Johanna‘s Geschichte in Norwegen und im politischen Untergrund geht weiter
SturmtageMit ihrem 2.Teil der Trilogie nimmt uns die Autorin direkt zu Beginn mit nach Norwegen. Im Prolog ist Johanna eine ältere Frau und besucht das Haus, in dem sie mit Moritz ihre Liebeszeit verbracht hat ...
Mit ihrem 2.Teil der Trilogie nimmt uns die Autorin direkt zu Beginn mit nach Norwegen. Im Prolog ist Johanna eine ältere Frau und besucht das Haus, in dem sie mit Moritz ihre Liebeszeit verbracht hat und sie findet ihre alten Zeichnungen, die sie damals gefertigt hat. Das ist sehr geschickt gemacht, denn damit wird dem Leser nochmals eine kurze Einführung in die damaligen Verbindungen und Zustände gegeben, so dass man sich wieder sehr gut erinnert und der dann wieder in der Vergangenheit stattfindenden Geschichte sehr gut folgen kann. Johanna, Sven und die kleine Tochter leben in Norwegen. Die Ereignisse in Deutschland spitzen sich zu und Karl-Georg will nach Deutschland für eine Zeit zurückgehen, um im politischen Untergrund zu arbeiten und hat die Hoffnung, die Sozialdemokraten und Kommunisten im Kampf gegen die Nazis zu einen. Johanna findet dieses aber viel zu riskant für ihren Bruder, den in Berlin durch seine politische Karriere als Sozialdemokrat viel zu viele Leute kennen. Also geht sie. In Berlin zurück, findet sie dann auch eine Spur über den Aufenthaltsort von Ruth, ihrer besten Freundin, die von den Nazis vor einiger Zeit inhaftiert worden ist. Sie versucht ihr zu helfen und damit gerät ihr eigenes Leben aus den Fugen, dem der Leser dann mit Spannung folgt.
Auch der 2.Teil hat mir wieder gut gefallen. Auch wenn er zwischendurch durch die für mich an manchen Stellen eher ausschweifende politische Darstellung a Tempo verloren hat, ging es dann aber auch immer wieder spannend weiter. Vielleicht war das auch eher bei mir der Fall, da ich bereits sehr gute Kenntnisse in den historischen Abläufen und den Ereignissen in der Zeit des Nationalsozialismus habe und für Leser, die hier noch mehr erfahren möchten, ist dieses bestimmt sehr informativ und sie empfinden dieses ganz anders. Sobald aber wieder die Geschichte Johanna weiter begleitet hat, nahm es wieder deutlich an Fahrt auf. Hierbei hat mir die Flucht nach Schweden viele Einblicke durch die bildhaften Beschreibungen beispw. der Landschaft und der dortigen politischen Lage gebracht. Auch sonst gab es so einige Überraschungen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe. Mit dem Epilog hat mich die Autorin dann auch sehr gespannt auf den Fortgang der Geschichte und den dritten Teil zurückgelassen. Jetzt muss ich mich gedulden, bis dieser im Herbst erscheint. Gerne empfehle ich auch die Fortsetzung von „Sturmtage“ wieder allen historisch begeisterten Lesern weiter.