Cover-Bild Mexikoring
Band 8 der Reihe "Chastity-Riley-Serie"
(29)
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14,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Suhrkamp
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 247
  • Ersterscheinung: 12.09.2018
  • ISBN: 9783518468944
Simone Buchholz

Mexikoring

Kriminalroman

In Hamburg brennen die Autos. J ede Nacht, wahllos angezündet. Aber in dieser einen Nacht am Mexikoring, einem Bürohochhäuserghetto im Norden der Stadt, sitzt noch jemand in seinem Fiat, als d er anfängt zu brennen: Nouri Saroukhan, der verlorene Sohn eines Clans aus Bremen. War er es leid, vor seiner Familie davonzulaufen? Hat die ihn in Brand setzen lassen ? Und was ist da los, wenn die Gangsterkinder von der Weser neuerdings an der Alster sterben?

Staatsanwältin Chastity Riley taucht tief ein in die Welt der Clan-Familien. Nach und nach erschließen sich ihr die weitverzweigten kriminellen Strukturen, die sich durch ganz Deutschland ziehen. Und sie bekommt Einblick in Nouri Saroukhans Geschichte. Es ist die Geschichte eines Ausbruchs zu einem hohen Preis. Und es ist die Geschichte einer Liebe: von Nouri und Aliza, die nicht zusammenkommen durften und in ein anderes Leben türmten, das aber kein besseres war. Weiß Aliza, was mit Nouri am Mexikoring passiert ist?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.09.2018

Großstadtkrimi

1

In Hamburg brennt ein Auto. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, es brennen landauf landab die Autos – so machen sich meist perspektivlos-rebellische Jugendliche Luft. Dass es nicht immer Luxuskarossen sind, ...

In Hamburg brennt ein Auto. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, es brennen landauf landab die Autos – so machen sich meist perspektivlos-rebellische Jugendliche Luft. Dass es nicht immer Luxuskarossen sind, ist auch nicht verdächtig. Aber dieses Mal sitzt ein Mensch im Wagen, die Tür ist verschlossen und die Frage, warum er sich nicht befreit hat ist ein Fall für die Pathologie. Staatsanwältin Riley ist gleich am Tatort. Eine Frau, die psychisch und auch physisch angeschlagen wirkt. Zu viel Alkohol, zu viel Stress, zu wenig Anerkennung haben sie zynisch werden lassen.
Interessant wird der Fall, als der Tote als verstoßener Sohn des türkisch-libanesischen Familienclans der Saroukhan aus Bremen identifiziert wird. Ein Clan, der sich wie ein Krake in Norddeutschland ausgebreitet hat. Ihr Geld wird mit allem gemacht, was illegal ist und Gesetze oder Vorschriften des Landes, das sie einst aufgenommen hat, werden verlacht.
Die Bremer Polizei, die den Hamburger Ermittlern hilft, hat längst resigniert. Aber was führte zur Ermordung von Nouri Saroukhan? Eine Abrechnung unter Gangstern oder eine Familienfehde?
Sabine Buchholz schreibt ihre Großstadtkrimis hart und desillusioniert. Die Sprache ist ihr Stilmittel diese Atmosphäre zu transportieren. Ich finde, das gelingt ihr ausgezeichnet. Die Innenansicht der libanesischen Familienclans beschreibt sie mit beklemmender Realität. Etwas, was erst mit viel Verspätung von der bundesdeutschen Wirklichkeit wahrgenommen wird. Insofern erschien mir der Hintergrund des Kriminalromans wie ein gesellschaftspolitisches Psychogramm.
Mit den Ermittlern Riley und Stepanovic musste ich erst warm werden. Kurz angebunden, schnoddrig und doch mit Empathie gehen sie an ihre Ermittlungen. Ich fand den Krimi richtig spannend zu lesen, es war Unterhaltung mit Anspruch. Das hat mir gut gefallen.
Für mich ist es das erste Buch von Sabine Buchholz gewesen, aber sicher nicht das letzte.

Veröffentlicht am 21.09.2018

Chastity Riley ermittelt

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In Hamburg brennen jede Nacht Autos. Eines Nachts brennt ein Auto, in dem Nouri Saroukhan noch sitzt. Er ist der Sohn eines Clans aus Bremen. Von diesem Clan wurde er jedoch verstoßen. Chastity Riley und ...

In Hamburg brennen jede Nacht Autos. Eines Nachts brennt ein Auto, in dem Nouri Saroukhan noch sitzt. Er ist der Sohn eines Clans aus Bremen. Von diesem Clan wurde er jedoch verstoßen. Chastity Riley und mehrere Polizisten des LKA beginnen zu ermitteln. Wer hat Nouri Saroukhan getötet?
Bisher habe ich noch kein anderes Buch von Simone Buchholz gelesen. Ich muss sagen, dass mir Mexikoring gut gefallen hat. Der Erzähl- und Schreibstil der Autorin sind toll. Ich musste oft beim Lesen schmunzeln. Wie die Protagonistin Chastity Riley die Sachen "raushaut", wenn sie etwas denkt ist einfach nur klasse.
An sich ließ sich das Buch angenehm und unkompliziert lesen und man kam beim Lesen nicht ins Stocken. Die Idee an sich war gut durchdacht und sehr schlüssig.
Das Cover ist gut gewählt, wobei ein anderes Cover vielleicht besser gepasst hätte.
Ich finde es toll, dass die einzelnen Kapitel sehr kurz gehalten sind.
Die Überschriften der einzelnen Kapitel passen immer gut zu den jeweiligen Kapiteln.
Alles in allem kann ich dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.
Ein Kauf lohnt sich.

Veröffentlicht am 17.09.2018

Wieder schräg, aber fesselnd erzählt

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Als eines Nachts wieder einmal ein Auto brennt, scheint dies nichts außergewöhnlich zu sein. Denn vielerorts werden Autos angezündet. Doch diesmal sitzt ein Mann in seinem PKW. Daher werden Staatsanwältin ...

Als eines Nachts wieder einmal ein Auto brennt, scheint dies nichts außergewöhnlich zu sein. Denn vielerorts werden Autos angezündet. Doch diesmal sitzt ein Mann in seinem PKW. Daher werden Staatsanwältin Chastity Riley und die Kollegen vom Gewaltverbrechen gerufen, da Fremdverschulden vermutet wird. Und Bingo! Als Chas den Familiennamen des Schwerverletzten liest, ist klar, dass hier jemand gehörig nachgeholfen hat. Nur wer? Die Familie Saroukhan, ein dubioser Clan aus Bremen, hat ihren Sohn vor längerer Zeit verstoßen, weil er dem Familien-Business (Mord, Drogen etc.) nicht beitreten wollte.

Doch auch ein anderer Clan hätte ein Motiv Nouri Saroukhan zu ermorden. Ist die verschwundene Aliza, die gegen ihre eigene Familie rebelliert, der Grund für den Mord?

Chas und ihr Team begeben sich nach Bremen, um mehr über diese Mhallamiye-Clans herauszufinden, die die Stadt in Angst und Schrecken versetzen und die Polizei dumm dastehen lässt.

Meine Meinung:

Wieder ein fesselnder Krimi aus der manchmal schrägen Feder von Simone Buchholz. Wieder erzählt Chastity in der Ich-Form. In kurzen, oft abgehackt wirkenden Sätzen führt die Autorin die Leser durch den Fall.
Spannend ist die Geschichte der Mhallamiye, die deutsche Gesetze missachten und ihre eigenen Stammestraditionen pflegen. Die Polizei wird auch in Wirklichkeit denen kaum Herr.

Wie in allen Krimis wird geraucht, manchmal auch gekifft und Schnaps fließt in Strömen (23 Gin-Sorten!). Chas verträgt eine Menge und hält mit ihren männlichen mit.
Außerdem tauchen die eine oder andere Figur aus einem der Vorgängerbände auf.

Fazit:

Ein wie gewohnt schräger, aber fesselnd erzählter Krimi. 4 Sterne

Veröffentlicht am 17.09.2018

Einem Tatort würdig

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Meine Meinung
Obwohl mir der Beginn des Buches sehr gefiel, da er außergewöhnlich ist und die Protagonistin ungewöhnlich direkt ist, hätte ich mit dieser Charaktereigenschaft dann im Laufe der Geschichte ...

Meine Meinung
Obwohl mir der Beginn des Buches sehr gefiel, da er außergewöhnlich ist und die Protagonistin ungewöhnlich direkt ist, hätte ich mit dieser Charaktereigenschaft dann im Laufe der Geschichte so meine Probleme. Die Story an sich ist aber Tatort-würdig und es kommen mit der Zeit interessante und schockierende Details ans Licht. Hier gibt es eine wirklich tragische Liebesgeschichte, gespickt mit Glücksspielen, Erpressung, Geldeintreibung und Drogenhandel. Die Handlung gefiel mir die ersten 100 Seiten sehr gut, wurde dann aber etwas zäh.

Obwohl ich wusste, dass Mexikoring zu einer Reihe gehört, kannte ich die Vorgänger noch nicht. Das ist für die Story allerdings auch gar nicht notwendig, was ich sehr angenehm finde.
Der Schreibstil der Autorin ist ein ganz besonderer, fast schon melancholisch und etwas gewöhnungsbedürftig - aber definitiv meisterhaft.
Fazit: Mexikoring ist ein guter Krimi mit Stärken und Schwächen, aber definitiv einen Versuch wert.

Veröffentlicht am 15.09.2018

"Die Todesnachricht"

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Der Kriminalroman "Mexikoring" umfasst ca. 250 Seiten, die einzelnen Abschnitte haben ihren eigenen Titel.

Kurzer Plot:

Hamburg

Nouri Saraukhan wird in einem brennenden Fiat Punto gefunden und in ein ...

Der Kriminalroman "Mexikoring" umfasst ca. 250 Seiten, die einzelnen Abschnitte haben ihren eigenen Titel.

Kurzer Plot:

Hamburg

Nouri Saraukhan wird in einem brennenden Fiat Punto gefunden und in ein Krankenhaus gebracht. Der 28- jährige Nouri, geboren in Bremen, überlebt seine schweren Verletzungen nicht.

Die Spuren zum Fall Nouri führen die Ermittler in die Clan - Strukturen der "Organisierten Kriminalität", genauer gesagt nach Bremen.

In Bremen lebt die Familie von Nouri, doch die nehmen die "Todesnachricht" ihres Sohnes/Bruders ohne emotionale Regung auf. Nouri war aus der Familie verbannt wurden, und somit seit langem kein Familienmitglied mehr.

Staatsanwältin Chastity Riley und ein Team von mehreren Beamten gründen eine SOKO, um die Fall des toten jungen Mannes zu lösen.

Mein Fazit:

An die Schreibweise musste ich mich anfangs erstmal gewöhnen. Um so mehr man aber in die Geschichte eintaucht, passt es zur Umgebung und zu den Geschehnissen im Roman.

"Organisiertes Verbrechen" und Clan - Strukturen sind brisante und hochaktuelle Themen, und diese greift der Kriminalroman gut auf.

4. Sterne!