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Veröffentlicht am 01.03.2017

unterhaltsam

Das geträumte Land
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Zuallererst spielt das Buch „Das geträumte Land“ von Imbolo Mbue mit all den gängigen Klischees, die wir alle mehr oder weniger im Kopf haben. Jende Jonga und seine Frau Neni kommen aus Kamerun und leben ...

Zuallererst spielt das Buch „Das geträumte Land“ von Imbolo Mbue mit all den gängigen Klischees, die wir alle mehr oder weniger im Kopf haben. Jende Jonga und seine Frau Neni kommen aus Kamerun und leben illegal in New York. Sie sind eine Art Wirtschaftsemigranten, die sich von Amerika Wohlstand und sozialen Aufstieg erhoffen. Dafür sind sie bereit hart zu arbeiten und schon mal ein bisschen zu tricksen oder zu schwindeln – aber alles freundlich und durchaus liebenswert. Die beiden sind anfangs so typisch für den netten Afrikaner von Nebenan, dass es beim Lesen schon fast schmerzt, wenn die beiden nicht so amüsant wären. Beide beginnen bei der Familie eines reichen Börsenmaklers zu arbeiten. Auch dieser führt sich erst mal als der wohlbekannte Finanzhai ein. Erinnerungen an „Wall Street“ oder „Wolf of Wall Street“ geisterten mir durch den Kopf. Clark Edwards ist überheblich und etwas herablassend, ohne es wirklich böse zu meinen. Seine Frau ist da sogar noch eine Nummer unsympathischer.
Dann passiert der Börsenkrach 2008 und die Geschichte nimmt eine rasante Wendung.

Die Autorin möchte mit ihrer Geschichte, denke ich, gleich mehreres. Sie möchte uns ein bisschen die Lebenseinstellung der Kameruner nahebringen, berichten von den Konfrontationen mit der westlichen Welt aber auch davon, dass eigentlich bestimmte Verhaltensmuster über alle nationalen, ethnischen und sozialen Grenzen hinweg gleich sind. Und das ist durchaus unterhaltsam zu lesen, hat Charme und regt zum Nachdenken an.

Mir hat das Cover übrigens ausgesprochen gut gefallen. Es passt mit seinen erdigen Farben zu Afrika und die Skyline ist ja wohl unverkennbar.

Veröffentlicht am 20.02.2017

mittelmäßig

Wir zwei in fremden Galaxien
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Die 17-jährige Seren lebt auf dem Raumschiff Ventura. Seit 84 Jahren ist es unterwegs an einen unbekannten, fernen Ort, von dem geheimnisvolle Signale zur Erde gelangen. Die Menschheit hofft, dort einen ...

Die 17-jährige Seren lebt auf dem Raumschiff Ventura. Seit 84 Jahren ist es unterwegs an einen unbekannten, fernen Ort, von dem geheimnisvolle Signale zur Erde gelangen. Die Menschheit hofft, dort einen neuen Platz für sich zu finden, bevor die Erde vollkommen unbewohnbar oder übervölkert ist. Da die Reise schätzungsweise 300 Jahre dauern soll, müssen immer wieder neue Menschenkinder „gezüchtet“ werden, die die Reise ihrer Eltern und Großeltern fortsetzen können. Seren ist deprimiert, denn das Leben ist streng reglementiert und öde. Außerdem wurde ihr ein Ehepartner ausgesucht, mit dem sie künftige Kinder großziehen muss. Und Esza ist so gar nicht nach ihrem Geschmack. Sie kann den eitlen Kerl nicht ausstehen. Da wäre Dom schon eher der richtige. Wenn sie ihn trifft, bekommt sie Herzrasen und feuchte Hände. Aber es ist verboten, sich einen Partner selbst auszusuchen und lange bleibt ihre Liebelei nicht geheim und sie und Dom bekommen jede Menge Ärger.

Was hatte ich erwartet?
Einen dystopischen Jugendroman mit einer gehörigen Portion Science Fiction. Vielleicht einen neuen Planeten, den es zu entdecken gilt. Eine Heldin und eine spannende Story, gerne mit etwas Liebe und Action.

Was habe ich bekommen?
Eine Heldin, die weder mutig ist noch einen guten Plan auf Lager hat. Eine, die sich seufzend nach ihrem Liebsten verzehrt und ständig über seinen tollen Geruch und ihre Befindlichkeiten sinniert. Eine, die mal wieder zwischen zwei Kerlen steht, was ja schon zur Genüge in anderen Büchern dieses Genres durchgekaut wurde. Einen Plot, der leider immer dürftiger wird, umso länger die Geschichte währt. Bis auf Seren lauter blasse Figuren, die für meinen Geschmack alle mehr oder weniger austauschbar gewesen sind. Am Ende waren Dom und Esra gleich farblos, der Vater und die Schwester unwichtig, der Großvater nicht zu fassen, die ach so bedrohliche Kommandantin wie eine Tigerin ohne Zähne und Klauen und das Ende weder überraschend noch interessant. Am Ende verpuffte alles und zurück blieb lediglich die Hoffnung, dass es im zweiten Band die ein oder andere Aufklärung geben könnte.

Meine Meinung: Weder neu noch ausgefeilt. Einzig der Schreibstil hat mir gut gefallen. Und das Setting war eigentlich auch genau meines. Aus reiner Neugierde würde ich wahrscheinlich auch in einen zweiten Band mal reinlesen. Aber mit deutlich höheren Erwartungen. Eigentlich 2,5 Sterne - auf 3 aufgerundet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Originalität
Veröffentlicht am 18.01.2017

Diät mit Hilfmann

Vegan for Fit Gipfelstürmer – Die 7-Tage-Detox-Diät
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Ich kenne bereits andere Bücher von Attila Hildmann und hatte die Vorstellung, dass dieses neue "Vegan for Fit" ähnlich strukturiert wäre. Aber dem ist nicht ganz so. Es ist statt dessen ein wirkliches ...

Ich kenne bereits andere Bücher von Attila Hildmann und hatte die Vorstellung, dass dieses neue "Vegan for Fit" ähnlich strukturiert wäre. Aber dem ist nicht ganz so. Es ist statt dessen ein wirkliches Diät-Programm, welches hier in einer Woche durchgezogen werden soll. Dabei wird eine begrenzte Anzahl von Gerichten für jeden Tag angeboten und ein zusätzliches Work-out-Programm am Ende soll ein paar Pfunde purzeln lassen und der Gesundheit auf die Sprünge helfen.

Hildmanns Rezepte sind wie immer sehr ansprechend. Es sind jede Menge schnelle Gerichte oder Drinks für das Frühstück oder für Zwischendurch. Die Mittags- oder Abendmahlzeiten sind anspruchsvoller und verlangen etwas Einsatz und Zeit.

Ich finde, es wird relativ viel Raum für Erklärungen, Tipps und Beschreibungen der Diät gegeben; die sportlichen Übungen hätte ich persönlich gar nicht mehr gebraucht. Für Leute, die diese Diät machen wollen, ist das sicherlich hilfreich. Als reines Kochbuch funktioniert es deshalb aber nur bedingt, da es einfach wenig verschiedene Rezepte sind und das Ganze richtig zielorientiert ist.

Wer vegan abnehmen und fit werden will, sollte einen Blick riskieren. Für die anderen empfehle ich einfach Hildmanns andere Bücher.

Veröffentlicht am 18.01.2017

guter Auftakt

Das Erbe der Macht - Schattenchronik 1: Das Erwachen (Bände 1-3)
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Andreas Suchanek ist der Autor der Fantasyreihe „Das Erbe der Macht Schattenchronik“. Im ersten Band „Das Erwachen" sind 3 Abschnitte, die es bereits online zu lesen gab. Die gebundene Ausgabe ist jetzt ...

Andreas Suchanek ist der Autor der Fantasyreihe „Das Erbe der Macht Schattenchronik“. Im ersten Band „Das Erwachen" sind 3 Abschnitte, die es bereits online zu lesen gab. Die gebundene Ausgabe ist jetzt nachgereicht und optisch hochwertig und liebevoll gemacht.

Es existieren zwei Parallelwelten. Die, wie wir sie kennen und die Phantastische voller Magie. Besonders ist hier, dass in der magischen Welt Personen leben, die wir in der realen Welt nur zu gut kennen. Johanna von Orleans zum Beispiel, oder Leonardo da Vinci und Albert Einstein. Diese kämpfen in einer geheimen Gesellschaft mit einigen Lichtkämpfern gegen die Schattenfrau.

Mir hat gefallen, dass man sofort mitten reingeschmissen wurde ins Geschehen. Da wird nicht lange gefackelt und es gibt auch schnell erste Opfer zu beklagen. Dadurch wird die Spannung sofort angeheizt. Überhaupt ist das Buch sehr actionlastig. Das war unterhaltsam, aber manchmal war es mir fast zu wenig

Hintergrundmaterial, zu wenig intensive Charakterzeichnung. Man merkte, dass die drei Abschnitte jeder für sich eine eigene Choreographie hatten, mit einer Art Höhepunkt. Mir fehlte aber etwas der Lesefluss, die Verbindung zu einem großen Ganzen. Vielleicht hätte man den Text für das Buch nochmal etwas überarbeiten und in ein ganzes Stück bringen sollen.

Guter erster Band mit noch einiger Luft nach oben.

Veröffentlicht am 02.12.2016

etwas langatmig

Das Nest
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Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Ihr Vater hat ihnen ein sicheres Nest gebaut – einen Fond, der am Vierzigsten der Jüngsten an alle verteilt werden sollte. Aber es kommt ganz anders, denn einer ...

Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Ihr Vater hat ihnen ein sicheres Nest gebaut – einen Fond, der am Vierzigsten der Jüngsten an alle verteilt werden sollte. Aber es kommt ganz anders, denn einer braucht schon vorher finanzielle Hilfe und die Mutter zahlt ihm den Großteil des Fonds aus. Plötzlich müssen die restlichen Geschwister erkennen, dass sie andere Wege finden müssen, zu Geld zu kommen. Geld dass alle dringend brauchen.
Erzählt wird hier eine Familiengeschichte. Eine große Familie und jeder hat sein eigenes Lebensdesaster, seine Probleme und Visionen. Es gibt Zwistigkeiten, Neid und Streitereien. Es gibt die verschiedensten Lebensmodelle. Die Hausfrau ohne eigenen Job, die erfolglose Autorin, den Lebemann, den Geschäftsmann mit Schulden. Alle haben Geldprobleme. Alle sind unzufrieden und suchen nach einem Ausweg. Dazu kommen Probleme mit Kindern und Ehemännern und Zwist untereinander.

So richtig warm wurde ich mit der Geschichte nicht. Ich glaube, das lag vor allem daran, dass mich durchweg alle Darsteller mehr oder weniger genervt haben. Alle sind ja eigentlich erwachsen aber keiner hat sein Leben im Griff. Und die Stimmung innerhalb der Familie ist wirklich mies, ohne, dass ich wirklich einen Grund dafür sehe. Also keine allzu schwierigen Eltern. Keine dramatischen Dinge in der Kindheit. Einfach schlechte Vibes. Und es passiert auch nicht wirklich viel.

Das Cover ist sehr ansprechend und der Schreibstil gut lesbar.