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Veröffentlicht am 12.12.2024

Ärztlicher Bericht – Fall Yeong-Hye

Die Vegetarierin
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Patientin: Yeong-Hye, weiblich, ehemals Hausfrau, 30er.
Diagnose: Akuter psychischer Zerfall infolge einer ungewöhnlichen Ernährungsentscheidung und unerklärlicher Träume.

Anamnese:
Die Patientin gab ...

Patientin: Yeong-Hye, weiblich, ehemals Hausfrau, 30er.
Diagnose: Akuter psychischer Zerfall infolge einer ungewöhnlichen Ernährungsentscheidung und unerklärlicher Träume.

Anamnese:
Die Patientin gab an, keinen Fleischkonsum mehr zu tolerieren. Begründung: „Ich hatte einen Traum.“ Dieser Entschluss löste tiefgreifende Konflikte innerhalb ihres sozialen Umfelds aus. Ihr Verhalten eskalierte: Entblößungen, Ablehnung von Nahrung und der Wunsch, sich in eine Pflanze zu verwandeln.

Befund:
Das Werk, bestehend aus drei Erzählperspektiven, beschreibt den Zerfall der Patientin durch die Augen anderer, während ihre eigene Stimme verstummt. Leider bleiben die Hintergründe ihrer Träume und ihres Verhaltens unklar und der Kern der Aussage leer. So viel inhaltliche Leere kam mir noch nie vor.

Behandlung:
Keine klaren Ansätze möglich, da weder Sinn noch Ziel der Handlung eindeutig erkennbar sind. Vielleicht hätte eine tiefere Kenntnis der Kultur einen mögliche Behandlung erleichtert.

Prognose:
Für manche mag der Fall faszinierend sein. Im aktuellen Status bleibt es mir persönlich jedoch fremd und verwirrend.

Empfehlung:
Ratlosigkeit. "Ist das Kunst, oder kann das weg?"

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Veröffentlicht am 11.12.2024

Tagebucheintrag – Ella

Imagine Me
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Juliette Ferrars. Ella Sommers. Wer bin ich wirklich? Der Tag der Abrechnung kam und ging, ein Schatten ohne Spuren. Ein Widersacher kehrt zurück, doch ist die Entscheidung überhaupt noch meine? Ich wünschte, ...

Juliette Ferrars. Ella Sommers. Wer bin ich wirklich? Der Tag der Abrechnung kam und ging, ein Schatten ohne Spuren. Ein Widersacher kehrt zurück, doch ist die Entscheidung überhaupt noch meine? Ich wünschte, ich könnte sagen, dass ich den Weg kenne, aber die Wahrheit ist: Ich bin verloren.

Sechs Bände. Eine Ewigkeit. Die Luft ist raus. Die Kapitel kurz, die Handlung dünn, doch Kenji und Aaron – sie sind der Grund, warum ich weitergemacht habe. Doch selbst sie können die Leere nicht füllen, die ich spüre, wenn ich die Seiten drehe und mehr von dem Gleichen finde: Wiederholungen, flache Details, fehlende Tiefe – alles bleibt ein halbes Bild, ein unfertiger Gedanke zu den Anfängen.

Vielleicht hätte alles bei Band 3 enden sollen. Vielleicht wäre das ein Abschluss gewesen, den ich hätte tragen können. Da war alles noch klar, noch kraftvoll. Ich liebte es. Aber hier bin ich, am Ende – mit einem lachenden und einem weinenden Herzen. Aber vielleicht – vielleicht musste ich bis Hierherkommen, um Abschied zu nehmen. Um zu lernen, dass manche Geschichten nicht für ein ewiges Feuer gemacht sind.

Lest Band 1 bis 3. Liebt sie. Lasst es dann los, bevor der Schmerz euch die Freude nimmt.

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Veröffentlicht am 02.12.2024

Eine flammende Handlung mit wartender Krone und reflektierenden Spiegel

Fate of the Sun King
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Und der Spiegel offenbarte:
Lor ist zurück - im Reich des Sonnenkönigs, bereit ihr Schicksal zu entfesseln. Mit der Herzkrone will sie ihre Magie und das Erbe ihrer Familie zurückgewinnen. Doch Atlas ist ...

Und der Spiegel offenbarte:
Lor ist zurück - im Reich des Sonnenkönigs, bereit ihr Schicksal zu entfesseln. Mit der Herzkrone will sie ihre Magie und das Erbe ihrer Familie zurückgewinnen. Doch Atlas ist alles andere als einladend. Gemeinsam mit Nadir und neuen Verbündeten stellt sie sich der Wahrheit.

Die Fackel flammte:
Endlich wird die Geschichte wieder spannender und wir erhalten eine lodernde Handlung. Die Flammen beleuchten Rückblicke, die nicht nur Lors Vergangenheit enthüllen, sondern auch die Geheimnisse von Ouranos. Hin und wieder flackern kleine Längen auf. Dazu entfacht die Leidenschaft zwischen Lor und Nadir ein Feuer, das ziemlich heiß wird.

Die Krone wartet:
Lor ist unsicher, wütend und tapfer. Sie kämpft für ihre Familie, für ihr Erbe - für das, woran sie glaubt. Nadir, geheimnisvoll und doch treu, steht an ihrer Seite und gemeinsam trotzen sie Atlas, dessen Abgründe noch dunkler sind als ich geahnt hatte. Der rohe Stil von Nisha passt zu Lor - die nie perfekt, aber immer echt ist.

Und der Spiegel wird reflektieren:
Fate oft he Sun King ist eine perfekte Mischung mit der Handlung aus Trial of the Sun Queen und die Leidenschaft aus Rule of the Aurora King. Die Handlung ist dicht, die Emotionen intensiv und am Ende bleibt ein Cliffhanger, der mich verbrennt.

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Veröffentlicht am 28.11.2024

Der Arz ruft dich

We hunt the Flame
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Komm. Hörst du mich? Ich flüstere deinen Namen - so wie ich den ihren flüsterte. Menschen lebten, weil sie tötete. Menschen starben, weil er lebte. Zafira, die Jägerin. Maskiert als Mann wagte sie sich ...

Komm. Hörst du mich? Ich flüstere deinen Namen - so wie ich den ihren flüsterte. Menschen lebten, weil sie tötete. Menschen starben, weil er lebte. Zafira, die Jägerin. Maskiert als Mann wagte sie sich tief in mein Herz. Und Nasir, der Prinz des Todes, geschickt um sie zu töten. Ein verlorenes Artefakt, eine Mission, zwei Schicksale.

Ich bin kein Märchen. Lass dich nicht täuschen von dem kindlichen Cover, das wie ein Märchen aussieht. Darunter liegt ein orientalisches Epos - dicht und voller Geheimnisse, wie der Wald, der ich bin - lebendig, atmend, verschlingend. Arawiya ist mein Herz. Und du wirst es schlagen hören.

Hafsah Faizal hat mich mit poetischen, wunderschönen Worten erweckt. Meine Geschichte mag langsam sein, aber sie lebt. Von Zafira, deren Mut heller brennt als die Wüste. Von Nasir, dessen Dunkelheit Schatten wirft, die dich umarmen werden. Von Altair, dessen Witz wie ein Dolch schneidet. Und von Benyamin, dessen Weisheit mein Flüstern übertönt.

Ich ziehe dich hinab, tiefer und tiefer. Lass dich fühlen, lachen, leiden. Verliere dich in arabischem Flair, malerischen Worten und einem Ende, das du nicht erwartet hast. Doch sei gewarnt: Wer mich betritt, kommt verändert wieder.

Willst du es wagen?
Folge meinem Ruf. Ich warte. Auf dich.

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Tagebucheintrag – Juliette/Ella

Defy Me
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Nichts ist echt. Nicht meine Erinnerungen, nicht meine Kraft, nicht einmal mein Name. Ella, Juliette ... Wer bin ich? Oder besser: Wer war ich? Ich dachte, der Kampf wäre vorbei, dachte, ich hätte das ...

Nichts ist echt. Nicht meine Erinnerungen, nicht meine Kraft, nicht einmal mein Name. Ella, Juliette ... Wer bin ich? Oder besser: Wer war ich? Ich dachte, der Kampf wäre vorbei, dachte, ich hätte das Reestablishment besiegt. Aber es war alles nur ein Theaterstück, ich die Marionette, und die Fäden schneiden tief in meine Haut.

Alles bleibt stehen. Es passiert nichts. Und doch drehe ich mich weiter im Kreis. Bin ich müde, oder einfach nur leer? Es ist, als ob meine Inkompetenz mich definiert, aber wer sagt, dass ich kompetent sein muss? Die Autorin? Die Leser? Ich weiß es nicht.

Manchmal frage ich mich, ob ich das Ende wirklich sehen will. Oder ob ich einfach die Augen schließen und die eigentliche Geschichte bei Band 3 enden lassen sollte. Vielleicht würde dann der Schmerz aufhören. Vielleicht.

Aber hier bin ich, Seite um Seite, mit einer Hoffnung, die genauso dünn ist wie diese Handlung. Wenigstens sind die Kapitel kurz. Vielleicht im nächsten Band ... Vielleicht wird es da besser, denn „Ich fürchte mich nicht“ liebe ich doch so sehr.

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