schöner Fantasyauftakt
Royal Houses – Haus der DrachenInhalt:
Als Kind wurde Kerrigan auf den Stufen des Hauses der Drachen ausgesetzt. Ihr Vater ist ein Fae-Prinz, und ihre Mutter war menschlich. Ihr Leben lang hat Kerrigan mit der Verachtung umgehen müssen, ...
Inhalt:
Als Kind wurde Kerrigan auf den Stufen des Hauses der Drachen ausgesetzt. Ihr Vater ist ein Fae-Prinz, und ihre Mutter war menschlich. Ihr Leben lang hat Kerrigan mit der Verachtung umgehen müssen, die in einer Welt herrscht, in der die Fae regieren und Menschen und Halb-Fae wenig Rechte haben. Doch eines Tages bekommt sie die Chance, einen Platz in der Hohen Gesellschaft zu erhalten. Denn gegen alle Regeln und Gepflogenheiten soll sie am Drachenturnier teilnehmen. Es werden fünf Drachen bereit sein, sich zu binden. So viele wie seit einhundert Jahren nicht mehr. Die Konkurrenz ist erbarmungslos. Und besonders hart kämpft der Prinz des grausamen Hauses der Schatten, um die jahrhundertelange Verbannung seines Hauses zu rächen …
Meinung:
Dieses Buch besticht schon von seiner Aufmachung. Selbst unter dem Schutzumschlag ist es schön bedruckt. In den Innenklappen gibt es Illustrationen von Alandria und Kinkadia. Das finde ich immer sehr schön, so kann man sich diese komplexe Welt besser vorstellen. Am Anfang der Geschichte finden wir auch ein Glossar über die zwölf Häuser und ihre Magie. Auch die kleinen Drachen als Kapitelzierden fand ich gut gewählt.
Der Schreibstil von K.A. Linde ist sehr atmosphärisch und fesselte einen schon von der ersten Seite an. Wir lesen die Geschichte überwiegend aus Kerrigans Sicht. Das ermöglicht einen tiefen Einblick in ihre Emotionen und lässt sie einen besser verstehen. Überhaupt ist Kerrigan eine sehr starke Persönlichkeit, die sich für ihre Freunde einsetzt. Nach und nach wird das komplexe Worldbuilding detailliert beschrieben und mit den Illustrationen am Anfang hat man alles bildlich vor Augen. Ab und zu musste ich mir die Zeichnungen zwischendurch anschauen, da mich die vielen Namen und Begriffe manchmal etwas verwirrt haben. Es blieb immer sehr spannend, auch wenn es ruhigere Passagen gab. Die Romance zwischen Kerrigan und Fordham, dem Schattenprinzen, stand nicht im Vordergrund, aber man merkte bei ihren Szenen schon das Knistern. Diese Mischung hat sehr gut gepasst und ich denke, in den nächsten Bänden wird Romance einen größeren Anteil bekommen. Auch die Nebencharaktere hatten ihren eigenen Charme. Themen wie Freundschaft, Loyalität oder auch Diskriminierung, da Kerrigan ja nur eine Halbfae ist, waren gut eingearbeitet. Das Bonuskapitel lässt einen sehnsüchtig auf den Folgeband warten.
Ab und zu bin ich zum Hörbuch gewechselt und ich fand die Sprecherin sehr angenehm.
Fazit:
Royal Houses ist ein toller Auftakt zu einer Fantasyreihe, der mir durch das Drachenthema und den Weltenbau sehr gut gefallen hat.