Humorvoll und irgendwie chaotisch. Liebs
Vor einigen Wochen war ich mal wieder in meiner lokalen Buchhandlung stöbern, dabei bin ich auf dieses Buch gestoßen. Der Inhalt klang super vielversprechend und humorvoll, da habe ich es spontan mitgenommen. ...
Vor einigen Wochen war ich mal wieder in meiner lokalen Buchhandlung stöbern, dabei bin ich auf dieses Buch gestoßen. Der Inhalt klang super vielversprechend und humorvoll, da habe ich es spontan mitgenommen. Trotz kleinerer Schwächen mochte ich es wirklich gerne.
Angefangen bei unserem männlichen Protagonisten Damien, der natürlich das reine Böse ist, nicht lieben kann und überhaupt immer nur das schlechtester aller im Sinn hat. Spaß beiseite, gerade bei ihm hatte ich zu schnell das Gefühl, dass er gar nicht so böse ist, wie er selbst gerne behauptet und uns auch der Klapptext weismachen wollte. Und irgendwie hätte ich mir gewünscht, dass wir uns langsamer und subtiler an seine guten Seiten und guten Taten heranwagen. Doch darüber hinaus? Liebe ich seinen Sarkasmus, seine kleinen Gemeinheiten, aber genauso seinen Umgang mit Amma und den verschiedenen Situationen, in die sie immer wieder unversehens geraten.
Amma ist ein Gutmensch durch und durch – vielleicht sogar einen Ticken zu viel, sodass ich manche ihrer Taten etwas unglaubwürdig fand. Aber hey, umso lustiger waren Damiens und Kaz´s – ein kleiner fliegender Teufel – Verwunderung und Überforderung, wenn sie mal wieder nicht das macht, was man erwarten würde. Ich hatte natürlich schnell einen Verdacht, was es mit Amma auf sich hat, denn als Diebin taugt sie nun nicht wirklich etwas. Gleichermaßen gefiel mir total, wie sie Damien als etwas gesehen hat, dass er selbst nicht gesehen hat, sie war herzlich und freundlich und immer darauf bedacht, allen das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
Der Humor war nicht immer mein Fall, konnte mich manchmal dafür umso mehr überraschen. Der Schreibstil blieb für mich bis zum Ende leider nicht ganz so leicht zu lesen, wie ich es mir gewünscht hätte. Die vielen langen, verschachtelten Sätze, das Drum herum Geschwafel, die Abgelenktheit der Charaktere, ergeben leider die ein oder andere Länge für mich.
Das Worldbuilding glänzt mit einer schönen Komplexität, die ich ehrlich gesagt, der Geschichte zuerst nicht zugetraut habe. Wir haben nicht nur ganz unterschiedliche Magien, es gibt auch gute wie böse Götter, Abkömmlinge von Göttern und Dämonen gleichermaßen, faszinierend verschiedene Ländereien und Geschöpfe, verbunden durch eine Reise, die viel gradliniger ablaufen könnte, wenn unser ach so böser Blutmagier, denn seinen eigenen Worten Folge leisten würde.
Fazit
Ebenfalls bin ich davon ausgegangen, dass es sich hierbei um einen Einzelband handelt – guess what. Es ist natürlich kein Einzelband, aber das stört mich nicht im Geringsten, denn gerade die langsam ansteigende Anziehung der beiden Protagonisten, die zarte Verbundenheit der kleinen Reisegruppe, aber ebenso Damiens Wandel versprechen ein weiteres spannendes und lustiges Abenteuer. Ich bleibe auf jeden Fall dran.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.