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Veröffentlicht am 08.05.2026

Eine Geschichte aus der guten alten Zeit

Der Sommer der Inseltöchter
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Im Jahr 1843 ist Sylt noch eine verschlafene Insel, während sich auf Föhr die Sommerfrischler erholen. Da sorgt es für Aufsehen, daß der dänische König nach Sylt reist. Er stattet der Landfrau Merret Lassen ...

Im Jahr 1843 ist Sylt noch eine verschlafene Insel, während sich auf Föhr die Sommerfrischler erholen. Da sorgt es für Aufsehen, daß der dänische König nach Sylt reist. Er stattet der Landfrau Merret Lassen einen Besuch ab, die das aber erst gar nicht zu schätzen weiß. Sie hat andere Sorgen. Ihre zahlreichen Kinder wollen sich nicht den Traditionen beugen. Der Sohn Ulrich will nicht zur See fahren, die Tochter Swantje zieht als Schafhirtin über die Heide, Maiken hat eine Liebelei mit dem verheirateten Kapitän Lars Boysen angefangen und Anna hat sich in den Dorflehrer Steen Escheid verliebt. Dabei lastet ein uralter Fluch über den weiblichen Mitgliedern von Merrets Familie. Wie sollen da ihre Töchter ihr Liebesglück finden?

In dem Roman "Der Sommer der Inseltöchter" läßt die Autorin Micaela Jary eine Zeit auf der Nordseeinsel Sylt wieder aufleben, die wohl für immer verloren ist. Sich Sylt als einfache, ruhige Insel vorzustellen, ist heute nicht einfach. Deshalb sollte man diese Geschichte auch genießen. Sie erzählt von der Familie Lassen, die dort wirklich gelebt und viele Spuren hinterlassen hat. Die Handlung ist allerdings fiktiv, aber dabei sehr wirklichkeitsnah. Es könnte tatsächlich so gewesen sein. Micaela Jary erzählt so vom einfachen Leben der Inselbewohner, als wäre sie dabei gewesen. Die Frauen waren ihrer Zeit voraus, weil die Männer oft lange Zeit auf See waren. Deshalb waren die Frauen auf sich allein gestellt und entschieden, was in der Familie geschah. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, da sie mit Herz und Humor geschrieben wurde. Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Spannung pur

Die Wahrheit
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"Die Wahrheit" von Mattias Edvardsson punktet mit Spannung, die sich ab der ersten Seite kontinuierlich aufbaut und bis zum Ende hin erhalten bleibt. Dies wird schon allein durch die verschiedenen Erzählperspektiven ...

"Die Wahrheit" von Mattias Edvardsson punktet mit Spannung, die sich ab der ersten Seite kontinuierlich aufbaut und bis zum Ende hin erhalten bleibt. Dies wird schon allein durch die verschiedenen Erzählperspektiven erreicht, wodurch man die verschiedenen Sicht- und Handlungsweisen besser verstehen und nachvollziehen kann. Die einzelnen Charaktere werden dadurch durchschaubarer und vertrauter, man lernt sie Stück für Stück besser kennen und verstehen. Dadurch wird jedoch so mancher Sympathiepunkt verspielt. Der Autor vermitthier Spannung allein durch psychologische Spielchen und verzichtet auf Action - was mir sehr gut gefallen hat. Geschickt verwebt er die einzelnen Handlungsstränge am Ende zu einem schlüssigen Finale, welches keine Fragen offen läßt. Für mich ein richtig guter Thriller!

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Absolutes Muß für alle, die in der Natur unterwegs sind

Landwissen!
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Nicola Förg, bekannt durch ihre Allgäukrimis mit Natur- und Tierschutzhintergrund, hat mit "Landwissen" einen Leitfaden geschrieben, wie der Mensch sich in der Natur bewegen kann, ohne ihr zu schaden. ...

Nicola Förg, bekannt durch ihre Allgäukrimis mit Natur- und Tierschutzhintergrund, hat mit "Landwissen" einen Leitfaden geschrieben, wie der Mensch sich in der Natur bewegen kann, ohne ihr zu schaden. Hier kann wirklich jeder noch etwas dazulernen. Sie vermittelt Wissen rund um die Milchwirtschaft, die Almen, den Hund, kleine und große Tiere, den Wald und die Tradition. Dabei belehrt sie nicht, sondern zeigt einfach auf, wie es (besser) geht. Dabei unterstellt sie niemandem Absicht bei seinem Fehlverhalten, sondern geht einfach davon aus, daß der Tourist es einfach nicht besser weiß. Dabei spricht sie mir oft aus dem Herzen, z. B. beim Thema freilaufende Hunde. Für mich ist es selbstverständlich, meinen Hund nicht frei durch die Natur stromern zu lassen - viele sehen das leider anders. Nicola Förg gibt hier Einblicke in die Milchwirtschaft, was sehr interessant ist. Man lernt einige Alpentiere mit ihren Eigenheiten kennen, lernt ihre Lebensweisen kennen. Aber es geht auch um Katzen und ihre unkontrollierte Vermehrung. Dies ist eine Herzensangelegenheit von Nicola Förg und ich finde, man kann gar nicht genug darauf aufmerksam machen. Meiner Meinung nach sollte dieses Buch jeder Wanderer und Naturliebhaber kennen. Vielleicht bleibt so mancher dann doch auf dem vorgegebenen Weg - und der Hund angeleint!

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Eine Geschichte zum Träumen

Die Farben der Provence
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Nach einer überstandenen schweren Krankheit fühlt Kat sich in ihrem Leben nicht mehr wohl. Ihr Freund Tobias überschüttet sie zwar mit Fürsorge, aber gerade das engt sie ein. Deshalb läßt sie alles hinter ...

Nach einer überstandenen schweren Krankheit fühlt Kat sich in ihrem Leben nicht mehr wohl. Ihr Freund Tobias überschüttet sie zwar mit Fürsorge, aber gerade das engt sie ein. Deshalb läßt sie alles hinter sich und fährt allein nach Le Lavandou. Sie mietet sich dort eine kleine Wohnung und läßt sich treiben. Schnell findet Kat in Cecilie und Claudine neue Freundinnen und der attraktive Winzer Julien sorgt in Kats Gefühlswelt für Verwirrung. Mit jedem Tag in der Provence wächst Kats Wunsch, für immer hier zu bleiben. Aber was wird aus ihrer Liebe zu Tobias? Doch wie es aussieht, hat der sich schnell mit ihrer Freundin Sanne getröstet. Kat muß sich die Frage stellen, ob es sich lohnt, um Tobias zu kämpfen.

In ihrem Roman "Die Farben der Provence" zieht es Regine Kölpin von der Nordseeküste weg in die Provence. In dieser Geschichte kann man ein junges Paar erleben, das auf einen Schicksalsschlag vollkommen unterschiedlich reagiert und so ihre Beziehung auf eine Zerreißprobe gestellt wird. Wie immer beschreibt Regine Kölpin alles sehr warmherzig und mit viel Gefühl. Sie schwärmt von der Landschaft wie sonst von der Nordseeküste und bringt ihren Lesern damit das Urlaubsgefühl frei Haus. Sie geht auf die kleinen landestypischen Eigenarten der Menschen ein und beschreibt diese ganz ohne Vorurteile. Man merkt sofort, daß sie die Menschen und ihre Lebensart mag. "Die Farben der Provence" ist eine ganz bezaubernde Geschichte, die zum Träumen einlädt!

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Bitte mehr davon

Mittsommergrab
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Taucher machen vor der schwedischen Westküste eine grausame Entdeckung. Auf dem Meeresboden liegt ein Koffer mit rund 30 Jahre alten menschlichen Knochen. Kriminaljournalistin Julia Jarvskog und ihr Jugendfreund ...

Taucher machen vor der schwedischen Westküste eine grausame Entdeckung. Auf dem Meeresboden liegt ein Koffer mit rund 30 Jahre alten menschlichen Knochen. Kriminaljournalistin Julia Jarvskog und ihr Jugendfreund Kalle, der bei der örtlichen Polizei arbeitet, versuchen, hinter das Geheimnis des Fundes zu kommen. Julia ahnt nicht, wie eng der Fund mit der Mittsommernacht 1994 verwoben ist, die auch ihr Leben verändert hat. Und jemand ist bereit dafür zu töten, damit die Wahrheit nicht ans Licht kommt!

Kicki Sehlstedt hat mich mit "Mittsommergrab" absolut begeistert. Sie nimmt die Leser von Seite 1 an mit in eine extrem spannende Handlung, die es in sich hat. Auf der Suche nach der Wahrheit jagt man förmlich durch die Seiten, liest sich fest und will gar nicht mehr gestört werden. Die Autorin verfügt über einen gekonnten Schreibstil, der leicht und locker ist und sich sehr gut lesen lässt. Dabei vermittelt sie geschickt die Gefühle der Charaktere, so daß man ihre Handlungsweisen gut nachvollziehen kann. Es macht richtig Spaß, ihren Beschreibungen zu folgen, alles bildhaft vor sich zu sehen und ihre Charaktere kennenzulernen. Denn diese sind durchweg sympathisch und nahbar, überzeugend in ihren Handlungen. Kalle und Julia haben mein Leserherz im Sturm erobert. Die Handlung selbst überzeugt durch Wendungen, die nicht vorhersehbar sind und immer wieder überraschen. Ich bin schon jetzt sehr auf die Fortsetzung gespannt!

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