Cover-Bild Das Lied der Wölfe
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14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 21.05.2021
  • ISBN: 9783423262873
Rena Fischer

Das Lied der Wölfe

Roman

Sturmgraublaue Zeit der Liebe

Die junge deutsche Wolfsforscherin Kaya wird von dem schottischen Milliardär Alistair MacKinley angestellt, um auf seinen Ländereien wilde Wölfe anzusiedeln. In dem einsamen Herrenhaus in den Highlands trifft sie auch auf den verschlossenen Nevis, Alistairs attraktiven Sohn, mit Augen wie das Sturmgraublau des schottischen Himmels. Der verwundete Ex-Elitesoldat soll sich von seinen schweren Kriegsverletzungen erholen. Doch er verweigert die Therapie und torpediert das Wolfsprojekt, wo er nur kann. Kaya ist wütend und fasziniert zugleich, ohne das tragische Ausmaß seines Zustands zu ahnen. Eine Zusammenarbeit mit Nevis endet katastrophal. Erst als sich beide ihrer Vergangenheit stellen, können sie ihre Liebe und ihre Zukunft retten.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2021

Unglaublich tolle Geschichte!

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Ich bin so so froh dieses Buch gelesen zu haben. Es war eine riesige Freude, Kayas und Nevis‘ Entwicklung mitzuerleben. Man hat sehr stark gemerkt, wie sehr Rena Fischer im Vorhinein recherchiert hat, ...

Ich bin so so froh dieses Buch gelesen zu haben. Es war eine riesige Freude, Kayas und Nevis‘ Entwicklung mitzuerleben. Man hat sehr stark gemerkt, wie sehr Rena Fischer im Vorhinein recherchiert hat, um alle möglichen Einzelheiten gut darstellen zu können. Das hat mir sehr sehr gut gefallen. Die Wolfsthematik fand ich auch super spannend, und es hat auch einige meiner persönlichen Vorurteile aus dem Weg geräumt, darüber zu lesen. Unglaublich tolle Geschichte, und ich muss sagen, vor allem der Epilog und dessen Aufbau haben mir sehr gefallen.

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Veröffentlicht am 29.05.2021

Sind wilde Wölfe in Schottland möglich?

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Die Wolfsforscherin Kaya reist aus Deutschland nach Schottland, wo sie als private Zoologin für den schottischen Milliardär Alistair MacKinley arbeiten soll. Dieser hält ein Wolfsrudel in einem eingezäumten ...

Die Wolfsforscherin Kaya reist aus Deutschland nach Schottland, wo sie als private Zoologin für den schottischen Milliardär Alistair MacKinley arbeiten soll. Dieser hält ein Wolfsrudel in einem eingezäumten Gelände und träumt davon, in Schottland wieder wilde Wölfe anzusiedeln. Vor Ort erfährt Kaya, dass sie keine Unterkunft im Dorf erhält, sondern im Herrenhaus der MacKinleys wohnen soll. Im Nachbarzimmer ist Alistairs Sohn Nevis untergebracht. Er ist ein Mitglied der britischen Eliteeinheit Special Air Service und wurde beurlaubt, nachdem er in einem Gefecht gegen die Taliban seinen linken Unterarm verloren hat. Schroff macht er Kaya klar, dass das Projekt seines Vaters zum Scheitern verurteilt ist. Gleichzeitig versucht er, vor ihr und allen anderen seinen wahren psychischen Zutand zu verbergen.

Die Geschichte beginnt mit Kayas Ankunft in Schottland, wo Nevis MacKinley von seinem Vater den Auftrag erhält, sie vom Bahnhof abzuholen. Beide Charaktere kommen abwechselnd zu Wort und geben dem Leser Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Kaya ist neugierig, was sie in Schottland erwartet, während Nevis kein Verständnis für das Wolfsprojekt seines Vaters hat und sie am liebsten sofort wieder loswerden würde.

Ich war gespannt darauf, den Wildpark MacKinleys zu besuchen, musste mich jedoch erst einmal gedulden. Die Charaktere werden ausführlich vorgestellt und nach 100 Seiten ist Kaya gerade erst im Herrenhaus angekommen und hat ihren ersten Abend dort verbracht. Als Expertin, die ihre Doktorarbeit zur Ökologie der Wölfe geschrieben hat, macht sich viele Gedanken über ihre zukünftige Arbeit und diskutiert diese mit Alistair MacKinley. Dadurch erfährt man viel über Wölfe und die damit verbundene notwendige Öffentlichkeitsarbeit, die mit einem so ambitionierten Vorhaben wie der Auswilderung in Schottland verbunden ist, wo Schafe meist frei und ohne Hütehund gehalten werden.

Nevis ist dem Projekt seines Vaters gegenüber höchst kritisch eingestellt. Er wäre am liebsten auch gar nicht in Schottland, sondern wieder im Einsatz für den SAS. Deshalb verheimlicht er gegenüber Familie, Freunden und Ärzten, dass er an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leidet. Diese lässt ihn regelmäßig Flashbacks erleben, die eindringlich geschildert werden. Kayas Anwesenheit im Nachbarzimmer kommt ihm ungelegen, denn er fürchtet, dass sie etwas davon mitbekommen könnte. Zu seinen Eltern hat er ein schwieriges Verhältnis und auch der Umgang mit seinen besten Freunden vom SAS ist nicht einfach. Der eine sitzt im Rollstuhl, während der andere an einer noch schwereren Form von PTSB leidet als er.

Während Kayas Tage im Zeichen der Wölfe stehen und Nevis versucht, seine Erkrankung allein in den Griff zu bekommen, bauen die beiden allmählich ein gewisses Verständnis füreinander auf. Richtig funken tut es jedoch lange nicht. Immer wieder wird angedeutet, dass beide ein schwerwiegendes Geheimnis mit sich herumtragen, über das sie selbst nicht nachdenken, geschweigen denn es aussprechen wollen. Für meinen Geschmack war die Geschichte zu langatmig erzählt und ich fand das Verhalten der Charaktere vorhersehbar. Erst in der zweiten Buchhälfte kommt es zu einem Zwischenfall, der für Spannung sorgt. Zum Ende hin geht dann alles recht schnell, sehr traurige und sehr schöne Szenen folgen eng aufeinander. Auch die tragischen Geheimnisse der beiden, die aufgrund der vielen Hinweise für mich keine Überraschung mehr waren, werden auf den allerletzten Seiten endlich gelüftet.

„Das Lied der Wölfe“ vermittelt zahlreiche Informationen rund um Wölfe und welche Herausforderungen mit einer Auswilderung in Schottland verbunden sind. Auch der Umgang mit physischer und psychischer Versehrtheit nach Kriegseinsätzen wird intensiv beleuchtet. Ein informativer Liebesroman, bei dem mir jedoch etwas Tempo fehlte. Wer sich für die Thematik interessiert, wird hier vielfältige und emotionale Einblicke erhalten.

Veröffentlicht am 23.05.2021

Liebesgeschichte in den schottischen Highlands zweier sehr unterschiedlicher Charaktere

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Der Roman „Das Lied der Wölfe“ von Rena Fischer ist eine Liebesgeschichte, zwischen den beiden besonderen Protagonisten Nevis und Kaya. Das Cover entführt die LeserInnen in die schottischen Highlands mit ...

Der Roman „Das Lied der Wölfe“ von Rena Fischer ist eine Liebesgeschichte, zwischen den beiden besonderen Protagonisten Nevis und Kaya. Das Cover entführt die LeserInnen in die schottischen Highlands mit ihrer unvergleichlichen Landschaft. Die dunklen Wolken am Himmel deuten bereits auf einige Schwierigkeiten hin, die auf dem Weg der Hauptfiguren liegen und lagen und die es zu besiegen gilt. Im Titel spiegelt sich der Grund für die Anwesenheit von Kaya in Schottland wider, denn sie ist als Wolfsforscherin an einem Projekt zur Ansiedlung von Wölfen vor Ort beteiligt.

Kaya Lehmann ist 28 Jahre alt und arbeitet als Biologin an einem Wolfsforschungsinstitut in Deutschland. Sie hat sich bereit erklärt, für ein Jahr dabei behilflich zu sein, in Schottland ein Informationszentrum über Wölfe aufzubauen. Nach einer gescheiterten Beziehung ist sie seit etwa zwei Jahren Single. Ihre Leidenschaft gilt ihrem Beruf.

Seit über zehn Jahren ist Nevis MacKinley, 29 Jahre alt, im Militärdienst, zuletzt gehörte er einer britischen Eliteeinheit an. Allerdings lebt er nach einer Verletzung im Einsatz seit geraumer Zeit wieder Zuhause in einem Herrenhaus in den Highlands in der Nähe von Loch Ness. Seine Eltern wohnen getrennt, weil seine Mutter es bevorzugt, in der Stadt zu leben. Sein Vater ist Milliardär, die Ansiedlung von Wölfen ist sein Hobby. Nevin besucht monatlich ein militärischen Stresszentrum zur psychologischen Betreuung vor allem aufgrund seiner Flashbacks.

Die Kapitel wechseln zwischen den Figuren Kaya und Nevis hin und her, erkennbar am Schriftsatz. Andeutungen machen recht schnell deutlich, dass bei beiden etwas in der Vergangenheit geschehen sein muss, an dem sie bis heute zu tragen haben. Von ihrer Kollegin war Kaya bereits darüber informiert worden, dass sie in Schottland auf ein gewisses Traditionsbewusstsein treffen würde. Es überrascht sie daher nicht im Herrenhaus einen gepflegten Stil vorzufinden, dem sich Nevis jedoch gerne widersetzt. Er hält sich auch nicht mit seiner abneigenden Haltung zum Wolfsprojekt zurück. Einige irritierende Situationen führen dazu, dass Kaya und Nevis einander keinen Zugang zueinander finden, um eine offene Aussprache zu führen.

Rena Fischers Begeisterung für die schottischen Highlands ist zwischen den Zeilen zu spüren. Gekonnt setzt sie ein Wolfsrudel in diese Umgebung und dank ihrer guten Recherche konnte ich als Leserin einiges über das Leben von Wölfen und deren Verhältnis zum Menschen erfahren. Gerne baut sie auf allen Ebenen liebevoll kleine Details ein, die allerdings im Mittelteil zu gewissen Längen führen. Einfühlsam beschreibt sie den Hintergrund für die seelischen Probleme von Nevis, aus deren Grund er Abstand zu Kaya hält. Da beide Protagonisten in der Ich-Form erzählen hatte ich einen gewissen Vorsprung gegenüber Nevis beziehungsweise Kaya, deren jeweiliges Verhalten zu begreifen. Die Autorin zeigt, wie wichtig Verständnis füreinander, Liebe und Respekt in einer Beziehung sind.

In ihrem Roman „Das Lied der Wölfe“ verflechtet Rena Fischer mehrere Themen miteinander. Die Ansiedlung von Wölfen im schottischen Hochland verbindet sie mit einer bewegenden Liebesgeschichte der beiden Protagonisten, die seelische Verletzungen aufweisen. Die Autorin beschreibt einfühlsam die langsame Annährung und die zunehmende Anziehung zueinander des ungleichen Paars. Gerne vergebe ich hierfür eine Empfehlung an Leser von romantischen Geschichten mit besonderem Flair.

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Veröffentlicht am 21.05.2021

Literarische Reise nach Schottland

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Die Biologin und Wolfsforscherin Kaya aus Deutschland wird von dem schottischen Milliardär Alistair MacKinley beauftragt, auf dessen Ländereien wieder wilde Wölfe anzusiedeln.
MacKinleys Sohn Nevis, ein ...

Die Biologin und Wolfsforscherin Kaya aus Deutschland wird von dem schottischen Milliardär Alistair MacKinley beauftragt, auf dessen Ländereien wieder wilde Wölfe anzusiedeln.
MacKinleys Sohn Nevis, ein traumatisierter Ex-Elitesoldat, ist gegen das Wolfs-Projekt und macht es Kaya nicht leicht in ihrem neuen Job.

In der Buchhandlung wäre mein Blick vermutlich nicht an diesem Buch hängen geblieben. Meist hat man ja bei Covern eine bestimmte Richtung, die einen anspricht und aufmerksam werden lässt.
Daher bin ich froh, dass ich durch eine Mail vom dtv Verlag auf den Roman aufmerksam wurde, denn ich fand die Lektüre sehr interessant.

Wie Wölfe unsere Wälder verändern, wie sie sich auf das Gleichgewicht in der Natur auswirken, sich Menschen gegenüber verhalten - unter anderem darüber erzählt Rena Fischer spannend, gefühlvoll und kurzweilig in ihrem neuen Roman.
Natürlich spielen in der Geschichte nicht nur die Wölfe eine Rolle. Auch Liebe, Eifersucht, Trauer, Glück und ein wenig Humor kommen nicht zu kurz. Wer also einen schönen Schmöker sucht, der einen nach Schottland in die Highlands entführt, der ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 07.05.2023

Noch Luft nach oben.

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"For the strenth of the pack is the wolf. And the strenth of the wolf is the pack."

Dieses Buch konnte mich leider nicht so packen, wie ich es mir gewünscht hätte, denn a) ist das Setting in Schottland ...

"For the strenth of the pack is the wolf. And the strenth of the wolf is the pack."

Dieses Buch konnte mich leider nicht so packen, wie ich es mir gewünscht hätte, denn a) ist das Setting in Schottland ja ein absoluter Traum und b) ist das Hauptthema rund um die Wölfe für mich zumindest sehr neu aufgegriffen in Büchern, weswegen ich mich sehr auf das Buch gefreut hatte. Dann noch ein verwundeter Ex-Soldat als männlicher Prota? Ich hätte dahinschmelzen müssen.

Das Wolfsthema wurde mir zu Beginn leider direkt madig gemacht, indem die Autorin einen eigentlich wissenschaftlichen Vortrag plump als "normalen Dialog" verkaufen wollte. Niemand redet mit Jahreszahlen, statistischen Angaben und ohne Punkt und Komma über zwei Seiten so. Wenn ich wissenschaftliche Abhandlungen hätte lesen wollen, hätte ich entsprechend dazu gegriffen. Ich verstehe, dass Kaya gemäß ihres Jobs darüber aufklärt und das alles weiß und die Thematik auch an den Leser weitergegeben werden soll, aber Infodumps haben noch nie gut funktioniert. Generell ist mir die Thematik der Wölfe in dem Buch zu sehr in der Theorie geblieben. Es ging immer um Aufklärung, Infomaterial, es wurde über sie gesprochen, aber bis auf die eine Aktion am Ende war Kaya immer physisch so weit von den Wölfen entfernt wie möglich. Das fand ich sehr schade, weil es die Wölfe zu abstrakt gemacht hat. In ihrem früheren Job war Kaya doch auch oft live dabei, hat beobachtet. Das hat mir hier gefehlt. Die zentrale Themenumsetzung ist meines Erachtens dadurch nicht gut gelungen.

Was stattdessen (leider) mehr im Vordergrund stand, war die Liebesbeziehung zwischen Kaya und Nevis mit #enemiestolovers und deren eigenen Problemen der Vergangenheit. Und davon nicht zu wenig. Haben die beiden vielleicht darüber miteinander gesprochen? Nein, warum auch. Gab es dadurch Streit und unnötige Verzögerungen? Na klaro. Generell hätten ein paar Hundert Seiten dem Buch sehr gut getan, es hat sich zeitweise sehr (künstlich) gezogen. Oft war das Foreshadowing auch zu deutlich skizziert, was die Spannung vorneweg genommen hat.

Was hat mir trotzdem an dem Buch gefallen? Kayas Liebe für die Wölfe und wie unbeirrt sie sich für ihre Arbeit eingesetzt hat. Rorys Brief, der mich ganz tief im Herzen berührt hat. Der Schmerz rund um Nevis und seinen Bruder Gawyn, und wie Nevis am Ende endlich bereit für Hilfe war. Die schottischen Landschaftsbeschreibungen. Wie Kaya und Nevis trotz ihrer Differenz zueinandergehalten haben, und ja, der Kitsch am Ende war absolut nötig.

"Das Lied der Wölfe" bekommt von mir 3/5 Sterne, da war noch Luft nach oben.

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