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Veröffentlicht am 22.04.2022

Solider Justizthriller

Verweigerung
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In dem Justizthriller „Verweigerung“ von Graham Moore geht es um Maya Seale, eine einstige Geschworene und mittlerweile selbst Anwältin, die nun selber zur Angeklagten wird. Der Fall von damals - das Verschwinden ...

In dem Justizthriller „Verweigerung“ von Graham Moore geht es um Maya Seale, eine einstige Geschworene und mittlerweile selbst Anwältin, die nun selber zur Angeklagten wird. Der Fall von damals - das Verschwinden eines Mädchens - wird nun zehn Jahre später wieder aufgerollt. Wir erfahren wie es den anderen Geschworenen in der Zwischenzeit ergangen ist und finden in Rückblenden heraus welche Rolle sie für den damaligen Fall gespielt haben und jedem Geschworenen wird ein eigenes Kapitel gewidmet.

Dadurch, dass die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielt, erfahren die LeserInnen immer mehr und können sich ein ganzheitliches Bild machen. Puzzlestück für Puzzlestück wird die Geschichte und der Fall zusammengesetzt. Teilweise wirkte die ganze Geschichte leider etwas sehr konstruiert. Nichtsdestotrotz insgesamt eine durchaus lesenswerte Geschichte, auch wenn das Ende etwas vorhersehbar ist.

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Veröffentlicht am 15.03.2022

Tolle Protagonistin

Die Gezeiten gehören uns
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Bei „Die Gezeiten gehören uns“ von Vendela Vida handelt es sich um eine Coming-of-Age Geschichte, die im San Francisco der 80-er Jahre spielt. Es geht um eine Freundschaft zwischen zwei 13-jährigen Mädchen, ...

Bei „Die Gezeiten gehören uns“ von Vendela Vida handelt es sich um eine Coming-of-Age Geschichte, die im San Francisco der 80-er Jahre spielt. Es geht um eine Freundschaft zwischen zwei 13-jährigen Mädchen, die aufgrund eines Vorfalls und einer damit zusammenhängenden Meinungsverschiedenheit zerbricht.

Wir begleiten Eulabee und ihre Freundin Maria Fabiola wie sie gemeinsam die Straßen ihres Wohnblocks unsicher machen. Vor allem Eulabee ist unglaublich sympathisch und authentisch. Sie wirkt für sehr erwachsen für ihr Alter und hat immer einen passenden Spruch auf Lager. Beim Lesen fühlte es sich an als würde man mit ihr gemeinsam durch die Straßen San Franciscos ziehen.

Der Roman spricht über das Leben und zeigt uns mit welchen Problemen Teenager beim Heranwachsen zu kämpfen haben. Es geht um das Erwachsenwerden und den Konkurrenzkampf innerhalb einer Freundschaft. Es zeigt auf, dass Schönheit und Grausamkeit nah beieinander liegen. Insgesamt überzeugt vor allem der tolle Schreibstil gespickt mit einer ordentlichen Portion Humor sowie die tolle Protagonistin Eulabee. Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln erzählt wodurch keine Längen aufkommen. Lediglich das letzte Kapitel hätte man sich sparen können. Insgesamt ein lesenswerte Coming-of-Age Roman mit toller Atmosphäre und grandiosen 80s Vibes!

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Veröffentlicht am 16.01.2022

Leider Langweilig

Zum Paradies
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Mein erstes Buch von Hanya Yanagihara und ich wollte es so gerne lieben, doch das war leider nichts.

Das Buch ist in drei Teile aufgebaut. Sie spielen in New York zu unterschiedlichen Zeiten. Der erste ...

Mein erstes Buch von Hanya Yanagihara und ich wollte es so gerne lieben, doch das war leider nichts.

Das Buch ist in drei Teile aufgebaut. Sie spielen in New York zu unterschiedlichen Zeiten. Der erste Teil war noch ein ganz guter Einstieg in den Roman und man konnte der Geschichte gut folgen. Dieser Teil spielt in der Vergangenheit und New York ist ein Freistaat, in dem Homosexualität frei gelebt werden darf, im Gegensatz zu anderen Staaten. Teil zwei hingegen war so langweilig und langatmig, dass ich diesen Teil überspringen musste. Der dritte Teil ist dann tatsächlich spannender und reißt das Buch nochmal ein wenig raus.

Insgesamt betrachtet plätschert die Geschichte die meiste Zeit so vor sich hin ohne zur Handlung beizutragen. Obwohl ich ein Riesen Fan von umfangreichen Geschichte und einer detailreichen Erzählung bin, muss ich hier leider sagen, dass sich Yanagihara hier in unnötigen Details verliert und man nicht versteht, was sie einem überhaupt mit ihrem Roman sagen möchte.

Die Verknüpfung der drei Geschichten erfolgt durch das selbe Setting sowie die Namen der Protagonisten, die sich immer wiederholen - David, Charles, Edward. Ein Stilmittel, das meiner Meinung nach noch zusätzlich zur Verwirrung gesorgt hat. Für mich eher drei Kurzgeschichten als ein zusammenhängender Roman. Schade.

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Veröffentlicht am 18.10.2021

Konnte mich leider nicht vollends packen

Krone des Himmels
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Das Buch beinhaltet zwei Handlungsstränge. Zum einen geht es um Etienne, der aufgrund einer Fehlstellung seines Beins, als Gespött seiner Familie angesehen wird. Dies bewegt ihn eines Tages zur Flucht. ...

Das Buch beinhaltet zwei Handlungsstränge. Zum einen geht es um Etienne, der aufgrund einer Fehlstellung seines Beins, als Gespött seiner Familie angesehen wird. Dies bewegt ihn eines Tages zur Flucht. Dort lernt er Caspar, einen Wundarzt, kennen, der ihn unter seine Fittiche nimmt. Zum anderen geht es um Avelina, die sich auf einer Pilgerreise nach Jerusalem befindet, um für die Vergbung ihrer Sünden betet. Hinzu kommen noch viele weitere Charaktere, die wir mal länger mal kürzer begleiten. Wie nicht anders zu erwarten werden die Handlungsstränge im Laufe des Buches zusammengeführt und Avelina und Etienne treffen aufeinander.

Ich bin ein großer Fan von historischen Romanen und vor allem wenn sie im Mittelalter spielen. Leider konnte mich "Krone des Himmels" nicht wirklich packen, da es mir vor allem an Spannung und einer gewissen Sogwirkung gefehlt hat. Vor allem der Mittelteil hat sich stark gezogen, sodass ich einige Stellen nur quergelesen habe. Das Buch wird vor allem für die "akribische Recherche" gelobt und das kann ich auf jeden Fall bestätigen. Doch dadurch kam für mich die Spannung zu kurz und es hat sich teilweise eher wie ein Sachbuch als ein Roman gelesen. Der Schreibstil ist sehr detailliert und der Religionskrieg zwischen Abendland und Orient wird bildhaft vermittelt. Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und meine MitleserInnen waren äußerst begeistert von dem Buch. Insgesamt ein guter Debüt Roman.

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Veröffentlicht am 05.09.2021

Religion & Wissenschaft

Ein erhabenes Königreich
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Von Yaa Gyasi hatte ich bisher noch nichts gelesen und umso neugieriger war ich. Es geht um Gifty, eine Neurowissenschaftlerin, die kurz vor ihrer Promotion steht. Eines Tages taucht ihre Mutter, die an ...

Von Yaa Gyasi hatte ich bisher noch nichts gelesen und umso neugieriger war ich. Es geht um Gifty, eine Neurowissenschaftlerin, die kurz vor ihrer Promotion steht. Eines Tages taucht ihre Mutter, die an Depressionen leidet, bei ihr auf und schlagartig ändert sich Giftys Alltag. Fortan muss sie sich um ihre Mutter kümmern und fühlt sich in ihre Jugend zurückversetzt. Ihre Erinnerungen teilt sie mit uns.

In dem Buch werden viele verschiedene Themen angeschnitten wie Sucht, Depression und Rassismus. Eine zentrale Rolle spielt Giftys innerer Konflikt zwischen Religion und Wissenschaft. An sich Themen, die mich alle stark interessieren, doch leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Aufgrund der Vielfältigkeit der Themen wird alles letztendlich nur oberflächlich behandelt. Auch zur Hauptprotagonistin konnte ich keinen rechten Zugang finden, da sie sehr distanziert wirkt. Insgesamt haben mir vor allem Tiefe und Gefühl gefehlt. Zudem gibt es einige Längen, wodurch die Geschichte sehr zäh und langatmig wird. Für mich ein mittelmäßiger Roman, den ich nur mühsam beenden konnte.

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