Profilbild von Sigrid1

Sigrid1

Lesejury Star
offline

Sigrid1 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Sigrid1 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2021

Mord auf einer wunderschönen Insel

Tod auf Madeira (Ein Madeira-Krimi 1)
0

In diesem interessanten Krimi lernen wir die wunderschöne Insel Madeira von einer anderen Seite kennen. Ich war noch nie auf dieser Insel, aber durch die tolle und detailreichen Beschreibungen in diesem ...

In diesem interessanten Krimi lernen wir die wunderschöne Insel Madeira von einer anderen Seite kennen. Ich war noch nie auf dieser Insel, aber durch die tolle und detailreichen Beschreibungen in diesem Buch, kann ich sie mir sehr gut vorstellen. Und sie wird wohl von vielen Touristen besucht, um die schöne Natur zu erwandern und Erholung zu finden. Genau wie unsere Protagonisten es auch vor hatten. Die Gruppe von befreundeter Paare kommt jedes Jahr hierher, nur dieses Jahr springt die Krimi-Autorin Laura Flemming kurzfristig für den Mann ihrer Freundin Britta ein. Sie hat diese Auszeit auch bitter nötig, denn sie hat sich gerade nicht nur beruflich verändert, sondern wurde auch von ihrem Mann verlassen. Sie hofft hier mal zur Ruhe zu kommen und hat direkt für 4 Wochen gebucht. Mir war Laura sehr sympathisch. Sie ist eine starke Persönlichkeit und möchte hier ihre neue Zukunft planen. Laura hat einen speziellen Charakter, denn als Krimiautorin beobachtet sie ihre Umwelt sehr genau und malt sich alle möglichen Szenarien aus. Denn daraus holt sie ihre Ideen für ihre Bücher. Daher analysiert sie auch sofort die Gruppe und erkennt schon schnell die negativen Verhältnisse zwischen den Freunden. Die Gruppe ist ja auch schon sehr bunt zusammengemixt, mit vielen verschiedenen und interessanten Charakteren. Man verteilt als Leser sofort seine Sympathien und macht sich so seine eigenen Gedanken über die Frauen und Männer. Ich fand die Protagonisten sehr interessant, denn sie decken ein breites Spektrum an Berufen, Charakteren und auch Verhaltensweisen ab. Und nachdem ein Mord stattfand, kommen die wahren Persönlichkeitsmerkmale zum Vorschein. Ein anderer interessanter Protagonist ist der Kommissar Torres. Ich fand ihn sofort sympathisch und bekam ein wenig Mitleid mit ihm, da ja unsere Krimiautorin sich doch sehr beim Lösen des Falls engagiert und sie ihm dabei auch mal in die Quere kommt. Aber ich finde das Verhältnis zwischen den beiden "Ermittlern" sehr interessant. Sie stehen sich erst nicht so ganz positiv gegenüber, aber man merkt dann doch im Laufe der Zeit eine Veränderung in ihrer Beziehung und das nicht zum Nachteil. Aber wir erleben nicht nur die sehr verwickelten Ermittlungen sondern auch die privaten Probleme und Beziehungsgeflechte der vorkommenden Personen, egal ob Feriengäste oder Einheimische. Es ist spannend und es kommen immer neue Dinge zutage, die die Ermittlungen erschweren oder ihnen eine neue Richtung geben. Das ganze ist gut erzählt und man kann dem Geschehen leicht folgen. Der Text an sich ist leicht und flüssig zu lesen. Aber nicht nur die zwischenmenschlichen Beziehungen werden gut dargestellt, die Beschreibungen der Insel sind sehr schön. Auch wenn ich die Insel nicht kenne, konnte ich mir vieles gut vorstellen. Die Wasserrinnen, die Wanderwege durch die Berge, die Bäume, die Wasserfälle und die Dörfer werden sehr plastisch beschrieben. Ich sah alles regelrecht vor meinem inneren Auge. Diese Kombination von der Inselschönheit und dem spannenden Fall hat mir sehr gut gefallen. Auch die Auflösung des Falls war sehr gut und unerwartet.
Wer also einen spannenden und unterhaltsamen Krimi mit interessanten Personen in schöner Landschaft erleben möchte, ist hier genau richtig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.05.2021

fremde Welten

In den Weiten der Highlands
0

In diesem Taschenbuch finden wir drei Geschichten über den "Berserker" genannten Clanchef Ian McLaren und seine Familie zusammengefasst. Ich finde es besser, denn die einzelnen Erzählungen wären mir zu ...

In diesem Taschenbuch finden wir drei Geschichten über den "Berserker" genannten Clanchef Ian McLaren und seine Familie zusammengefasst. Ich finde es besser, denn die einzelnen Erzählungen wären mir zu kurz gewesen zum Lesen. Aber hier kann man sie gut hintereinander weglesen und sich voll und ganz in diese vergangene Zeit entführen lassen.

Ich fand es interessant, diese Zeit und seine Sitten und Gebräuche durch die lebendige und authentische Darstellung kennenzulernen. Die Handlung wird auch noch mit einigen Fantasy-Einschlägen bereichert. Die Sichtung der geheimnisvollen weißen Frau oder auch die Gespenster bringen einen mysteriösen Hauch dazu und machen es sehr spannend. Der Handlung kann man durch die guten Beschreibungen sehr gut folgen. Der Text lässt sich leicht und flüssig lesen. Die vorkommenden Charaktere sind sehr vielschichtig und man verteilt als Leser schnell seine Sympathien. Es werden viele Themen angesprochen wie Liebe, Glaube, Treue, Hass, Macht oder Intrigen. Alles schön verpackt in die Erlebnisse der Protagonisten. Und man hat auch hier einen roten Faden durch die Familie McLaren. In jeder Geschichte gibt es verschiedene Ereignisse, aber das Leben der Familie kann man ja fortlaufend verfolgen. Es hat mir Spaß gemacht in dieses fremde Land vor langer Zeit einzutauchen.

Wer also ein paar schöne und verzauberte Lesestunden habe möchte, ist hier gut aufgehoben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2021

Was geschah damals wirklich

Nordwestzorn
0

Dies ist der zweite Fall um die Kommissarin Anna Wagner in St. Peter-Ording. Aber auch wer den ersten Band nicht gelesen hat, kommt gut ins Geschehen rein. Und es werden auch nötige Informationen aus der ...

Dies ist der zweite Fall um die Kommissarin Anna Wagner in St. Peter-Ording. Aber auch wer den ersten Band nicht gelesen hat, kommt gut ins Geschehen rein. Und es werden auch nötige Informationen aus der privaten Vergangenheit der Protagonisten nochmals preisgegeben, so das man kein Defizit hat. Die Kommissarin Anna ist ja jetzt froh, eine feste Stelle in dem kleinen Revier zu bekommen. Es gibt eine neue Planstelle für die Bearbeitung von "Vermisstenfälle" und das beinhaltet auch alte Fälle. Und da greift Anna sich genau den richtigen Fall raus. Er ist interesssant, weil er damals in dem beschaulichen SPO die Gemüter zum Kochen gebracht hat. Ihr zur Seite stehen der Dienststellenleiter Hendrik Norberg und der junge Kollege Nils Scheffler. Ich finde, die drei sind ein sehr gutes Team. Sie ergänzen sich nicht nur durch ihre verschiedenen Arbeitserfahrungen, sondern auch durch die unterschiedlichen Charaktere. Mir sind die Ermittler jedenfalls sehr sympathisch. Und zumindest das Privatleben von Anna und Hendrik sind sehr interessant und sie haben so ihre Probleme zu bewältigen. Aber ich finde, sie gehen sehr gut damit um und man kann sich durch die einfühlsame Beschreibung auch gut in sie hineinversetzen. Die Ermittlungen erhalten eine besondere Brisanz, als es im Ort zu Ereignissen kommt, die mit dem alten Fall zusammenhängen könnten. Diese Verwicklungen sind sehr spannend erzählt und man fängt selber an zu rätseln. Die Personen und ihre Handlungen sind interessant und werfen immer neue Fragen auf. Es werden heikle Themen wie Kindesmissbrauch oder auch Vertuschen von Straftaten und "Küngeleien" im Amt angesprochen. Daher ist das Buch sehr abwechslungsreich. Mir haben auch die privaten Szenen gut gefallen. Hier gibt es nicht nur eine heile Welt, sondern die Protagonisten haben mit den unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen - eben wie im echten Leben. Der Text lässt sich gut und flüssig lesen und es wird nicht langweilig. Und auch die schönen Landschaftsbeschreibungen gehören mit dazu. Da ich die Gegend kenne, hat es mir besonders gut gefallen. Ich konnte mir alles sehr gut visuell vorstellen und fühlte mich fast wie im Urlaub. Diese Serie um Anna gefällt mir gut und ich freue mich schon auf weitere Fälle mit ihr. Es bringt einem die Gegend und die auch die Menschen dort näher. Wer also gerne Regionalkrimis liest und gerne in den Norden reist, ist hier gut aufgehoben. Ich kann das Buch mit guten Gewissen weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.05.2021

voller Erinnerungen

Kurschatten-Affäre
0

Dieser Regionalkrimi bringt uns den altehrwürdigen Kurort Bad Reichenhall näher. Wir erfahren viel über die glanzvolle Vergangenheit des Ortes. Auch wenn es nicht mehr so mondän zugeht, wird der Ort doch ...

Dieser Regionalkrimi bringt uns den altehrwürdigen Kurort Bad Reichenhall näher. Wir erfahren viel über die glanzvolle Vergangenheit des Ortes. Auch wenn es nicht mehr so mondän zugeht, wird der Ort doch durch sein Spielcasino und die Kurgänste immer noch gerne besucht. Hier lebt also Alexander Sascha Maiensäss zusammen mit seiner Großtante in der alten Familienvilla. Leider ist der Glanz und Reichtum der Vergangenheit nicht erhalten geblieben und so schlägt sich Sascha mit mehr oder weniger legalen Gelegenheitsjobs durch. Und diese Jobs machen ihm im Moment große Sorgen, denn er wird in Dinge reingezogen, die so nicht beabsichtigt waren. Er verliebt sich und wird als "Kurschatten" in einen Mord hineingezogen. Die Geschichte ist interessant und abwechslungsreich. Wir erfahren viel über den Ort und seine große Vergangenheit. Und vor allem auch viel über Sascha und seine Familiengeschichte. Allerdings fiel mir das Lesen am Anfang nicht leicht. Es fehlte mir der rote Faden und es wurden mir zu viele unwichtige Dinge erzählt. Es dauerte mir zu lange, bis es spannend wurde. Vieles hätte man kompakter erzählen können und sich dann mehr auf den Mord zu konzentrieren. Denn ich fand die Ermittlungen zum Mord durch Sascha und Co. zu schnell abgehandelt und irgendwie ging es zu leicht. Da hatte ich mehr Aktion erwartet und mehr Komplikationen. Aber vielleicht muss man das Buch mehr als Einstieg in diese Serie um Sascha und Bad Reichenhall sehen und daher mussten diese ganzen Informationen gegeben werden.

Wer also einen ruhigen Regionalkrimi lesen möchte, ist hier gut aufgehoben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.05.2021

Gefahr in der Heide

Heidewut
0

Auch in diesem Band um die Kommissarin Inka Brandt lernen wir die Heide von ihrer anderen Seite kennen. Die Touristen erleben eine tolle Landschaft mit urigen Dörfern und dem leckeren Essen in den Gaststätten ...

Auch in diesem Band um die Kommissarin Inka Brandt lernen wir die Heide von ihrer anderen Seite kennen. Die Touristen erleben eine tolle Landschaft mit urigen Dörfern und dem leckeren Essen in den Gaststätten inmitten der Heide. Aber es gibt auch die andere Seite und die erleben wir zusammen mit der Kommissarin und ihrem Team. Es fängt so schön und harmlos an. Die Wahl der Heidekönigin ist ein Highlight der Gegend. Alle feiern ausgelassen, nur für die neu gewählte Heidekönigin endet das Ganze nicht so wie geplant.

Bevor sie allerdings zu einem "Fall" wird,passiert ein Mord. Und das in dieser Idylle. Inka bekommt jetzt einiges zu tun. Alles ist etwas seltsam und undurchsichtig. Aber bei den Ermittlungen kommt dann doch einiges ans Tageslicht. Die Ermittler haben viel zu tun. Aber es macht Spaß diesen unterschiedlichen Personen zu folgen. Die Charaktere der Ermittler, aber auch der vorkommenden Verdächtigen und der Dorfbewohner sind interessant und sehr unterschiedlich. Das macht das Ganze sehr lebendig und authentisch. Mir gefällt die unaufgeregte Art, wie Inka ihre Arbeit erledigt. Sie ist sehr sympathisch und hat ihr Leben trotz mancher Widrigkeiten fest im Griff. Obwohl sie gerade im privaten Bereich an mehreren Erleignissen zu knabbern hat. Sie muss einige Entscheidungen treffen und dazu findet sie bei den aufregenden Ermittlungen keine richtige Zeit. Mir waren es diesmal manchmal zu viele unterschiedliche Bereiche zu beachten. Die Kriminalfälle und dazu noch das Geschehen unabhängig von der Arbeit mit Kind, zukünftigen Exmann und Verehrer. Außerdem lief ja auch noch die seltsame Situation um Sebastian und seiner Vergangenheit. Es kam beim Lesen jedenfalls keine Langeweile auf. Die Handlungen sind spannend und gehen rasant voran. Es passiert immer was und bringt neue Fakten auf den Tisch. Das Thema Schweinemast Großbetrieb ist gut in den Fall eingearbeitet und die Problematik wird sehr plausibel dargestellt. Der Leser kann dem Geschehen jedenfalls gut folgen und man verteilt seine Sympathien schnell. Nebenbei bekommt man die schöne Landschaft beschrieben. Der Totengrund tauchte jedenfalls gut vor meinem inneren Auge auf.

Wer Spaß an Regionalkrimis hat und die Lüneburger Heide kennt oder kennenlernen möchte, ist hier gut aufgehoben. Und auch ohne Vorkenntnisse zu lesen. Allerdings macht es mehr Spaß, wenn man die Bücher in der richtigen Reihenfolge liest. Ich bin jedenfalls schon auf weitere Fälle um Inka Brandt gespannt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere