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Veröffentlicht am 17.02.2021

Mit jeder Seite wird man stärker und mutiger!

Bucket List – Nur wer fällt, kann fliegen lernen
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Es hat mir so viel Freude bereitet „Bucket List“ von Georgia Clark zu lesen. Laceys Schicksal, der BRCA1-Genmutation, ist gar nicht so selten. Ich finde es sehr wichtig, dass solche Bücher, wie dieses ...

Es hat mir so viel Freude bereitet „Bucket List“ von Georgia Clark zu lesen. Laceys Schicksal, der BRCA1-Genmutation, ist gar nicht so selten. Ich finde es sehr wichtig, dass solche Bücher, wie dieses geschrieben werden, um zu zeigen, dass man nicht alleine ist. Das Buch hat mich glücklich gemacht und stärker, obwohl ich selbst nicht getroffen bin. Es zeigt aber definitiv auch, wie wichtig es ist zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen und seine Brüste regelmäßig abzutasten. Es kann jede Frau treffen und umso häufiger, wenn es, wie bei Lacey, in der Familie liegt.

Handlung: Das Buch war so aufregend. Die Bucket List hat das Buch erst richtig aufregend gemacht. Aber auch Liebe und Ernsthaftigkeit haben in diesem Buch einen Platz gefunden, auch wenn der Humoranteil überwogen hat. Das Buch war nicht wirklich emotional, aber der Klappentext zeigt direkt, dass es eher humorvoll wird. Da das Buch dies erfüllt hat, möchte ich das nicht kritisieren. Am Ende hätte ich allerdings fast ein paar Tränen verdrückt, aus Freude, weil ich so stolz auf Lacey war. Ich find es toll, wie sich Lacey ausprobiert hat. Ich persönlich kann mich zwar nicht damit identifizieren, aber es hat Lacey ungemein geholfen. Ich musste wirklich oft in diesem Buch schmunzeln. Natürlich hat es sich in diesem Buch viel um Sex gedreht, weil es in Laceys Augen zur Weiblichkeit dazugehört. Für Lacey machen zum Anfang hin, ihre Brüste ihre Weiblichkeit aus. Zum Ende hin merkt sie allerdings, dass sie ihre Brüste nicht braucht um weiblich zu sein. Ihre Stärke und ihre Selbstsicherheit verkörpern ihre Weiblichkeit. Ich finde, dass es wichtig ist das zu betrachten, da ich einige Rezensionen gelesen habe, die dies kritisiert haben.

Charaktere: Mit der Protagonisten Lacey gab eine so starke Charakterentwicklung. Von der verunsicherten, schüchternen Maus, die nicht wusste wie ihre Zukunft aussieht, ist eine starke Frau geworden, die sich selbst liebt, weiß was sie will und was sie verdient. Lacey hat sich nicht mehr alles gefallen lassen. Sie war einfach sie selbst, das hat mir so gut gefallen. Allgemein gab es eine große Diversität bei den Charakteren. Georgia Clark hat alle Charaktere sorgsam ausgearbeitet. Besonders toll fand ich Steph und Bee. Auch Laceys Schwester Mara wurde zum Ende hin echt toll. Das Drama um die Männer war intensiv. Elan war auch ein sehr besonderer Charakter, ebenso wie Cooper. Ich spoilere jetzt aber nicht über die Konstellationen.

Schreibstil: Georgia Clarks Schreibstil ist aktuell. Das habe ich so geliebt. Man merkt so sehr, dass sie aus dem Blickwinkel der Millanials schreibt. Natürlich gab es den ein oder anderen grenzwertigen Begriff, aber diese Begriffe begegnen uns nun mal heutzutage. Das Buch ließ sich sehr flüssig lesen und es hat mir wirklich Freude bereitet. Ich konnte so viele Gedankengänge nachvollziehen und hab mich dadurch noch wohler beim Lesen gefühlt.

Ich spreche für dieses Buch eine große Empfehlung aus. Es vertritt wahnsinnig gute Messages. Auch wenn die Brustkrebsthematik nicht all zu ernsthaft behandelt wurde, fand ich es sehr aufklärend, wenn auch auf lockere Art und Weise. Dieses Buch soll nicht deprimieren und Herzen brechen, dieses Buch soll stark machen und Kraft geben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2021

Geheimnisse die eine Familie Jahrzehnte prägten

Die Pilotin
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Vorab möchte ich sagen, dass "Die Pilotin" wirklich sehr viel Potential hatte, es aber leider nicht ausgeschöpft hat.

Charaktere:
Die Charaktere im Buch waren interessant. Für mich persönlich gab es aber ...

Vorab möchte ich sagen, dass "Die Pilotin" wirklich sehr viel Potential hatte, es aber leider nicht ausgeschöpft hat.

Charaktere:
Die Charaktere im Buch waren interessant. Für mich persönlich gab es aber zu viele Protagonisten. Jeder Charakter wurde ausführlich vorgestellt, was zu einigen Längen geführt hat. Teilweise haben mich die ganzen Charakterkonstellationen verwirrt.

Handlung:
Die Grundidee der Geschichtewar sehr gut, definitiv. Die historischen Parts fand ich extrem informativ und interessant, diese hab ich gern gelesen. Die Parts aus der Gegenwart haben sich leider oft gezogen.
Es ist so viel gleichzeitig passiert. Für mich waren es zu viele Handlungsstränge, die mich immer wieder aus der eigentlichen Handlung herausgeworfen haben.

Spannung:
Hin und wieder gab es spannende Szenen und zum Ende hin einen spannenden Plottwist. Leider wurde am Ende Themen angesprochen, die aus dem Kontext gerissen waren bzw einen besseren Platz in der Mitte des Buches gefunden hätten.
Mit über 600 Seiten hat mich das Buch leider etwas erschlagen, da es total viele Längen gab, die man überwinden musste.

Schreibstil:
Der Schreibstil war in Ordnung. Meiner Meinung nach war er teilweise zu ausführlich.

Thematik:
Die Thematik fand ich gut. Eine Frau als Pilotin zur Zeit des 2. Weltkriegs ist besonders. Aber da hätte ich mir gewünscht noch mehr Fakten über den 2. Weltkrieg zu erfahren.
Auch die geheimnisvolle Familiengeschichte fand ich grundsätzlich gut.

Es gab einige Pluspunkte, aber dennoch leider mehr Minuspunkte. Wäre das Buch kürzer gewesen, hätte mir das Lesen eventuell mehr Freude bereitet.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 05.01.2021

Fesselnde, tiefgründige Familiengeschichte

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid
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Dieses Buch hat sich zu einem unglaublich tiefgründigen Herzensbuch entwickelt. Alena Schröder zeigt in ihrem Buch die Geschichte einer Viergenerationenfamilie. Hannah erhält einen Brief aus Israel, welcher ...

Dieses Buch hat sich zu einem unglaublich tiefgründigen Herzensbuch entwickelt. Alena Schröder zeigt in ihrem Buch die Geschichte einer Viergenerationenfamilie. Hannah erhält einen Brief aus Israel, welcher erklärt, dass ihre geliebte Omi vermutlich Erbin wertvoller Kunstobjekte eines jüdischen Kunsthändlers ist. Obwohl ihre Großmutter Evelyn scheinbar viel weiß, weigert sie sich, mit ihrer Enkelin über ihre Familiengeschichte zu reden. Also beginnt Hannah selbstständig nachzuforschen. Im Laufe ihrer Untersuchungen lernt sie einiges über ihre Urgroßmutter Senta und über das einst gebrochene Verhältnis zu Evelyn. Das Buch nimmt seinen Lauf in den 20er Jahren, als Senta sich für Berlin und für ihre Freiheit, aber gegen ihre Verantwortung entscheidet. Es werden interessante Themen wie der Holocaust, Nationalsozialismus, der Boykott der Juden in Deutschland und die Bedeutung von Familie angesprochen. Diese Geschichte präsentiert vier Generationen von Frauen aus einer Familie, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Jeder dieser Charaktere ist individuell und einzigartig und hat andere Prioritäten und vor allem Sichtweisen. Gerade in Bezug auf den Nationalsozialismus, gab es in der Familie, sowohl Opfer, als auch Täter.
Alena Schröder schreibt mit einer wahnsinnigen Klarheit über die Schicksale der Protagonisten. Sie hat das Buch in zwei Handlungsstränge aufgegliedert. Einmal wird Hannahs Seite beleuchtet und dann wird ein Blick in die Jahre zurück gewährt. Somit ergeben letztendlich alle Fragen Hannahs zur Familiengeschichte Sinn. Auch Hannah ist in meinen Augen ein moderner Charakter, der nicht loslässt, Interesse zeigt und Liebe braucht.
Es gab eine Seite in diesem Buch, drei Absätze- da hat Alena Schröder es geschafft, mich sowohl extrem wütend werden zu lassen, dann verdammt traurig und anschließend total erleichtert. Obwohl Alena Schröder nichts beschönigt und auch nicht die tiefsten Gefühle der Protagonisten darstellt, hat mich dieses Buch emotional gemacht.
Die Verbindung von Geschichte, Familie, Liebe, Verrat und dem Hier und Jetzt, ist für mich unfassbar gut gelungen. Dieses Buch ist ein literarisches Meisterwerk. Es war durchgehend von Spannung und seinem eigenen Charme gefüllt und hat mich wie ein Teil einer eins zerbrochenen Familie fühlen lassen, die dann jedoch mit der Zeit wieder zusammen gebracht wurde. Wunderschön, wahr und tiefgründig!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2021

Hassliebe

After passion
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Vorgestern habe ich After passion beendet, nachdem ich es im Oktober begonnen habe. Ja ich weiß, Schande über mich. Ich bin aber auch, bis Seite 400 in etwa, überhaupt nicht warm mit dem Buch geworden. ...

Vorgestern habe ich After passion beendet, nachdem ich es im Oktober begonnen habe. Ja ich weiß, Schande über mich. Ich bin aber auch, bis Seite 400 in etwa, überhaupt nicht warm mit dem Buch geworden. Ich finde einige Ausdrücke in diesem Buch sehr vulgär, Tessa oft zu naiv und manche Ereignisse unrealistisch. Die Beziehung der beiden ist höchstgradig toxisch und das hat mich einige Nerven gekostet. Da ich selber in einer Beziehung bin, konnte ich mich nicht so sehr in das Buch reinversetzen, geschweige denn wirklich mitfühlen. Gerade die ersten 400 Seiten waren in meinen Augen ein einziges Hin und Her und haben sich gezogen. Das Ende hingegen fand ich zwar grausam, aber jetzt möchte ich trotzdem wissen, wie es weiter geht. Ich weiß zwar schon von anderen Rezensionen, dass es wieder hin und her geht und muss deshalb entscheiden, ob es sich für mich lohnt.
Ich persönlich bin nicht so ganz auf der Seite des Hypes. Ich fand es trotzdem cool Tessa und Hardin kennenzulernen und sich entwickeln zu sehen. Auch die Exkurse die in dem Buch gemacht wurden, hängen mir noch im Kopf.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2021

Leseempfehlung

Verbrechen
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Schirachs Schreibstil ist total nüchtern, neutral und vor allem sachlich. Schirach behandelt seine Mandanten fair. Er nimmt sich für sie Zeit, hört ihnen zu, führt banale Gespräche über z.B. Motorräder, ...

Schirachs Schreibstil ist total nüchtern, neutral und vor allem sachlich. Schirach behandelt seine Mandanten fair. Er nimmt sich für sie Zeit, hört ihnen zu, führt banale Gespräche über z.B. Motorräder, geht mit ihnen spazieren und hilft ihnen auf den richtigen Weg zurückzufinden. Er verurteilt niemanden und das schätze ich sehr an ihm. Die Beschreibung der Verbrechen lässt sie menschlich wirken. Die Verbrechen haben mich erschüttert, berührt und schockiert. Teilweise hatte ich Verständnis für manche Taten. Er zeigt die Motive und Beweggründe detailliert und sachlich auf. Schirach ist einfach ein wahnsinniger Erzähler und ich brauche dringend Nachschub von seinen Meisterwerken!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere