Cover-Bild Spät am Tag
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Insel Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 141
  • Ersterscheinung: 20.08.2025
  • ISBN: 9783458645313
Kristin Vego

Spät am Tag

Roman | Wenn die Zeit vergeht – und die Liebe bleibt
Hannes Langendörfer (Übersetzer)

Eine Geschichte wie ein Spaziergang an einem lauen Sommerabend – still, klar, voller Gefühl

Johanne ist Anfang dreißig, Schriftstellerin und auf der Suche nach Ruhe. Als sie ein Zimmer in einem weißen Haus auf dem Land mietet, ahnt sie nicht, dass ihr Leben dort eine neue Richtung nehmen wird. Schleichend entwickelt sich eine Beziehung zu Mikael, dem Mann, der dort lebt – eine Liebe, die sie über Jahre begleiten wird. Mit ihm kommen nicht nur seine Ex-Frau und seine Tochter in ihr Leben, sondern auch die karge, windgepeitschte Landschaft, die bald ihr Zuhause wird.

Siebzehn Jahre später sitzt Johanne allein in diesem Haus. Während der Herbst in den Winter übergeht, beginnt sie, ihre Geschichte aufzuschreiben – eine Geschichte von Liebe und Verlust, vom Vergehen der Zeit und von den unsichtbaren Fäden, die uns mit Menschen und Orten verbinden.

Mit leiser Intensität und poetischer Präzision erkundet Spät am Tag die Rhythmen des Lebens – die Angst vor dem Verlust und die Schönheit des Augenblicks.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2025

Stimmungsvoll erzählt!

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„Spät am Tag“ ist ein stilles, aber wirkungsvolles Buch. Der Schreibstil hat mich von Anfang an abgeholt: ruhig, klar und mit einem feinen Gespür für Sprache. Die Autorin erzählt mit viel Gefühl für Details, ...

„Spät am Tag“ ist ein stilles, aber wirkungsvolles Buch. Der Schreibstil hat mich von Anfang an abgeholt: ruhig, klar und mit einem feinen Gespür für Sprache. Die Autorin erzählt mit viel Gefühl für Details, ohne je überladen zu wirken. Besonders gelungen fand ich die bildhafte Sprache – man kann die Szenen fast riechen, hören und fühlen. Die Beschreibungen von Stimmungen, Landschaften und kleinen Alltagsbeobachtungen schaffen eine dichte Atmosphäre, die beim Lesen nachwirkt.

Was mir jedoch etwas den Fluss genommen hat, waren die plötzlichen Zeitsprünge, die teilweise sehr abrupt und wenig nachvollziehbar wirkten. Manchmal hatte ich das Gefühl, wichtige Entwicklungen oder Zusammenhänge seien einfach ausgelassen worden. Das hat mich immer wieder kurz aus dem Lesefluss geworfen. Trotzdem bleibt das Buch in Erinnerung – nicht wegen großer Dramatik, sondern wegen der feinen, unaufdringlichen Art, mit der es erzählt wird. Insgesamt ein ruhiges, aber durchaus intensives Leseerlebnis, das vor allem durch seine Sprache überzeugt.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Entschleunigend

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Kristin Vego hat ein ruhiges, stimmungsvolles, poetisches Buch geschrieben. Die Beschreibung der Liebesgeschichte von Johanne und Mikael kommt ohne große Handlung aus, sondern zeichnet sich durch stimmungsvolle ...

Kristin Vego hat ein ruhiges, stimmungsvolles, poetisches Buch geschrieben. Die Beschreibung der Liebesgeschichte von Johanne und Mikael kommt ohne große Handlung aus, sondern zeichnet sich durch stimmungsvolle Naturbeschreibungen und poetische Gedanken aus.
Sowohl Ich-Erzählerin Johanne als auch ihr Vermieter und späterer Partner Mikael bleiben der Leserin (und vielleicht auch einander) ein Stück weit fremd, was für mich aber ok war. Die Liebesgeschichte hält sich auch nicht mit Verliebtheiten oder anderem Kitsch auf, sondern beschreibt eher den realistischen Alltag der beiden. Dabei ist aber auch noch viel Raum für die Protagonistin selbst und ihren Blick auf sich selbst und ihren Umwelt.
Der Mangel an Handlung und die Zeitsprünge in der Erzählweise sowie die kitschfreie Liebesgeschichte von " Spät am Tag" sind vermutlich nicht jederfraus Sache. Aber wenn man sich darauf einlässt, liest man ein lohnendes, entschleunigendes Stück Literatur.

Veröffentlicht am 13.09.2025

Eine leise Geschichte

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Die schwedische Journalistin Johanne zieht aus der Großstadt aufs Land, wo sie im Haus von Mikkael ein Zimmer anmietet. Dessen von ihm getrennt lebende Ehefrau und die gemeinsame Tochter leben mit unter ...

Die schwedische Journalistin Johanne zieht aus der Großstadt aufs Land, wo sie im Haus von Mikkael ein Zimmer anmietet. Dessen von ihm getrennt lebende Ehefrau und die gemeinsame Tochter leben mit unter einem Dach. Nach kurzer Zeit werden Johanne und Mikkael ein Paar.

Die Geschichte wird rückblickend aus der Sicht von Johanne erzählt, die Geschichte einer Liebe, eine der leisen Töne und von wunderbar beschriebenen Landschaften. Die stille Zurückhaltung in den Zeilen ist die große Leistung dieses kleinen aber feinen Romans. Eine Frau, die unspektakulär auf ihr Leben und ihre Liebe zurückblickt und in der sich jeder von uns zum Teil wiederfinden kann. Auch wenn die Geschichte nicht allzuviel Handlung beinhaltet, hat mich die sprachliche Leistung hier sehr beeindruckt. Daher spreche ich hier gerne eine Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Intensives Buch

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Spät am Tag ist der Debüt-Roman von Kristin Vego, und ich finde ihn sehr gut gelungen. Wie mit einem leichten Pinsel malt Vego eine Liebesgeschichte, die bei mir den Eindruck eines Gemäldes hinterlassen ...

Spät am Tag ist der Debüt-Roman von Kristin Vego, und ich finde ihn sehr gut gelungen. Wie mit einem leichten Pinsel malt Vego eine Liebesgeschichte, die bei mir den Eindruck eines Gemäldes hinterlassen hat. In bunten Farben die Natur, neblig diffus die Szenen, in denen die Protagonistin Johanne auf ihr Leben, insbesondere auf die fast zwei Jahrzehnte mit ihrem Mann Mikael zurückblickt.
Johanne ist Schriftstellerin und zieht aufs Land in eine einsame Gegend. Sie mietet ein Zimmer im Haus von Mikael. Dieser ist Tischler und lebt mit seiner kleinen Tochter in einem schönen Haus auf einem großen Waldgrundstück. Mit auf dem Grundstück lebt in einem separaten Haus Mikaels Ex-Frau, die als Künstlerin arbeitet. Nach kurzer Zeit verlieben sich Johanne und Mikael und teilen den Alltag miteinander. Dazu gehört die Sorge für Mikaels Tochter Maren. Immer konfliktreicher werden die Begegnungen mit Marens Mutter. Die Liebe von Mikael und Johanne wird auf die Probe gestellt.
Kristin Vego hat einen zarten Schreibstil. Behutsam lässt sie Johanne auf die gemeinsame Zeit mit Mikael zurückblicken. Man spürt die Melancholie, die Johanne ergriffen hat. Das Buch hat nur knapp 150 Seiten, auf denen jedoch eine komplette Lebensgeschichte entfaltet wird. Das scheint mir eine große Stärke des Buches zu sein. Ich hoffe auf einige weitere Bücher von Kristin Vego.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Roman mit einer sanften und melancholischen Stimmung

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Dieses Buch ist perfekt für den Herbst!
Die Stimmung ist melancholisch - aber nicht hoffnungslos. Es wird in verschiedenen Zeitebenen und in kleinen Mosaikstücken erzählt. In einer sehr sanften ...

Dieses Buch ist perfekt für den Herbst!
Die Stimmung ist melancholisch - aber nicht hoffnungslos. Es wird in verschiedenen Zeitebenen und in kleinen Mosaikstücken erzählt. In einer sehr sanften und bildhaften und zugleich klaren Sprache.
Es geht um Verlust, Liebe, Älterwerden, Abschiede und Neubeginne und um das Leben in einer etwas außergewöhnlichen Patchwork-Familie.

Johanne ist knapp dreißig, Journalistin und Autorin und verlässt nach einer Scheidung und einigen Jahren des Ausprobierens die Hauptstadt. Sie mietet ein Zimmer in einem weißen Haus auf dem Land. Und etwa 18 Jahre später lebt sie dort noch immer. Inzwischen allerdings ohne Mikhael, den Vermieter, zu dem sie eine Liebesbeziehung aufgebaut hatte. Das war nicht ganz einfach. Nicht wegen Mikhael, sondern wegen seiner Familie. Seine kleine Tochter wohnte größtenteils bei ihm und seine Ex-Frau hatte ein Atelier in der Scheune nebenan. Die Drei mussten sich arrangieren, was dadurch erschwert wurde, dass die Ex-Frau und Mutter der Tochter etwas sehr überspannt war....
Aber im Endeffekt war es ein gutes Leben. Doch warum ist es inzwischen damit vorbei? Stück für Stück werden Vergangenheit und Gegenwart beschrieben, während die Erzählerin durch die Landschaft streift (die Landschaftsbeschreibungen sind so traurig-bildhaft-schön), Ihren Alltag lebt und ein neues Buch als Tagebuch über genau diese Zeit schreibt, ein Buch im Buch also.
Das ist sehr gelungen und eine absolute Leseempfehlung für alle, die die leisen Töne in der Literatur mögen, poetische Beschreibungen von Verlust & Liebe & Landschaft mögen.
Etwas verwirrt hat mich persönlich das Thema Menstruation, das wiederholt vorkam. Vielleicht sollte es die Themen Familie, Kinderwunsch, Abschied und Neubeginn unterstreichen. Ich nehme das jetzt mal so an. Vielleicht hat es auch andere Gründe.

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