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Veröffentlicht am 05.01.2017

Gefährliche Empfehlung

Gefährliche Empfehlungen
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Gefährliche Empfehlung ist der 5 Band rund um den kochenden Ermittler Xavier Kieffer. Nachdem ich schon die Vorgänger rund um den luxemburgischen Koch Xavier Kieffer gelesen habe, war ich ganz neugierig ...

Gefährliche Empfehlung ist der 5 Band rund um den kochenden Ermittler Xavier Kieffer. Nachdem ich schon die Vorgänger rund um den luxemburgischen Koch Xavier Kieffer gelesen habe, war ich ganz neugierig auf dieses Buch, wurde aber enttäuscht. Für alle die die Vorgänger nicht gelesen haben sind diese auch kein muss. Man kann alle 5 Bänder gut als einzellne Bücher lesen. Alles wichtige wird nocheinmal erwähnt ohne das es für kenner der Bücherreihe langweilig wird oder für neue Leser zu kryptisch ist.

Der Gastroführer Guide Gabin lädt zu einer Eröffnung des Firmenmuseums ein. Es sind viele Prominente geladen, darunter auch der Französische Präsident. Xavier Kieffer will mit seiner Freundin Valerie Gabin ein berauschendes Fest feiern doch es kommt alles ganz anders. Während der Eröffnung fällt der Strom aus und die Veranstaltung wird abgesagt. Schon bald wird festgestellt dass ein Exponat der Guide Bleu von 1939 verschwunden ist. Dieser Guide ist sehr rar und nicht mehr so einfach zu bekommen. Xavier will seine Freundin unterstützen und beginnt zu ermitteln. Bald stößt er auf einen Mord und seine neugier ist geweckt. Was ist an einem über 70 Jahre alten Restaurantführer so wertvoll? Was verbirgt sich hinter dem Guide Bleu?

Die Geschichte verspricht spannend zu werden. Leider hat der Autor aber die Geschichte viel zu überladen. Außerdem verliert er sich in Details und bringt immer wieder neue Personen hervor. So wurde der Lesefluss verhindert und wirkliche Spannung kam nicht auf. Es war mehr als mühsam am Ball zu bleiben. Auch das Ende war mir persönlich zu konstruiert und unwirklich.

Was mir gut gefiel waren die Abschnitte die im Jahr 1944 spielen, aber auch die einen historischen Hintergrund hatten. Auch die Beschreibungen von den verschiedenen Orten waren gut. So konnte ich mir das Resturant von Xavier Kieffer als auch die verschiedenen Ortschften gut vorstellen.

Mit einem Krimi hat alles nicht wirklich zu tun. Ich hatte eher den Eindruck einen Reiseführer in den Händen zu halten der verschiedene luxemburgische und französische Gerichte anpreist.

Auch die Charaktere sind alle eher blass und unscheinbar. Auch mit Xavier konnte ich diesml so gar nicht mitfühlen und mit ihm durch seine Ermittlungen zu gehen war eher anstrengend.

Für mich war es eher ein mittelmäßiges Buch was man lesen kann aber nicht unbedingt muss.

Veröffentlicht am 16.12.2016

Der Totenzeichner

Der Totenzeichner
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Dies war mein erstes Buch von Veit Etzold und ich durfte dies vorab in der Leserunde von Bastei Lübbe lesen. Dazu erst mal ein herzliches Dankeschön an den Verlag. Bei dem Buch „Der Totenzeichner“ handelt ...

Dies war mein erstes Buch von Veit Etzold und ich durfte dies vorab in der Leserunde von Bastei Lübbe lesen. Dazu erst mal ein herzliches Dankeschön an den Verlag. Bei dem Buch „Der Totenzeichner“ handelt es sich um den vierten Teil um die Ermittlerin Clara Vidalis. Man muss aber die ersten Bücher nicht gelesen haben um dieses zu verstehen. Das Buch ist in sich abgeschlossen und Details rund um die Kommissarin die wichtig sind werden nochmal aufgegriffen.

Ein Leichenfund in Berlin gibt der Polizei Rätsel auf. Der Mörder überlistet seine zu meist schweren Opfer und reist ihnen beim lebendigen Leibe das Herz raus und nimmt es mit. Dazu verziert er seine Opfer noch mit komischen Zeichen die sich als Runen herausstellen. Was haben diese zu bedeuten? Warum nimmt er das Herz mit? Als Clara und MacDeath die Ermittlungen Aufnehmen, erinnert sich MacDeath an einen ähnlichen Fall in den USA vor 10 Jahren. Er kontaktiert das FBI und bekommt den Hinweis das es sich um den selben Mörder handeln kann, da dieser weder im Knast ist noch tot. Doch warum taucht er jetzt in Deutschland auf und wo war er die letzten 10 Jahre?

Dies ist ein spannender, blutiger Thriller der sich gut lesen lies. Aber Vorsicht dieser Roman ist nichts für schwache Nerven. Die Morde sind sehr blutrünstig und Detailliert beschreiben. Der Täter geht mit einer Brutalität vor die einen schaudern lässt. Der Autor schildert, einen viele Einzelheiten zu den unterschiedlichsten Themen z.B. Kannibalismus, „Cutting“ oder „Branding“ aber auch Einblicke ins Tierleben und die Politik sind dabei. Alles in allem fand ich die Informationen zwar interessant aber die Ausführungen darüber doch etwas zu übertrieben. Dadurch wurde mein Lesefluss etwas gehemmt.

Dies ist ein blutiger, kompakter Thriller der in die Tiefe geht, mit vielen Einzelheiten die ich nicht unbedingt wissen wollte.

Veröffentlicht am 16.12.2016

Pici

Pici
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Als erstes bedanke ich mich bei Robert Scheer der mir die Möglichkeit gegeben hat sein Buch zu lesen.

Als zweites möchte ich erwähnen das es mir sehr schwer fällt zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben. ...

Als erstes bedanke ich mich bei Robert Scheer der mir die Möglichkeit gegeben hat sein Buch zu lesen.

Als zweites möchte ich erwähnen das es mir sehr schwer fällt zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben. Die Geschichte um Pici hat mich sehr berührt aber auch beeindruckt. Es ist schwer hierfür die richtigen Worte zu finden. Was zuletzt nicht an der grauenvollen Zeit liegt von der Pici erzählt, sondern auch an der Art wie sie erzählt.

Elisabeth Scheer geb. Meissels, genannt Pici (die Kleine) wurde 1924 in Carei, einer kleinen Stadt im heutigen Nordwesten Rumäniens liegend, nahe der ungarischen Grenze, geboren. Ihre Eltern sind Juden und Pici wird in einer Gegend groß die unterschwellig Judenfeindlich sind. Doch die Familie arrangiert sich damit.

Im Jahr 2014 reist Robert Scheer zu seiner Großmutter Pici die ihren 90sten Geburtstag feiert. Bei der Gelegenheit will er mehr über ihr Leben in den 40iger Jahren erfahren. Pici erzählt ihrem Enkel wie sich die Lage durch die Nationalsozialisten in Ungarn verschlechterte. Sie berichtet über ihr Leben in den Ghettos Carei und Satu Mare sowie in den KZs Ausschwitz, Ravensbrück und einigen Außenstellen. Pici verlor während des Holocaust ihre gesamte Familie und fand trotzdem immer wieder die Kraft weiter zu machen und voran zu schreiten.

Anfangs sind ihre Erzählungen noch sehr flüssig und zeigen eine Kindheit auf die schon durch einen subtilen Judenhass gespickt ist. Doch als sie zu der Zeit kommt wo sie deportiert wurde, merkt man dass es ihr schwer fällt darüber zu sprechen. Es fehlen ihr Erinnerungen, und es scheint alles nur als Momentaufnahme zu sein. Dadurch kommt einem das Schicksal viel näher. Es berührte mich sehr tief.

Das Buch ist zudem mit vielen Fotos gespickt was einem beim Lesen noch mehr daran erinnerte was eigentlich alles hinter der Geschichte steckt. Der Anhand sowie die Fotos waren sehr interessant und verstärkten das Gefühl von grauen und Erschütterung.

Pici war wirklich eine starke Frau die viel miterlebt hat und trotzdem immer wieder in ihr Leben fand. Ihre Geschichte ist beeindruckend und zeigt die schonungslose Wahrheit über eine grauenvolle Zeit auf.

Mit dem Buch Pici hat Robert Scheer eine Lebensgeschichte aufgeschrieben, die unter die Haut geht. Sie zeigt das Leben einer Kämpferin, die nach all den Jahren immer noch unter den dramatischen Erlebnissen litt, bis sie im Alter von 91 Jahren starb.

Veröffentlicht am 15.12.2016

Das Land der roten Sonne

Das Land der roten Sonne
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Das Land der roten Sonne ist der Debüt Roman der Autorin Harmony Verna und bis auf ein paar Punkte ist er ihr auch gelungen.

Ende des 19 Jahrhunderts Australien: Ein kleines Mädchen wird mitten in der ...

Das Land der roten Sonne ist der Debüt Roman der Autorin Harmony Verna und bis auf ein paar Punkte ist er ihr auch gelungen.

Ende des 19 Jahrhunderts Australien: Ein kleines Mädchen wird mitten in der Wüste ausgesetzt und gerade noch rechtzeitig gefunden. Da man ihren Namen nicht weiß bekommt sie den Namen Leonora und kommt ins Waisenhaus. Dort lernt sie James kennen und die beiden werden Freunde. Doch dann wird Leonora adoptiert und wandert als die Nichte der reichen Fairfields nach Amerika aus. James wird von seinen irischen Verwandten adoptiert und lebt mit ihnen auf einer Farm in Australien. Und so vergehen die Jahre und die beiden Kinder werden erwachsen. Ob sie sich wieder treffen?

Das Cover und der Titel haben mir sofort zugesagt und auch der Klapptext verspricht einem hier ein tolles Buch in den Händen zu halten. Doch mir persönlich fiel es anfangs sehr schwer in die Geschichte rein zu kommen. Was nicht nur an der anfangs fehlenden Spannung lag sondern auch daran das man zwischen den Kapiteln nie weiß wie viel Zeit nun vergangen ist. Teilweise waren es wohl Tage, dann Wochen aber es kam auch vor das Jahre dazwischen lagen. Auch hat sich bei mir das Kopfkino nicht wirklich eingestellt. So wurden die Szenen teilweise zu detailiert beschrieben oder die Abschnitte waren so künstlich in die Länge gestreckt das man schon keine Lust mehr hatte zu lesen. So war es zum Beispiel als es ums Leben im Waisenhaus ging.

Für mich wurde das Buch erst so ab der Hälfte interessant und ich konnte mehr mit der Geschichte und den Protagonisten anfangen. Diese haben sich im Laufe des Buches entwickelt und waren mir sympathisch, andere wiederum hatten von Anfang an einen fiesen Charakter. Aber alle Protagonisten wurden sehr authentisch dargestellt.

Alles in allem war es ein netter historischer Roman der sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Mir persönlich gab es aber einen zu geringen Spannungsbogen, sowie zu detailierte unwichtige Textpassagen. Erst gegen Mitte des Buches wurde es gut was ich dann auch gerne gelesen habe.

Veröffentlicht am 01.12.2016

Die Pestärztin

Die Pestärztin
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Die Pestärztin von Ricarda Jordan erzählt die Geschichte einer jungen Frau die sich in den verschiedensten Schichten des Mittelalters zurecht finden muss.

Mainz 1330: Auf einem Hinterhof wird Lucia zur ...

Die Pestärztin von Ricarda Jordan erzählt die Geschichte einer jungen Frau die sich in den verschiedensten Schichten des Mittelalters zurecht finden muss.

Mainz 1330: Auf einem Hinterhof wird Lucia zur Welt gebracht. Ihre Mutter stirbt bei der Geburt und die jüdische Hebamme nimmt sie erst mal mit und sorgt dafür das sie gut versorgt wird. So geschieht es das Lucia unter ungewöhnlichen Umständen groß wird. Abends und Nachts wird sie im Haus von Christen erzogen und tagsüber lebt sie unter Juden wo ihr auch der Glauben der Muslime näher gebracht wird. Ihre Ziehmutter Al Shifa lehrt sie die verschiedensten Sprachen und bringt ihr auch Grundkenntnisse der Heilkräuter und der Medizin bei. Als sich ihr jüdischer Ziehbruder David von Speyer in Lucia verliebt hat das schwere Folgen für Lucia die ihr ganzes weiteres Leben was sich von Grund auf ändert.

Ricarda Jordan die auch unter dem Pseudonym Sarah Lark bekannt ist, hat hier einen Farbenprächtigen Mittelalterroman geschaffen. Durch ihren sehr leichten und bildhaften Schreibstil kommt man schnell in die Geschichte rein. Auch die Charaktere werden alle sehr lebendig geschildert so das man mit ihnen mitfühlt. Es entsteht regelrecht ein Kopfkino und man kann das Buch nur schwer zur Seite legen.

Der Titel ist meines Erachtens schlecht gewählt da Lucia nur kurze Zeit als Pestärztin auftaucht. Im großen und ganzen geht es in dem Buch doch eher um ihr gesamtes Leben. Wie zerrissen sie zwischen den verschiedenen Religionen ist, wie sie trotz Rückschlägen immer weiter macht und vor allem fest dabei bleibt ihre Heilkünste zu vertiefen indem sie sich immer weiter mit den verschiedenen Pflanzen auseinandersetzt. Auch die Liebe kommt hier nicht zu kurz, denn Lucia glaubt an die echte Liebe zwischen Mann und Frau und kann den Zwangsehen nichts abgewinnen.

In diesem Buch ist Lucia die Hauptprotagonistin die eine starke Persönlichkeit hat. So zeigt sich das sie für ihre Zeit sehr viel eigenständiger handelt als es für eine Frau damals üblich war. Auch fand ich das einige Themen eher runter gespielt wurden und andere zu sehr aufgebauscht. Zudem gab es mir zu viele Zufälle die für Lucia immer von nutzen waren. Das Ende war zwar okay, aber doch etwas zu dick aufgetragen. Auch hätte ich mich über ein Nachwort gefreut, denn so bleibe ich eher skeptisch zurück. Denn ob die Erziehung von Lucia wirklich so hätte stattfinden können mag ich doch zu bezweifeln und sehe es eher als künstlerische Freiheit der Autorin.

Alles in allem ein solider Mittelalterroman der sich als einstieg in diese Materie gut eignet.