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Veröffentlicht am 25.03.2023

Eine spannende Geschichte voller Magie

Das magische Schulschiff (Band 1) - Verbündete des Meeres
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Zum Inhalt:
Als Marie eine geheimnisvolle Kiste mit einer Flaschenpost und einem magischen Kompass erhält, traut sie ihren Augen nicht. Denn sie soll das neue Schuljahr auf dem Schulschiff Wellenkron ...

Zum Inhalt:
Als Marie eine geheimnisvolle Kiste mit einer Flaschenpost und einem magischen Kompass erhält, traut sie ihren Augen nicht. Denn sie soll das neue Schuljahr auf dem Schulschiff Wellenkron verbringen, um dort ihre wasssermagischen Fähigkeiten zu erlernen. Dabei hat Marie seit einem Vorfall vor Jahren Angst, ins Wasser zu gehen. Dennoch nimmt sie all ihren Mut zusammen und begibt sich auf die Reise zur Wellenkron. An Bord bricht für sie jedoch eine Welt zusammen, als sie erfährt, dass sie die Schwimmprüfung bestehen muss, um weiterhin auf der Wellenkron unterrichtet zu werden. Kann Marie ihre Angst überwinden?

Meine Meinung:
In dieser magischen Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Mut begleiten wir Marie an Bord der Wellenkron, wo sie mehr über ihre wassermagischen Fähigkeiten lernen soll. Dabei hat Marie große Angst davor, ins Wasser zu gehen.

Marie ist ein tolles Mädchen mit einem großen Sinn für Gerechtigkeit und viel Einfühlungsvermögen, das mir von Anfang an sympathisch war. Man merkt, wie sehr ihr ihre Angst vor dem Wasser, die Sorge, jemanden mit ihren besonderen wassermagischen Fähigkeiten zu verletzen und darüber die Wellenkron wieder verlassen zu müssen, zusetzt. Deswegen fand ich es umso schöner zu sehen, wie sie es gemeinsam mit ihren neuen Freunden und Klassenkameraden schafft, ihre Angst zu überwinden und daran ein stückweit wächst.

Richtig gut gefallen haben mir die Ideen zu den verschiedenen magischen Fähigkeiten, die die Kinder haben, ebenso wie die unterschiedlichen Eigenschaften ihrer Kompasse. Da Marie und Theo noch nicht wissen, welche Eigenschaft ihr jeweiliger Kompass besitzt, durfte man diese nach und nach mit ihnen erforschen, was ich schön fand.

Mit Marie ist der Autorin eine vielschichtige Protagonistin gelungen, die ihre kleinen Schwächen, Stärken und Eigenheiten hat, durch die sie umso menschlicher wirkte. Ebenso haben Ilvy, Kira, Theo und Adrian ihre individuellen Charaktereigenschaften bekommen, durch die sie manchmal aneinandergeraten, aber sich auch ergänzen. So wachsen die fünf Kinder in Laufe der Handlung immer mehr zu einem Team zusammen.

Da die fünf Freunde sich gleich einigen Herausforderungen und Problemen gegenübersehen, durch die sie sich sogar in Gefahr begeben, war die Handlung spannend. So habe ich mit den fünf Freunden mitgefiebert und war gespannt, was sie noch alles erleben werden.

Die Schauplätze und Figuren wurden von der Autorin so lebhaft und für die Zielgruppe verständlich beschrieben, sodass die jungen Leserinnen und Leser sich alles gut vorstellen konnten. Außerdem wurden ihre Beschreibungen durch einige wunderschöne und detaillierte Illustrationen noch unterstrichen, sodass sich wirklich jeder ein Bild von den Figuren, Handlungsorten und einzelnen Szenen machen konnte.

Fazit:
Eine magische Geschichte über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt, in der wir Marie, Ilvy, Kira, Theo und Adrian bei ihrem ersten Schuljahr und Abenteuer auf dem Schulschiff Wasserkron begleiten. Ich habe die fünf Kinder wirklich gern auf ihrem Abenteuer begleitet, das einige Herausforderungen und Gefahren für sie bereithält. Nun bin ich gespannt, wie es für die fünf Freunde weitergeht.

Veröffentlicht am 21.03.2023

Wem kann Elodie vertrauen?

Daughter of Heaven 1: Where Angels Fall
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Zum Inhalt:
Elodie ist ein Halbengel und besitzt die Gabe, das Licht von himmlischen Wesen zu erspüren. Doch als Halbengel darf sie sich in Aeternitas, der Stadt der Engel, nur mit Begleitung bewegen. ...

Zum Inhalt:
Elodie ist ein Halbengel und besitzt die Gabe, das Licht von himmlischen Wesen zu erspüren. Doch als Halbengel darf sie sich in Aeternitas, der Stadt der Engel, nur mit Begleitung bewegen. Denn Halbengel werden in Aeternitas verachtet. Als sie jedoch der Ruf eines Schattes erreicht, kann sie nicht anders und muss ihm trotz des Verbots und der darauf folgenden Konsequenzen helfen. Dabei findet sie einen ermordeten Engel. Doch das darf nicht sein. Denn niemand kann einen Engel ermorden. Zu all ihrem Unglück wird Elodie kurz darauf nicht nur von Dämonen gejagt, denen sie gerade so entkommen kann, sondern auch noch verdächtigt, hinter dem Mord zu stecken. Nur der Erzengel Raphael scheint an ihre Unschuld zu glauben und bittet sie um Hilfe. Doch kann Elodie Raphael wirklich trauen?

Meine Meinung:
Wir steigen sofort in die Geschichte ein, die aus der Sicht von Elodie erzählt wird. So erfahren wir, was es für Elodie heißt, ein Halbengel in Aeternitas, der Stadt der Engel zu sein. Denn Halbengel werden in Aeternitas verachtet und haben deswegen keinerlei Rechte, was Elodie viele Male zu spüren bekommt.

Elodie war mir sofort sympathisch. Sie ist eine herzliche, einfühlsame junge Frau, die nicht auf den Mund gefallen ist, sich aber dennoch gerade zu Anfang den Erzengeln gegenüber unterwürfig verhält. Man merkt, wie sehr ihr die ganzen Regeln, die sie einhalten muss, die Ungerechtigkeiten, die ihr wegen diesen widerfahren, zusetzen und wie sehr sie sich wünscht, endlich in Aeternitas leben zu dürfen. Ich konnte ihren Wunsch nicht mehr aufgrund ihrer Unsterblichkeit umziehen zu müssen und sich irgendwo zugehörig zu fühlen, nachvollziehen. Zudem finde ich, ist es der Autorin gelungen, die ganzen unterschiedlichen Emotionen von Elodie über die Seiten hinweg zu mir zu transportieren, sodass ich mit Elodie von Anfang bis Ende mitgelitten, mitgeschimpft, mich mit ihr gefreut und geärgert habe. Gerade weil sie zu Anfang einiges mit sich machen lässt, hat mir gefallen, wie sehr sie im Laufe der Handlung aufblüht, Mut findet, für sich einzustehen, ihren eigenen Wert und ihre Fähigkeiten anerkennt und lernt sich zu behaupten.

Raphael hat mich ziemlich zwiegespalten zurückgelassen, denn ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, welches Spiel er wirklich spielt und ob Elodie ihm vertrauen kann und sollte. Denn zum einen scheint er in ihr keinen verhassten Halbengel zu sehen, wie viele andere. Er schafft es, dass sie neuen Mut findet und lernt nicht alles hinzunehmen. Dann ist da diese wärme und Liebe, die er wohl für sie empfindet. Zum anderen verhält er sich ihr gegenüber im nächsten Moment aber wieder abweisend und arrogant.

Richtig gut gefallen hat mir die Idee zu den Schatten, die ich alle direkt in mein Herz geschlossen habe und die alle ihren eigenen Charakter haben. Außerdem mochte ich Penemue, bei dem Elodie arbeitet. Er hat unter seinem harten Kern und seiner verschrobenen Art einen butterweichen Kern. Zudem merkt man, wie viel ihm Elodie bedeutet. Außerdem fand ich es schön, Juniper, Maya, Azazel, Tarel und alle anderen wiederzusehen.
Da Elodie sich einem Schlamassel nach dem Nächsten gegenübersieht, war für ordentlich Spannung gesorgt. Zu dieser beigetragen haben einige Wendungen, die ich nicht vorhergesehen habe.

Die Figuren und Schauplätze wurden von der Autorin detailliert und in leuchtenden Farben beschrieben, sodass ich mir alle gut vorstellen konnte. Zudem hatte ich das Gefühl, die verschiedenen Orte selbst zu besuchen und zusammen mit Elodie durch diese zu wandern.

Fazit:
Eine spannende und emotionale Geschichte, in der Elodie unwissentlich in den finsteren Plan von Dämonenfürsten und Halbengeln gerät, die den Himmel stürzen wollen. Ich habe mit Elodie von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert, da sie von einem Schlamassel in den Nächsten gerät. Diese sorgen aber ebenso wie einige unvorhersehbare Wendungen für ordentlich Spannung. Nun bin ich gespannt, wie es für Elodie und alle anderen weitergehen wird.

Veröffentlicht am 12.03.2023

Gibt es eine Chance für Cami und Elijah?

Dein Blick in meine Seele
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Zum Inhalt:
Von ihrem Ex-Freund wurde Camilla Gardner, Cami genannt, immer wieder belogen und kleingehalten, weswegen sie momentan kein Interesse an Männern und vor allem an einer neuen Beziehung hat. ...

Zum Inhalt:
Von ihrem Ex-Freund wurde Camilla Gardner, Cami genannt, immer wieder belogen und kleingehalten, weswegen sie momentan kein Interesse an Männern und vor allem an einer neuen Beziehung hat. Von ihrer Freundin Sheryl wird sie dann doch unter viel murren dazu überreden, sich bei der Dating-App Perfect Match anzumelden. Dort erntet sie von den Männern jedoch nur blöde Anmachsprüche und eindeutige Angebote, bis ein gewisser Elijah Robson sie anschreibt. Von der ersten Nachricht an scheinen sich beide zu verstehen und können es kaum erwarten, wieder von dem jeweils anderen zu lesen. Was Cami jedoch nicht weiß ist, dass Elijah einige Geheimnisse hat, die alles verändern könnten.

Meine Meinung:
Die Handlung wird aus der Sicht von Camilla Gardner, Cami genannt und Elijah Robson erzählt. Dadurch bekommen wir einen Einblick in die Gedanken und Gefühle der beiden und können so verstehen, wieso sie so unterschiedlich auf die gleiche Situation reagieren.

Cami ist eine sympathische junge Frau, die aufgrund ihrer letzten Beziehung mit einigen Unsicherheiten kämpft, was ich nur zu gut verstehen konnte. Denn ihr Ex hat sie nicht nur immer wieder belogen, sondern versucht sie und alles, was sie liebt, schlecht zu machen. Dennoch ist Cami eine hilfsbereite, empathische junge Frau, die versucht, mit den Dingen, die ihr Elijah offenbart, umzugehen. Ich finde es toll, wie sie versucht, sich in Elijah hineinzuversetzen, damit er sich von ihr nicht bevormundet fühlt. Zudem konnte ich nachvollziehen, wieso sie in vielen Situationen so reagiert hat, wie sie es tat. Denn gerade wegen dem, was sie mit ihrem Ex erleben musste, plagen sie viele Unsicherheiten, was verständlich ist. Gerade deswegen fand ich es schön zu sehen, wie sie im Laufe der Handlung immer mehr aufblüht und ihr Selbstbewusstsein ein stückweit zurückerlangt.

Elijah war mir ebenso wie Cami gleich sympathisch, auch wenn ich mich zu Anfang gefragt habe, was er verbirgt und wie sich das alles auf ihn und Cami auswirken wird. Man merkt aber auch, wie unsicher er sich Cami gegenüber fühlt, weil er nicht weiß, was seine Geheimnisse für ihn und Cami bedeuten. Denn Cami tut ihm gut und er will es nicht schon zu Beginn mit ihr verbocken. Das zeigt, dass er ein toller Mann mit einem guten Herzen ist, dem seine Mitmenschen nicht egal sind.

Gerade weil beide durch vergangene Ereignisse viel Unsicherheit und verletzte Gefühle in sich tragen, fand ich es gut, dass sich ihre aufkeimenden Gefühle langsam entwickeln und ihr Kennenlernen deswegen in dem gleichen Tempo stattfindet. Etwas anders hätte zu den beiden einfach nicht gepasst und deswegen nicht authentisch gewirkt. Zudem ist es der Autorin gelungen, die verschiedenen Emotionen der beiden für mich spürbar zu machen, sodass ich mit ihnen umso mehr mitfiebern konnte.

Mit Cami und Elijah sind der Autorin zwei vielschichtige Hauptfiguren gelungen, die ihre Ecken, Kanten, Stärken und Schwächen haben, durch die sie umso menschlicher und natürlicher auf mich wirkten. Zudem haben beide ihre kleinen Macken, die sie umso liebenswerter machten. Außerdem ist es der Autorin gelungen, selbst den Nebenfiguren ihre kleinen Eigenheiten zu geben, durch die man sie jederzeit wiedererkennen konnte.

Fazit:
Eine wunderschöne und emotionale Geschichte über zwei Menschen, die aufgrund vergangener Ereignisse viele Unsicherheiten und verletzte Gefühle in sich tragen, die ihr Empfinden und ihre Reaktionen noch heute beeinflussen. Ich habe mit Cami und Elijah von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert. Was auch daran lag, dass es die Autorin geschafft hat, die verschiedenen Emotionen der beiden für mich spürbar zu machen.

Veröffentlicht am 12.03.2023

Bekommt Gabriel seine Freiheit wieder?

Wo mein Herz liegt
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Zum Inhalt:
Nach der Messerattacke auf Emerald findet sich Gabriel im Gefängnis wieder, wird aber zum Glück bald darauf wieder freigelassen. Schließlich wollte er nur Emerald beschützen und hat in Notwehr ...

Zum Inhalt:
Nach der Messerattacke auf Emerald findet sich Gabriel im Gefängnis wieder, wird aber zum Glück bald darauf wieder freigelassen. Schließlich wollte er nur Emerald beschützen und hat in Notwehr gehandelt. Dennoch wirkt sich dieser Vorfall natürlich auf seine eigentliche Gerichtsverhandlung negativ aus. Zu allem Übel steht Hannah plötzlich vor Gabriels Tür und fordert von ihm, dass er für sie lügen soll. Ist seine Freiheit erneut in Gefahr?

Emerald hat es zwar geschafft, dass ihre Geschwister aus ihrem gewalttätigen Elternhaus zu befreien. Vorerst sind sie aber in Pflegefamilien untergebracht. Emerald versucht währenddessen alles, damit sie ihre Geschwister zu sich holen kann, so wie sie es ihnen versprochen hatte. Doch wird dies der jungen Frau gelingen?

Meine Meinung:
Die Handlung schließt nahtlos an die Ereignisse aus dem ersten Band an, weswegen ich sofort wieder mitten im Geschehen war. So türmen sich für Emerald und Gabriel gleich neue Sorgen auf. Denn Gabriel wurde aufgrund der Ereignisse vorläufig festgenommen und Emerald liegt auf der Intensivstation und bangt um Gabriel und ihre verschwundene Schwester.

Em ist eine wirklich starke junge Frau, die trotz aller Hindernisse nicht aufgibt und für ihre Geschwister kämpft. Ihr Kampf und die Leidenschaft, mit der sie diesen führt, hat mich sehr berührt. Umso schöner finde ich es, dass sie in Piper, Hank und Josephine Freunde gefunden hat, auf die sie sich verlassen kann und die sie unterstützen, wo sie nur können. Mit solchen Freunden und natürlich auch mit Gabe schafft sie es, viele Male über sich hinauszuwachsen. Die Entwicklung, die sie vollzieht, hat mir gefallen. Ich finde, sie wirkt am Ende selbstbewusster und erwachsener. Ebenso weiß sie inzwischen besser, was sie wert ist und vor allem, dass sie etwas wert ist.

Gabe hat ein Herz aus Gold. Man merkt, wie viel ihm Em bedeutet und wie sehr es ihm zu schaffen macht, dass er nicht für sie da sein kann, so wie er es möchte und vor allem, dass sie ihre Liebe wegen all der Komplikationen in seinem Leben auf Eis legen müssen. Ebenso merkt man, wie sehr ihm die ganzen Tuscheleien der anderen Bewohner im Ort zusetzen und der allgemeine Schwebezustand, in dem er sich befindet. Umso schön fand ich es, dass er sich mit seinem Bruder Jake annähert und beide einiges klären konnten. Die beiden Brüder verbindet ein starkes Band, was man spüren kann.

Hannah macht mich einfach sprachlos. Ihre Angst kann ich durchaus verstehen und welche naiven Gründe sie damals zu ihrer Falschaussage getrieben haben. Aus ihren Fehlern gelernt hat sie meiner Meinung nach aber nicht. Denn sie denkt nur an sich und es scheint ihr egal zu sein, was sie Gabe mit ihren Aktionen antun. Er tat mir echt leid. Denn man merkt, wie sehr ihm das alles mitnimmt, wie machtlos er sich fühlt und wie verzweifelt er sich wünscht, dass er ganze Albtraum endlich vorbei ist.

Die Autorin hat es geschafft, die verschiedenen Gefühle der beiden über die Seiten hinweg zu mir zu transportieren, sodass sie für mich greifbar wurden. Dadurch habe ich mit Em und Gabe von der ersten bis zur letzten Seite mitgelitten, mitgefiebert, viele Male mit ihnen geschimpft, über die ganzen Ungerechtigkeiten und das engstirnige Verhalten einiger Personen den Kopf geschüttelt und ihnen ganz fest die Daumen gedrückt, dass es für sie eine gemeinsame Zukunft gibt. Es ist unglaublich, was die beiden durchstehen müssen und welche Steine ihnen in den Weg gelegt werden. Zudem konnte mich die Autorin mit einigen Wendungen überraschen, die für Spannung gesorgt haben. Wobei ich was den Kerl angeht, vor dem Hannah Angst hat, eine Vermutung hatte, die sich letztendlich bewahrheitet hat.

Fazit:
Eine emotionale Geschichte, in der Em und Gabe viele Hürden meistern müssen, um ihren Zielen näher zu kommen. Ich habe von Anfang bis Ende mit den beiden mitgefühlt, da viele der Dinge, die sie erleben und Schläge, die sie einstecken müssen, einfach nur unfassbar sind. Zudem gab es einige Wendungen, mit denen mich die Autorin überraschen konnte, wodurch die Handlung noch mal eine zusätzliche Prise Spannung bekam.

Veröffentlicht am 07.03.2023

Schafft es Em rechtzeitig zu ihren Geschwistern zu gelangen?

Wind in deinen Segeln
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Zum Inhalt:
Total übermüdet, aber fest entschlossen, ihr Versprechen einzuhalten, macht sich Emerald West von New York auf den Weg nach Idaho. Doch unterwegs kann sie die Augen nicht mehr aufhalten und ...

Zum Inhalt:
Total übermüdet, aber fest entschlossen, ihr Versprechen einzuhalten, macht sich Emerald West von New York auf den Weg nach Idaho. Doch unterwegs kann sie die Augen nicht mehr aufhalten und es passiert, was passieren muss. Emerald landet mit ihrem Auto im Graben. Verzweifelt macht sie sich auf den Weg in den nächsten Ort und trifft dort auf den mürrischen und misstrauischen Mechaniker Gabriel Brooks, der ihr zuerst nicht helfen will, da er Feierabend hat und es zudem noch Wochenende ist. Was Emerald nicht ahnen kann, ist das hinter Gabriels abweisender Haltung mehr steckt. Denn schlimme Ereignisse, die durch eine große Ungerechtigkeit verursacht wurden, führten dazu, dass er keinem und vor allem Frauen nicht mehr traut. Kann Emerald es dennoch schaffen, rechtzeitig zu ihren Geschwistern zu gelangen?

Meine Meinung:
Die Geschichte wird aus der Sicht von Emerald West, Em genannt, und Gabriel Brooks, Gabe genannt, erzählt, wodurch wir sie nicht nur Stück für Stück immer besser kennenlernen, sondern etwas über die schrecklichen Ereignisse und Erfahrungen in der Vergangenheit der beiden erfahren. Die Autorin führt uns dabei auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle, indem sie die Emotionen der beiden über die Seiten hinweg transportiert, sodass ich sie regelrecht am eigenen Lieb spüren konnte. Dadurch habe ich nicht nur noch besser mit Em und Gabe mitfühlen und ihre Reaktionen verstehen können, sondern viele Male über das, was sie erleben mussten den Kopf geschüttelt, weil dies einfach nur erschütternd und unverständlich ist. Vor allem deswegen finde ich es bewundernswert, dass beide sich ihre guten Herzen, ihr Mitgefühl und ihre Hilfsbereitschaft bewahrt haben.

Em ist auf den ersten Blick eine toughe junge Frau, die immer einen Spruch auf den Lippen hat, sich wehren kann und nicht so schnell unterkriegen lässt. Umso mehr man Em kennenlernen, merkt man, wie unsicher sie in Wirklichkeit ist und wie überfordert und hilflos sie sich eigentlich fühlt. So wirken ihre frechen Sprüche oftmals wie eine Art Schutzschild, dass sie sich aufgrund ihrer vergangenen Erlebnisse aneignen musste. Dennoch finde ich es wirklich bewundernswert, dass sie dennoch alles dransetzt, um ihren Geschwistern zu helfen, auch wenn dies aus vielen Gründen mehr als schwer ist.

Gabe ist ruppig und unnahbar, man merkt aber, dass er ein gutes Herz hat, mitfühlend ist und wie sehr er an seiner Vergangenheit, den falschen Anschuldigungen und den damit einhergehenden Verhalten der anderen Menschen im Ort zu knabbern hat und wie sehr ihn diese verletzten. Er tat mir viele Male einfach nur leid, vor allem, weil selbst seine Eltern nur das Schlechteste von ihm zu denken scheinen.

Gerade wegen alle der Erlebnisse in der Vergangenheit verstehen Em und Gabe nur zu gut, was in den jeweils anderen vor sich geht. So merkt man immer wieder, wie gut sich die beiden tun. Zudem passt auch das langsame Anbahnen der zarten Gefühle, die beide füreinander hegen, wunderbar zu ihnen. Denn ein schnelleres Tempo hätte zu beiden und ihrer jeweiligen Situation einfach nicht gepasst.

Fazit:
Eine emotionsgeladene Geschichte über zwei Menschen, die in ihren jungen Leben schon viele unschöne, schlimme Dinge und Ungerechtigkeit erleben mussten. Dennoch haben sie sich ihre guten Herzen, ihr Mitgefühl und ihre Hilfsbereitschaft bewahren können, was ich bewundernswert fand. Da es die Autorin schafft, die Emotionen über die Seiten hinweg zu transportieren, gerät man in eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle, bei der ich mit Em und Gabe von Anfang bis Ende mitgefiebert habe. Nach dem Ende bin ich gespannt, wie es für beide weitergehen wird.