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Veröffentlicht am 25.05.2026

Starke Protagonistin, wirre Geschichte

Hope Joanna
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Hope Joanna Marlow ist bei der Berliner Polizei keine Unbekannte. Als ehemalige Taekwondo-Kämpferin hat sie mit einem viralen Video eine gewisse Berühmtheit erlangt. Ihr neuster Fall führt sie in das Haus ...

Hope Joanna Marlow ist bei der Berliner Polizei keine Unbekannte. Als ehemalige Taekwondo-Kämpferin hat sie mit einem viralen Video eine gewisse Berühmtheit erlangt. Ihr neuster Fall führt sie in das Haus eines bedeutenden Händlers für seltene Relikte und Artefakte, der ermordet wurde. Anscheinend hatte er zuletzt ein seltenes Artefakt angeboten, welches für einiges Aufsehen gesorgt hat: das Führerelixier. Joannas Ermittlungen führen sie zu einem geheimen Orden und einer Brauerei voller Nazis. Da scheint eine Katastrophe bereits vorprogrammiert zu sein.

Ich bin ehrlich gesagt nicht ganz sicher, was ich da gelesen habe, aber mit einem Krimi hatte die Geschichte für mich insgesamt wenig zu tun. Bereits am Anfang war ich irritiert, wie wenig von der Leiche und dem Tatort beschrieben wird. Es gibt einen kurzen Einblick in das doch recht merkwürdige Haus des Opfers, welches im Weiteren gar keine Rolle mehr zu spielen scheint. Auch der Name des Toten ist eigentlich ein ziemlich schlechter Witz, den ich ehrlicherweise nicht lustig fand. Hope Joanna ist ein interessanter Charakter und entspricht für mich dem, was ich mir unter einer knallharten Berliner Polizistin so vorstelle. Auch ihre beiden Begleiter Neuendorf und Siri mochte ich, insgesamt ist mir Neuendorf jedoch ein wenig zu trottelig dargestellt. Einige Dialoge waren humorvoll, konnten mir jedoch über die sehr chaotische Handlung nicht hinweghelfen. Hier fehlte mir eindeutig ein roter Faden. Ich habe das Gefühl die Geschichte hat eine Menge Handlungsstränge angeteasert, die aber erst in Folgebänden eine Rolle spielen werden. Hierzu zählt für mich auch das Motiv des letztlichen Täters, welches ich nicht nachvollziehen konnte.

Insgesamt war die Geschichte für mich zu wirr und überzogen, auch wenn mich die Charaktere im Einzelnen gesehen doch überzeugen konnten.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Was für ein großartiger Roman!

Eine Frage der Chemie
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Elizabeth Zott war schon immer zu Höherem bestimmt. Doch in den 1960er Jahren hatten Frauen zu heiraten, Kinder zu kriegen und den Haushalt zu führen und ganz sicher nicht Chemikerinnen zu werden. Doch ...

Elizabeth Zott war schon immer zu Höherem bestimmt. Doch in den 1960er Jahren hatten Frauen zu heiraten, Kinder zu kriegen und den Haushalt zu führen und ganz sicher nicht Chemikerinnen zu werden. Doch Elizabeth Herz gehörte schon immer allein der Chemie, bis sie Calvin Evans begegnet. Calvin, selbst ein großer und gefeierter Chemiker, erkennt Elizabeth als ebenbürtig an und verliebt sich in sie. Doch als das Leben eine harte Wendung nimmt, steht Elizabeth plötzlich als alleinerziehende Mutter da. Sie muss eine Kochsendung übernehmen, um sich über Wasser zu halten. Aber was ist Kochen anderes als Chemie?

Elizabeth Zott ist eine starke Protagonistin, die für ihre Rechte und die aller Frauen kämpft. Sie erscheint auf den ersten Blick ziemlich unnahbar und emotionslos, doch ihr Umgang mit Calvin, Mad und Halb Sieben malt ein ganz anderes Bild dieser beeindruckenden Frau, die sich sehr wohl um andere Menschen schert. Auch wenn sie natürlich nur eine fiktive Figur in einem Roman ist, sind es doch solche Frauen gewesen, die den Weg für Gleichberechtigung geebnet haben. Ich fand es teilweise sehr schlimm, wie die Männer in dieser Geschichte mit ihr umgegangen sind, sie herabgewürdigt und unterdrückt haben und andersherum ihre Arbeit benutzten, um selbst erfolgreich in ihrem Beruf zu sein. Diese Passagen haben mich wirklich wirklich wütend gemacht, sodass ich beim Lesen eine Pause einlegen musste. Eine Geschichte, die solche Emotionen bei mir hervorrufen kann, kann ich als nichts anderes als besonders bezeichnen. Ein Roman über Feminismus und Selbstbestimmung, der mich wirklich mitreißen konnte und allein deshalb bereits volle 5 Sterne verdient hat.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Vier Jahre später

Welch trügerisches Glück
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Vor vier Jahren wurde Rosalind tödlich verletzt, doch durch ein Experiment von den Toten zurückgeholt. Nun ist sie so gut wie unsterblich und kämpft als Lady Fortuna für die Nationalisten. Als Japan ihre ...

Vor vier Jahren wurde Rosalind tödlich verletzt, doch durch ein Experiment von den Toten zurückgeholt. Nun ist sie so gut wie unsterblich und kämpft als Lady Fortuna für die Nationalisten. Als Japan ihre Heimat bedroht wird sie zusammen mit einem weiteren Agenten ausgewählt die gegnerischen Reihen zu infiltrieren. Gleichzeitig erschüttert eine Reihe von Giftmorden die Stadt Shanghai. Orion und Rosalind müssen zusammenarbeiten, um eine tiefgreifende Verschwörung aufzuklären. Doch in einer Welt voller Intrigen und Geheimnisse wird es immer schwieriger Freund und Feind voneinander zu unterscheiden.

Nach einer langen Pause habe ich nun zum nächsten Band der Reihe gegriffen, auch wenn es sich mehr um ein Sequel der ersten beiden Bände handelt. Die Geschichte setzt vier Jahre nach den Ereignissen der ersten beiden Bände ein. Shanghai ist immer noch in seinem Kern gespalten, auch wenn die Banden der Vergangenheit angehören. Rosalind versucht ihr altes Leben hinter sich zu lassen, kämpft jedoch mit ihren Schuldgefühlen. Anderen zu Vertrauen fällt ihr dementsprechend schwer. Doch Orion mit seiner etwas aufdringlichen Art schafft es hinter ihre Fassade zu blicken. Ich mochte es sehr, wie die beiden Charaktere miteinander harmoniert und einander Stück für Stück kennengelernt haben. Celia und Oliver sind zwar ebenfalls wichtige Charaktere, dennoch fokussiert sich die Handlung vornehmlich auf ihre Geschwister. Auch andere altbekannte Charaktere finden Platz in dieser Geschichte. Ich mochte es wie wenig vorhersehbar die Story war und wie sehr mich die Geschichte in ihren Bann ziehen konnte. Auch wenn die Handlung eher langsam voranschreitet und die politischen Intrigen etwas verwirren, war die Geschichte für mich jedoch nie langweilig. Ich muss sagen, dass mir dieser Band der Reihe bisher am besten gefallen hat. Das Ende ist wirklich ein fieser Cliffhanger, sodass ich motiviert bin bald mit dem nächsten Band der Reihe weiterzumachen.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Auf der Suche nach sich selbst

Das größte Rätsel aller Zeiten
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Aufgewachsen in der Gemeinschaft der Rätselmacher, hat Clayton in den letzten 25 Jahren doch einiges über knifflige Rätseln, verschlüsselte Botschaften und verwirrende Labyrinthe gelernt. Doch das größte ...

Aufgewachsen in der Gemeinschaft der Rätselmacher, hat Clayton in den letzten 25 Jahren doch einiges über knifflige Rätseln, verschlüsselte Botschaften und verwirrende Labyrinthe gelernt. Doch das größte aller Rätsel gibt ihm seine eigene Existenz auf. Denn Clayton ist als Baby vor der Tür der Gemeinschaft ausgesetzt wurden. Auch wenn Clayton die skurrilen, aber liebenswerten Mitglieder der Gemeinschaft als seine Familie betrachtet, möchte er doch wissen, woher er stammt. Nachdem seine Ziehmutter Pippa verstirbt, schickt sie ihn auf eine Reise in seine und ihre Vergangenheit. Und mit jedem Rätsel das Clayton löst, kommt er der Wahrheit ein Stück näher.

Ich bin selbst ein großer Rätselfan und war deshalb begeistert von der Idee einer Gemeinschaft der Rätselmacher. Ich habe mir beim Lesen des Klappentextes eher eine mystische Gemeinschaft vorgestellt, doch letztlich haben wir hier einen Zusammenschluss von eher introvertierten Menschen, die Rätsel lieben und nicht mehr allein sein möchten. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einerseits berichtet Pippa von der Gründung der Gemeinschaft und den Hindernissen, die diese zu bewältigen hatten. Hierbei hat mich vor allem der Zusammenhalt der vielen Mitglieder wirklich berührt. Die zweite Zeitebene spielt in der Gegenwart und begleitet Clayton auf der Suche nach seinen Eltern. Hierbei hat Pippa ihm einige Rätsel gestellt, die ihn auf eine Art Schnitzeljagd schicken. Für mich hätten die Rätsel tatsächlich etwas interessanter und vor allem schwieriger sein können. Zudem hat es der Geschichte für mich vor allem in diesem Teil wirklich an Spannung gefehlt und war zeitweise sehr zäh. Die etwas ungewöhnlichen Charaktere mochte ich dahingegen sehr.
Insgesamt ein ruhiger Roman, der für Rätselliebhaber auf jeden Fall geeignet ist.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Lesehighlight!

Shield of Sparrows
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Odessa Cross war ihr Leben lang die unwichtige Prinzessin. Ihre kleine Schwester wurde im Kampf und in Spionage ausgebildet, um einen fremden Prinzen zu heiraten und ein jahrhundertealtes Friedensabkommen ...

Odessa Cross war ihr Leben lang die unwichtige Prinzessin. Ihre kleine Schwester wurde im Kampf und in Spionage ausgebildet, um einen fremden Prinzen zu heiraten und ein jahrhundertealtes Friedensabkommen zu erfüllen. Doch als der Prinz von Turah an den Hof kommt, fordert er Odessa anstelle ihrer Schwester als seine Braut. Verheiratet mit einem Fremden und unvorbereitet auf das Land, in dem sie den Rest ihres Lebens verbringen soll, segelt Odessa an der Seite des Prinzen in ihre neue Heimat. Begleitet werden sie durch den Hüter, den besten und gefährlichsten Krieger Turahs, der übernatürliche Kraft besitzen soll. Doch ihre neue Heimat ist voller Gefahren, die nicht nur Odessas Leben, sondern auch ihr Herz bedrohen.

Ich muss sagen, dass ich schon lange kein so unglaublich gutes Fantasybuch gelesen habe und mich der überwiegend positiven Bewertungen zu dieser Geschichte uneingeschränkt anschließen kann.
Odessa als Protagonistin hat mich mit Abstand am meisten überzeugt. Entgegen anderer High Fantasy Geschichten muss ich zunächst anmerken, dass an Odessa kaum etwas außergewöhnlich scheint. Sie kann nicht kämpfen oder spionieren, hat keine besonderen Fähigkeiten, die sie zur „Heldin“ machen. Sie wirkt einfach völlig normal, hat einen liebenswerten und rücksichtsvollen Charakter und hilft denjenigen, die ihre Hilfe benötigen. Meiner Meinung nach großartige Eigenschaften für eine zukünftige Königin. Es wird sehr realistisch dargestellt wie sie das Kämpfen lernen will und regelmäßig bei ihren Übungen scheitert, was dem Buch und den Charakteren etwas sehr Authentisches gibt. Aber auch alle anderen Charaktere der Geschichte sind unglaublich realistisch beschrieben, wobei vor allem Evie ziemlich schnell mein Herz erobern konnte.
Die Story ist von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur spannend. Selbst die etwas ruhigeren Szenen waren jedes Mal wichtig für die weitere Handlung und niemals langweilig. Aber auch insgesamt hat mich die Handlung eines Buches selten so überraschen können wie hier. Ich liebe alles an der Geschichte und fiebere jetzt schon dem Erscheinen des zweiten Bandes entgegen. Ein absolutes Lesehighlight!

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