Cover-Bild Der letzte Satz
(63)
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

19,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 128
  • Ersterscheinung: 03.08.2020
  • ISBN: 9783446267886
Robert Seethaler

Der letzte Satz

Roman
Gustav Mahler auf seiner letzten Reise – das ergreifende Porträt des Ausnahmekünstlers. Nach „Das Feld“ und „Ein ganzes Leben“ der neue Roman von Robert Seethaler.

An Deck eines Schiffes auf dem Weg von New York nach Europa sitzt Gustav Mahler. Er ist berühmt, der größte Musiker der Welt, doch sein Körper schmerzt, hat immer schon geschmerzt. Während ihn der Schiffsjunge sanft, aber resolut umsorgt, denkt er zurück an die letzten Jahre, die Sommer in den Bergen, den Tod seiner Tochter Maria, die er manchmal noch zu sehen meint. An Anna, die andere Tochter, die gerade unten beim Frühstück sitzt, und an Alma, die Liebe seines Lebens, die ihn verrückt macht und die er längst verloren hat. Es ist seine letzte Reise.
"Der letzte Satz" ist das ergreifende Porträt eines Künstlers als müde gewordener Arbeiter, dem die Vergangenheit in Form glasklarer Momente der Schönheit und des Bedauerns entgegentritt.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2021

Dieses Buch spiegelt Mahler nicht gerecht wider

0

Klappentext:

„An Deck eines Schiffes auf dem Weg von New York nach Europa sitzt Gustav Mahler. Er ist berühmt, der größte Musiker der Welt, doch sein Körper schmerzt, hat immer schon geschmerzt. Während ...

Klappentext:

„An Deck eines Schiffes auf dem Weg von New York nach Europa sitzt Gustav Mahler. Er ist berühmt, der größte Musiker der Welt, doch sein Körper schmerzt, hat immer schon geschmerzt. Während ihn der Schiffsjunge sanft, aber resolut umsorgt, denkt er zurück an die letzten Jahre, die Sommer in den Bergen, den Tod seiner Tochter Maria, die er manchmal noch zu sehen meint. An Anna, die andere Tochter, die gerade unten beim Frühstück sitzt, und an Alma, die Liebe seines Lebens, die ihn verrückt macht und die er längst verloren hat. Es ist seine letzte Reise.“



Mahler war ein ganz besonderer Künstler seiner Zeit und ich verehre seine Musik sehr. Wer sich in der Musikwelt ein wenig auskennt, wird schnell feststellen, das Mahler früher gern verkannt wurde und er es nicht immer leicht hatte, er musste für seine Werke kämpfen, auch für seine Lieben. Erfolgsautor Robert Seethaler hat sich Mahlers angenommen, aber ganz ehrlich, das war nicht so ganz der „Seethaler“ den ich kenne. In einigen Dinge beleuchtet er Mahler recht blass, wo es gar nicht gut tut und andere Dinge beleuchtet Seethaler wieder viel zu ausführlich, die überflüssig sind. Wie gesagt, als Kenner Mahlers verstimmen mich auch einige Parts, denn das hatte ich anders in Erinnerung. Bei so berühmten Menschen sollte man die künstlerische Freiheit ganz weit hinten anstellen. Seethaler nimmt Punkte mit dazu oder lässt hier und da etwas weg und das zieht sich durch das gesamte Buch. Man könnte meinen es sei Absicht...Mahler wird hier nicht gerecht widergespiegelt.

Schade aber mehr als 2 Sterne kann ich hier nicht vergeben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2020

Schöner Schreibstil, aber wo bleibt der Sinn?

0

In "Der letzte Satz" geht es um die letzten Stunden des Komponisten Gustav Mahler, der sich an seine wichtigsten Lebensabschnitte erinnert. Es geht um seine Familie, die Liebe, die Musik.

Das hier war ...

In "Der letzte Satz" geht es um die letzten Stunden des Komponisten Gustav Mahler, der sich an seine wichtigsten Lebensabschnitte erinnert. Es geht um seine Familie, die Liebe, die Musik.

Das hier war mein erstes Buch von Seethaler und leider bin ich nicht ganz so begeistert.
Gustav Mahler war mir vorher zwar ein Name, aber richtig viel wusste ich nicht über ihn. Ich frage mich aber schon, wieso der Autor unbedingt Gustav Mahler als Protagonist für diese Erzählung wählt.
Zunächst einmal zum Schreibstil. Dieser war wirklich toll. Seethaler kann auf jeden Fall schreiben! Es waren einige schöne Phrasen und Anekdoten zu finden, die mich wirklich begeistern konnten. Der thematische Stoff der Erinnerungen im Angesicht des Todes begünstigen dies wahrscheinlich noch.
Mich hat der Protagonist im Gesamten einfach sehr verwirrt. Er war ein großer Komponist. Und doch findet sich fast nichts über sein Komponieren und die Liebe zur Musik in diesem Buch. Seethaler erklärt das mit einem Ausdruck des Protagonisten, dass es nicht möglich sei über Musik zu schreiben ohne diese zu entwürdigen. Hier macht es sich der Autor irgendwie zu leicht. Wieso denn speziell Gustav Mahler, wenn die Musik hinten angestellt wird?
Selbst über das Leben von Mahler gab es keinen wirklichen Aufschluss. Das Werk hier ist keine Biographie. Es hat zwar biographische Züge, aber oft, wenn man mit Mahler in seine Erinnerungen zurückging, habe ich mich gefragt, was er denn nun damit sagen will! Letztendlich ging es fortwährend, um das Bewusstsein des Sterbens, um Melancholie, irgendwie blickte Mahler fast unzufrieden auf sein Leben zurück.
Und für diese Botschaft hätte es jeder andere wahllose Protagonist auch sein können. Wenn es wirklich ein biographischer Versuch zu Gustav Mahler sein sollte, dann doch auch bitte ein wenig länger als nur knappe 130 Seiten!

Der Schreibstil war schön, die Anekdoten auch, aber das buch wird mir wohl nicht lange in Erinnerung bleiben.

Veröffentlicht am 27.11.2020

Eine Komposition von einem Roman

0

Robert Seethaler begleitet Gustav Mahler auf seiner letzten Schifffahrt von New York nach Europa. Dabei blickt der schon sehr schwache Mahler zurück auf sein ereignisreiches Leben voll Erfolg, Liebe, Enttäuschungen ...

Robert Seethaler begleitet Gustav Mahler auf seiner letzten Schifffahrt von New York nach Europa. Dabei blickt der schon sehr schwache Mahler zurück auf sein ereignisreiches Leben voll Erfolg, Liebe, Enttäuschungen und Schmerzen.

Gustav Mahler wird in diesem kurzen Roman von verschiedensten Seiten beleuchtet. Der Leser lernt ihn kennen als melancholischen Menschen, der seit seiner Kindheit schon wusste, dass ihm ein Leben voll Krankheit und Schmerzen bevorsteht, der nun, mit gerade einmal 50 Jahren, dem Ende seines Lebens entgegenblickt. Andererseits erfährt der Leser auch von der launischen Seite, des jungen Komponisten, der nicht still sitzen kann und sein Abbild nicht in einer Büste verewigt sehen möchte. Und neben diesen Seiten, darf auch der verzweifelte Liebhaber, der liebende Vater und der strenge Direktor, der das Beste aus seinem Ensemble herausholen möchte, nicht fehlen.

All diese Facetten des Leben Mahlers präsentiert Seethaler sprachlich ähnlich einer Komposition. Seine Worte klingen wie Musik und fließen angenehm und leicht beim Lesen, wie von eine angenehme Symphonie von einem meisterhaften Orchester. Wieder einmal zeigt sich, dass Seethaler ein Meister des biographischen Erzählens ist, dessen Wortgewandheit im deutschen Sprachraum kaum ein anderer Autor gleich kommt.

Der Roman gibt zwar nicht viele Fakten über Mahler und sein Leben wieder, jedoch lernt der Leser viel über die Gedanken und Gefühle Mahlers. Der Roman porträtiert nicht nur einen Komponisten, sondern auch dessen Zeit, berühmte Zeitgenossen, sowie den Antisemitismus, der schon im Kaiserreich Österreich vorhanden war.

Die Nominierung für den Deutschen Buchpreis 2020 erhielt Robert Seethaler für diesen Roman zurecht, denn er ist ein sprachliches Meisterwerk, das leicht verständlich ist und an dem es nichts auszusetzen gibt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.11.2020

Für Unterhaltungszwecke - eher ungeeignet

0

>Der letzte Satz< von Robert Seethaler beschäftigt sich mit Gustav Mahlers letzter Reise - dies sei vorweg gesagt.

Ich habe diesen Roman ohne große Ahnung von der Person Gustav Mahler zu haben, aus Unterhaltungszwecken ...

>Der letzte Satz< von Robert Seethaler beschäftigt sich mit Gustav Mahlers letzter Reise - dies sei vorweg gesagt.

Ich habe diesen Roman ohne große Ahnung von der Person Gustav Mahler zu haben, aus Unterhaltungszwecken gelesen.

Da ich diesen Roman aus Unterhaltungszwecken gelesen habe und ziemlich blauäugig an das Buch gegangen bin, hat es mich leider nicht so gepackt, wie es wohl Gustav Mahler interessierte Leute packen wird.

Die Geschichte rund um seine Familie fand ich, leider, nicht sehr packend, und ich muss ehrlich gestehen, dass ich rein aus dem Roman her Herrn Mahler eher als unsympathisch empfunden habe. Am besten hat mir ehrlich gesagt, der Schiffsjunge gefallen, welcher immer mal wieder in der Geschichte auftaucht.

Der Schreibstil von Herrn Seethaler hat mir hingegen gut gefallen. Er ist schön flüssig und hat eine gute Balance - (hierbei habe ich die wirreren Stellen von den späteren Fieberwahn von Herrn Mahler im Kopf)

Mein Fazit: Für Mahler interessierte vermutlich eine schöne kleine Lektüre, rein zur Unterhaltung eher weniger geeignet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.10.2020

einzigartiger Schreibstil

0

"Der letzte Satz" von Robert Seethaler nimmt den Leser mit auf die letzte Reise eines Genies.

Gustav Mahler einer, oder der bekannteste österreichische Komponist und Dirigent des 19. Jahrhunderts, befindet ...

"Der letzte Satz" von Robert Seethaler nimmt den Leser mit auf die letzte Reise eines Genies.

Gustav Mahler einer, oder der bekannteste österreichische Komponist und Dirigent des 19. Jahrhunderts, befindet sich an Deck der Amerika, auf dem Weg nach Hause von New York nach Europa. Er sitzt alleine dort, eingewickelt in eine Decke, nur der Schiffsjunge schaut hin und wieder nach ihm und versorgt ihn mit Tee. Seine Frau und seine Tochter befinden sich derweil unter Deck. Er lässt mit Blick auf das Meer die Gedanken fließen, die Höhen und Tiefen seines Lebens laufen an ihm vorbei. Ein Leben, welches immer schon von Schmerzen und Depressionen begleitet wurde. Aber auch ein Leben, eines Besessenen-Besessen von der Musik, von Beethoven im Besonderen. Mit seinen nur 51 Jahren kam er mir beim Lesen vor wie ein uralter, gebrochener Mensch. Zerbrochen am Leben, am eigenen Genie und nicht zuletzt am Tod seiner Tochter, an dem er sich schuldig fühlte.

Wieder einmal hat es Robert Seethaler geschafft, mich mit dieser kurzen Geschichte über Gustav Mahler aussergewöhnlich zu berühren Es sind die kurzen poetischen Sätze, die in einer eher kühlen Erzählweise, ihre Stärke offenbaren und Robert Seethalers einzigartigen Stil ausmachen.