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Veröffentlicht am 24.03.2023

Videospiele und Zeitsprünge

Morgen, morgen und wieder morgen
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Die Beziehung zwischen Sam und Sadie zu beschreiben, fällt mir schwer, denn sie ist kompliziert. Sie haben schon als Kinder gerne Videospiele gespielt und als Sadie Sam ihr Spielprojekt zum Testen gibt ...

Die Beziehung zwischen Sam und Sadie zu beschreiben, fällt mir schwer, denn sie ist kompliziert. Sie haben schon als Kinder gerne Videospiele gespielt und als Sadie Sam ihr Spielprojekt zum Testen gibt und er neue Ideen dazu hat, beginnt ihre gemeinsame Arbeit. Schon bald bilden die beiden zusammen mit Sams bestem Freund Marx ein unzertrennliches Trio. Auch wenn ihre Arbeit ihnen gefällt, kommen ihre Spiele, in die sie all ihr Können und ihre Kreativität stecken, nicht immer so gut an, wie erhofft, und auch aus anderen Gründen gibt es immer wieder Probleme in ihrem Privatleben. Freundschaft, Arbeit, Liebe, Schmerz und Verlust stellen all ihre Verbindungen auf die Probe.

Ich denke, mein größtes Problem mit dem Buch war das Tempo der Geschichte. Die Zeit vergeht sehr schnell und es gibt auch größere Zeitsprünge bei der Entwicklung der verschiedenen Spiele. Die gemeinsame Arbeit ist schon das zentrale Element des Buches, zumindest hat es meiner Meinung nach die Gefühle und Beziehungen zwischen den Charakteren etwas in den Hintergrund gedrängt. Man kann schon spüren, wie viel ihnen die Spiele bedeuten, aber man verpasst auch sehr viel, weil man in einem Moment die Spielidee hat und im nächsten geht es schon um die Reaktion der Spieler. Große Teile der Handlung erlebt man nicht mit, es wird nur davon berichtet, auch das sorgt für eine gewisse Distanz zur Geschichte. Es gibt auch einige Blicke in die Zukunft, besonders aus dem Berufsleben der Protagonisten, oft in Form von Schnipseln aus Interviews oder Zeitungsberichten.

Die Gefühle der Charaktere fand ich schwer zu greifen und ich hatte keine Verbindung zu den Charakteren. Obwohl ich Marx sehr nett fand und auch Sam und Sadies Leben interessant fand, konnte keiner von ihnen mich wirklich überzeugen. Ich fand die Geschichte der Spielentwicklung im Laufe der Jahre ganz interessant und hätte durchaus Lust gehabt, die fiktiven Spiele zu spielen, da sie alle vielversprechend klangen und ein paar interessante Eigenschaften hatten, besonders wenn man ihre Hintergründe kennt. Die Charaktere haben mich aber auch nicht mehr interessiert als die Spiele, die sie entwickelt haben. Das Buch hatte einige interessante Passagen, aber die konnten mich auch nicht packen.

Fazit
Insgesamt fand ich das Buch ganz interessant, aber ich weiß auch nicht, warum es so viele begeisterte Stimmen dazu gibt. Durch die Zeitsprünge wurde ich mit den Charakteren nicht ganz warm und hatte das Gefühl, zu viel zu verpassen.

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Veröffentlicht am 22.03.2023

Ein Schreibwettbewerb voller Geheimnisse und keine Antworten

Master Class, Band 1 - Blut ist dicker als Tinte
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Riley und ihre Online-Schreibgruppe wurden für einen Schreibwettbewerb ausgewählt und dürfen sich auf Masters‘ Castle verschiedenen Aufgaben stellen. Sie reichen ihre Arbeiten anonym ein und müssen sich ...

Riley und ihre Online-Schreibgruppe wurden für einen Schreibwettbewerb ausgewählt und dürfen sich auf Masters‘ Castle verschiedenen Aufgaben stellen. Sie reichen ihre Arbeiten anonym ein und müssen sich auch gegenseitig bewerten. Aber was die Erfüllung eines Traums sein sollte, wird schnell zum Albtraum, denn innerhalb der Gruppe gibt es Streitigkeiten und jemand scheint Texte über Riley zu schreiben - jemand, der sehr viel über sie weiß.

Durch den Einfluss ihrer paranoiden Mutter hat auch Riley einige Ängste entwickelt, die dann erklären, warum sie in schwierigen Situationen öfter mal sehr emotional reagiert. Sie ist eine leidenschaftliche und kreative Autorin und freut sich sehr auf den Wettbewerb, aber die Online-Freundschaften entwickeln sich im echten Leben nicht ganz so, wie sie erhofft hatte, da die Personen sich auch nicht mehr hinter ihren Bildschirmen verstecken können.

Natürlich hat Riley auch Angst, als sie bemerkt, dass jemand über sie schreibt, weil sie nicht weiß, woher diese Person an so viele Informationen über sie kommt. Ich fand es da schon schade, dass sie für eine Autorin eher wenig kreativ an die Sache geht und immer nur sehr offensichtliche Schlüsse zieht statt verschiedene Möglichkeiten auszurechnen, wie sie es sonst beim Schreiben tut.

Am Ende des Buches ist noch sehr viel offen und den Cliffhanger fand ich eher enttäuschend. Die mysteriösen Geschichten über Riley sorgen schon für etwas Spannung und sie versucht herauszufinden, wer sie verfasst. Zwischendurch verdächtigt man jeden mal, weil auch fast jeder Charakter eine Geschichte oder ein Geheimnis zu haben scheint. Es gibt schnell etwas Drama, das dann auch sehr schnell wieder gelöst wird. Letztendlich kommt man aber nicht weiter.

Es gab einige Szenen, die nicht so richtig Sinn ergeben haben und alle Erklärungen werden in die Fortsetzung geschoben. Am Anfang wird so eine große Sache daraus gemacht, dass die Teilnehmer sich vorher nicht kennen sollen, aber eigentlich hat es bisher gar keine Rolle gespielt, abgesehen davon, dass es ein kleines Missverständnis zwischen Riley und Killian gab.

Fazit
Kleine Unstimmigkeiten, Rileys eher schlechte Nachforschungen und die Regeln des Schreibwettbewerbs konnten mich nicht so richtig mitreißen und auch die Liebesgeschichte mit Killian fand ich eher oberflächlich. Beim Lesen hatte ich schon viele Fragen und habe fleißig spekuliert, aber ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte mittendrin abbricht, weil es einfach gar keine Antworten gab, auch wenn es kurz mal so scheint.

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Veröffentlicht am 22.03.2023

Gelungener Abschluss einer unterhaltsamen Reihe

Die Wallflowers - Daisy & Matthew
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Evie ist die letzte der vier Wallflowers, die noch unverheiratet ist, und ihr Vater wird langsam ungeduldig. Wenn sie es selbst nicht schafft, einen geeigneten Ehemann zu finden, dann wird er sie mit seinem ...

Evie ist die letzte der vier Wallflowers, die noch unverheiratet ist, und ihr Vater wird langsam ungeduldig. Wenn sie es selbst nicht schafft, einen geeigneten Ehemann zu finden, dann wird er sie mit seinem Geschäftspartner verheiraten. Ausgerechnet der langweilige Matthew Swift, mit dem Evie gar keine Gemeinsamkeiten hat! Aber Matthew ist seit ihrem letzten Treffen attraktiver geworden und wider Willen findet Evie ihn sogar charmant.

Auch wenn Evie ihn lange kaum wahrgenommen hat, und schon gar nicht als potenziellen Ehemann, bewundert Matthew die junge Frau schon lange. Mit den Heiratsplänen ihres Vaters hat er nichts zu tun, denn er plant auch gar nicht, sich an jemanden zu binden. Er hat eine geheimnisvolle Vergangenheit und möchte niemanden in die Geschichte hineinziehen, die ihm keine Ruhe lässt.

In Evies Augen ist er nicht viel mehr als als ein berechnender Geschäftsmann, der alles tun würde, um ihrem Vater zu gefallen und seinen Reichtum zu vermehren. Wenn er sie heiraten will, dann ja wohl nur, um sich das Vermögen ihrer Familie zu sichern und das entspricht nicht Evies romantischen Erwartungen einer Ehe.

Ihre Schwester und ihre zwei besten Freundinnen haben alle wunderbare und liebevolle Ehemänner und Evie will sich eigentlich auch nicht mit weniger zufrieden geben, aber besonders viele vielversprechende Verehrer hat sie auch nicht. Sie beginnt entgegen ihrer Erwartungen, sich für Matthew zu interessieren, aber dann ist er es, der sich der Anziehung widersetzt. Wie auch in den Vorgängern gibt es einiges an Reibungen und albernen Momenten, aber an Romantik und Spannung fehlt es auch nicht.

Die anderen Wallflowers spielen hier wieder eine große Rolle, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr als in den anderen Büchern, ohne aber Evie und Matthew die Show zu stehlen. Insgesamt fand ich die gesamte Reihe sehr gelungen, in jedem Buch hat man ein ungleiches Paar mit einer guten Chemie, sympathische Protagonisten und Nebencharaktere und eine unterhaltsame Liebesgeschichte, die nie langweilig wird.

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Veröffentlicht am 18.03.2023

Alberne, süße und unterhaltsame Palast-Romanze

Never Your Royal
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Tessa ist Bloggerin, unter anderem bloggt sie darüber, dass das Königshaus von Avonia nicht mehr zeitgemäß ist und abgeschafft gehört. Prinz Arthur ist bewusst, dass die Beliebtheit seiner Familie sinkt, ...

Tessa ist Bloggerin, unter anderem bloggt sie darüber, dass das Königshaus von Avonia nicht mehr zeitgemäß ist und abgeschafft gehört. Prinz Arthur ist bewusst, dass die Beliebtheit seiner Familie sinkt, deswegen schmiedet er einen Plan: Tessa darf zwei Monate im Palast wohnen und den Prinzen bei seinen Aufgaben begleiten und soll sich dabei selbst davon überzeugen, was die Königsfamilie leistet. Natürlich hofft er, dass sich ihre Meinung ändert und damit auch die ihrer zahlreichen Fans.

Arthur nimmt seine Pflichten als Prinz sehr ernst und er möchte auch seine Familie beschützen, daher versucht er, Tessa mit seinem Charme für sich zu gewinnen, aber er muss schon bald einsehen, dass ihm ihre Meinung wirklich wichtig ist. Tessa ist schon der Meinung, dass sich die königliche Familie auch normale Jobs suchen und richtig arbeiten könnte und dass sie kaum eine Rolle in der Politik spielen, aber sie würde vielleicht keinen Blog darüber führen, wenn sie nicht auf die Einnahmen angewiesen wäre. Als sie die Einladung in den Palast erhält, interessiert sich auch ihre Familie zum ersten Mal für ihre Arbeit und Tessa hat das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein.

Die Geschichte ist wunderbar albern, süß und unterhaltsam. Tessa und Arthur sind ein tolles Paar, das sich gegenseitig herausfordert, aber auch sehr gut ergänzt. Von mir aus hätte man an den sexuellen Fantasien sparen können, aber zum Glück wissen die Charaktere auch, wann Ernsthaftigkeit und Humor angebracht sind. Ich mochte ihre Familien und den Palast, ihre Fans und ihre Gegner, es war einfach eine rundum gelungene Mischung, die auch spannende Momente hat.

Buchbewertungen sind immer subjektiv, aber ich glaube, hier war ich noch ein bisschen zusätzlich befangen, weil die Autorin im Vorwort schrieb, dass sie das Buch in einer schwierigen Zeit geschrieben hat, weil sie lachen, der Realität entfliehen und glücklich seufzen wollte - und dass sie das ihren Leser*innen ebenfalls wünscht. In genau so einer Zeit habe ich zu diesem Buch gegriffen, weil ich beim Klappentext auch gehofft hatte, in eine lockere romantische Komödie abtauchen zu können. Durch das Vorwort hat es sich noch etwas mehr wie ein Trost im richtigen Moment angefühlt.

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Veröffentlicht am 17.03.2023

Eine spannende Rückkehr in die Welt der Nebelgeborenen!

Jäger der Macht
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Zwanzig Jahre lang war Waxilium Ladrian zusammen mit Wayne einer der bekanntesten Gesetzeshüter des Raulands, aber nun kehrt er zurück in die Hauptstadt, wo er als Oberhaupt seiner adeligen Familie gebraucht ...

Zwanzig Jahre lang war Waxilium Ladrian zusammen mit Wayne einer der bekanntesten Gesetzeshüter des Raulands, aber nun kehrt er zurück in die Hauptstadt, wo er als Oberhaupt seiner adeligen Familie gebraucht wird. Er gibt sich schon Mühe, sich anzupassen, doch die "Verschwinder" begehen rätselhafte Diebstähle und entführen Frauen - früher oder später wird dann auch Wax in die Sache hineingezogen.

Wax hat sein Leben als Gesetzeshüter nach einem verhängnisvollen Schuss an den Nagel gehängt, aber es ist schwer, alte Gewohnheiten hinter sich zu lassen. Eigentlich möchte er sich um das Erbe seiner Familie kümmern, von dem auch sehr viele Arbeitsstellen abhängen, und dafür möchte er sich mit Steris verloben, aber die Dinge entwickeln sich anders als geplant, sodass er stattdessen mit ihrer gebildeten Cousine Marasi versucht, den "Verschwindern" auf die Schliche zu kommen. Unterstützt werden sie von Wayne und bilden so ein interessantes Trio; der vernünftige Wax macht die Pläne, Wayne stürzt sich ins Geschehen und Marasi steuert neue Fakten und Ideen bei.

Die Abenteuer aus der Vorgänger-Trilogie liegen dreihundert Jahre zurück, seitdem hat sich die Welt verändert und ehemals bekannte Charaktere sind Legenden oder auch der Ursprung der ein oder anderen Religion. Es gelten noch ähnliche Regeln; durch die Mischung von Ferrochemie und Allomantie gibt es neue Möglichkeiten, es gibt auch neue Waffen und kreative Köpfe, wodurch die magischen Kämpfe immer sehr spannend und abwechslungsreich sind. Trotz viel Action und cleverer Rätsel ist die Handlung nicht zu komplex und ist daher eine schöne Rückkehr in die Welt der Nebelgeborenen. Außerdem fand ich die Geschichte auch etwas weniger weltbewegend, da es hauptsächlich um die Aufklärung eines lokalen Verbrechens geht, also ist es eher eine Art magischer Krimi. Ich hatte viel Spaß daran und bin gespannt, wie es in den Fortsetzungen weitergeht!

Die Hörbuchfassung hat mir gut gefallen, Detlef Bierstedts Stimme hat sehr gut zu Waxilium gepasst und ich mochte auch die Sprechweisen der verschiedenen Rollen, in die Wayne schlüpft. Ich fand es aber manchmal ein bisschen schwer sofort zu begreifen, wenn sich die Erzählperspektive mal geändert hat, da neben Wax auch Wayne, Marasi und ein Antagonist mal zu Wort kommen.

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