren und lernt sie noch einmal ganz neu kennen.

Allerdings muss ich gestehen, dass mir die Richtung, in die die Geschichte irgendwann geht, nicht so ganz zugesagt hat. Das lenkt meiner Meinung nach die Aufmerksamkeit von den Wikingern weg, was mir jetzt nicht so gefallen hat. Das hat aber mit meinen persönlichen Vorlieben zu tun, andere Leser könnten durchaus begeistert von der Wendung sein. Ich wäre lieber bei den Wikingern selbst geblieben, trotzdem konnte mich die Geschichte durchaus mitreißen und ich habe sehr mit Linea, Hakon und den anderen mitgefiebert. Wobei „mitfiebern“ hier fast schon untertrieben ist, denn Smilla Johansson geht, ganz wie es zu dieser Zeit passt, nicht gerade zimperlich mit ihren Figuren um. Ganz im Gegenteil, das Buch ist düster, grausam und blutig, also sicher nichts für schwache Nerven oder zu junge Leser. Aber auch, wenn ich bei einer Szene am liebsten drübergelesen hätte, war es doch einfach passend zum Buch und zur Lebensweise der Wikinger, deswegen finde ich die Gewaltdarstellungen hier durchaus angebracht.

Man merkt der Geschichte auch an, dass sich die Autorin wirklich mit dem Thema Wikinger auseinandergesetzt und genau recherchiert hat. Ich bin zwar selber kein Experte, aber soweit ich das beurteilen kann, hat sie das Leben der Wikinger sehr gut und authentisch eingefangen und vielleicht bin ich gerade deshalb so fasziniert von dieser Reihe.

Das Ende, ist wie bereits beim ersten Band, wirklich ein megafieser Cliffhanger und wenn ich daran denke, bleibt mir jetzt noch das Herz stehen und ich hoffe, dass das alles nicht so ist, wie es gerade scheint. Leider müssen wir jetzt erst einmal wieder auf die Fortsetzung warten, dabei hätte ich gut noch ein paar hundert Seiten einfach so weglesen können.

Fazit:

Bei „Die Winkinger von Vinland – Gestohlene Vergangenheit“ kann man auf keinen Fall behaupten, dass es ein schwächerer Mittelband ist, denn Smilla Johansson hält auch hier konstant das Level, das wir aus dem Vorgänger kennen. Der Spannungsbogen bleibt durchgängig hoch, die Charaktere bekommen noch mehr Tiefe und die Atmosphäre ist sogar noch etwas düsterer und auch grausamer. Mich hat die Autorin auf jeden Fall auch dieses Mal wieder sehr mitgerissen. Nur eine Entwicklung im Handlungsverlauf hat mir persönlich weniger zugesagt, weil sie in meinen Augen ein wenig von den Wikingern an sich wegführt. Aber ich bin schon jetzt sehr gespannt, wie die Geschichte rund um Linea und Hakon zu Ende gehen wird.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 13.06.2021

Ein schönes Buch

Solange der Regen fällt
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Inhalt:

Als Ellies Bruder James Selbstmord begeht, verliert sie den einzigen Halt, den sie in ihrem Leben je hatte. In ihrer Familie ist es nur wichtig, die Erwartungen ihrer Eltern zu erfüllen und zu ...

Inhalt:

Als Ellies Bruder James Selbstmord begeht, verliert sie den einzigen Halt, den sie in ihrem Leben je hatte. In ihrer Familie ist es nur wichtig, die Erwartungen ihrer Eltern zu erfüllen und zu funktionieren. Doch jetzt zerbricht Ellie fast an ihrer Trauer und ist damit völlig allein.

Da hört Miles sie hinter seiner Gartenmauer weinen und tröstet sie. Er versucht Ellie zurück ins Leben zu führen und hilft ihr, sich selbst kennenzulernen. Zwischen beiden entspinnt sich eine innige Beziehung.

Doch Ellie hat Angst, dass dieses zarte Band, zerreißt, wenn sie sich von Angesicht zu Angesicht kennenlernen. Denn wer weiß, wer wirklich hinter dem liebevollen und empathischen Miles steckt … .

Meine Meinung:

Ich war sehr überrascht, dass das Buch in der Kindheit von Ellie und James beginnt, doch genau das ist notwendig, um die besondere Beziehung zwischen den beiden Geschwistern deutlich zu machen. Die beiden geben sich gegenseitig Halt und Zuneigung, in einer Familie, die ansonsten sehr kalt ist und in der nur Leistungen zählen. Ich fand es sehr schön, dass wir James und seine Liebe zu Ellie noch selbst erleben durften. Und Christelle Zaurini hat diese besondere Beziehung wirklich sehr gut beschrieben.

Als James sich selbst das Leben nimmt, war ich total überrascht, auch, wenn ich vom Klappentext wusste, dass das passieren würde. Gemeinsam mit Ellie habe ich mich gefragt, was ihn so plötzlich dazu getrieben hat. Aber da lässt uns die Autorin ganz schön schmorren und löst dieses Geheimnis erst ziemlich spät auf. Danach konnte ich seine Tat aber ein wenig besser nachvollziehen, wenn auch trotzdem nicht gänzlich verstehen.

Ellies Trauer ist wirklich greifbar, allerdings muss ich gestehen, dass diese nicht ganz bei mir ankam. Natürlich ist es in ihrer Familie nicht üblich, Emotionen zu zeigen, aber auf mich ist das Gefühl der tiefen Trauer einfach nicht übergesprungen.

Dafür fand ich aber die Liebesgeschichte wirklich schön. Das Kennenlernen der beiden ist wirklich außergewöhnlich und ich konnte mir anfangs den Zusammenhang mit der Mauer gar nicht vorstellen, aber tatsächlich ist das sehr gelungen und mir gefiel es sehr gut, dass wir hier einmal eine andere Story zu lesen bekommen. Hier spürte ich tatsächlich die Gefühle sofort. Miles möchte Ellie helfen, er möchte, dass sie sich selbst kennenlernt und nicht mehr so alleine fühlt. Es ist so süß, was er sich alles einfallen lässt, um Ellie zu unterstützen. Und mit jeder Aktion vertieft sich die Verbindung zwischen den beiden.

Doch dann lässt Christelle Zaurini eine Bombe platzen, indem sie Miles Identität aufdeckt. Dabei fand ich es gut, dass das nicht erst zum Ende des Buches passiert, sondern schon ab der Hälfte. So haben die Protagonisten noch Zeit, sich persönlich kennenzulernen, was jedoch für beide nicht ganz einfach ist und ein wenig Drama mit sich bringt. Das gehört aber zu diesem Genre natürlich auch dazu. Leider konnte ich nicht jedes Drama verstehen, dass die Autorin in ihr Buch eingebaut hat. Einiges war mir dann doch too much und ich hatte das Gefühl, dass am Ende noch versucht wurde, noch mehr ernste Themen in der Geschichte unterzubringen. Es hat zwar alles zur Geschichte gepasst, aber für mich hat nicht alles genug Raum bekommen.

Dafür hat das Thema „Selbstfindung“ viel Platz im Buch und wird am Beispiel von Ellie sehr gut beleuchtet. Die Protagonistin bekommt in ihrer Familie einfach keine Möglichkeit eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, weil ihr alles vorgegeben wird. Dieses Thema hat Christelle Zaurini in meinen Augen sehr schön aufgearbeitet.

Am Ende gibt es nochmal einen kleinen Zeitsprung und ich mochte den Schluss, er passt für mich wirklich gut zur Geschichte.

Fazit:

Christelle Zaurini hat hier eine sehr schöne Geschichte geschaffen über Selbstfindung und über besondere, emotionale Verbindungen. Die Lovestory zwischen den beiden Protagonisten fand ich besonders süß und ungewöhnlich, ich konnte das Kribbeln sehr gut nachvollziehen. Leider gelang mir das nicht bei allen Gefühlen und zum Schluss hin kam es mir so vor, als würden noch ein paar ernste Themen unbedingt Platz finden müssen, aber nicht genug Raum zur Entfaltung bekommen.

Insgesamt war es aber ein sehr schönes, emotionales Buch, das ich gerne weiterempfehle.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 13.06.2021

Ein grandioses Finale

Wandler des Zwielichts (Edingaard Schattenträger-Saga 3/3)
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Inhalt:

Cassion kämpft nicht nur gegen die Macht, die Lendora seit der Prägung über ihn hat, sondern auch mit seinen Gefühlen gegenüber Kyana, die ihn verraten hat. Dadurch werden seine Schatten immer ...

Inhalt:

Cassion kämpft nicht nur gegen die Macht, die Lendora seit der Prägung über ihn hat, sondern auch mit seinen Gefühlen gegenüber Kyana, die ihn verraten hat. Dadurch werden seine Schatten immer stärker und er befürchtet, dass er in der Dunkelheit versinken wird.

Währenddessen müssen die Magier sich auf einen bevorstehenden Krieg vorbereiten. Denn Nyxora schürt weiterhin den Hass zwischen Menschen und Magiern. Nur Kyana könnte die Dunkle Göttin aufhalten, doch ist sie bereit, den Preis für diesen Sieg erneut zu bezahlen?

Meine Meinung:

Diesem Finale habe ich am allermeisten entgegen gefiebert, nachdem Band 2 mit so einem fiesen Cliffhanger geendet hat, war ich megaaufgeregt, wie denn der Konflikt zwischen Magiern und Menschen ausgehen würde und was die Zukunft für Cassion und seine Familie bereithält.

Sehr gut gefiel es mir, dass Elvira Zeißler zu Beginn ein „Was bisher geschah“ eingeschoben hat und dort die wichtigsten Ereignisse und Personen nochmal vorstellte. Ich persönlich hätte das nicht gebraucht, da ich mich sehr gut an alles erinnern konnte, aber gerade bei einem Finale finde ich das sehr hilfreich.

Die Geschichte schließt nahtlos an die Ereignisse des Vorgängers an. Wir begleiten die verschiedenen Charaktere bei ihrer persönlichen Mission. So bekommen wir sowohl Kyanas Reise mit dem Kristall, als auch Cassions Kampf gegen Lendora direkt mit. Aber auch Lucas und Leenas Aufgaben und das Leben an der Magierakademie werden beleuchtet, so dass wir jederzeit wissen, was an den verschiedenen Stellen passiert und wie sich die Schlinge immer enger zieht.

Mich hat Elvira Zeißler sofort wieder in den Bann gezogen, vor allem Cassion hat es mir ja in den Vorgängerbänden schon angetan, weil er einfach nicht der typische Held ist, sondern auch mit einer dunklen Seite zu kämpfen hat. In diesem Finale wächst er deutlich über sich hinaus. Was mir aber am besten an ihm gefällt, ist, dass er nicht einmal nur an sich denkt, sondern immer an andere. Sein eigenes Schicksal scheint ihm egal zu sein, er kämpft für eine größere Sache.
Bei Kyana konnte ich dagegen nicht jede Handlung nachvollziehen. Hier muss man deutlich genauer hinschauen, um ihre Motive zu verstehen.
Am liebsten jedoch habe ich Luca und Leena begleiten muss ich gestehen. Die beiden sind mir neben Cassion besonders ans Herz gewachsen.
Aber insgesamt fand ich es einfach super, dass wir wirklich eine Rundumsicht auf alle Geschehnisse bekommen haben. Das tat auch der Spannung in keinster Weise einen Abbruch, denn trotz allem hatte man als Leser*in keine Ahnung, wie sich das Ganze entwickeln würde. Man konnte zwar wilde Spekulationen anstellen, aber ganz ehrlich hätte ich nicht mit diesem Ausgang gerechnet.

Überhaupt hält Elvira Zeißler einige Überraschungen für uns parat. Manche davon hat mich tatsächlich arg mitgenommen, aber trotzdem fand ich sie gut, denn ein Krieg hat nun einmal nichts Romantisches und nicht alles entwickelt sich immer zum Guten. Auf jeden Fall hat mich die Autorin auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt. Ich habe die Luft vor Spannung angehalten, hab geschmunzelt und hatte Schmetterlinge im Bauch und dann habe ich Rotz und Wasser geheult. Tatsächlich muss ich gestehen, dass das bei mir bei Fantasybüchern eigentlich weniger der Fall ist, aber Elvira Zeißler hat mir wirklich das Herz gebrochen und trotzdem liebe ich dieses Buch.

Das Ende hat mich auch richtig begeistert. Es rundet die Saga um den Schattenträger richtig schön ab, aber trotz allem macht es mich traurig, denn ich hätte gern noch ein Wiedersehen mit Cassion gehabt und hoffe jetzt auf ein Spin Off über Cassions Schwester Gwynna, die ich auch wirklich liebgewonnen habe und der ich eine eigene Geschichte wünsche.

Fazit:

Was für ein Finale! Elvira Zeißler hält von Band 1 bis 3 konstant ein wirklich spannendes und mitreißendes Level und setzt trotz allem immer nochmal einen drauf. Ich wurde auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt und habe mich immer zwischen aufgeregt, schmunzelnd und heulend wiedergefunden. Wenn ich mich nicht schon im ersten Band heillos in diese Reihe verliebt hätte, wäre ich ihr spätestens jetzt total verfallen. Ich liebe, liebe, liebe die Schattenträger-Saga. Meine absolute Herzensreihe.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 20.05.2021

Ein schöner Abschluss für eine märchenhafte Trilogie

Märchenhaft-Trilogie (Band 3): Märchenhaft erblüht
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Inhalt:

Der Tag der Entscheidung rückt immer näher und es sind nur noch drei Kandidatinnen übrig. Doch bevor Lean seine Wahl bekannt geben kann, taucht die Schwarze Hexe erneut auf und entführt seinen ...

Inhalt:

Der Tag der Entscheidung rückt immer näher und es sind nur noch drei Kandidatinnen übrig. Doch bevor Lean seine Wahl bekannt geben kann, taucht die Schwarze Hexe erneut auf und entführt seinen Vater.

Gemeinsam mit seinen Freunden macht der Prinz sich auf den Weg in den Finsterwald, um die Schwarze Hexe ein für alle Mal zu besiegen und endlich in Frieden leben zu können. Doch der Weg ist voller Gefahren und es gibt mehr zu verlieren, als sich die Gruppe je hätte vorstellen können … .

Meine Meinung:

Das Buch schließt nahtlos an seinen Vorgänger an und wir erleben mit, wie sehr Heera unter der Zurückweisung von Lean leidet. Sie verkriecht sich und hat an nichts mehr Freude. Jeder, der selbst einmal Liebeskummer hatte, kann sicher Heeras Verhalten nachvollziehen. Und ich wäre am liebsten ins Buch gestiegen und hätte Lean geschüttelt, denn man spürt förmlich, dass auch er leidet und nichts mehr möchte, als mit Heera zusammen zu sein. Trotzdem sieht er für sie beide keine Zukunft.

Doch auch die anderen Protagonisten haben mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Ich fand es sehr schön, dass nur noch wenige Kandidatinnen übrig sind, weil sich jetzt die Geschichte besser auf diese konzentrieren konnte und man etwas tiefer in die einzelnen Schicksale einsteigt. Dabei spürt man auch deutlich, die Zerrissenheit der einzelnen Charaktere, was mir sehr gut gefallen hat.

Während sich die Geschichte im ersten Drittel eher auf die Gefühlswelt der Figuren konzentriert, nimmt die Handlung rund um die Schwarze Hexe im zweiten Drittel Fahrt auf und man begleitet die kleine Gruppe auf ihrer gefährlichen Reise zum Finsterwald.

Im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse dann geradezu und ich hatte das Gefühl, dass es fast etwas zu viel wird. Dort hat die Autorin nämlich so viele verschiedene Märchen eingebaut und es passieren so viele Dinge gleichzeitig, dass ich kaum noch hinterher kam. Mir wäre es ehrlich gesagt lieber gewesen, die Ereignisse hätten sich etwas verteilt. Doch so hat sich die Spannung natürlich zum Zerreißen gesteigert und ich konnte mich kaum noch vom Buch lösen, weil ich unbedingt wissen wollte, ob der Kampf gegen die Schwarze Hexe gelingt und es ein Happy End für Heera und Lean gibt.



Fazit:

Dieser letzte Band ist ein schöner Abschluss für die Trilogie. Man bekommt tiefe Einblicke in die Gefühlswelt der Protagonisten und trotzdem steigert sich die Spannung stetig. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse und mir war es fast etwas zu viel. Trotzdem habe ich mit Heera, Lean und ihren Freunden auf jeder Seite mitgefiebert und konnte mich erst lösen, nachdem ich wusste, wie es zu Ende gehen würde.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 20.05.2021

Ein schönes Buch, das Mut macht

Honigherzen
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Inhalt:

Nach einem schweren Schicksalsschlag braucht Leni dringend einen Neuanfang. Kurzerhand kauft sie einen alten, renovierungsbedürftigen Hof und zieht dort mit ihrer Tochter und ihrer Schwester ein.

Doch ...

Inhalt:

Nach einem schweren Schicksalsschlag braucht Leni dringend einen Neuanfang. Kurzerhand kauft sie einen alten, renovierungsbedürftigen Hof und zieht dort mit ihrer Tochter und ihrer Schwester ein.

Doch sie hat sich das Ganze einfacher vorgestellt, als es ist, denn das Haus weißt mehr Mängel auf, als anfangs ersichtlich und in der eingeschworenen Dorfgemeinschaft ist es schwer, Fuß zu fassen.

Zum Glück eilt ihnen der gut aussehende Henry zu Hilfe und hilft den Mondtag-Frauen, sich schließlich doch noch heimisch zu fühlen. Aber der nette Tischler ruft auch Gefühle in Leni hervor, die sie schon lange in sich verschlossen hat … .

Meine Meinung:

Das Buch beginnt tatsächlich anders, als ich dachte. Nach dem Klappentext hätte ich nicht damit gerechnet, dass es so traurig und emotional anfängt. Mich hatte die Autorin damit jedoch sofort abgeholt und ich hatte gleich Mitleid mit Leni und mochte mir gar nicht vorstellen, wie es ihr geht.

Danach springt man 6 Jahre nach vorne und erlebt, wie Leni mit dem Schicksalsschlag umgegangen und wie sie ihr Leben bis dahin gestaltet hat. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, wie sich die Protagonistin verhalten hat. Allerdings hätte ich mich wohl nicht getraut, so einen großen Neuanfang zu starten. Umso mehr habe ich Leni bewundert, dass sie es wagt, ihre Träume schließlich doch noch wahrzumachen.

Unterstützt wird sie dabei von ihrer Schwester Juna. Die junge Frau habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist so herzlich und offen, spontan und unkompliziert. Ich fand es toll, wie in dem Buch mit ihrer Sexualität umgegangen wird und dass sie auch Lenis Tochter gegenüber damit offen umgehen. Es ist einfach etwas ganz Natürliches und genau so sollte es auch sein. Das hat Mina Teichert meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt.

Auch das Thema ADHS bei Kindern findet in dem Buch seinen Platz. Es wird die Frage aufgeworfen, ob man mit Medikamenten arbeiten sollte oder ob es auch andere Wege gibt damit umzugehen. Leni gerät in einen ziemlichen Zwiespalt, weil sie natürlich das Beste für ihre Tochter möchte und auch mit den Reaktionen der anderen Eltern und Leuten zu kämpfen hat. Ich fand es sehr schön, dass die Autorin hier aufgezeigt hat, unter welchen Druck Eltern oftmals geraten, wenn ihre Kinder „nicht normal funktionieren“. Mina Teichert geht sehr sensibel mit diesem Thema um und bringt es so ihren Lesern näher.

Aber auch der Humor in der Geschichte gefiel mir sehr gut. So ist dieses Buch trotz sehr emotionaler Momente auch etwas zum Entspannen und einfach nur genießen, wozu sicher auch das Setting beiträgt. Ich habe den renovierungsbedürftigen Hof mit all seinen zauberhaften Plätzen, der Obstwiese, dem kleinen Wäldchen und den Heidelbeersträuchern direkt vor mir gesehen und hätte mir gut vorstellen können, den Mondtag-Frauen auch einen kleinen Besuch abzustatten. Dabei hätte ich auch gerne ein wenig von den Marmeladen und Likören probiert. Das klang alles so lecker und die Namen haben mich besonders begeistert. Also ich wäre sicher Stammkunde in dem Laden.

Die Liebesgeschichte spielt eher eine Nebenrolle, denn im Vordergrund steht ganz klar das Thema Neuanfang, seinen Traum leben und den Mut finden, um aus dem alten Trott auszubrechen. Und doch hat mir die Lovestory auch ein paar Bienen in den Bauch gezaubert. Es war schön, die Protagonisten zu beobachten, wie sie sich annähern und langsam Gefühle entwickeln. Ich finde dabei hat es genau das richtige Tempo und auch das Drama, das es in so einer Geschichte immer geben muss, hat das nötige Gewicht, ohne zu nerven.

Am Ende konnte ich das Buch mit einem guten Gefühl und einem Schmunzeln im Gesicht zuschlagen, auch, wenn es mir sichtlich schwer fiel, die Mondtag-Frauen zu verlassen.

Fazit:

Dieses Buch birgt mehr, als man zu Beginn vermutet. Schon der Start ist sehr emotional und Mina Teichert spricht dabei auch einige ernste Themen an, die sie meiner Meinung nach sehr sensibel umsetzt. Die Liebesgeschichte gefiel mir auch sehr gut, aber hier steht ganz klar, der Neuanfang im Vordergrund. Dabei spricht mir die Botschaft, dass man seine Träume leben soll, sehr aus dem Herzen. Ein wirklich honigsüßes Buch.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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