Habe irgendwie etwas ganz anderes erwartet
Es gibt Bücher, auf die man sich monatelang freut, doch wenn man sie liest, einen doch enttäuschen. So erging es mir leider mit diesem Buch.
Der flüssige Schreibstil hat mir gut gefallen und auch die ...
Es gibt Bücher, auf die man sich monatelang freut, doch wenn man sie liest, einen doch enttäuschen. So erging es mir leider mit diesem Buch.
Der flüssige Schreibstil hat mir gut gefallen und auch die Grundgeschichte war vielversprechend. Nach dem gelungenen Einstieg war ich wirklich gespannt auf die Entwicklung der Charaktere Vaasa und Reid doch leider blieben meine Gefühle während des Lesens aus. Vaasas innere Kämpfe, die trotz ihrer Stärke durch Ängste geprägt sind, konnten mich nicht erreichen, und auch Reid blieb mir fremd. Zwar wird sein Talent als Krieger immer wieder betont und es wird erwähnt, dass er in so jungen Jahren bereits die Position eines Hauptmanns bekleidet, jedoch empfand ich diese Aussagen häufig nur als bloße Behauptungen. Er wies für mich keine markanten Eigenschaften auf, die ihn als Charakter interessant gemacht hätten (Ecken & Kanten). Dadurch konnte ich auch die Spannung zwischen den beiden Figuren nicht nachvollziehen.
Das Magiesystem blieb für mich bis zum Ende unklar. Es wird zwar immer wieder thematisiert, dass es verschiedene Arten von Magie gibt und dass Vaasa lernen muss, diese zu meistern, um nicht zu sterben, doch eine klare Vorstellung davon hatte ich nicht. Obwohl ich ein großer Fan von Intrigen und politischen Verwicklungen bin, empfand ich den Fokus auf politische Diskussionen als übermäßig viel. Seitenweise wurden nur politische Strategien, Eventualitäten und Konsequenzen gesprochen, was für mich zu langen und teils ermüdenden Passagen führte.
Handwerklich ist das Buch gut geschrieben und viele werden es sicher lieben, aber mich ließ es leider enttäuscht zurück.