Eine Geschichte aus der guten alten Zeit
Der Sommer der InseltöchterIm Jahr 1843 ist Sylt noch eine verschlafene Insel, während sich auf Föhr die Sommerfrischler erholen. Da sorgt es für Aufsehen, daß der dänische König nach Sylt reist. Er stattet der Landfrau Merret Lassen ...
Im Jahr 1843 ist Sylt noch eine verschlafene Insel, während sich auf Föhr die Sommerfrischler erholen. Da sorgt es für Aufsehen, daß der dänische König nach Sylt reist. Er stattet der Landfrau Merret Lassen einen Besuch ab, die das aber erst gar nicht zu schätzen weiß. Sie hat andere Sorgen. Ihre zahlreichen Kinder wollen sich nicht den Traditionen beugen. Der Sohn Ulrich will nicht zur See fahren, die Tochter Swantje zieht als Schafhirtin über die Heide, Maiken hat eine Liebelei mit dem verheirateten Kapitän Lars Boysen angefangen und Anna hat sich in den Dorflehrer Steen Escheid verliebt. Dabei lastet ein uralter Fluch über den weiblichen Mitgliedern von Merrets Familie. Wie sollen da ihre Töchter ihr Liebesglück finden?
In dem Roman "Der Sommer der Inseltöchter" läßt die Autorin Micaela Jary eine Zeit auf der Nordseeinsel Sylt wieder aufleben, die wohl für immer verloren ist. Sich Sylt als einfache, ruhige Insel vorzustellen, ist heute nicht einfach. Deshalb sollte man diese Geschichte auch genießen. Sie erzählt von der Familie Lassen, die dort wirklich gelebt und viele Spuren hinterlassen hat. Die Handlung ist allerdings fiktiv, aber dabei sehr wirklichkeitsnah. Es könnte tatsächlich so gewesen sein. Micaela Jary erzählt so vom einfachen Leben der Inselbewohner, als wäre sie dabei gewesen. Die Frauen waren ihrer Zeit voraus, weil die Männer oft lange Zeit auf See waren. Deshalb waren die Frauen auf sich allein gestellt und entschieden, was in der Familie geschah. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, da sie mit Herz und Humor geschrieben wurde. Sehr empfehlenswert!