Gegensätze
Die letzte WelleNach einem Schlaganfall hat seine Tochter ihn überzeugt, dass es besser ist im Altersheim zu leben. Wohl fühlt sich der ehemalige Polizist Tore Lindahl dort nicht. Dann geschieht im Heim ein Einbruch und ...
Nach einem Schlaganfall hat seine Tochter ihn überzeugt, dass es besser ist im Altersheim zu leben. Wohl fühlt sich der ehemalige Polizist Tore Lindahl dort nicht. Dann geschieht im Heim ein Einbruch und ein Heimbewohner stirbt. Es scheint so, als solle das ein wenig unter den Teppich gekehrt werden. Tores Instinkte als Polizist sind geweckt und er will herausfinden, was wirklich passiert ist. Veronika Wiklund möchte gerne Journalistin werden und als Volontärin hofft sie auf eine Chance, eine besondere Geschichte zu recherchieren. Die Vorgänge im Altenheim führen sie mit Tore zusammen. Gemeinsam wollen die Beiden die ganze Geschichte erfahren.
Der pensionierte Polizist und die junge Journalistin bilden bei ihrem ersten Zusammentreffen ein besonderes Team. Akribisch versuchen sie hinter die Geheimnisse des Altenheims zu kommen. Dabei hadert Tore mit seiner Beeinträchtigung. Sein Geist ist wach, doch sein Körper will nicht so wie er. Veronika hat es diesbezüglich leichter, was allerdings dazu führen kann, dass sie in Gefahr gerät. Und ihre anfänglichen Veröffentlichungen scheinen auch nicht auf übermäßige Gegenliebe bei ihrem Arbeitgeber zu stoßen. Ihre Story muss besser und geschliffener werden, sonst könnte sie ihren Job verlieren.
Der Ansatz des Romans mit den Taten der Gegenwart, die einen Bezug zur Vergangenheit haben, ist sehr vielversprechend. Die Gründe für etliche Ereignisse in der heutigen Zeit liegen häufig viele Jahre zurück. Die Erzählung auf zwei Zeitebenen gibt dem Roman eine gewisse Tiefe und dadurch fügen sich die Informationen zu einem Gesamtbild. Auch funktionieren Tore Lindahl und Veronika Wiklund als Team überraschend gut. Allerdings wird die Geschichte so langsam vorangetrieben, dass es Momente gibt, in denen man Gefahr läuft das Interesse zu verlieren. Durch die ebenfalls sehr getragene Lesung wird dies sogar noch etwas verstärkt. Das ist schon ein wenig schade, da Lindahl und Wiklund sympathisch wirken und die Grundidee ansprechend erschien.