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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2020

Eine Sahneschnitte ermittelt

Schwarzwälder Kirsch
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Christa ist 72, aber doch nicht alt! Denkt sie. Allerdings findet sie sich überraschend im Betreuten Wohnen wieder, soll dort eine Hüftoperation ausheilen lassen. Nur für kurze Zeit. Denkt sie.
Spannend ...

Christa ist 72, aber doch nicht alt! Denkt sie. Allerdings findet sie sich überraschend im Betreuten Wohnen wieder, soll dort eine Hüftoperation ausheilen lassen. Nur für kurze Zeit. Denkt sie.
Spannend wird es, als ein ehemaliger Mitschüler, sehr erfolgreich, in seinem eigenen Garten verbrannt wird. Natürlich hat Niemand etwas gesehen. Ein junger Ermittler soll den Mörder enttarnen. Das möchte Christa, Kriminalhauptkommissarin a.D. auch. Sie entdeckt so einiges.
Der Leser nicht. Unterhaltsam wird das ach so beschauliche Leben in dem kleinen Schwarzwaldörtchen mit seinen teils leicht schrulligen Einwohnern geschildert. Besonders mochte ich den Backclub der „Sahneschnitten“.
Heim- und Dorfbewohner sind sympathisch, nervig, unzufrieden, lokalpatriotisch, haben Vorlieben und Schwächen wie Hinz und Kunz. Langsam wird klar, dass der charismatische Bertie doch nicht bei allen beliebt war.
Ich kann mir das beschauliche Maria Brunn mit seinen Menschen so richtig vorstellen. Mona Franz beschreibt authentisch, fügt richtungsweisende Rückblicke ein, hat einen gut zu lesenden Kriminalroman verfasst. Feine, unaufgeregte Lektüre aus dem Ullstein Verlag.

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Veröffentlicht am 28.02.2020

Fast alles

Einfach alles!
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Christopher Lloyd legt ein dickes, schweres Buch, welches verheißungsvoll ankündigt, einfach alles zu erklären, vor. Wo und wie begann das Leben, was wurde wann/ wo/ warum erfunden, welche Entdeckungen ...

Christopher Lloyd legt ein dickes, schweres Buch, welches verheißungsvoll ankündigt, einfach alles zu erklären, vor. Wo und wie begann das Leben, was wurde wann/ wo/ warum erfunden, welche Entdeckungen wurden gemacht und vieles mehr. Eine Menge Dinge, die wissbegierige junge Menschen interessieren können, werden gezeigt und erklärt. Egal, ob Planeten, Tiere, Bauwerke oder Politik- man erfährt viel. Schön, dass der Leser oft direkt angesprochen wird.
In der Natur der Sache liegt eine große Textlastigkeit, aufgelockert durch übersichtliche Skizzen, Karten, Fotos. Ein Register hilft, bestimmte Begriffe gezielt auffinden zu können.
„Einfach alles“ ähnelt stark einem Geschichtslehrbuch. Wem solche gefallen, wird dieses Buch lieben.

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Veröffentlicht am 27.02.2020

Ein toller Tag mit Tierpflegerin Hanna

Was machen wir im Zoo?
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Hanna ist Tierpflegerin im Zoo. Ihre Arbeit ist spannend und abwechslungsreich. Wie ein Tag abläuft, wird in dem Buch „Was machen wir im Zoo?“ , kindgerecht geschildert.
Die Leser werden einbezogen, sie ...

Hanna ist Tierpflegerin im Zoo. Ihre Arbeit ist spannend und abwechslungsreich. Wie ein Tag abläuft, wird in dem Buch „Was machen wir im Zoo?“ , kindgerecht geschildert.
Die Leser werden einbezogen, sie rütteln, schieben, streicheln die Buchseiten mit Hilfe der Aufforderungen, lernen die Arbeitsbekleidung kennen, schauen, welche Tiere noch zu sehen sind, tröten wie ein Elefant. Das macht Spaß, ist abwechslungsreich. Die Bilder sind übersichtlich, die Aufgaben einfach.
Auch nach mehrfachem „Lesen“ machen die Seiten einen robusten Eindruck, auch etwas energischeres Umblättern überstehen sie unbeschadet.
Die Farben könnten kräftiger leuchten, aber dennoch mag meine Kleine das Buch sehr.
Fazit: ein schönes Buch für die Kleinen, es regt zum Mitmachen an, erweitert Wissen und Wortschatz.

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Veröffentlicht am 26.02.2020

Der etwas andere Buchladen

Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist
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Nina Redmond, verhuscht, schüchtern, mehr der Typ Bücherwurm, ist Bibliothekarin. Gern sogar. Allerdings geht auch in ihrer kleinen Stadt das Bibliothekensterben voran und neue Jobs sind rar. Als in Schottland ...

Nina Redmond, verhuscht, schüchtern, mehr der Typ Bücherwurm, ist Bibliothekarin. Gern sogar. Allerdings geht auch in ihrer kleinen Stadt das Bibliothekensterben voran und neue Jobs sind rar. Als in Schottland ein ausrangierter Bus zum Verkauf steht, ergreift sie ihre Chance und möchte einen fahrenden Bücherladen eröffnen. Jetzt aber fangen die Schwierigkeiten erst an: Genehmigungen, Stellplätze, Logistik, mürrische Einheimische, Geldsorgen....
Jenny Colgan hat eine romantische und humorvolle Geschichte geschrieben, ihre Protagonisten durchaus sympathisch, wenn auch mit kleinen Schwächen dargestellt, lässt sie in Fettnäpfchen tappen und großherzig sein, vergisst auch kleingeistige Charaktere nicht und - natürlich- spielt auch die Liebe eine Rolle. Sieh mal an, auch das Dorfleben bietet so Einiges, schottische Männer sind einfach toll!
Anfänglich ein wenig langweilig, wird diese Geschichte fluffig, unterhaltsam und liest sich gut.

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Veröffentlicht am 26.02.2020

Viele Welten

Serafin. Das Kalte Feuer
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Wenn monatlich Venedigs Kanäle austrocknen, wühlt Serafin nächtens im Schlamm, um Schätze zu finden. Das ist verboten und gefährlich, aber er braucht das Geld für seine kranke Mutter und für sich. Auf ...

Wenn monatlich Venedigs Kanäle austrocknen, wühlt Serafin nächtens im Schlamm, um Schätze zu finden. Das ist verboten und gefährlich, aber er braucht das Geld für seine kranke Mutter und für sich. Auf seiner Suche findet er zwei bewusstlose Mädchen und wird von seiner fliegenden Katze(!) überredet, wenigstens eine davon vor der Obrigkeit zu retten. Wen hat er sich damit eingefangen?
Eine abenteuerliche Geschichte nimmt hier ihren Anfang, die Gerettete möchte unbedingt ihre Freundin befreien. Sie bringt Serafin durch Spiegel sowohl vor dem nahenden Wasser als auch vor der Garde in Sicherheit, eine neue Welt offenbart sich. Das Spiegellabyrinth, die Freundin mit den Spiegelaugen, boshafte Glasmacher, vergessene Götter, heimtückische Kartographen, seltsame Doppelgänger, goldene Katzen und mehr verändern Serafins Leben. Zum Besseren?
Das wird in dieser Fantasygeschichte farbig beschrieben, viel passiert, unglaubliche Geschehnisse werden geschildert. Kai Meyer verwirrt seine Helden und lässt seine Leser über so manches im Unklaren. Nichtsdestotrotz ist das „Kalte Feuer“ unterhaltsam und lässt Gedankenspielereien zu.
Neuartiges aus dem Hause Sauerländer.

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