ein neuer Blick auf die Provence
Mord à la LavandeDieser Auftakt zu einer neuen Krimiserie um den Krimiautor Maxim Marchal ist wirklich gelungen. Als erstes sind mir die schönen farbenfrohen und detailreichen Schilderungen der Umgebung natürlich ins Auge ...
Dieser Auftakt zu einer neuen Krimiserie um den Krimiautor Maxim Marchal ist wirklich gelungen. Als erstes sind mir die schönen farbenfrohen und detailreichen Schilderungen der Umgebung natürlich ins Auge gefallen. Das ist gerade bei dem winterlichen Wetter hier ein sehr schöner Einstieg. Wir sind in Aix en Provence angekommen und lernen den Krimiautor Maxim kennen. Mir hat besonders Spaß gemacht, wie er an seine Ideen kommt. Er beobachtet einfach mal so seine Mitbürger und die vielen Touristen in der Gegend und dabei fällt ihm so manches ins Auge, was evtl. für eine Buchidee in Frage kommen könnte. Ich hätte ihn gerne begleitet, aber durch die authentischen Beschreibungen kann ich mir alles gut vorstellen. Seine Beobachtungsgabe täuscht ihn nicht und so kommt er auf eine evtl. Spur. Er agiert natürlich nicht alleine, sondern nimmt die Unterstützung zweier motivierter Frauen in Anspruch, die er bei seinen internen Ermittlungen befragt hatte, Sabrina und Ginette. Auch diese beiden Damen sind nun an den Nachforschungen beteiligt und zusammen versuchen sie Licht ins Dunkel zu bringen. Und dabei stellen sie sich sehr gut an und bringen so einiges in Erfahrung. Mir haben die Vorgehensweisen der Freizeitermittler sehr gut gefallen. Sie bilden ein gutes Team und ergänzen sich, nicht nur charakterisch, sondern auch durch ihre unterschiedlichen Berufe und Verbindungen. Es kommt so einiges Zutage, was wirklich zu Verwirrungen führt und man auf falsche Fährten geschickt wird. Aber im Grunde passt doch alles zusammen und ich war über den Abschluss des Falls zufrieden. Es kamen interessante und wichtige Themen zur Sprache, die man so auch nicht in die schöne Gegend der Provence verortet hätte. Aber sie sind da und ich finde es gut, wie sie hier in diesem spannenden Provencekrimi eingearbeitet wurden. Mir waren auch die anderen Protagonisten mehr oder weniger sympathisch. Ich konnte die Lebenssituation der Bäuerin Odile z.B. gut nachvollziehen. Allerdings war sie vielleicht etwas zu gutgläubig. Dafür war ich über die Handlungen so manch anderer Personen hier doch überrascht. Die Tarnung war echt gut und darauf wäre erstmal niemand gekommen. Es war jedenfalls ein spannender Ausflug in die Provence mit überraschenden Einblicken. Und natürlich dem sympathischen Ermittlungsteam Maxim (der übrigens seltsamerweise einige Gemeinsamkeiten mit dem Autor Robert de Paca hat - diese Hinweise fand ich sehr amüsant), Sabrina und Ginette zu folgen, war eine fesselnde Angelegenheit. Und ich hoffe, bald noch mehr Fälle mit Maxim und Co. in der Provence zu lösen.
Das Nachwort war auch sehr interessant und genau der richtige Abschluß zu diesem schönen Krimi.
Ich hatte jedenfalls eine sehr unterhaltsame Auszeit in der Provence und habe die Spannung unter der Sonne genossen.