Cover-Bild Reality Show
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16,95
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 20.10.2021
  • ISBN: 9783423263030
Anne Freytag

Reality Show

Roman

Hochspannung zur Primetime

Heiligabend: Die einflussreichsten Personen Deutschlands werden in ihren Häusern eingesperrt – und ihre Geiselnahmen live übertragen. Der Showmaster tritt vor die Kamera und erklärt die Spielregeln: »Zwar wählen die Menschen ihre Regierung, die Macht liegt jedoch längst nicht mehr beim Volk. Heute präsentieren wir Ihnen diejenigen, die wirklich entscheiden, wer zum Gewinner und wer zum Verlierer des Systems wird. Und glauben Sie mir, jeder von ihnen hat mindestens eine Leiche im Keller.« Nun haben die Zuschauer die Wahl, wer mit einem blauen Auge davonkommt und wer bluten muss. Während die Menschen wie gebannt vor ihren Bildschirmen sitzen, wird eine Frage immer lauter: Wer sind die Drahtzieher hinter der Reality Show?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2024

Spannende Grundidee mit Schwächen

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“Reality Show” besteht aus kurzen, rasanten Szenen. Die vielen Zeit- und Perspektivwechsel sorgen zusätzlich für Dynamik und so lesen sich die gut 400 Seiten schnell weg.
Es gibt allerdings unübersichtlich ...

“Reality Show” besteht aus kurzen, rasanten Szenen. Die vielen Zeit- und Perspektivwechsel sorgen zusätzlich für Dynamik und so lesen sich die gut 400 Seiten schnell weg.
Es gibt allerdings unübersichtlich viele Sichtweisen: neben den zehn Geiseln und ihren Angehörigen lernen wir Zuschauerinnen der Show besser kennen, ebenso wie Ermittlerinnen und natürlich die Mitglieder der Gruppe, die den ganzen Coup planen und durchführen (und außerdem neben ihren Klarnamen noch Decknamen haben, die zusätzlich für Verwirrung sorgen). So kann man zu keinem der Charaktere wirklich eine Beziehung aufbauen, denn sie wirken alle eher einseitig beleuchtet und ihre Geschichten werden nur oberflächlich angedeutet.
Selbst die Taten der Geiseln, für die sie in der Show verurteilt werden, werden nicht alle genannt.

Ganz unverblümt übt Anne Freytag in ihrem Roman Gesellschaftskritik aus; die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer, die Politik immer rechter, die Justiz immer willkürlicher. Außerdem beleuchtet sie die Unterschiede und jeweiligen Vorteile von Selbstjustiz und Rechtsstaat.
Oft wurde dabei für meinen Geschmack zu voreingenommen und unkritisch gedacht. Auch die Geiselnehmer*innen und ihre (definitiv kriminellen) Taten wurden sehr glorifiziert, ihre Selbstjustiz zu positiv und sie selbst als Helden dargestellt.

Zusammenfassend beleuchtet “Reality Show” ein interessantes Gedankenexperiment, welches in der Realität wohl nicht ganz so gut funktionieren würde, aber als fiktives Werk gut für Spannung sorgt. Die Glorifizierung von Straftaten sowie die vielen Figuren, die lieblos abgehandelt werden, haben mir jedoch nicht gefallen. ⭐️3/5⭐️

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Veröffentlicht am 06.03.2022

Hochaktuell aber einfach zu unübersichtlich

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Inhalt:

„Heiligabend: Die einflussreichsten Personen Deutschlands werden in ihren Häusern eingesperrt – und ihre Geiselnahmen live übertragen. Der Showmaster tritt vor die Kamera und erklärt die Spielregeln: ...

Inhalt:

„Heiligabend: Die einflussreichsten Personen Deutschlands werden in ihren Häusern eingesperrt – und ihre Geiselnahmen live übertragen. Der Showmaster tritt vor die Kamera und erklärt die Spielregeln: »Zwar wählen die Menschen ihre Regierung, die Macht liegt jedoch längst nicht mehr beim Volk. Heute präsentieren wir Ihnen diejenigen, die wirklich entscheiden, wer zum Gewinner und wer zum Verlierer des Systems wird. Und glauben Sie mir, jeder von ihnen hat mindestens eine Leiche im Keller.« Nun haben die Zuschauer die Wahl, wer mit einem blauen Auge davonkommt und wer bluten muss. Während die Menschen wie gebannt vor ihren Bildschirmen sitzen, wird eine Frage immer lauter: Wer sind die Drahtzieher hinter der Reality Show?“





Schreibstil/Art:

Die gefühlt hundert Charaktere machten es mir anfangs echt nicht einfach. Ich habe versucht aufmerksam zu lesen, mir Details und Merkmale zu merken aber auf Dauer ist es einfach anstrengend. Was ich außerdem ziemlich verwirrend fand, sind die spontanen Rückblicke in die Vergangenheit. Diese kamen oft nach einem wichtigen Ereignis direkt hinterher. Das hat mich manchmal raus gebracht.

An sich lässt sich der Roman dennoch gut lesen; kurze Kapitel, lockere und zeitgemäße Sprache und ansprechende Themenvielfalt.





Fazit:

Mein Fazit ist gespalten. Einerseits finde ich die Idee einfach genial, gut konstruiert und originell. Andererseits haben mir die eindeutig zu vielen Wechsel, sowie nur kurz angeschnittene und eingeführte Handlungen nicht wirklich gefallen. Zum Schluss kamen spontane Andeutungen zu möglichen Erzählsträngen hinzu. Diese Art, eine Story zu beenden, hat mir nicht zugesagt. Schade, habe einen Roman mit einer besseren Übersicht erwartet.

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Veröffentlicht am 04.03.2022

Mit mehr Fokus auf das Kernthema wäre es ein Highlight geworden

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Da ich ein absoluter Fan von Anne Freytags Schreibstil bin und ihre Bücher für mich bisher immer etwas besonderes waren, war für mich klar, dass ich auch dieses Buch von ihr lesen werde, auch wenn es diesmal ...

Da ich ein absoluter Fan von Anne Freytags Schreibstil bin und ihre Bücher für mich bisher immer etwas besonderes waren, war für mich klar, dass ich auch dieses Buch von ihr lesen werde, auch wenn es diesmal keine Liebesgeschichte ist. Leider muss ich aber sagen, dass sie es mir nicht so leicht gemacht hat, das Buch zu mögen. Denn schon zu Beginn war es für mich eher zähfließend, bis alle Charaktere eingeführt und grundsätzliche Infos klar waren. Auch danach gab es viele Charaktere und Perspektiven sowie Zeitsprünge, was bei mir zwischendurch immer wieder mal zu Momenten der Verwirrung geführt hat, wenn ich mir grad mal wieder nicht ganz im Klaren war, welche Rolle die aktuell handelnde Person spielt. Doch gleichzeitig fand ich diese Perspektivenwechsel auch unglaublich interessant, da es sich um die Sichten von Menschen aus ganz verschiedenen Schichten und mit total unterschiedlichen Einstellungen handelt und ich so einen vielfältigen Blick auf die Show bekommen konnte und auch ein Stück weit meine eigene Sichtweise reflektieren konnte. Ein weiterer Punkt, der mich länger beschäftigt hat, waren die vielen
systemkritischen und gesellschaftlich wichtigen Themen und Gedanken, die (was für mich etwas neues war) auch mal in Form einer drastischen Meinung ausgedrückt wurden. Das ganze wurde ja unter anderem in Form von Gerichtsverhandlungen abgebildet, in denen die Zuschauer mitentscheiden durften - eine super spannende Idee, die mich sofort gecatcht und meine Neugier auf mehr geweckt hat. Doch auch diese wurde leider nicht gestillt, da im Endeffekt nur zwei der zehn Schuldigen vor Gericht gezogen wurden und von den restlichen Personen nur angeteaserte Schuldsprüche übrig geblieben sind. Im weiteren Verlauf tritt allerdings die gesamte Show stark in den Hintergrund, was für mich sehr schade war, da vor allem die Show allgemein, die Verhandlungen und die gefällten Urteile für mich den Reiz des Buches ausgemacht haben, da genau diese Dinge es waren, die mir im Nachgang im Kopf geblieben sind und mich meine Einstellung zu gewissen Gewohnheiten haben überdenken lassen. Auch das Ende hat meinen Geschmack nicht komplett getroffen, da es für mich im Vergleich zu der aufwendig aufgezogenen Show und dem komplex aufgebauten Plan zu einfach gestrickt wirkte. Ich vergebe 3,5/5 🌟

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Veröffentlicht am 27.02.2022

Geiselnahme im Fernsehformat

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Eine Robin-Hood Geschichte mit einem interessanten Ende trotz einiger verwirrender Tatsachen. So könnte man diesen Roman treffend zusammenfassen. Das Cover ist bunt. Erkennbar ist der Umriss eines Hauses ...

Eine Robin-Hood Geschichte mit einem interessanten Ende trotz einiger verwirrender Tatsachen. So könnte man diesen Roman treffend zusammenfassen. Das Cover ist bunt. Erkennbar ist der Umriss eines Hauses in dessen Vordergrund ein großes Fenster abgebildet ist. In diesem Fenster kann man den Umriss einer Person mit einer Waffe sehen. Der Klappentext ist sehr spannend und offen formuliert und kann die Leser damit sehr gut für den Roman begeistern. In der Geschichte geht es um eine Gruppe oftmals sehr privilegierter und vermögender junger Menschen, welche mit der aktuellen politischen Entwicklung in Deutschland nicht mehr einverstanden sind. Es gibt nur ganz wenige Reiche und die Schere, zwischen den Wohlhabenden und den Armen wird immer größer. Aus diesem Anlass beschließen die „Freunde“, dass sich etwas ändern muss und entwickeln einen teuflischen Plan. Auf Grund, der sehr vielen einzelnen Personen in diesem Roman möchte, ich mich auf die wesentlichen Charaktere beschränken. Als wesentlich prägende Figuren kommen die Freunde Julian, Erich, Paul Frieda sowie Elisabeth in Betracht. Alle kommen dabei aus wohlhabenden Familien und sind mehr oder minder von der Entwicklung der Gesellschaft bzw. vom eigenen Leben gelangweilt bzw. angewidert. Julian ist ein Narzisst aus reichem Elternhaus, der in seinem Leben nur auf der Sonnenseite gelebt hat. Er ist der Prototyp eines arroganten und überheblichen Menschen, welcher aber versucht seinem Leben einen Sinn zu geben. Ebenfalls erwähnenswert ist Elisabeth. Am Anfang eher zurückhaltend und fast demotiviert gibt sie der Handlung eine prägende Note bzw. ist für die gesamte Truppe mit ihrem Verhalten nahezu unverzichtbar.

Die Spannung der Geschichte ist gleich von Beginn der Erzählung sehr hoch und bleibt bis zum Ende auf fast gleichem Niveau. Der Aufbau der Geschichte ist stringent und spielt in der heutigen Zeit. Vereinzelt sind Zeitsprünge zu erkennen, welche mich manchmal etwas verwirrt haben, weil diese oft nach einem prägenden Ereignis erfolgen.

Der Schreibstil der Autorin ist dialogorientiert, locker, manchmal mit derber Sprache versehen, sowie teilweise aus der Ich-Perspektive geschildert.

Als Zielgruppe des Romans kommen Anhänger von Thrillern in Frage. Das Fazit fällt bei mir gespalten aus. Die Grundidee des Romans ist sehr spannend und kommt sehr gut konstruiert daher. Allerdings haben mir die vielen Wechsel bei den handelnden Personen, sowie die nur kurz eingeführten Charaktereigenschaften der wesentlichen Darsteller, welche mit kurzen Rückblenden erläutert wurden, überhaupt nicht gefallen. Trotz der Spannung fiel es mir sehr schwer eine Verbindung zu den handelnden Figuren aufzubauen. Auch wirkte das Ende mir etwas zu plump entwickelt und ich hätte mir mehr Inhalt für die Aufklärung des Falles bzw. die Entwicklung des Falles gewünscht. Aus diesem Grund kann ich hier leider nur eine mittelmäßige Bewertung geben, überlasse es aber allen Leserinnen und Lesern ihr eigenes Urteil darüber zu bilden.

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Veröffentlicht am 19.01.2022

Zu wirr und unübersichtlich

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Ich denke jeder hat sich ab und zu schon einmal gewünscht, die Aufsichtsräte und Vorstandsvorsitzender verschiedener Firmen und Insitutionen für ihre profitgierigen und rücksichtlosen Entscheidungen bestrafen ...

Ich denke jeder hat sich ab und zu schon einmal gewünscht, die Aufsichtsräte und Vorstandsvorsitzender verschiedener Firmen und Insitutionen für ihre profitgierigen und rücksichtlosen Entscheidungen bestrafen zu können. Genau mir diesem Wunsch spielt Anne Freytag in ihrem neuen Buch.

An Heiligabend werden alle TV-Sender von einer Show gekapert. Die "Reality Show" präsentiert dem aufmerksamen Publikum zehn Kandidaten- zehn einflussreiche Personen, die in ihrem Berufsleben besonders skrupellos gehandelt haben und dank dessen Leichen im Keller vergraben haben, die der Moderator der Show mit seinen Helfern aufdecken wollen. Das Publikum soll dann die Möglichkeit haben, über eine gerechte Bestrafung abzustimmen.

Was dramatisch und reißerisch beginnt, mit der Entführung bzw gewaltsamen Festsetzung der Kandidaten, entwickelt sich zunächst zu einem wirklich spannenden Kammerspiel. Doch relativ schnell werden auch die Probleme und Schwierigkeiten des Thrillers offenbar.

Da sind zum einen die wahre Flut an Figuren und Namen, mit denen der Leser quasi überschwemmt wird. Entführer, Kandidaten, Zuschauer und Ermittler werden immer wieder eingeführt, nur langsam beginnt man, diese Namen in eine logische Ordnung zu bringen. Zudem ist nicht immer ersichtlich, welche Namen für die fortlaufende Handlung noch von Bedeutung sein werden.

Des Weiteren springt die Handlung permanent zwischen der aktuell laufenden Show und Rückblicken in die Planung des Ganzen. Dabei vermischt die Autorin auf ziemlich unglückliche Weise die Beweggründe für dieses gigantische Vorhaben mit den (für meinen Geschmack vollkommen unnötigen) romantischen Verstrickungen. Die Geschichte hätte sehr gut (vielleicht sogar besser) ohne diese funktioniert.

Durch die Rückblicke entwickelt das Buch im Mittelteil einige Längen, verliert an Spannung und schafft es nur mit Mühe, den Spannungsbogen gegen Ende wieder aufzubauen.

Für mich letzlich versaut hat es dann aber die "Auflösung" des ganzen Geheimnisses. Für mich schien es nicht ganz logisch oder plausibel genug erläutert.

Insgesamt hätte es dem Buch wirklich gut getan, entweder ein paar Seiten mehr spendiert zu bekommen, die für die Erläuterungen der Hintergründe und ein paar mehr Details verwendet werden (bitte nicht noch mehr persönliches über die Strippenzieher) oder eine vernünftige Entschlackungskur für die vielen, vielen Figuren und Namen. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

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