Seit Brielles Mutter ihre Seele an die Dämonen verkauft hat, ist auch das Schicksal der 18-Jährigen besiegelt. Deshalb erwartet sie bei ihrer Erweckungszeremonie, die über ihr weiteres Leben entscheidet, keine großen Überraschungen. Es ist klar, dass sie an der dämonischen Tainted Academy ausgebildet wird. Als dann jedoch pechschwarze Flügel aus ihrem Rücken wachsen, wird sie wider Erwarten an der Fallen Academy der Engel aufgenommen. Mit ihren schwarzen Flügeln ist Brielle dort allerdings eine Außenseiterin. Da hilft es auch nicht, dass der attraktive Lincoln Grey ihr das Leben noch schwerer macht - oder dass sie plötzlich Luzifer persönlich gegenübersteht.
Am Anfang hat mir das Buch super gut gefallen aber leider wurde es dann zum Ende hin immer uninteressanter und unrealistischer. Eigentlich schade, da ich recht viel von dem Buch erwartet hatte.
Am Anfang hat mir das Buch super gut gefallen aber leider wurde es dann zum Ende hin immer uninteressanter und unrealistischer. Eigentlich schade, da ich recht viel von dem Buch erwartet hatte.
Die Idee an sich ist gut. Engel und Dämonen bieten immer eine tolle Grundidee, und was die Autorin hieraus gemacht hat, kann sich sehen lassen. Was mich allerdings stört, sind die zufälligen, seltsamen Zeitsprünge, die gegen Ende des Buches Überhand nehmen. Sie überspringen die komplette Beziehung beziehungsweise die Entwicklung der Beziehung zwischen Brielle und ihrem Freund (dessen Namen ich nicht spoilern möchte). Was es dem Leser schwer macht, ihnen ihre Beziehung abzukaufen, wenn man nichts wirklich davon mitbekommt.
Auch finde ich, hätte man noch viel mehr aus der Idee machen können, dass Brielle Flügel hat. Ich meine, sie hat Flügel?! Und was tut sie in der ersten Hälfte des Buches? Genau: Nicht fliegen. Selbst in der zweiten Hälfte fliegt sie nur ein oder höchstens zwei Mal, wobei mir tatsächlich nur eine Szene einfällt. Dafür, dass sie zwei neue Körperteile bekommen hat, werden diese nicht so häufig erwähnt, wie ich gerne gehabt hätte. Ich meine, wer zur Hölle macht denn mit seinem Freund in einem Wohnwagen rum, wenn man auch… an einem Ort rummachen könnte, der ohne Flügel unerreichbar wäre, mit einem Wahnsinnns-Ausblick oder was weiß ich. Eine schöne Date-Idee jedenfalls wäre es gewesen.
Irgendwie nervt es mich auch, dass Brielle – egal, bei was – etwas Besonderes sein muss. Ja, ich weiß, die Protagonisten sind meistens irgendwas Besonderes, und ich hätte auch kein Problem damit gehabt, wenn Bri einfach nur schwarze Flügel und ein paar seltsame Dämonenkräfte gehabt hätte. Und die Prophezeihung, okay, das war irgendwie vorhersehbar. Aber dass Bri dann auch noch von einer super-seltenen Waffe ausgewählt wird, die – literally – mit ihr in Gedanken sprechen kann?! Das ist dann doch etwas too much. Ich sage das nicht oft, aber die sprechende Waffe ist mir zu weird. Es wirkt einfach nur lächerlich. Und Brielle, anfangs noch so stark, verwandelt sich in einen weinerlichen Teenager und lässt ihre Waffe für sie kämpfen und denken.
Die Charaktere fand ich nur so mittelmäßig. Ehrlich gesagt finde ich sie ein bisschen flach, einfach, weil man… nie wirklich einen tieferen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle bekommt. Was mag Brielle? Ich habe keine Ahnung. Was mag Brielle nicht? Die einzige Antwort auf beide Fragen lautet wohl „Lincoln“.
Ich kann mich, ehrlich gesagt, schon gar nicht mehr richtig erinnern, was ich überhaupt über die Charaktere schreiben soll, obwohl ich das Buch heute erst beendet habe. Meiner Meinung sind es einfach Mainstream-Charaktere. Zum Beispiel Shea, die typische „Ich-bin-diejenige-von-uns-beiden,-die-Scheiße-baut-und-eine-Bitch-ist“-Freundin. Sie macht halt so übertrieben auf „Draufgänger“ und „Bitch“… Allein schon diese Aussage:
„Die Mädchen aus der Tainted Academy sind totale Vaginas.“
Celestial City, Seite 81
Ah, was willst du uns bitte damit sagen, Shea? Ist Vagina seit neuestem nicht nur ein Geschlechtsteil, sondern auch eine Beleidigung? Oder, noch besser, die Stelle hier:
"Shea war Feministin, deshalb passte es ihr nicht, Frauen als Ärsche oder Idioten zu bezeichnen, das behielt sie sich für Männer vor. Sie fand, Entsprechende Frauen sollte man als Vaginas, Zicken oder Miststücke bezeichnen."
Celestial City, Seite 82
Mal abgesehen davon, dass das nichts mit Feminismus zu tun hat, da Feminismus „Gleichberechtigung“ bedeutet (was Shea in diesem Fall ja extra nicht tut), finde ich es schon etwas komisch, es überhaupt so hervorzuheben, dass Shea eine Feministin ist. Ich meine, ich bin nicht so der Fan von dem Begriff „Feminismus“, weil es ja das Wort für Frau beinhaltet, aber für die Gleichberechtigung beider Geschlechter steht, aber meiner Meinung nach ist jeder Mensch mit einem halbwegs funktionierenden Gehirn ein Feminist. Aber ich sehe es schon kommen, dass diese Rezension zu einer Diskussion über solche Themen ausartet, deswegen machen wir einfach schnell weiter.
Über Shea kann ich sogar noch mehr sagen als über Luke. Mit ihm haben wir den obligatorischen schwulen in der Freundesgruppe, der ein Gestaltenwandler ist und sich offenbar in einen Bären mit Hörnern verwandeln kann.
Brielle ist die Protagonistin. Sie wird am Anfang als stark beschrieben – wohlgemerkt: beschrieben, gezeigt wird es uns nämlich nur wenig. Und selbstlos kämpft sie um die Freiheit ihrer besten Freundin Shea. Allerdings war das auch der letzte Akt der Selbstlosigkeit – den Rest des Buches verbringt sie damit, in Selbstmitleid zu baden.
Dann gibt es noch Brielles – natürlich total heiße – Leibwächter und Lehrer Noah, Blake, Darren und Lincoln. Einen von ihnen wird sich Bri schnappen und einen bekommt Shea ab, ratet mal.
Von Lincoln weiß man nur, dass seine Familie anscheinend gestorben ist/ermordet wurde? Ehrlich gesagt habe ich es vergessen, was daran liegt, dass man überhaupt nichts über sie erfährt.
Das Miststück, oder es mit Sheas Worten zu sagen, die Vagina der Story darf natürlich auch nicht fehlen: Tiffany, eine Zicke ohnegleichen. Sie ist ebenfalls einfach nur ein Stereotyp, ein Mädchen, dass der Protagonistin schaden will, einfach, weil sie offenbar Spaß am fies sein hat.
Jeder, wirklich jeder wird in diesem Buch zu einem Stereotypen… Sorry.
Der Schreibstil ist okay… Wird aber zum Ende hin doch etwas besser. Ich vermute mal, es ist das erste Buch der Autorin (oder die Übersetzerin hat mal wieder ihren Job nicht richtig gemacht.)
Fazit: Das Buch gefällt mir von den Charakteren – und vor allem der Entwicklung der Charaktere, die nämlich fehlt – her überhaupt nicht. Die originelle Idee wertet die Geschichte wieder etwas auf, und am Ende habe ich tatsächlich einen Absatz gelesen, der mir gefallen hat.
Seit Brielles Mutter ihre Seele an die Dämonen verkauft hat, ist auch das Schicksal der 18-Jährigen besiegelt. Deshalb erwartet sie bei ihrer Erweckungszeremonie, die über ...
UM WAS GEHT ES IN DEN BUCH?
Seit Brielles Mutter ihre Seele an die Dämonen verkauft hat, ist auch das Schicksal der 18-Jährigen besiegelt. Deshalb erwartet sie bei ihrer Erweckungszeremonie, die über ihr weiteres Leben entscheidet, keine großen Überraschungen. Es ist klar, dass sie an der dämonischen Tainted Academy ausgebildet wird. Als dann jedoch pechschwarze Flügel aus ihrem Rücken wachsen, wird sie wider Erwarten an der Fallen Academy der Engel aufgenommen. Mit ihren schwarzen Flügeln ist Brielle dort allerdings eine Außenseiterin. Da hilft es auch nicht, dass der attraktive Lincoln Grey ihr das Leben noch schwerer macht - oder dass sie plötzlich Luzifer persönlich gegenübersteht.
EIGENE MEINUNG UND FAZIT
Für mich war das Buch super erklärt, gerade weil ich in Bereich Fantasy eher weniger lese war das für mich von sehr großen Vorteil. Es fiel mir so der Einstieg in das Buch leicht. Die Seiten lassen sich schnell lesen und die Protagonisten werden gut erklärt, ebenso die Gaben der jeweiligen Personen im Buch und was diese Ausmachen können , wie der Name schon verrät handelt es sich um eine Akademie die Engel ausbildet und Dämonen. Die Entwicklung von Brielle mochte ich gerne, sie hat im Verlauf des Buches gezeigt , dass in ihr mehr steckt wie man zunächst ahnt. Die romantische Liebesgeschichte ist für mich nicht das gewesen was sie hätte werden können. Brielle kam mir dort sehr kindlich vor und in einen sehr Jungen Alter, aber keines Weges wie achtzehn. Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen auch wenn sehr viel vorhersehbar gewesen ist, ist es dennoch kein schlechtes Jugendbuch , im Gegenteil. Für Fantasyliebhaber wird es meiner Meinung nach nicht unbedingt die Richtige Wahl sein, da in den Buch alles viel zu glatt durchgeht, bei den sogenannten Kämpfen. Ich würde das Buch eher jüngeren Lesern Empfehlen. Es bedient viele Klischees und war für mich ein wenig zu lasch auch wenn das Ende es nochmal hat versucht spannend zu machen , lasse ich es für mich offen ob ich den zweiten Band noch lesen werde. Das Cover finde ich sehr gelungen, der Klappentext hat für meinen Geschmack ein wenig zu viel preis gegeben. Viele Fragen blieben offen , die so denke ich im zweiten Teil dann evtl. aufgeklärt werden. Für mich ist es kein schlechtes Buch aber es ist noch sehr viel Luft nach oben meiner Meinung nach.
Renzension: Celestial City – Akademie der Engel Jahr 1
Klapptext:
Eine Welt zwischen Engeln und Dämonen.
Als pechschwarze Flügel aus Brielles Rücken wachsen, ist klar, dass etwas völlig falsch läuft. ...
Renzension: Celestial City – Akademie der Engel Jahr 1
Klapptext:
Eine Welt zwischen Engeln und Dämonen.
Als pechschwarze Flügel aus Brielles Rücken wachsen, ist klar, dass etwas völlig falsch läuft. Kann es sein, dass in ihr ein Dämon schlummert? Dennoch wird sie an der Fallen Academy der Engel ausgenommen. Mit ihren schwarzen Flügeln ist sie dort allerdings eine Außenseiterin. Da hilft es auch nicht, dass der attraktive Lincoln Grey ihr das Leben noch schwerer macht. Dann wird ihre Zugehörigkeit an der Academy von höchster Stelle angezweifelt, und damit ist das Chaos für Brielle perfekt . . .
Meinung (Extra SPOILER-FREI):
Das Setting des Buches fand ich echt gut. Das Los Angeles geteilt ist in Engel und Dämonenseite fand ich von Anfang an interessant. Und ebenfalls, dass direkt so viel erklärt wurde, was auch echt wichtig war. Dann kam die Umsetzung:
Die Geschichte beginnt in Demon City und nimmt relativ schnell fahrt auf. Brielle bricht mit ihrer besten Freundin Shea auf zur Erweckungszeremonie nach Angel City und dort wachsen plötzlich schwarze Flügel aus ihrem Rücken heraus.
Als sie auf die Akademie kam dachte ich, dass erstmal alles grob beschrieben wird und man ein bisschen mehr über die ganzen Fächer, die dort gelehrt werden, erfährt. Nur leider war das irgendwie nicht der Fall. Ich fand das Leben dort kam etwas zu kurz, obwohl ich mich sehr darauf gefreut hatte.
Gegen Ende des ersten Drittels gibt es einen Kampf, in dem Brielle gegen einen Dämon kämpft. Soweit so gut, aber ich fand das diese Szene viel zu schnell kam. Allgemein fand ich diese Szene und den Ausgang etwas fragwürdig, denn es war nicht sehr viel Zeit vergangen . . . Auch wenn Brielle eine Gewisse Vergangenheit mit sich brachte war das Geschehen etwas unrealistisch. Generell sind die Kapitel direkt hintereinander abgelaufen, bis ein Zeitsprung von Sechs Monaten kam, bei dem man viel hineininterpretieren musste. Insbesondere in das, was zwischen Lincoln und Brielle geschehen war.
Lincoln fand ich total unterhaltsam. Nicht nur seinen Humor, sondern auch wie er generell aufgetreten ist. Auch wenn ich an einer Stelle seine Ansicht überhaupt nicht nachvollziehen konnte, aber darüber kann man mal hinwegsehen.
Das Verhältnis zu ihrer besten Freundin Shea fand ich anfangs echt gut, nur dann änderte sich alles irgendwie und Shea sagte nur so ein - zwei Sätze. Dann, ein paar Kapitel später war wieder alles normal und es wäre schön gewesen, wenn man mehr über Shea an sich erfahren hätte. Also alles was geschehen ist bevor wieder alles normal war . . .
Zu der Protagonistin Brielle, hatte ich während des Buches echt viele Meinungen. Einerseits war sie mir total sympathisch, andererseits viel zu kindisch an manchen Stellen. Sie wirkte einerseits touch, andererseits dann wieder unsicher und verließ sich eher auf ihre Waffe. Obwohl sie in Kapiteln vorher ganz anders gewirkt hatte. Ebenfalls verschwanden manche „Probleme“ einfach und wurden nicht weiter thematisiert (– was in manchen Dingen auch an dem plötzlichen Zeitsprung lag).
Zu den sonstigen Nebencharakteren wären definitiv mehr Szenen schön gewesen. Ich mochte ihre Freunde total gerne und hab mich echt immer gefreut, wenn es Szenen gab wo sie aufgetaucht sind. Einen Nebencharakter mochte ich so absolut gar nicht – was vermutlich auch Absicht sein sollte – und in Bezug auf dieses Mädchen verhielten sich die Charaktere in meinen Augen auch etwas kindisch.
Das Ende dagegen fand ich richtig gut. Ich hatte gedacht, dass der Spießruten lauf so 0815 werden wird, ab und zu ein paar Dämonen dahergeflogen kommen und sonst nur sportliche Dinge. Aber das was dann daraus geworden ist, hat mich begeistert. Ich fand diese Stelle am besten und am spannendsten, und die Umsetzung war richtig gut, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Der extreme Plot Twist am Ende hat mich echt überrascht, weil die Geschichte vorher immer etwas vor sich hingeplätschert ist, ab und zu mal was passiert ist. Aber das war echt mal was anders. Und lässt spekulieren, wie es im zweiten Buch weitergehen mag.
Schreibstil:
Den Schreibstil fand ich recht angenehm und man konnte die Kapitel relativ flüssig lesen.
Cover:
Das Cover ist schon ein Eye-Catcher. Ich finde die Farben harmonieren richtig gut miteinander und es bezieht sich schon direkt auf die Geschichte.
Und das Buch hat eine kleine Karte! Einfach super!
Fazit:
Alles in allem fand ich die Geschichte solide, aber ich muss ehrlich sagen, dass mir alles viel zu schnell ging. Ich finde, dass manche Stellen in den Kapiteln viel zu undetailliert waren und einfach schnell abgearbeitet wurden. Es wirkte so, als wäre eine kurze Szene da, dann kam direkt das und dann sind alle wieder da. Also ich hätte mir gewünscht, dass das Buch vielleicht noch ein bisschen länger wäre, so circa 100-150 Seiten wären glaube ich ganz gut. Damit man auch einen vertieften Eindruck bekommt, nicht nur in Bezug auf die Akademie, sondern auch auf das ganze Leben dort und die Spannungen zwischen den Engeln und Dämonen.
Das Cover
Der wunderschöne weiß-violette Hintergrund mit dem starken Kontrast zu den schwarzen Engelsflügeln ist wunderschön und atemberaubend. Celestial City 1 besitzt ein Cover, welches mich seit langem ...
Das Cover
Der wunderschöne weiß-violette Hintergrund mit dem starken Kontrast zu den schwarzen Engelsflügeln ist wunderschön und atemberaubend. Celestial City 1 besitzt ein Cover, welches mich seit langem wirklich begeistert. Nicht nur ist es ein unglaublicher Blickfang, sondern es passt perfekt zur Hauptprotagonistin und ihrem Gefühlsleben. Diese zu Boden gerichtete Haltung strotzt nur so von Selbstzweifel und auch Selbsthass.
Der Schreibstil
Leia Stone hat zu Beginn der Handlung wirklich einen überzeugenden Schreibstil. Die Gefühle kamen zwar nicht wirklich authentisch rüber, weil etwaige Gefühlsausbrüche wie aus dem Nichts auftauchten, aber die Handlung und die Umgebung wurden wunderschön und eindrücklich beschrieben. Ab der Hälfte jedoch war ich vom Schreibstil richtig enttäuscht, denn plötzlich wurde er richtig plump und brüchig. Die Aussagen mancher Charaktere passten überhaupt nicht mehr zu ihnen, wie auch ihrem Verhalten. Ihnen wurden charakterliche Merkmale gegeben, die sie gar nicht gezeigt haben. Teilweise konnte ich nur mehr den Kopf schütteln, weil ich nicht verstehen konnte, was ab der Hälfte mit dem Schreibstil der Autorin passiert ist.
Die Charaktere
Die Charaktere an sich hatten irre viel Potenzial und wurden interessant beschrieben, jedoch war ihr Verhalten überhaupt nicht konsistent und überzeugend.
Brielle war zu Beginn der Handlung eine total taffe und selbstbewusste Frau, die sich von nichts und niemanden unterkriegen lies. Plötzlich - aus mir unerklärlichen Gründen - verhielt sie sich, als sie an die Fallen Academy kam, wie eine Männer-ansabbernde, gezwungen großspurige 16-jährige, obwohl sie 18 Jahre alt ist! Ich war richtig baff von ihrem kindlichen, naiven Getue, welches überhaupt nicht zu einer angehenden Erwachsenen passt. Es war wirklich zum Haare raufen, weil die kompletten anfänglichen Charakterzüge verworfen bzw. komplett überzeichnet wurden.
Lincoln hatte genauso viel Potenzial wie Brielle, was leider überhaupt nicht genutzt wurde. Seine charakterliche Entwicklung war überhaupt nicht überzeugend, sondern lächerlich. Nichts hat hier Sinn gemacht und das hat mich wirklich enttäuscht.
Die Nebencharaktere waren wenigstens die einzigen, die einigermaßen konstant in ihrem charakterlichen Verhalten waren.
Die Handlung
Die Handlung und die Gegebenheiten vom Krieg, die Frage nach Gott und Versklavung der Menschen durch die Dämonen haben mir wiederum sehr gut gefallen und konnten mich überzeugen. Die Welt, die Leia Stone erschaffen hat, ist außergewöhnlich und interessant. Sie greift einige Themen auf, die wirklich zum Nachdenken anregen, umso ärgerlicher war dann für mich die Inkonsistenz der Charaktere.
Auch die Gegebenheiten an der Schule waren seltsam. Zuerst wurde Brielle vor dem extremen Mobbing an der Fallen Academy gewarnt und dann gibt es genau eine einzige(!) Person, die es auf sie abgesehen hat und auch nur, weil diese ebenfalls Lincoln als Schwarm hat. Keiner der Schüler hatte ein Problem mit ihren schwarzen Flügeln, was doch sehr verwirrend ist, denn immerhin ist das nicht normal in ihrer Welt, sondern kann gut und gerne als Bedrohung eingestuft werden. Irgendwie war das für mich extrem realitätsfern.
Das Fazit
Das Cover und das Potenzial der Handlung konnten mich einigermaßen überzeugen, deshalb gebe ich dem Buch drei Sterne, obwohl es wirklich hart an der Grenze zu zwei Sternen liegt. Ich werde mir den zweiten Band kaufen, weil ich hoffe, dass dieser um einiges besser sein wird als der erste Teil. Ich bin jedoch sehr enttäuscht, da das Buch meine Erwartungen wirklich nicht erfüllen konnte.
Das beste Zitat
„Ich war im Begriff, dem schuleigenen Oberarmleuchter hoffnungslos zu verfallen. Nur war er womöglich kein solcher Armleuchter. War er vielleicht nie gewesen.“ Buch Seite 194