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Veröffentlicht am 15.04.2022

Sehr berührend

Tacker (Arizona Vengeance Team Teil 5)
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„Tacker“ ist der fünfte und für mich persönlich der berührendste Teil der Arizona Vengeance Team Reihe von Sawyer Bennett.
Es ist fünfzehn Monate her, dass Tacker und seine Verlobte MJ mit dem Flugzeug ...

„Tacker“ ist der fünfte und für mich persönlich der berührendste Teil der Arizona Vengeance Team Reihe von Sawyer Bennett.
Es ist fünfzehn Monate her, dass Tacker und seine Verlobte MJ mit dem Flugzeug abstürzten und MJ dabei ums Leben kam. Tacker überlebte, aber innerlich steckt er weiterhin in seiner eigenen Hölle fest. Er war damals der Pilot und obwohl es nicht seine Schuld sondern ein technischer Defekt war, kann er sich nicht verzeihen. Um seinen Selbstzerstörungstrip zu stoppen, verpflichtet ihn der Teamchef zu einer Therapie. Nora Wayne ist keine konventionelle Therapeutin, aber sie schafft es tatsächlich, dass Tacker sein Schneckenhaus verlässt und sich langsam wieder öffnet.

Fans der Reihe dürften die herzzerreißende Vergangenheit von Tacker bereits kennen. Der ehemalige Teamcaptain und hochtalentierte Spieler hat seine große Liebe auf grausame Weise verloren und damit jegliche Hoffnung und Lebensfreude. Kaum einer seiner Freunde und Mannschaftskollegen dringt durch seine Schutzmauern und letztendlich eskalierte alles mit einer volltrunkenen Autofahrt gegen die Stadionmauer.
Nora weiß genau, wovon sie redet, denn sie hat selbst unaussprechliches durchmachen müssen. Dadurch findet sie einen Zugang zu Tacker, obwohl dies natürlich kein Wettbewerb um das schlimmste Trauma ist.
Sawyer Bennett schlägt in diesem Band eher leise Töne an, die genau auf Tackers Geschichte abgestimmt sind. Obwohl auch in den Vorgängerteilen bereits ernstere Themen im Fokus standen, ist diese Story für mich die tiefgründigste und bewegendste von allen. Die Autorin erzählt sehr sensibel und genau im richtigen Tempo, wie sich Tacker langsam öffnet und wieder Hoffnung in sein Leben lässt. Die zarte Annäherung mit Nora steht fast schon im Hintergrund und wirkt trotz seiner besonderen Situation total authentisch. Man lernt den verschlossenen Tacker von einer ganz neuen Seite kennen und auch Nora wächst einem schnell ans Herz.

Mein Fazit:
Ich habe wohl einen neuen Lieblingsteil der Reihe und gebe dafür eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 15.04.2022

Prinzessin im Outback

Purified
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„Purified: (K)ein Märchen“ von Izzy Maxen spielt vielleicht mit den Motiven von König Drosselbart, aber die Prinzessin ist hier auf keinen Fall zu unterschätzen.
High Society Girl Tessa hat den Bogen weit ...

„Purified: (K)ein Märchen“ von Izzy Maxen spielt vielleicht mit den Motiven von König Drosselbart, aber die Prinzessin ist hier auf keinen Fall zu unterschätzen.
High Society Girl Tessa hat den Bogen weit überspannt und bekommt von ihrem Vater ein Ultimatum. Er dreht ihr komplett den Geldhahn zu, falls sie nicht ein dreimonatiges Praktikum in seinem Unternehmen absolviert. Was Tessa nicht weiß, ist, dass ihre Praktikumsstelle in einer australischen Firmenfiliale liegt. Und sie ahnt auch noch nicht, dass deren Geschäftsführer Blake ganz eigene Absichten mit der Tochter des verhassten Chefs hat. Plötzlich findet sich Tessa mitten im Nirgendwo auf einer Rinderfarm wieder und muss ich tagtäglich mit den Schikanen von Blake auseinandersetzen.

Ich gebe ehrlich zu, dass ich die Märchenmotive nicht unbedingt erkannt hätte, wenn sie nicht explizit erwähnt gewesen wären. Das liegt aber auch einfach daran, dass der Charakter von Tessa weit vielschichtiger ist, als es die Vorlage der arroganten Prinzessin hergibt. Das meine ich absolut positiv, denn ich mochte es sehr, dass Tessa keine Klischee-Tussi ist.
Tessa hat eine harte Zeit hinter sich und ist einfach vom Weg abgekommen. Die Zwangspause in Down Under ist ihr zunächst verhasst, aber dann lernt sie die Abgeschiedenheit und Ursprünglichkeit sehr zu schätzen.
Blake sammelt lange Zeit keine Sympathiepunkte. Sein Hass auf Tessas Vater überdeckt fast alle positiven Seiten an ihm, die nur manchmal hervorblitzen. Trotzdem gibt es diese knisternde Chemie zwischen Tessa und Blake, die weit über die Wut aufeinander hinausgeht.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, so dass man schnell durch die Seiten fliegt. Die Autorin hat die Entwicklung der Charaktere glaubhaft geschildert, auch wenn mir die Ereignisse am Ende der Geschichte einen Hauch zu schnell gingen. Insgesamt ist diese märchenhafte Lovestory aber gut gelungen und ich hatte Spaß beim Lesen.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.04.2022

Alles nur Theater

Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich
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„Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich“ von Julie Marsh ist eine lockere und unterhaltsame Regency Lovestory, in der die Heldin zu wichtigen Erkenntnissen gelangt.
Emma ...

„Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich“ von Julie Marsh ist eine lockere und unterhaltsame Regency Lovestory, in der die Heldin zu wichtigen Erkenntnissen gelangt.
Emma ist nach dem Tod ihrer Eltern ziemlich isoliert und behütet bei ihrem Vormund aufgewachsen. Ihre große Leidenschaft gilt dem Theater und sie hat auch bereits ein eigenes Stück verfasst, welches sie gern zur Aufführung bringen würde. Leider zwingt sie der finanzielle Ruin ihres Vormunds dazu, stattdessen den Job als Gesellschafterin für Lady Anthea anzunehmen. Anthea soll laut ihrer Mutter den reichen Nachbar Mr. Livingston heiraten, obwohl offensichtlich beide kein Interesse aneinander haben. Zudem scheint der berüchtigte Dandy Ambrose Beauchamp an Anthea interessiert zu sein.

Ich bin ein riesiger Fan von Jane Austen und die ambitionierte Emma passt genau in ihre Welt. Der lockere und leichte Schreibstil von Julie Marsh liest sich hervorragend und es macht Spaß, die amüsanten Abenteuer unserer Heldin zu verfolgen.
Emmas naiver Vorstellung von einer Karriere als Bühnenautorin wird auch dank Ambrose ein herber Dämpfer verpasst. Sie gibt jedoch nicht auf und kämpft sich vehement durch jegliche Niederlage. Ihre Bemühungen als Gesellschafterin sind leider auch nicht von Erfolg gekrönt und erste ein überraschender Deal mit Ambrose wendet ihr Schicksal. Für die damalige Zeit ist Emma ein außergewöhnlicher Charakter und ich persönlich finde sie großartig. Sie nennt die Dinge beim Namen und kommt zu fast schon revolutionären Erkenntnissen, die niemand laut aussprechen würde.
Emma ist der klare Star der Show und selbst Ambrose bleibt eigentlich nur eine Nebenrolle übrig. Stellenweise hätte ich mir ein wenig mehr zu seinem Part gewünscht, damit der Funke noch deutlicher überspringt.
Die Autorin hat die gesamte Theateratmosphäre sehr gut eingefangen und es kommt einem vor, als würde man selbst mit hinter der Bühne stehen. Die vielen spannenden und facettenreichen Charaktere sorgen für jede Menge Unterhaltung und viele Lacher, vor allem wenn sich Emma und Ambrose witzige Schlagabtausche liefern.

Mein Fazit:
Die humorvolle und leichte Story macht großen Spaß und bekommt von mir sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.04.2022

Herzschmerz

YOU BROKE ME First (Broke Me - Reihe 1)
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„You Broke Me First“ von Vera Schaub ist der Auftakt einer emotionalen Broke-Me-Dilogie, in der die Gefühle eine echte Achterbahnfahrt durchmachen müssen.
Daryl war für Phoebe der beste Freund, die große ...

„You Broke Me First“ von Vera Schaub ist der Auftakt einer emotionalen Broke-Me-Dilogie, in der die Gefühle eine echte Achterbahnfahrt durchmachen müssen.
Daryl war für Phoebe der beste Freund, die große Liebe und der einzige Halt in einer grausamen Welt. Umso mehr hat es sie zerstört und ihr Herz gebrochen, als er sie nach seinem Highschool-Abschluss ohne Abschied und Erklärung einfach zurückließ. Jahre später hat sich Phoebe ihr Leben mühsam wieder aufgebaut und absolviert ihr letztes Jahr am College. Sie hat tolle Freundinnen und einen liebvollen Freund und doch trägt sie Daryl versteckt in ihrem Herzen. Als er ihr unerwartet gegenübersteht, könnte der Schock nicht größer sein. Zumal er offenbar inzwischen ein glücklicher Familienvater ist.

Der leichte und flüssige Schreibstil von Vera Schaub macht es einfach, in die Geschichte einzutauchen. Der Abschiedsbrief von Daryl, mit dem das Buch beginnt, lässt einen bereits früh erahnen, dass die gefühlvolle Lovestory einige Abgründe bereithält.
Phoebe hat sich aus dem Scherbenhaufen ihres Herzens wieder nach oben gekämpft und ist äußerlich glücklich. Aber wie fragil dieser Eindruck ist, zeigt sich nach dem Wiedersehen mit ihrer großen Liebe Daryl. Sie hat mir stellenweise total leid getan, aber man konnte dem Gefühlschaos nur hilflos zusehen.
Für Daryl konnte ich ehrlicherweise keine uneingeschränkten Sympathien aufbringen. Einige oder sogar viele seiner Entscheidungen konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Er hat zwar gute Absichten, aber das Ergebnis ist katastrophal.
Die Handlung ist mitreißend und gefühlvoll und man fiebert die ganze Zeit mit Phoebe und Daryl mit. Die Konstellation der Charaktere verspricht keinen einfachen Weg und da es sich um eine Dilogie handelt, wartet am Schluss ein ganz böser Cliffhanger. Ich bin unheimlich gespannt, wie die Geschichte im zweiten Teil weitergehen wird und ob es hier überhaupt ein Happy End geben kann.

Mein Fazit:
Der Titel passt hervorragend, denn gebrochene Herzen sind garantiert. Ich gebe trotzdem eine Leseempfehlung und hoffe auf gekittete Herzen in der Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 13.04.2022

Wunderschön

Melting my Heart
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„Melting my Heart“ von Nina Schilling erzählt eine gefühlvolle Lovestory zwischen zwei völlig unterschiedlichen Charakteren, die jedoch perfekt zusammenpassen.
Row würde sich am liebsten nur auf ihr Studium ...

„Melting my Heart“ von Nina Schilling erzählt eine gefühlvolle Lovestory zwischen zwei völlig unterschiedlichen Charakteren, die jedoch perfekt zusammenpassen.
Row würde sich am liebsten nur auf ihr Studium konzentrieren und alle Sozialkontakte meiden. Sie vertraut nur ihrer besten Freundin Alexis, mit der sie die schrecklichen Erlebnisse ihrer Schulzeit eng zusammengeschweißt haben. Trotzdem lässt sie sich von Alexis überreden, auf eine Party des Eishockeyteams zu gehen. Dort lernt sie den umschwärmten und beliebten Gray kennen, der allem entspricht, wovon sich Row fernhalten will. Doch Gray ist total fasziniert von Row und lässt mit seinen charmanten Annäherungsversuchen nicht locker. Aber kann Row ihm tatsächlich vertrauen?

Die Autorin konnte mich auch mit ihrem zweiten Buch komplett überzeugen, denn die emotionale Geschichte von Row und Gray hat mich von Anfang an gefesselt und in ihren Bann gezogen. Der Schreibstil liest sich leicht und locker und die beiden Hauptfiguren sind absolut sympathisch. Row und Gray erzählen abwechselnd aus ihrer jeweiligen Perspektive, so dass man sich in ihre Gefühle und Zweifel gut hineinversetzen kann.
Row ist ein kleiner Nerd, worauf sie eigentlich stolz sein kann. Aber dafür wurde sie früher von den beliebten Kids gemobbt. Ihrer besten Freundin erging es ähnlich, aber bei ihr war ihre Figur der Grund für den gnadenlosen Hass. Beide gehen auf ihre eigene Art mit ihren Erlebnissen um, aber es ist herzzerreißend, wie sie sich gegenseitig Halt geben und fest zusammenhalten.
Gray ist trotz seines Images und seiner lockeren Einstellung einer von den Guten. Er spielt keine Spielchen und bemüht sich ernsthaft, Rows Vertrauen zu erlangen. Ich mag ihn, genau wie seine Freunde, die alle viel besser sind als ihr Ruf.
Die Autorin schildert einfühlsam und authentisch, wie sich Row und Gray langsam annähern. Der Funke springt klar über und die beiden sind echt süß zusammen. Die Story ist alles andere als oberflächlich und hat mich teils tief berührt. Nina hat die ernsten und wichtigen Themen, die in der Triggerwarnung genannt werden, sehr gut und glaubhaft im Buch umgesetzt.

Mein Fazit:
Bei dieser Lovestory schmelzen nicht nur das Eis, sondern auch die Herzen. Klare Empfehlung!

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