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Veröffentlicht am 26.08.2019

etwas Anderes vorgestellt

Die One-Pot-Challenge
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Auf den ersten Blick wirkt die Aufmachung des Buches ganz lustig. Drei Köche/innen stellen sich der Herausforderung, One-Pot Gerichte mit einer vorgegebenen Zutat zu kreieren und wählen dafür Topf, Pfanne ...



Auf den ersten Blick wirkt die Aufmachung des Buches ganz lustig. Drei Köche/innen stellen sich der Herausforderung, One-Pot Gerichte mit einer vorgegebenen Zutat zu kreieren und wählen dafür Topf, Pfanne oder Blech.

Insgesamt enthält das Buch 60 Rezepte zu 20 vorgegebenen „Grundzutaten“.

Der Sinn der „Challenge“ ist mir dabei leider nicht klar geworden.
Nach jeder Zutat begründen die Köche/innen ihre Wahl. Allerdings variieren sie dabei nicht etwa zwischen Topf, Blech und Pfanne, sondern jeder behält sein jeweiliges Küchengerät bei. Diese wiederholte Auflistung wäre daher nicht nötig gewesen.
Zudem gibt es auch keinen Challengegewinner. Jumbo lobt jedes Gericht, beschreibt, was daran besonders ist, und setzt es ganz oben auf das Treppchen.

Hinzu kommt, dass ich von One-Pot-Rezepten auch einfach aufgrund anderer Bücher eine andere Vorstellung hatte. Beispielsweise hat ein auf dem Blech fertig aufgeschichteter Burger für mich nichts mehr mit One-Pot zu tun, da hier viele Handlungsschritte nacheinander ablaufen, bis dieser dann auf dem einen Blech steht.
Und so geht der Aufwand bei vielen Gerichten über das schnell-in-einem-Topf hinaus.

Hinzu kommt, dass bei vielen Rezepten eine kleine Menge einer bestimmten Zutat benötigt wird. Seien es (für mich) eher ungewöhnliche Gewürze oder einfach kleine Mengen Gemüse, z.B. Kohl, sodass man dann schauen muss, was man mit dem Resten macht...

Ein paar Rezepte finde ich ganz interessant und möchte sie noch weiter ausprobieren.

Fazit
Insgesamt habe ich mir unter One-Pot einfach etwas anderes vorgestellt.
Die Challenge an sich erfüllt für mich keinen Zweck, da alle Gerichte hochgelobt werden und die wiederholte Auflistung der Wahl von Blech, Topf und Pfanne unnötig Platz kostet, der gern für weitere Rezepte hätte benutzt werden können.

Veröffentlicht am 24.08.2019

die Geschichte hinter der App

Bad Billionaire
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Achtung: 3. Band der Reihe. Inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden!

Vorwissen ist definitiv hilfreich, da die Geschichte sich auf die vergangenen Ereignisse und deren Auswirkungen bezieht, ...



Achtung: 3. Band der Reihe. Inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden!

Vorwissen ist definitiv hilfreich, da die Geschichte sich auf die vergangenen Ereignisse und deren Auswirkungen bezieht, auch wenn die Liebesgeschichte grundsätzlich unabhängig ist und die wichtigsten Hintergründe kurz geschildert werden.

Annie war bereits Teil der anderen zwei Bände, da sie mit den vorherigen Protagonistinnen befreundet ist. Dabei gab es auch immer mal wieder kurze Einblicke in Annies Vergangenheit und die Gründe für ihr aktuelles Handeln.
Nun wird die komplette Geschichte, was sie angetrieben hat, ausführlich beleuchtet. Die Bad Bachelors App hat große Wellen geschlagen. Die einen lieben die App, die anderen hassen sie und schimpfen auf den Ersteller. Doch bei bloßen Beleidigungen bleibt es nicht…

Aber nicht nur in Bezug auf die App hat Annie schwerwiegende Entscheidungen zu treffen. Drei Jahre nach der Trennung ist ihr Exfreund zurück in New York. Beide knabbern noch an den unglücklichen Beziehungsende und wissen nicht so recht, wie sie nun miteinander umgehen sollen.
Die Liebesgeschichte war nicht uninteressant, besonders der langsame Wandel der Figuren, als Wut endlich Einsicht weicht, ist nachvollziehbar geschildert.
Spannender lasen sich allerdings die Geschehnisse rund um die App. Es gibt massive Drohungen, einen aufdringlichen Hacker und schwierige Entscheidungen zu treffen. Leider wird an dieser Stelle Potential verschenkt, da die Auflösung nur durch Glück und Zufall erfolgt.

Geschildert wird die Handlung, wie auch die Vorgänger, aus der wechselnden personalen Sicht der zwei Hauptfiguren. Während ich Annie insgesamt recht zickig fand, da sie immer wieder auf den Fehlern der anderen in der Vergangenheit herumreitet, aber ihre eigene „Schuld“ dabei lange ignoriert, war mir Joseph sympathisch. Er ist schneller bereit, über seine eigenen Fehlentscheidungen nachzudenken und diese gutzumachen.
Dank des flüssigen, anschaulichen Schreibstils lässt sich die Geschichte zügig lesen.

Fazit

Die ganze Reihe zeigt auf, wie Social Media unser Leben verändern kann, wenn Hass und Verleumdungen um sich schlagen. Entwicklungen, die Annie so nie gewollt hat. Doch auch sie muss sich nun den Konsequenzen stellen, während sie gleichzeitig mit ihren aufgewühlten Gefühlen kämpft, als ihr Ex-Freund wieder in ihr Leben tritt. Nette Liebesgeschichte ohne Überraschungen. Spannender sind die Entwicklungen rund um die App, die leider zu einfach aufgelöst werden.

Veröffentlicht am 24.08.2019

spannend und mehrfach überraschend

Der Kuss der Krähe 2: Zarenfluch
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Achtung, 2. Band. Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden.

Der erste Band hatte mir total gut gefallen. Doch obwohl er noch gar nicht so lange zurückliegt, hatte ich Schwierigkeiten, in die Geschichte ...



Achtung, 2. Band. Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden.

Der erste Band hatte mir total gut gefallen. Doch obwohl er noch gar nicht so lange zurückliegt, hatte ich Schwierigkeiten, in die Geschichte zurückzufinden. Schuld daran war nicht nur die aufgrund zahlreicher Intrigen bereits sehr verworrene Handlung, sondern auch die Vielzahl an Charakteren, die dank Spitznamen unter verschiedenen Namen auftauchen (Maria = Mascha, Alexander = Sasha…). Passend zum russisch angehauchten Setting, aber für mich trotzdem verwirrend, sodass ich nicht jede Figur sofort wieder zuordnen konnte. Rückblicke gibt es auch nur wenige.

Nachdem die Einstiegsschwierigkeiten überwunden waren, konnte mich das Buch allerdings wieder komplett fesseln. Die Handlung ist ereignisreich und selten vorhersehbar. Es werden unerwartete Entdeckungen gemacht und ungeheuerliche Pläne aufgedeckt, sodass die Spannung stetig ansteigt. Dramatische Ereignisse wechseln sich mit actionreichen Geschehnissen ab. Aber es gibt auch ruhigere, gefühlvolle Momente.

In dieser abwechslungsreichen Mischung hat mir besonders gefallen, wie die einzelnen Figuren sich entwickeln und verändern. Besonders Zarin Vasilisa, die bereits im ersten Band gezwungen war, ihre Meinung zur Magie zu überdenken, muss sich entscheiden, wie sie mit all den neuen Erkenntnissen umgeht und welchen Weg sie künftig einschlagen möchte. Aber auch ihre Gegenspielerin Maria macht im Verlauf einen Wandel durch. Mit den Zusammenhängen, die hier nach und nach aufgedeckt werden, konnte Isabel Clivia mich mehrfach überraschen.

Der Schreibstil ist bildhaft und flüssig. Dank der wechselnden personalen Sicht zwischen einer Vielzahl von Figuren gibt es Einblicke in deren jeweiligen Gedanken und einen guten Gesamtüberblick über verschiedene Handlungsorte.

Das Ende hätte für mich gern noch ein paar Seiten mehr haben dürfen, da ein paar letzte Fragen offen bleiben. Manche Situationen werden auch etwas zu zügig aufgelöst. Insgesamt ist es aber ein stimmiger Abschluss.

Fazit

Ereignisreiches, spannendes Dilogie-Finale, das mit seiner abwechslungsreichen Handlung und der nachvollziehbar geschilderten Veränderung verschiedener Figuren überzeugen kann.

Veröffentlicht am 24.08.2019

langatmig…

Ewig - Wenn Liebe entflammt
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Achtung: 2. Band, inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden.

An diesem Buch habe ich vergleichsweise lange gelesen, denn egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit ich das Buch zur Hand genommen habe, immer ...

Achtung: 2. Band, inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden.

An diesem Buch habe ich vergleichsweise lange gelesen, denn egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit ich das Buch zur Hand genommen habe, immer wieder hat mich der Dornröschenfluch getroffen: Nach wenigen Seiten bin ich eingeschlafen… Und so zogen sich nicht nur die Tage dahin, auch die Geschichte empfand ich insgesamt als sehr zäh.

Nach Band 1 hatte ich mir gewünscht, dass Aurora etwas entschlossener agiert. Dies war leider nur bedingt der Fall. Es gibt immer wieder Passagen, in denen nur sehr wenig passiert. Aurora versucht, mehr über ihre Magie herauszufinden und plant ihr weiteres Vorgehen – sehr ausgiebig, ohne richtig voranzukommen.
Zwar macht sich Aurora einerseits (sehr, sehr ausführliche) Gedanken darüber, wie viele Opfer sie zur Erreichung einer Verbesserung in Kauf nehmen kann und will. Wenn sie dann aber handelt, gerät die Situation immer wieder aus dem Ruder. Alle vorherigen Überlegungen schienen dann egal, da sie nicht zur Verringerung der Verluste beiträgt. Wie sie dabei ihre Prioritäten setzt, war für mich selten nachvollziehbar.

Innerhalb der Geschichte gibt es ein paar unerwartete Aufdeckungen, die das Geschehen zwar in ein neues Licht rücken, die Handlung aber auch immer verworrener werden lassen. Es gibt actionreiche Passagen und jede Menge Dramatik… Insgesamt konnte mich allerdings der ganze Handlungsverlauf nicht so richtig packen. Ich fand das Geschehen recht eigenwillig und das Handeln der Figuren nicht immer logisch. Viel zu oft bleiben Dinge unklar.

So habe ich auch am Ende des Buches das Gefühl, das die Geschichte unfertig ist. Zu viele Fragen bleiben noch offen, zu viele Umstände sind noch ungeklärt. Von einer möglichen Zukunft ganz zu schweigen…

Fazit

Nachdem ich schon das erste Buch recht langatmig fand und oft mit Aurora gehadert habe, konnte mich auch der zweite Band nicht packen. Zwar hat Aurora ein paar starke Momente, aber viel zu oft konnte ich ihr Handeln nicht nachvollziehen. Sie setzt sehr egoistisch ihre Prioritäten und nimmt dabei zahlreiche Opfer in Kauf, die sie eigentlich vermeiden wollte. Am Ende habe ich nicht das Gefühl, eine abgeschlossene Geschichte gelesen zu haben, dafür bleiben noch zu viele Fragen offen.

Veröffentlicht am 17.08.2019

tolle Idee, leider etwas langatmig

Ewig - Wenn Liebe erwacht
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102 Jahre ist es her, seit Dornröschen – Aurora – sich an einer Spindel gestochen und in einen tiefen Schlaf gefallen ist. Als sie nun von einem jungen Prinzen wachgeküsst wird, ist die 18-jährige völlig ...



102 Jahre ist es her, seit Dornröschen – Aurora – sich an einer Spindel gestochen und in einen tiefen Schlaf gefallen ist. Als sie nun von einem jungen Prinzen wachgeküsst wird, ist die 18-jährige völlig desorientiert. Denn nichts ist mehr, wie sie es kennt. Um sie herum herrschen zahlreiche Intrigen um den Thron und Aurora steckt plötzlich mittendrin…

Die Idee der Geschichte finde ich total interessant. Was ist, wenn Dornröschen nach 100 Jahren aufwacht, aber ihr Schloss nicht mit ihr im Schlaf versunken ist?! Die Welt hat sich weiterentwickelt. Alle Menschen, die Aurora kannte, sind tot. Im Schloss lebt eine neue Königsfamilie, die sich nicht scheut, die frisch erwachte Prinzessin für ihre Ziele einzusetzen, schließlich geht es um den Erhalt des Throns.
Jeder Mensch im Volk kennt Auroras Geschichte und setzt große Hoffnungen in sie, wurde doch in zahlreichen Märchenbüchern, die während ihres Schlafs geschrieben wurden, versprochen, dass alles besser wird, wenn die Prinzessin endlich von ihrer wahren Liebe wachgeküsst wird. Allerdings empfindet Aurora nichts für diesen Prinzen und die Hochzeit soll in wenigen Tagen stattfinden…

Spannend fand ich, wie Aurora einen Weg sucht, in dieser ihr fremden Zeit zurechtzukommen, die von Unterdrückung, Aufständen und drohenden Kriegen geprägt ist. Sie selbst wird ohne Rücksicht auf ihre Wünsche zum Spielball der Politik. Fügt sie sich nicht, wird sie bedroht.
Aurora findet relativ schnell heraus, welche Unzufriedenheit in der Stadt herrscht. Allerdings fällt es ihr schwer, die Menschen um sich herum einzuschätzen. Will man ihr wirklich helfen oder soll sie nur für die eigenen Zwecke eingespannt werden? Es gibt einige undurchsichtige Figuren, die durchaus auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind, sodass es immer wieder spannende Augenblicke und kleine Wendungen gibt.

Leider empfand ich die Geschichte insgesamt dennoch als recht langatmig. Obwohl Aurora schnell die ersten Entdeckungen macht, handelt sie kaum. Eine gewisse Vorsicht, da ihr eigenes Leben ja bedroht wird, ist verständlich. Doch an vielen Stellen konnte ich ihr Handeln nicht nachvollziehen. Sie ist völlig unglücklich mit ihrer persönlichen Lage und sucht aber auch hier wenig nach Lösungen. Erst spät entwickelt sie einen Plan – mit katastrophalen Folgen, die sie dann aber plötzlich bereit ist, in Kauf zu nehmen.

Am Ende bleibt Auroras Schicksal komplett offen. Für den zweiten Band wünsche ich mir, dass sie etwas mehr Stärke entwickelt.
Zudem hoffe ich, dass der Titel mehr Bedeutung erhält. Denn erwachte Liebe sucht man bisher noch vergeblich.

Fazit

Spannende Idee: Dornröschen erwacht nach 100 Jahren aber entgegen der Geschichten liebt sie den küssenden Prinzen nicht, ihre Eltern sind tot und ihr Volk ist unglücklich. Die Prinzessin selbst wird zur Schachfigur im Kampf um die Macht.
Leider zögert die 18-jährige lange und handelt nur wenig, obwohl sie sowohl mit ihrer eigenen Situation als auch mit der Entwicklung im Volk sehr unglücklich ist. Dadurch zieht sie sich die Geschichte insgesamt sehr.