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Veröffentlicht am 20.06.2021

Diese Geschichte ist laut, sie ist bunt und einfach perfekt!

One Last Stop
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Rezension

One Last Stop – Der letzte Halt ist erst der Anfang von Casey McQuiston

Der Schreibstil war dadurch, dass er aus der dritten Person ist, zwar etwas gewöhnungsbedürftig. Sobald ich aber in die ...

Rezension

One Last Stop – Der letzte Halt ist erst der Anfang von Casey McQuiston

Der Schreibstil war dadurch, dass er aus der dritten Person ist, zwar etwas gewöhnungsbedürftig. Sobald ich aber in die Geschichte hineingefunden hat, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da es so fesselnd geschrieben war. Casey McQuiston schreibt voller Humor und Gefühl, sodass man beim Lesen lachen und mitfühlen kann.

Die Protagonistin August habe ich sofort in mein Herz geschlossen, sie ist eine 23 jährige bi sexuelle Studentin aus New York. Jedoch ist sie was ihre Zukunft anging skeptisch und unentschlossen. Sie hatte mit Unsicherheiten zu kämpfen, sucht nach einem Zuhause und wechselt ständig ihre Studienfächer. August ist eine neugierige, aufmerksame und äußerst clevere Person, immer hilfsbereit und loyal.
Jane Su ist eine lesbische Chinesin und der perfekte Loveinterest, denn durch ihre aufgeschlossene, furchtlose und einnehmende Art kann man gar nicht anders als sich in sie zu verlieben. Sie ist nicht nur äußerlich sondern auch innerlich wunderschön und besonders. Ohne zu viel über die Handlung vorwegzunehmen kann man sagen, dass sie ein wandelndes Mysterium ist.
Die drei Mitbewohner von August waren wie eine kleine Familie. Niko war ein trans Latino, Myla eine queere Schwarze mit einer chinesischen Adoptivmutter und zuletzt war da noch Wes – ein queerer jüdischer Tattoo-Artist. Was ich besonders an den Charakteren geliebt habe war zum einen ihre Authentizität und zum anderen ihre Diversität, welche sie herausstechen ließ und sie einzigartig machte. Alle von ihnen waren einfach so liebenswert, weshalb sie mir fest ans Herz gewachsen sind. Die Repräsentation der LGBTQIAP+ Community vor allem die der queeren PoC ist der Autorin meiner Meinung nach durch die Protagonistinnen und die Nebencharaktere wundervoll gelungen. Es ist unglaublich toll wie in diesem Buch verschiedenste Kulturen, Religionen, Sexualitäten und Geschlechter vertreten werden.

Das Buch hatte etwas von einer RomCom (Romantic Comedy), denn es war unterhaltsam und munter und hat einem beim Lesen einfach ein gutes Gefühl gegeben. Jane und August treffen in der U-Bahn der Linie Q aufeinander und das daraufhin täglich. Man merkte aber schließlich, dass es sich nicht nur um zufällige Begegnungen handelte. Ich hätte nicht erwartet, dass die Geschichte in diese Richtung gehen würde. Einerseits mag es nicht für jeden etwas sein, andererseits ist das Buch dadurch noch besonderer und faszinierender. Es war ein Wettlauf gegen die Zeit und ein Abenteuer auf das man sich gemeinsam mit August und Jane begab. Ich musste beim Lesen wirklich mit August miträtseln, demnach war es umso spannender, als die einzelnen Puzzleteile zu einem Ganzen zusammengesetzt wurden. Es gab keinerlei Längen in dem Buch, denn die Geschichte konnte mich durchgehend mitreißen. Der New Yorker Flair trug der Atmosphäre bei, zudem konnte man sich das Setting bildlich vorstellen, oftmals hat es sich auch so angefühlt, als wäre man selbst dort. In Sachen Romantik steht die Geschichte dem in keiner Weise nach. Ich hatte Schmetterlinge im Bauch und Liebe im Herzen. Die Entwicklung zwischen August und June war unfassbar süß, hatte jedoch auch Höhen und Tiefen. Dadurch dass sich die Charaktere so reif verhielten, gab es auch kein unnötiges Drama. Die Handlung hatte eine gewisse Leichtigkeit an sich, gleichzeitig gab es auch einige emotionale und gefühlvolle Szenen. Ihre Liebesgeschichte war fast schon magisch und hat mich in seinen Bann gezogen – mich verzaubert. Was mir zudem gut gefiel, war, dass das Buch so viel Sex-Positivität ausstrahlt. Man wird nicht dafür verurteilt Jungfrau zu sein und Sex unter Gleichgeschlechtlichen ist Normalität. Auch gab es zwischendrin einige wichtige und prägende Fakten über die LGBTQIAP+-Szene, es wurden viele Ereignisse genannt. Man hat gemerkt, dass die Autorin sehr großen Wert darauf gelegt hat, die Aktivisten zu ehren und dem Leser die Historie der ganzen Bewegung näher zu bringen.
Zum Schluss wurden alle Fragen beantwortet, das Rätsel gelöst und die Geschichte schön abgeschlossen.

Nach ''Royal Blue'' ist ''One Last Stop'' ein weiterer mehr als gelungener Roman der Autorin, der mich vom Hocker gerissen hat. Dieses Buch zeichnet sich durch seine liebenswerten und diversen Charaktere und die fesselnde und einnehmende Handlung aus. Insgesamt war es ein wunderschöner und einzigartiger (queerer) Liebesroman, voller Humor und Romantik, welcher mich begeistern und faszinieren konnte. Diese Geschichte ist laut, sie ist bunt und einfach perfekt - ich habe rein gar nichts an dem Buch auszusetzen. Eine riesengroße Leseempfehlung von mir! 5/5 [Werbung|Rezensionsexemplar]

Klappentext:
Die New Yorker Studentin August glaubt weder an Hellseherei, noch an die Art von Liebe, über die Filme gedreht werden. Und ganz sicher glaubt sie nicht, dass ihre WG voller liebenswerter Nerds daran etwas ändern wird – oder gar ihre Nachtschichten in einem Pancake House, das seit den 70er Jahren Kultstatus genießt.
Doch dann ist da in der U-Bahn plötzlich Jane – die ebenso schöne wie unmögliche Jane. Um sie wiederzusehen, fährt August täglich zur selben Zeit mit der Linie Q. Und sie beginnt sich zu wundern: Jeden Tag trägt Jane dieselbe Kleidung, niemals scheint sie aus der U-Bahn auszusteigen. Nur langsam begreift August, dass sie sich für Jane auf ein unmöglich scheinendes Abenteuer einlassen muss …

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Veröffentlicht am 13.06.2021

Ein letztes Mal in Green Valley...

New Chances
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Rezension

New Chances von Lilly Lucas

Der Schreibstil war wieder unglaublich toll, er ließ sich locker und leicht lesen, sodass man nur so durch die Seiten flog. Da gibt es rein gar nichts auszusetzen, ...

Rezension

New Chances von Lilly Lucas

Der Schreibstil war wieder unglaublich toll, er ließ sich locker und leicht lesen, sodass man nur so durch die Seiten flog. Da gibt es rein gar nichts auszusetzen, Lilly Lucas schreibt einfach flüssig, gefühl- und gleichzeitig humorvoll!

Mit der Protagonistin Leonie bin ich nicht sofort warm geworden und es hat etwas gebraucht, bis ich eine Verbindung zu ihr aufbauen konnte. Sie kannte man im Gegensatz zu Sam noch nicht aus den vorherigen Bänden. Da sie aus Deutschland kam und demnach ganz neu in Green Valley war, gab es einige Parallelen zu Lena aus Band 1. Leonie hingegen war nur auf Durchreise und zufällig dort gestrandet. Ich hatte teilweise Probleme damit, mich in sie hineinzuversetzen, da sie etwas flach wirkte. Demnach konnte ich ihre Gedanken und Entscheidungen nicht immer nachvollziehen.

Sam war ein verantwortungsbewusster, fürsorglicher alleinerziehender Vater, der alles für seine Tochter Maya tat. Demnach mutierte er hin und wieder mal zu einem Helikoptervater und tat sich schwer damit, Zeit getrennt von seiner zweijährigen Tochter zu verbringen. Ihn habe ich schnell in sein Herz geschlossen - seine hinreißende Tochter sowieso. An sich war er jedoch ein etwas verschlossener Mensch, demnach war er anfangs unergründlich. Leider hat mir bei seinem Charakter teilweise die Tiefe gefehlt, denn auf mich wirkte er ähnlich wie Leonie einfältig. Mir erschien es so, als würde die Tatsache, dass er alleinerziehender Vater war, ihn ausmachen. Zwar war er zudem auch ein guter Koch, mehr erfuhr man jedoch nicht über ihn, was ich wirklich schade fand. Er hatte einen eigenen Traum, auf den er hinarbeitete. Dieses Thema hätte man noch mehr ausbauen können, anstatt es nur nebensächlich zu behandeln.

Es war wirklich wundervoll, all die Charaktere wiederzutreffen, diese waren wie eine Großfamilie zusammengewachsen.

Wieder nach Green Valley zu kommen fühlt sich jedes mal wie nach Hause kommen an. Dieser Ort strahlt einfach Gemütlichkeit und Geborgenheit aus, sodass man sich dort einfach wohl fühlt.
Man befand sich sofort direkt im Geschehen. Es gab eine Reihe an Zufällen, bis Leonie in der Bar auf Sam traf – ihm ihr Herz ausschüttete. Ich muss gestehen, dass es mir die 100 etwas zu schnell waren, denn es passierte so viel auf einmal. Gerade weil die Handlung so viele Gemeinsamkeiten mit der von Band 1 hatte, konnte mich die Geschichte nicht immer mitreißen. Ich habe das Buch ohne weiteres zur Seite legen können, da teilweise einfach das Bedürfnis weiterzulesen fehlte. Da ich so hohe Erwartungen hatte, war es leider umso enttäuschender. Ich habe die für die Reihe typischen Wortgefechte zwischen den Charakteren, die prickelnden Szenen, das Auf und Ab der Gefühle vermisst. Die Chemie zwischen Leonie und Sam war von Anfang an da, das steht außer Frage, jedoch konnte ich die Verbindung zwischen ihnen nicht nachvollziehen. Ihre Gefühle füreinander waren für mich nicht greifbar, sondern wirkten überwiegend erzwungen. Auch hat der Spannungsbogen hier gefehlt, denn die Handlung war vorhersehbar. Wo zu viel Tempo am Anfang war, gab es ab der Hälfte zu wenig davon. Es wurde sich in Nebensächlichkeiten verlaufen, die dem Ganzen nicht viel beitrugen und auch den Handlungsstrang nicht vorantrieben.
So harsch es auch klingen mag, der Geschichte fehlte oftmals etwas Eigenständiges, Individuelles, denn die Handlung wirkte nicht unbedingt originell oder einzigartig, sondern austauschbar und eintönig. Die Szenen wo Leonie für Maya sorgte waren herzerwärmend und zuckersüß, nur leider nahm ihr Job als Nanny viel zu viel Platz ein. Ihren Traum ihr eigenes Craftbeer zu brauen, fand ich total interessant, jedoch wurde dies genauso wie Sams Ziele, oft außen vor gelassen.
Was mich aber am meisten an dem Buch gestört hat war das abrupte Ende. Das Drama auf den letzten 50 Seiten wurde nicht richtig behandelt, sondern nur beendet. Es kam einfach viel zu plötzlich und ich konnte erstmal nicht glauben, dass die Geschichte schon zu Ende war. Man konnte sich weder von den Charakteren noch von Green Valley verabschieden. Dementsprechend hat mich der Schluss unzufrieden und voller Fragen zurückgelassen. So sehr ich dieses Buch auch lieben wollte, ich konnte es einfach nicht.

Ich habe mir insgesamt viel mehr von der Geschichte erhofft. Meine Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt und der Funken ist einfach nicht übergesprungen. Die Charaktere waren leider flach und die Handlung meist sehr eintönig. Es ist eher eine leichte Lektüre für Zwischendurch und ein mehr oder weniger gelungener Abschluss der Green-Valley-Love-Reihe, der mich aber etwas wehmütig zurücklässt. 3.5/5 [Werbung|Rezensionsexemplar]


Klappentext:

Während eines Work-and-Travel-Aufenthalts in den USA ihren Traum verwirklichen und Erfahrungen im Craft-Beer-Brauen sammeln – das hat sich die 21-jährige Leonie gewünscht. Doch dann geht schief, was nur schief gehen kann, und Leonie strandet in der Kleinstadt Green Valley, auf der Suche nach irgendeinem Job. Einziger Lichtblick ist der ebenso attraktive wie einfühlsame Barkeeper Sam, dem sie prompt ihr Herz ausschüttet. Keiner von beiden ahnt, dass sie sich schon am nächsten Tag wiedersehen werden: Leonie bewirbt sich als Nanny für die kleine Maya, obwohl sie keinerlei Erfahrung mit Kindern hat – und ohne zu wissen, dass Sam Mayas Vater ist …

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Veröffentlicht am 13.06.2021

Ein emotionaler Abschluss mit Schwächen...

All The Ugly Lies And Me
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Rezension

[Spoilerwarnung! Kann Spoiler zu Band 1 enthalten]

All The Ugly Lies And Me von Marla Grey

Der Schreibstil der Autorin war wirklich wundervoll, flüssig und angenehm, man kam dadurch schnell ...

Rezension

[Spoilerwarnung! Kann Spoiler zu Band 1 enthalten]

All The Ugly Lies And Me von Marla Grey

Der Schreibstil der Autorin war wirklich wundervoll, flüssig und angenehm, man kam dadurch schnell durch die Seiten. Die Worte haben mich total gefesselt, sodass ich immer weiterlesen wollte. Zudem war es berührend und an manchen Stellen wieder sehr emotional.
Wie auch beim ersten Teil konnte ich Ashleys Gedanken und Entscheidungen nicht immer nachvollziehen. Bei Jake hingegen fiel es mir etwas leichter, denn ich konnte besser mit ihm mitfühlen. Er war in einer vertrackten Situation und es hätte wahrscheinlich keiner gerne in seiner Haut gesteckt.
Ich fand es gut, dass jake in diesem Band mehr Verantwortung für sein Handeln übernahm. Dieses mal war er nämlich im Gegensatz zu Band 1 ehrlich und stand für seine eigenen Gefühle ein, anstatt diese zu verleugnen. Zudem war er total fürsorglich und liebevoll zu Ash, er unterstützte sie und war für sie da.
Beide Ash und Jake machen in diesem Buch eine beeindruckende Charakterentwicklung durch, sie wachsen nicht nur individuell sondern auch gemeinsam enger zusammen. Besonders die Nebencharaktere sind mir richtig ans Herz gewachsen. Ich fand es toll, wie auch sie eigene Handlungsstränge hatten und dadurch noch authentischer wirkten. Ich bin demnach richtig gespannt auf ihre Geschichte(n).

Die Handlung knüpft direkt dort an, wo Band 1 geendet hatte. Durch den fiesen Cliffhanger dort musste ich unbedingt erfahren, wie es mit Ash und Jake weitergeht. Ihre Beziehung war unfassbar kompliziert und verworren, denn es gab Lügen und Geheimnisse, die früher oder später ans Licht kommen würden. Was mich etwas störte, war das ständige hin und her zwischen den beiden. Zudem ergriff Ashley oftmals die Flucht, anstatt sich ihren Problemen zu stellen. Auf die Dauer wurde es ermüdend und anstrengend zu lesen. Was mir wiederum gut gefallen hat, war, dass Jake schließlich reinen Tisch machte und nicht nur ehrlich zu Ash sondern auch zu seiner Freundin war. Es wurde hier ein ernstes und sensibles Thema behandelt, welches mir aber leider nur sehr flüchtig und oberflächlich vorkam. Man hätte es meiner Meinung nach noch mehr vertiefen können, gerade weil es so wichtig ist. Hier hat mir auch die für Kalifornien typische Atmosphäre gefehlt und auch das College-Leben kam etwas kurz, davon hatte ich definitiv mehr erwartet. Die Liebesgeschichte wurde besonders zum Ende hin etwas vernachlässigt, denn dort drehte sich der Großteil um den Suizid ihrer besten Freundin. Man erfuhr endlich, was dahinter steckte, sodass Ashley damit abschließen konnte. Die Trauer waren zwar nicht verschwunden und würden vermutlich noch lange bleiben, jedoch war es rührend zu sehen, wie sie heilte und sich selbst wiederfand. Zudem war es auch emotional, da man ihren Schmerz nachempfinden konnte.

Insgesamt war es ein berührender und emotionaler Abschluss, mit starken Charakterentwicklungen und turbulenter Handlung. Hier und da gab es einpaar kleine Kritikpunkte bezüglich des Handlungsstranges. Die Geschichte hat mir trotz der Schwächen aber gut gefallen,demnach gibt es 3.5/5 von mir. [Werbung|Rezensionsexemplar]


Klappentext:
(Band 1)
Ashley hat aufgegeben.
Sich selbst, ihre Träume, das Leben – seit dem Tod ihrer besten Freundin hat alles an Bedeutung verloren. Erst eine geheimnisvolle Botschaft reißt sie aus ihrer Resignation. Sie macht sich auf den Weg nach Kalifornien, doch dort angekommen läuft nichts wie geplant. Entmutigt und verletzt trifft sie auf Jake, der plötzlich zu ihrem einzigen Lichtblick wird.
Doch ist seine Hilfe wirklich so selbstlos, wie sie glaubt,
oder steht sie am Ende womöglich vor einem weitaus größeren Scherbenhaufen?

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Veröffentlicht am 13.06.2021

Ein spannender Urban Fantasy Roman!

Underworld Chronicles - Verflucht
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Rezension

Underworld Chronicles – Verflucht von Jackie May

Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich gut gefallen. Er war locker und leicht, mit einer guten Portion Humor. Demnach bin ich beim Lesen ...

Rezension

Underworld Chronicles – Verflucht von Jackie May

Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich gut gefallen. Er war locker und leicht, mit einer guten Portion Humor. Demnach bin ich beim Lesen nur so durch die Seiten geflogen und konnte das Buch in kürzester Zeit beenden.

Die Protagonistin war mir auf Anhieb sympathisch. Sie war mutig aber auch etwas stur, zudem war sie unfassbar loyal und würde alles für ihre Freunde tun. Nora hatte eine Gabe, die sie von anderen Menschen unterschied, denn sie konnte Gedanken lesen. Dies klingt erstmal wirklich faszinierend, jedoch hatte ihre Gabe nicht nur Vorteile. Jedes mal wenn sie berührt wurde, hörte sie die Gedanken des anderen, demnach bekam sie diese oft ungewollt mit und sie selber konnte die Kraft nicht unterdrücken, außer sie bricht den Kontakt ab. Zudem vollbrachte sie eine große Charakterentwicklung, welcher zwar nicht vollständig nachvollziehbar aber beeindruckend war.
Es gab zahlreiche Nebencharaktere, welche alle einzigartig und divers waren. Aber dadurch, dass man zu Anfang auf so viele neue Figuren traf, kam man hin und wieder mal durcheinander. Es gab viele liebenswerte Charaktere aber auch einige unangenehme und unsympathische. Besonders den schlagfertigen Troll Terrance, den fürsorglichen Vampir Parker und den geheimnisvollen und sarkastischen Nick habe ich in mein Herz geschlossen. Jeder von ihnen hatte andere Motive und Hintergründe, was sie noch authentischer machte.

Ich habe sofort in die Geschichte hineingefunden und wurde von der Welt eingenommen. Vor allem die unheilvolle Atmosphäre konnte mich erreichen und das Setting in Detroit wurde sehr bildhaft beschrieben. Ich fand es total magisch und faszinierend, gemeinsam mit Nora die Underworld zu erkunden. Die Welt war geheimnisvoll und hatte etwas Düsteres und Gefährliches an sich, vor allem, da es dort nur so von magischen Wesen wimmelte. Es war wundervoll, zu sehen wie vielfältig und anders diese waren. Die Handlung war actiongeladen und abwechslungsreich. Zudem schritt sie in einem schnellen Tempo voran, sodass keine Längen entstanden und es immer spannend war. Obwohl es ein vergleichsweise dünnes Buch ist (knapp 300 Seiten), war die Geschichte voller Handlung und beeindruckendem Worldbuilding. Die echte Welt kam hier auch nicht zu kurz, denn die Underworld wurde gelungen mit der realen Welt verknüpft.
Dadurch, dass die Charaktere so toll ausgearbeitet waren, hat man sich ihnen immer sehr nah gefühlt. Vor allem am Ende beim Showdown musste ich richtig mit den Charakteren mitfiebern. Es gab Rätsel und Geheimnisse und man merkte schnell, dass diese Teil von etwas Großem waren. In diesem Band lernte man nur einen Bruchteil dieser gigantischen und vielschichtigen, verborgenen Welt kennen. Ich bin wirklich neugierig , was in den Folgebänden noch auf mich zukommt.

Hier und da hätte ich mir bezüglich der Handlung noch mehr Tiefe gewünscht. Nichtsdestotrotz konnte mich das Buch von sich überzeugen, auch wenn es mich nicht zu 100% abholen konnte. Insgesamt ist es ein spannender, mitreißender und magischer Auftakt der Underworld Chronicles. Ein faszinierende Urban Fantasy Welt voller magischer Wesen, die einen in den Bann zieht, ich bin schon total gespannt darauf, wie es in Band 2 weitergeht! 4/5 [Werbung|Rezensionsexemplar]


Klappentext:

In Detroit wimmelt es nur so vor gefährlichen Kreaturen - und Nora Jacobs ist eine der wenigen, die davon weiß. Ihr Fähigkeiten konnten sie jedoch bisher vor Schlimmerem bewahren. Bei einem nächtlichen Zwischenfall im düsteren Underworld Club ändert sich das jedoch schlagartig, als der mächtigste Vampir der Stadt auf sie aufmerksam wird und ihre Kräfte für sich nutzen will. Immer mehr Unterweltler verschwinden aus Detroit, und Nora soll helfen, sie wieder aufzuspüren. In Troll Terrance findet sie dabei schnell einen engen Verbündeten. Doch die Zeit wird knapp. Und Nora beginnt sich zu fragen, wie zum Teufel sie lebend aus dieser Situation herauskommen soll ...

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Veröffentlicht am 28.05.2021

Spannungsgeladen, romantisch und gefühvoll!

Try & Trust
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Rezension

Try & Trust von Nena Tramountani

Der Schreibstil hat mir wie schon beim ersten Band wieder richtig gut gefallen. Die Autorin schreibt voller Gefühl, gleichzeitig auch mit einer gewissen Tiefe, ...

Rezension

Try & Trust von Nena Tramountani

Der Schreibstil hat mir wie schon beim ersten Band wieder richtig gut gefallen. Die Autorin schreibt voller Gefühl, gleichzeitig auch mit einer gewissen Tiefe, sodass die Emotionen auch den Leser erreichen. Dadurch dass sich das Buch so angenehm und flüssig lesen ließ, bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Auch ließ die Autorin hin und wieder den großartigen Humor durchscheinen, welcher der Geschichte etwas Leichtes und Lockeres verlieh.

Matilda wirkte auf den ersten Blick etwas oberflächlich – fast schon arrogant. Jedoch war sie genau das Gegenteil davon. Denn sobald man einen Blick hinter ihre Fassade aus Kälte und Gleichgültigkeit warf, lernte man sie erst richtig kennen. Sie war dennoch ein sehr extrovertierter, lauter und direkter Mensch. Zudem war sie unfassbar stur und manchmal auch impulsiv und verbissen. Was ich besonders an ihr bewunderte, war ihre Selbstlosigkeit, denn sie stellte das Wohl, derer die sie liebte, immer über ihr eigenes. Dadurch verlor sie ihre eigenen Wünsche aus den Augen und vergaß dabei, dass auch sie es verdiente, glücklich zu sein. Sie hatte in ihrer Vergangenheit etwas erlebt, woraus ein Trauma entstand. Dadurch errichtete sie sich eine Mauer, um sich selber vor den Ängsten zu schützen. Sie hatte zudem auch einen ausgeprägten Fluchtinstinkt und weigerte sich, Gefühle jeglicher Art zu empfinden. Jedoch stellte sie sich schlussendlich ihrer Angst und das machte sie in meinen Augen umso mutiger und stärker.

Aus Anthony wurde ich nicht wirklich schlau, er war ein Mysterium an sich – nahezu unergründlich. Er hatte diesen für einen Künstler typischen Charme, wirkte geheimnisvoll und tiefgründig. Obwohl er zu Anfang wie ein gefühlskalter Herzensbrecher wirkte, war auch er ganz anders als man annahm. Denn man merkte schnell, dass er einer von den guten war und das Herz am rechten Fleck trug. Ich habe mich in seine aufmerksame, charismatische und einfühlsame Art verliebt. Er war fast genauso stur wie Matilda und sträubte sich dagegen Hilfe von anderen anzunehmen, zumal er in einer misslichen finanziellen Lage war. Auch er hatte ein Trauma, welches sich aber von ihrem unterschied. Er sehnte sich nach der Liebe, hatte sie bisher jedoch nur einmal gefunden und dann wieder verloren.

Beide Protagonisten waren auf ihre eigene Art und Weise verkorkst, hatten mit ihren Traumata zu kämpfen, wodurch sie authentisch und greifbar wirkten. Ich habe die beiden dadurch, dass sie so sympathisch waren, schnell in mein Herz geschlossen.

Man traf in diesem Buch wieder auf einpaar Nebencharaktere, unter dessen Noah und Liv, die immer noch verliebt wie eh und je waren. Zudem spielte Matildas beste Freundin und Mitbewohnerin Briony hier eine größere Rolle. Man lernte sie noch besser kennen und hat auch gemerkt, dass sie in ihrem Leben schon einiges durchmachen musste, demnach bin ich sehr gespannt auf ihre Geschichte.

Ich habe problemlos in die Geschichte hineingefunden und wurde sofort von ihr gefesselt. Die Handlung war so mitreißend und , sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Besonders zu Beginn war die Spannung zwischen Anthony und Matilda fast greifbar. Auch an sexueller Spannung hat es hier definitiv nicht gefehlt, vor allem da Tilda für Tony (nackt) Modell stand. Gleichzeitig hat man gemerkt wie sehr er für die Kunst lebt und sie liebt. Dass diese mit in die Geschichte einbezogen wurde, verlieh ihr etwas Inspirierendes und Poetisches. Das Setting in London konnte mich wieder mal verzaubern, diese Stadt strahlt einfach diese gemütliche und stimmungsvolle Atmosphäre aus. Außerdem geht es in diesem Buch auch um die Kraft der Freundschaft und um die Fähigkeit zu vergeben und zu verzeihen. Vor allem, da Matilda so ein schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater hat. Die Art wie die Autorin, die einzelnen Handlungsstränge verwob, war genial, gerade weil die Handlung so kompliziert und verworren war. Zudem wurde den Charakteren wirklich Zeit gelassen, einander kennenzulernen, sich zu entwickeln und sich schließlich auch ineinander zu verlieben. Es wurde hier wirklich erzählt, denn man begleitete die beiden von Tag zu Tag und es wurde nie langatmig, sondern war immer dynamisch und abwechslungsreich. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelte sich zwar langsam, jedoch sehr realistisch und authentisch. Anthonys Beziehung zu Briony verkomplizierte das ganze um einiges. Man hat gemerkt wie hin und hergerissen Matilda war, wie sehr sie sich gegen diese Gefühle werhte und ihnen trotzdem verfiel. Beim Malen wurde Tilly auf eine ganz andere Art entblößt, denn Anthony sah ihre Seele, fing ihre zuvor verborgenen Gefühle auf der Leinwand auf. Die Bindung wurde von Seite zu Seite stärker, vertrauter und intensiver. Sowohl Tony als auch Matilda ließen sich fallen, lernten zu vertrauen und zu fühlen. Sie sahen ein, dass es okay war mal die Kontrolle zu verlieren und nicht immer alles in der Hand zu haben. Es gab viele emotionale und ergreifende Momente, voller Ehrlichkeit, Angst und Schmerz. Man begleitete die Charaktere auf einen steinigen Weg mit Höhen und Tiefen. Zum Ende hin ging es mir doch einen Tick zu schnell und ich hätte mir noch mehr Szenen mit Matilda und Anthony zusammen gewünscht, man hat jedoch gemerkt, dass dies erst der Anfang ihrer Liebesgeschichte war und die Zukunft noch einiges für sie bereithält.

Insgesamt war es ein rundum gelungener New Adult Roman, voller Gefühl, Spannung und Leidenschaft. Die Geschichte war zwar kompliziert, dadurch aber umso unterhaltsamer und interessanter, weshalb ich es auch sehr genossen habe, sie zu lesen. Dieses Buch ist total vielseitig und genauso wie ihre Charaktere tiefgründig und echt. Auch wenn sich die Beziehung von Matilda und Anthony eher langsam entwickelt, war es unfassbar mitreißend und fesselnd. Der Bezug zur Kunst hat die Handlung noch besonderer und einzigartiger gemacht. Das atmosphärische Setting in London war nochmal die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. ''Try & Trust'' konnte mich von sich begeistern, sogar noch mehr als der Vorgänger, demnach ist es eine große Leseempfehlung von mir! 4.5/5



Klappentext:

Matilda hat das Drama um die Liebe satt. Die Psychologie-Studentin ist sich sicher, dass man keinem Mann trauen kann. Davon versucht sie auch ihre Mitbewohnerin Briony zu überzeugen, die sich in den gut aussehenden Künstler Anthony verliebt hat. Denn Matilda durchschaut sofort, dass er mit ihrer besten Freundin spielt. Um Briony noch größeren Herzschmerz zu ersparen, geht sie einen gefährlichen Deal mit Anthony ein: Wenn er endlich aufhört, Briony falsche Hoffnungen zu machen, lässt Matilda sich von ihm malen – und zwar nackt. Doch mit jedem Pinselstrich erinnert er sie nicht nur an ihren längst begrabenen Traum, sondern auch an den Menschen, der sie früher war. Und plötzlich beginnt ihre Fassade zu bröckeln …

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