Drama und Spannung pur auf der Hen Party
One of the Girls ist das erste Buch, dass ich von Lucy Clarke lese. Lexi, Bella, Ana, Eleanor, Robyn und Fen reisen nach Griechenland um eine unvergessliche Hen Party zu feiern. Alles läuft wie geplant, ...
One of the Girls ist das erste Buch, dass ich von Lucy Clarke lese. Lexi, Bella, Ana, Eleanor, Robyn und Fen reisen nach Griechenland um eine unvergessliche Hen Party zu feiern. Alles läuft wie geplant, bis Geheimnisse aufgedeckt werden. Trügt die ausgelassene Stimmung nur? Eins ist klar, nicht alle werden Griechenland verlassen.
Die Handlung wird fortlaufend aus den Sichtweisen der sechs Frauen erzählt. Dabei wird in der Erzählperspektive berichtet, was ich aber sehr gut fand, da ich es sonst viel zu verwirrend gefunden hätte. Anfangs war es für mich auch schwer alle vier Personen einzuordnen. Da die Sichtweisen aber oft wechseln, ging das nach kurzer Zeit sehr gut.
Die Figuren sind mir sehr viel Tiefe beschrieben. Ich finde es großartig, dass nicht nur die aktuelle Situation beleuchtet wird, sondern alle sechs Frauen auch in der Vergangenheit gezeigt wurden. Dadurch konnte ich die Verhaltensweisen und Gedanken viel besser nachvollziehen. Lexi, als Braut im Mittelpunkt der Handlung, ist die hübsche, talentierte Yogalehrerin, die sich ein geerdetes Leben wünscht. Bella, ihre Trauzeugin, liebt Alkohol und Partys - lässt sich gern gehen und will vergessen. Robyn ist die scheinbar unglückliche, graue Maus, die aktuell in einer Lebenskrise zu stecken scheint. Ana, eine neue Freundin von Lexi, macht sich Sorgen um ihren Sohn - viel mehr weiß man nicht über sie, bis ihre lang gehüteten Geheimnisse aufgedeckt werden. Eleanor, Lexis Schwägerin in spe, trauert um ihren verstorbenen Verlobten und ist eher in sich gekehrt und wirkt labil. Fen, Bellas Partnerin, ist "nur" dabei, weil ihrer Tante die Villa in Griechenland gehört. Sechs ganz unterschiedliche Frauen, die sich doch irgendwie ergänzen.
Von Anfang bis Ende fand ich das Buch sehr spannend. Immer wieder sind neue Geheimnisse aufgekommen und im Verlauf der Handlung auch aufgedeckt worden. Dabei stand immer eine andere Frau im Vordergrund, sodass die Gewichtung auch sehr gleichverteilt war. Das war sehr gut.
Da schon von Beginn klargestellt wurde, dass es eine Leiche geben wird, habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wer sterben wird. Nach 350 Seiten habe ich alle Frauen so ins Herz geschlossen, dass ich nicht wollte, dass überhaupt eine stirbt. Der Twist am Ende (mit der Leiche) war für mich wirklich überraschend. Es war sehr gut geschrieben und lenkt ein wenig in die Irre.
Ich finde es toll, wie Lucy Clarke es hinbekommen hat das Urlaubsfeeling und die Landschaften wunderbar beschrieben, sodass ich mir sehr gut vorstellen konnte, dort zu sein. Gepaart mit der immer wieder auftretenden Spannung hat es viel Spaß gemacht der Hen Party zu folgen. Ich bin sehr begeistert.