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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2026

Nicht mein Lieblingsbuch der Autorin

Velvet Falls, but the Gods forgot to die (Velvet-Dilogie 1)
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Cassardim gehtört zu meinen Lieblingsreihen, daher hatte ich auf eine ähnliche zauberhafte Geschichte gehofft.
Velvet Falls empfand ich allerdings an vielen Stellen als zu wild und überdreht.

Leider blieb ...

Cassardim gehtört zu meinen Lieblingsreihen, daher hatte ich auf eine ähnliche zauberhafte Geschichte gehofft.
Velvet Falls empfand ich allerdings an vielen Stellen als zu wild und überdreht.

Leider blieb das komplette Weltengefüge für mich bis zuletzt eher undurchsichtig. Ich hätte mir mehr Erklärungen zur Übertragung der Dämonenkräfte und vor allem zur Entstehung und Rolle der Götter gewünscht.

Jeder verfolgt hier seine eignen Ziele. Es gibt zahlreiche Geheimnisse und entsprechend auch einige Wendungen, wenn die Absichten einzelner Figuren aufgedeckt werden.
Eigentlich ist nie so ganz klar, wer gerade die Wahrheit sagt.
Das erzeugt auf jeden Fall eine gewisse Spannung – die aber durch das Hin und Her der vermeintlichen Liebesgeschichte unterbrochen wird.
Velvet und Kash wechseln zwischen ständiger Anziehung und gegenseitigem Wegstoßen.
Sie haben eine gemeinsame Vergangenheit, die bei beiden tiefe Wunden hinterlassen hat und durch kleine Rückblicke nach und nach zusammengesetzt wird.

Häufig zielen Velvet und Kash darauf ab, sich gegenseitig zu verletzen, sodass der Ton oft bissig ist.
Nur blöd, dass sich die Dämonenkräfte von Velvet am besten durch körperliche Nähe wieder in den Griff kriegen lassen.

Schon in der Einleitung wird viel Spice angekündigt. Durch eine optische Kennzeichnung dieser Passagen, die in ihrer Detailliertheit nicht handlungsrelevant sind, sollen nichtinteressierte Leser:innen diese überspringen können – in meinem netgalley ebook führte die Kennzeichnung allerdings zu lauter durchgestrichenen Szenen. So war das vermutlich nicht gedacht…

Grundsätzlich habe ich nichts gegen erotische Szenen, durch die Verbindung zu den Dämonenkräften wirken diese Szenen hier aber eher erzwungen. Dass ich die Gefühle der beiden Charaktere gar nicht nachfühlen konnte, trägt natürlich auch seinen Teil dazu bei.

Als witziger Gefährte gibt es in dieser Geschichte eine sprechende Dämonenzehe. An Flummel kommt allerdings niemand heran…

Fazit

Die Geschichte hat spannende Passagen, ist aber vollgestopft mit chaotischen Ereignissen und dem umständlichen Verhalten der zwei Hauptfiguren.

Veröffentlicht am 02.11.2025

Ereignisreich und spannend

Heart of the Damned – Ihr Versprechen ist sein Untergang
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Scartlett ist eine Diebin. Als sie ein Artefakt aus dem Schloss des Königs stehlen will, wird sie erwischt und soll hingerichtet werden. Doch dann erkennt der König, dass Scarlett ihm von Nutzen sein kann: ...

Scartlett ist eine Diebin. Als sie ein Artefakt aus dem Schloss des Königs stehlen will, wird sie erwischt und soll hingerichtet werden. Doch dann erkennt der König, dass Scarlett ihm von Nutzen sein kann: Sie kann mithilfe von Magie ihr Äußeres ändern. Spielt sie seine Verlobte, darf sie weiterleben. Dass die zwei sich dabei tatsächlich näher kommen, war nicht geplant…

Das Hörbuch konnte mich von Anfang bis Ende fesseln und mehrfach überraschen.

Man ist sofort mitten im Geschehen. Kaum ist Scarlett ins Schloss eingedrungen, steckt sie auch schon in Schwierigkeiten. Es folgen einige Gefechte – mit Waffen und mit Worten.

Scarlett ist kämpferisch und schlagfertig. Dass sie eine Frau verkörpern soll, die sie nicht kennengelernt hat, erschwert ihre Aufgabe: Jederzeit könnte sie sich durch unbedachte Handlungen oder Worte verraten. Lässt sie sich anfangs nur auf den Deal ein, um ihrer Hinrichtung zu entgehen, erwacht in ihr mit der Zeit der Wunsch, dem Land und auch König Ren, zu helfen. Gleichzeitig findet sie großen Gefallen daran, Ren immer wieder zu reizen.

Ren hat eigentlich schon genug Probleme. Eine Diebin, möglicherweise Spionin, in seinem Schloss, hat ihm gerade noch gefehlt. Sein Land wird regelmäßig von Dämonen heimgesucht, weshalb die Hochzeit und die damit verbundene Unterstützung im Krieg so wichtig ist.
Es ist schwer für ihn, die aufmüpfige Scarlett unter Kontrolle zu halten. Doch die selbstbewusste Gestaltwandlerin fasziniert ihn auch.

Und so sind die zwei Feinde zur Zusammenarbeit gezwungen, lernen sich besser kennen und unterstützen einander. Die wendungsreiche Story steckt voller Geheimnisse und Überraschungen. Ruhige Momente gibt es kaum, ständig passiert etwas Neues: Wenn es keinen Angriff von außen gibt, erschüttert eine neue Intrige im Palast die Figuren.
Es gibt zahlreiche Charaktere. Irgendwer arbeitet gegen Ren, es könnte jede/r sein, auch aus seinem Gefolge. Und so weiß bald niemand mehr, wem er vertrauen kann.
Die Wendung am Ende konnte mich komplett überraschen, das offene Ende lässt mich neugierig und ungeduldig zurück.

Ren und Scarlett schildern abwechselnd aus der Ich-Perspektive das Geschehen. Gesprochen werden sie von Rebecca Veil und Fynn Engelkes, denen ich gut folgen konnte.

Fazit

Eine ereignisreiche Story voller Geheimnisse, Intrigen und unerwarteter Wendungen, die mit den zahlreichen Wortgefechte der Hauptfiguren für zusätzliche Unterhaltung sorgt.

Veröffentlicht am 02.11.2025

Ereignisreiches Finale

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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Achtung: 3. Band. Inhaltliche Spoiler zu den ersten Bänden vorhanden.

Mit dem Vorgänger habe ich etwas gehadert. Zu lang, zu düster, zu überladen mit immer neuen Schwierigkeiten. Nach dem Ende war ich ...

Achtung: 3. Band. Inhaltliche Spoiler zu den ersten Bänden vorhanden.

Mit dem Vorgänger habe ich etwas gehadert. Zu lang, zu düster, zu überladen mit immer neuen Schwierigkeiten. Nach dem Ende war ich dennoch neugierig auf das Finale – und bin nun froh, dass ich mich dafür entschieden habe, das Ende zu lesen. Denn Band 3 ist in vielerlei Hinsicht anders.
Während Band 1 und 2 unsere moderne, technisierte Welt mit magischen Märchenelementen verbindet, erwartet die Charaktere nun ein etwas anderer, aber nicht weniger magischer, Schauplatz, der der Handlung eine ganz andere Atmosphäre verleiht.
Rains Versuch, die Welt zu retten, ist missglückt und nun versucht sie, das Chaos, das sie und Cole zuletzt angerichtet haben, wieder zu richten. Aber es wäre ja nicht Rain, wenn es einfach vonstatten ginge. Dementsprechend wird es wieder dramatisch, aufregend, blutig, düster und emotional.

Zwar ist das Buch ebenfalls vergleichsweise lang und ebenso vollgestopft mit zahlreichen Problemen, diesmal passte es für mich aber besser zusammen. Dass die Handlung zwar an die vergangenen Ereignisse anknüpft, aber trotzdem erst mal nicht auf jedes kleines zurückliegende Detail Bezug nimmt, hat mir und meinen eingerosteten Erinnerungen in die Karten gespielt, sodass mir der (Wieder-)Einstieg in die Geschichte problemlos gelungen ist und ich schnell ins Geschehen gefunden habe. Mit ihren zahlreichen Wendungen konnte mich die Geschichte schnell fesseln.

Neben bereits bekannten Figuren kommen einige neue Charaktere hinzu, die ebenso für einige Überraschungen und unerwartete Aufdeckungen sorgen werden. Erzählt wird die Geschichte weiterhin aus der Ich-Perspektive von Rain und Cole.

Auch diesmal macht der detaillierte Schreibstil nicht vor ausführlichen Schilderungen von Verletzungen und Ermordungen halt, wobei es schon teilweise wieder sehr brutal und eklig wird.

Das Ende habe ich so nicht erwartet, schließt die Reihe für mich aber gut ab.

Fazit

Die Art, wie die Geschichte startet, macht den Wiedereinstieg trotz langem Abstand zu Band 2 leicht. Zahlreiche überraschende Verstrickungen und ein abwechslungsreicher Mix aus Action, Dramatik und Gefühl konnten mich trotz kleiner Längen an die Seiten fesseln.

Veröffentlicht am 02.11.2025

Extrem zäh

Heart of Night and Fire
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Die Artefakte von Ouranos konnten mich begeistern, daher war ich neugierig auf das neue Buch der Autorin. Leider konnte es mich nicht genauso für sich einnehmen.

Ihr ganzes Leben verbringt Zarya verborgen ...

Die Artefakte von Ouranos konnten mich begeistern, daher war ich neugierig auf das neue Buch der Autorin. Leider konnte es mich nicht genauso für sich einnehmen.

Ihr ganzes Leben verbringt Zarya verborgen als Gefangene. Sie kennt ihr Wurzeln und ihre Familie nicht. Sie wird im Kampf ausgebildet, aber niemand darf von ihr und ihrer Magie wissen. Warum dies so ist, sagt man Zarya nicht. Als ihr die Flucht gelingt, findet sich Zarya in der Hauptstadt Dharati wieder, die regelmäßig von Dämonen angegriffen wird. Dort lernt sie neue Menschen kennen, doch die jahrelang eingebläuten Regeln sorgen dafür, dass Zarya niemandem völlig vertrauen kann und allein nach Antworten sucht.

Das von indischen und asiatischen Einflüssen durchzogene Setting ist farbenfroh und facettenreich gezeichnet. Viele detaillierte Beschreibungen von Stadt und Leuten sowie den ungewöhnlichen Wesen lassen das Geschehen lebendig werden. Ein Glossar gibt einen Überblick über die Wichtigsten Orte und Wesen. Die vielen fremden Begrifflichkeiten lassen sich allerdings nicht so ganz flüssig lesen.

Doch dies ist nicht der Grund, dass ich vergleichsweise lange an dem Buch gelesen habe. Mich konnte die Geschichte einfach nicht packen. Die Handlung kommt nicht in Fahrt.
Während ich zwar stets darüber informiert hat, welche Farben und Gewänder die einzelnen Figuren tragen, passiert inhaltlich wenig bis nichts.

Zarya will zwar wissen, warum sie verborgen aufwachsen musste und dazu angehalten wurde, ihre magischen Fähigkeiten verborgen zu halten, sie tut aber nur wenig aktiv dafür, nach Antworten zu suchen. Zwar kann ich sogar noch verstehen, dass sie vorsichtig ist und sich nicht jedem anvertraut, aber selbst, als sich ihr konkrete Spuren bieten (z.B. als Figuren bestimme Namen nennen), fragt sie nicht nach.
Praktischerweise fällt ihr ein Buch mit magischen Anleitungen in die Hände und wie durch Zauberhand kann sie damit ganz wichtige Fortschritte in Bezug auf ihre eigenen Fähigkeiten machen. Für mich blieb das Magiesystem dabei wenig durchschaubar.

Viel interessanter als Antworten zu finden, ist es für Zarya allerdings, Freundschaften zu schließen und kleine Liebesabenteuer zu durchleben. Nach einem einsamen Leben im Sumpf, kann ich sogar auch das verstehen, es verstärkt aber leider das Gefühl, dass die Handlung auf der Stelle tritt.

Dharati wird regelmäßig von verschiedenen Dämonenwesen angegriffen. Aber auch dies tut letztlich wenig zur Sache und steigert weder Tempo noch Spannung.

Erst am Ende gibt’s dann endlich ein paar Antworten und noch mehr Fragen.

Fazit

Eine lebendig und detailliert ausgestaltete Welt voller exotischer Einflüsse und Mythologie schaffen zwar ein interessantes Setting, letztlich empfand ich das Buch aber überladen mit detaillierten Beschreibungen optischer Kleinigkeiten, während es nur wenig inhaltliche Fortschritte gibt. Die Spannung bleibt dabei auf der Strecke.

Veröffentlicht am 19.10.2025

tolle Aufmachung, leckere Rezepte

Cozy baking time
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Ich liebe Kuchen und Gebäck jeder Art. Eigentlich habe ich genug Backbücher, aber die Mischung der Rezepte hat mich angesprochen.

Optik
Die Aufmachung des Buches gefällt mir richtig gut. Das Format ist ...

Ich liebe Kuchen und Gebäck jeder Art. Eigentlich habe ich genug Backbücher, aber die Mischung der Rezepte hat mich angesprochen.

Optik
Die Aufmachung des Buches gefällt mir richtig gut. Das Format ist handlich und die vielen Bilder sind ansprechend. Jedes Rezept füllt eine Seite, daneben gibt es ein großformatiges Bild. Zusätzlich gibt es ein paar Doppelseiten Fotos, die die Herbst- und Winterstimmung einfangen.

Rezepte
Ich habe schon beim ersten Durchblättern viele Rezepte gefunden, die mich ansprechend und die ich gern ausprobieren möchte. Es handelt sich um eine Mischung aus vergleichsweise einfachen, bekannten Kuchen und Plätzchen (z.B. Zitronenkuchen, Buttermilchkuchen, Vanillekipferl) und einigen ungewöhnlicheren Kreationen (z.B. Marzipanschnecken mit Kartoffeln im Teig). Da die Auswahl betitelt ist mit „süße Rezepte für die kalte Jahreszeit“, kommen Äpfel, Pflaumen und Zimt entsprechend häufiger vor.
Es werden in den meisten Fällen keine allzu ungewöhnlichen Zutaten verwendet, sodass sich die ersten Rezepte bereits ohne extra Einkauf umsetzen lassen, wenn man die klassischen Backzutaten zuhause hat.
Die Anleitungen sind verständlich und lassen sich leicht befolgen. Darüber hinaus gibt es ein paar persönliche Backtipps der Autorin.

Sprache
Wie gesagt, die Beschreibungen sind verständlich. Allerdings hatte ich an verschiedenen Stellen das Gefühl, dass ich hier nicht zur Zielgruppe gehöre. Theresa schreibt, wie man es von den Reels auf ihrem Instagram-Account kennt. Aber nicht alles, was umgangssprachlich gesagt wird, muss vielleicht auch verschriftlicht werden. Aber wen interessiert das noch, wenn’s aus dem Ofen erstmal anfängt zu duften...


Fazit

Der erste Kuchen im Buch heißt „bester Schokokuchen ever“ – und was soll ich sagen, genau das war die Rückmeldung meiner Mitessenden. Ich würde ja sagen, ich backe nichts anderes mehr, aber dafür gibt es noch zu viele lecker aussehende Rezepte im Buch, die ich noch testen möchte. Alle bisher probierten Kuchen waren lecker und sind dank der einfachen Beschreibungen super gelungen.