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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2020

nach Startschwierigkeiten spannend und berührend

Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde
1

Lelani wächst in einem kleinen Dorf auf. An ihrem 18. Geburtstag erwacht ihr Amulett, die einzige Erinnerung an ihre Eltern, zum Leben. Lelani spürt eine Magie, die sie ruft. Um die Rätsel ihrer Herkunft ...

Lelani wächst in einem kleinen Dorf auf. An ihrem 18. Geburtstag erwacht ihr Amulett, die einzige Erinnerung an ihre Eltern, zum Leben. Lelani spürt eine Magie, die sie ruft. Um die Rätsel ihrer Herkunft zu lösen, muss sie sich auf eine gefährliche Suche begeben.

Der Einsteig in die Geschichte fiel mir etwas schwerer. Ich hatte anfangs Probleme, mich in der magischen Welt zurechtzufinden. Tatsächlich sind für mich bis zum Schluss ein paar Fragen zum Weltenentwurf offengeblieben, auf deren Beantwortung ich im zweiten Band hoffe.
Dennoch konnte mich das Buch nach einigen Kapiteln begeistern. Die verschiedenen Fantasywesen sind sehr detailliert und liebevoll ausgearbeitet. Interessante, teils ungewöhnliche oder einfach nur superniedliche Kreaturen kreuzen Lelanis Weg.
Und auch die Charaktere sind interessant und facettenreich.

Im Verlauf werden viele Fragen aufgeworfen. Was hat es mit Lelanis Herkunft auf sich? Die junge Frau ist die überwiegende Ich-Erzählerin der Geschichte und gibt Einblicke in ihre Gefühlswelt. Unterbrochen werden ihre Schilderungen hin und wieder durch den Blick auf eine weitere Person. Diese Passagen geben immer neue Rätsel auf und erzeugen Spannung, da Absichten angedeutet werden, die sich auf Lelanis Weg auswirken könnten.

Die Geschichte hat, nach einem eher ruhigen Beginn, spannende, aufregende und dramatische Momente. Zwischendurch wird es auch sehr emotional. Lelani und ihren Reisegefährten begegnen unerwartete Schwierigkeiten, sodass die Handlung einige Überraschungen bereithält. Je tiefer ich in die fremde Welt eingetaucht bin, desto mehr konnte mich die Geschichte fesseln.
Nur die Art der Liebesgeschichte, welche sich im Verlauf aufbaut, hat mir nicht so gut gefallen, auch weil Lelani hier unnötig schwammig wird. Da ich aber die Charaktere alle mag, war es trotzdem interessant, deren Entwicklungen zu verfolgen.
Am Ende bleibt noch vieles offen.

Fazit

Nach Startschwierigkeiten konnte mich die Geschichte in ihren Bann ziehen. Die Handlung wird immer spannender, bietet gefühlvolle Momente und einige Überraschungen. Die Reisegefährten sind sympathisch und es ist interessant, ihren Weg und ihre Entwicklung zu verfolgen. Die Fantasywesen sind fantasievoll und liebevoll ausgearbeitet. Ich bin gespannt, wie die Geschichte im zweiten Band der Dilogie ausgeht.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Fantasie
Veröffentlicht am 16.03.2020

vielseitig und optisch sehr ansprechend

Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere
0

Optik

Was zuallererst auffällt: Das Buch ist unglaublich groß – nah dran an unhandlich. Die großen Seiten ermöglichen allerdings auch, dass darauf allerlei Informationen untergebracht sind. Schade ist, ...

Optik

Was zuallererst auffällt: Das Buch ist unglaublich groß – nah dran an unhandlich. Die großen Seiten ermöglichen allerdings auch, dass darauf allerlei Informationen untergebracht sind. Schade ist, dass auf einigen Seiten der Text so eng bis an den Knick heranreicht, dass man die Seiten kräftig aufdrücken muss, um auch die letzten Worte zu lesen.
Die Illustrationen sind durchweg gelungen. Das Buch ist sehr abwechslungsreich gestaltet. Es gibt viele Seiten mit zweiseitigen Zeichnungen. Auf anderen Seiten sind Bilder und Textpassagen gemischt. Trotz leicht comichafter Darstellung, vor allem in den Gesichtsausdrücken der Tiere, sind sie nicht zu extrem entfremdet, dass die verschiedenen Arten gut zu erkennen sind.
Allerdings sind manche Übersichten vielleicht ein wenig zu kompliziert. So gibt es beispielsweise eine Doppelseite zur Evolution der Landwirbeltiere, deren Aussage sich mir nicht erschließen will.
Beeindruckend hingegen ist eine Seite mit den Tier-Giganten, die im entsprechenden Verhältnis zueinander abgebildet sind und die unvorstellbaren Dimensionen anschaulich machen. Neben einem 35m hohen Dinosaurier wird jeder Mensch zum Zwerg…

Sprache

Schwierig. Es gibt schon sehr viele Fachbegriffe und Fremdwörter. Viele der Tiere haben extrem komplizierte Namen, aber das lässt sich natürlich nicht ändern. Aber auch sonst werden viele Fachbegriffe verwendet, von denen nur manche kurze in einem Nebensatz erklärt werden. Viele andere werden einfach selbstverständlich benutzt. Da Kinder nichts mit Begriffen wie Trias, Pleistozän oder Perm werden anfangen können, wäre ein Zeitstrahl schön gewesen, in dem sich diese Begriffe wiederfinden und die zeitlichen Abläufe ersichtlich werden.
Ansonsten empfinde ich aber viele der kleinen Texte schon als kindgerecht. Schön sind die teils lebensnahen Vergleiche, wenn die Geschwindigkeit eines Dinos mit der von Grundschülern ins Verhältnis gesetzt wird.

Inhalt

In diesem Buch steckt so unglaublich viel drin.
Zwar setzt das Buch chronologisch am Anfang bei den Dinos und co an und endet in der Neuzeit, aber neben den Überblicken über die Tiere, die in den verschiedenen Zeitaltern gelebt haben, gibt es auch noch eine Landkarte mit besonderen Museen, in denen sich verschiedene Fossilien-Funde befinden sowie einen kurzen Überblick über besondere Forscher und Entdecker dieses Bereiches.

Gelungen finde ich, dass sich das Buch nicht auf Dinosaurier und Mammuts – die ausgestorbenen Arten, die einem sofort in den Kopf kommen – beschränkt, sondern auch ein Blick auf die letzten Jahre und Jahrhunderte geworfen wird.
Neben einer Übersicht über die kürzlich ausgestorbenen Rassen gibt es zudem eine Liste mit bedrohten Tierarten.

Zudem wird auf die Umstände des Aussterbens eingegangen. Während es verschiedene Theorien zum Aussterben der Dinosaurier gibt, wird im weiteren Verlauf die Rolle des Menschen immer wieder deutlich gemacht: Wilderei, Zerstörung des Lebensraumes oder das Einschleppen fremder Tierarten, welche den Lebensraum oder die Nahrungsquellen der heimischen Tiere vernichten. Auch Klimawandel und Erderwärmung finden kurz Erwähnung, sodass das Buch auch ein Stück weit für den Umgang mit unserer Umwelt und der Tierwelt sensibilisiert.

Fazit

Sehr gelungen. Viele und vielseitige Informationen überwiegend kindgerecht aufgearbeitet, teils mit etwas zu komplizierten Fachbegriffen (auch wenn deren Verwendung nachvollziehbar notwendig ist) – ein Zeitstrahl hätte hier geholfen.
Die Optik ist sehr ansprechend und besonders die Auflistung der kürzlich „verschwundenen“ Tiere sehr informativ, da das Buch dadurch über das typische Dinosauriererwissen weit hinausgeht und die gegenwärtigen Gefahren für die aktuelle Tierwelt aufgreift.

Veröffentlicht am 16.03.2020

Geschichte konnte meine Erwartungen nach dem tollen Beginn nicht erfüllen

Familie von Stibitz - Der Riesenlolli-Raub
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Achtung: Rezension enthält Spoiler zum Inhalt.

Optik

Das Buch hat ein angenehm-handliches Format (etwas breiter als A5).
Es gibt zahlreiche farbige Bilder, teils klein neben dem Text, viele aber auch ...

Achtung: Rezension enthält Spoiler zum Inhalt.

Optik

Das Buch hat ein angenehm-handliches Format (etwas breiter als A5).
Es gibt zahlreiche farbige Bilder, teils klein neben dem Text, viele aber auch großflächiger, teilweise ganzseitig. Diese veranschaulichen das Geschehen, allerdings trifft die Art der Illustrationen nicht so ganz meinen Geschmack.

Sprache

Kindgerecht einfach gehalten. Kurze Sätze, einfache Wortwahl. Allerdings auch sehr viele Wortwiederholungen, schon allein weil grundsätzlich alles „stibitzt“ wird.
Besonders gefällt mir der Name Kriminella, genannt Ella.

Inhalt

Den Beginn des Buches fand ich total süß. Verdrehte Welt: Stibitzen ist etwas Gutes und der Gedanke, dass der Sohn, der nicht klauen mag, Polizist werden könnte, eine totale Beleidigung.

Nach dem Lesen fällt mir die Bewertung nun unheimlich schwer, ich kann mich nicht entscheiden, ob ich die Geschichte mochte oder eher nicht.

Die ganze Idee ist super witzig. Die Familie ist sehr schräg. Alle beklauen sich auch gegenseitig, nichts ist vor ihnen sicher. Das eigenartige Verhalten fällt auch dem Nachbarn auf, der natürlich nichts mitbekommen darf. Als Sohn Ture Geburtstag hat, soll auch sein Geschenk geklaut werden. Da die Familie zwar gut im Stibitzen, aber offensichtlich nicht im Planen ist, geht es dabei drunter und drüber. Eigentlich ein witziges Abenteuer…

Dabei ist Vieles arg überzogen dargestellt. Es wird ununterbrochen gelogen, geschimpft und geklaut. So extrem, dass es für mich manchmal schon wieder anstrengend war. Andererseits hat diese übertriebene Darstellung natürlich auch eine entsprechende Wirkung. Und den Hinweis, dass Stibitzen natürlich nicht ok ist, gab es ja ohnehin schon ganz am Anfang des Buches…

Hinzu kommt, dass mir am Ende des Buches etwas fehlte. Nachdem das geplante Stibitzen auf jede erdenkliche Art schief geht, denken zumindest einige Familienmitglieder übers Kaufen nach. Tatsächliche Einsicht gibt es aber eigentlich nicht – was natürlich auch blöd wäre, da es sich um einen ersten Band handelt und weitere Geschichten um die Langfingerfamilie geplant sind.
Dennoch gibt es grundsätzlich einen lehrreichen Moment innerhalb der Geschichte. Allerdings ist dieser nicht so ganz offensichtlich, sodass die wichtige Botschaft (wenn du etwas Gutes tust/ nett zu anderen bist, zahlt sich das letztlich aus…) in dem ganzen Chaos und Gemotze ziemlich untergeht.

Veröffentlicht am 16.03.2020

unglaublich spannend

Hate is all I feel
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An Abbys Highschool gibt es klare Regel. Die alte Elite regiert die Schule. Doch dafür zahlt Abby einen hohen Preis. Die mächtigsten Familien der Stadt haben untereinander ausgehandelt, wie das Leben ihrer ...

An Abbys Highschool gibt es klare Regel. Die alte Elite regiert die Schule. Doch dafür zahlt Abby einen hohen Preis. Die mächtigsten Familien der Stadt haben untereinander ausgehandelt, wie das Leben ihrer Kinder verlaufen soll. Zwangsehe inklusive. Abby rebelliert und steckt plötzlich in großen Schwierigkeiten, als drei Jungs auftauchen – die sogenannte neue Elite–, die die alte Ordnung zerstören wollen. Es entbrennt ein Kampf um die Macht, bei dem kein Geheimnis verborgen bleibt.

Was für ein unglaublich gutes Buch!
Die Figuren quälen einander. Sie erpressen einander. Sie hassen und lieben einander. Es werden Intrigen gesponnen, Geheimnisse ausspioniert und Allianzen gebildet.
Dabei geht es immer wieder auch um Sex. Die Vorlieben einiger Figuren, was sie einander antun und was sie erregt, ist oft sehr befremdlich. Es gibt etliche sehr heftige, schockierende und wirklich abartige Szenen (eine entsprechende Warnung befindet sich auch am Beginn des Buches). Dennoch habe ich das Buch inhaliert. Denn die Handlung ist sooo unglaublich spannend.

Abby ist die Ich-Erzählerin der Geschichte. Die 17-jährige hadert mit ihrem Leben. Sie kann über ihre Zukunft nicht selbst entscheiden. Sie wird gedemütigt, beschimpft. Tag für Tag. Doch der Teenager bleibt stark. Sucht einen Ausweg. Das Auftauchen der neuen Elite macht ihr Leben noch komplizierter. Die Geschichte dafür aber umso interessanter.

Die neue Elite bringt die alte Ordnung durcheinander. Dafür ist den Jungs so ziemlich jedes Mittel recht. Es wird schmutzig, brutal, fies. Jeder Tag birgt neue Überraschungen: Welche Pläne wurden diesmal gesponnen, wer verbündet sich mit wem, welche dreckigen Geheimnisse kommen ans Licht?
Dabei ist es super interessant, wie sich die Figuren entwickeln und welche Verbindungen sich zwischen verschiedenen Interessengruppen ergeben. Zwangsgemeinschaften entstehen, ebenso wie Freundschaft. Doch sind diese echt oder nur teil eines neuen, gemeinen Plans? Niemand kann sich sicher sein. Durch die eingeschränkte Perspektive ist es schwer, die anderen Charaktere einzuschätzen, sodass es immer wieder zu Überraschungen kommt.

Das Ende ist super fies und super offen. Zum Glück erscheint Band 2 schon bald.

Fazit

Ein unglaublich tolles Buch! Spannend, brutal, überraschend. Der Machtkampf der Teenager voller Intrigen, Lügen und Geheimnisse konnte mich schon nach wenigen Seiten packen. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto spannender wird das Geschehen, weil es immer wieder unerwartete Aufdeckungen und brisante Bündnisse gibt. Dank des flüssigen Schreibstils fliegen die Seiten nur so dahin. Ich freue mich auf Teil 2.

Veröffentlicht am 16.03.2020

WOW, Highlight!

Night of Crowns, Band 1: Spiel um dein Schicksal
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Die Eliteschulen Chesterfield und St. Burrington kennt die 17-jährige Alice eigentlich nur aus der Ferne. Nun muss sie ihre Ferien dort verbringen, um ihre Noten zu verbessern. Dabei erfährt sie, dass ...

Die Eliteschulen Chesterfield und St. Burrington kennt die 17-jährige Alice eigentlich nur aus der Ferne. Nun muss sie ihre Ferien dort verbringen, um ihre Noten zu verbessern. Dabei erfährt sie, dass auf den Schülern ein Fluch lastet, der auch sie selbst betrifft. Und plötzlich steckt Alice mitten in einem Spiel um Leben und Tod…

Die Geschichte konnte mich von Beginn an packen. Schon auf den ersten Seiten passieren Alice ungewöhnliche Dinge, die die ersten Fragen aufwerfen. Immer wieder glaubt sie, Ding zu sehen, die aber sonst niemand wahrnimmt. Alice beginnt, an ihrem Verstand zu zweifeln.

Die Story, die sich dann entwickelt, habe ich absolut nicht erwartet. Die Geschichte ist unglaublich fesselnd. Je mehr Alice erfährt, desto mehr Fragen kommen auf. Mysteriöse Träume bringen dabei auch nur bedingt Licht ins Dunkel. Da Alice sich plötzlich in einem Spiel um Leben und Tod befindet, ist die Anspannung durchweg greifbar.

Wenn jeder eine Spielfigur ist, jede Handlung ein durchdachter Spielzug, was ist dann echt? Wem kann Alice glauben? Wer spielt nur mit ihr? Alice ist diese Welt völlig fremd, sie versteht vieles nicht und weiß auch die Personen um sich herum nicht einzuschätzen. Sie ist gezwungen, sich auf ihr Gefühl zu verlassen. Aber was, wenn sie dieses betrügt?
Ein klein wenig gehadert habe ich mit Alice, die insgesamt als toughe, schlagfertige Protagonistin auftritt, da sie für mein Verständnis zu wenig Antworten einfordert. So gibt es eine Figur, die immer wieder andeutet, mehr zu wissen, aber Alice lässt die Augenblicke, in denen sie nachharken könnte, mehrfach ungenutzt verstreichen.

Kleckerweise gibt es dann ein paar Antworten und damit auch immer neue Überraschungen. Manches deutet sich zwar an, doch nicht immer sieht Alice die Probleme auch kommen, sodass ich die Geschichte durchweg spannend fand. Es wird emotional, aber auch brutal und grausam. Zudem habe ich mich über die trockenen Kommentare einer Figur immer wieder köstlich amüsiert.

Dabei fand ich nicht nur Alice’ Entwicklung interessant, sondern auch die Gedanken und Handlungsabsichten der anderen Charaktere – sofern diese die Ich-Erzählerin Alice daran teilhaben lassen.

Der Cliffhanger ist eine Folter nach der rasanten, spannenden Geschichte. Denn bis Band 2 wird es nun lange Monate dauern. Ich freue mich jetzt schon drauf.

Fazit

Mysteriöse Begebenheiten, unerwartete Entwicklungen, undurchsichtige Figuren und eine Protagonistin, die plötzlich um ihr Leben bangen muss. Obwohl einige Begebenheiten vorhersehbar sind oder sogar angedeutet werden, sich dabei aber der Aufmerksamkeit der Protagonistin entziehen, konnte mich die Geschichte durchweg fesseln und auch immer wieder überraschen. Es wird emotional und brutal. Schon jetzt (sehr wahrscheinlich) mein Februar-Highlight!