Einst liebten sie einander wie Geschwister. Nun stehen sie sich als Todfeinde gegenüber. Bei einer Gala wird ein angesehener jüdischer Bürger Chicagos vom hochbetagten Ben Solomon bedroht und beschuldigt, ein SS-Offizier zu sein. Obwohl alles auf eine Verwechslung hinweist, engagiert Ben die Anwältin Catherine Lockhart und ihren Ermittler Liam Taggart – er ist sich sicher, seinen Ziehbruder zu erkennen, der einst Bens Familie und seine Geliebte Hannah verriet. Bei ihrer Recherche stoßen Catherine und Liam auf das Schicksal dreier Kinder im kriegszerrütteten Polen, die wie Geschwister aufwachsen und einander als Feinde wiederbegegnen. Aber beschuldigt Ben den Richtigen? Ein hochspannender Roman über eine Familie, die in Zeiten des Krieges zerstört zu werden droht, und zwei Liebende, die um ihr Glück ringen.
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Ich habe schon so einige Romane gelesen, die in der Zeit des Nationalsozialismus spielten und kenne mich auch in dieser historischen Epoche der deutschen Geschichte einigermaßen aus. Aber dieses Buch konnte ...
Ich habe schon so einige Romane gelesen, die in der Zeit des Nationalsozialismus spielten und kenne mich auch in dieser historischen Epoche der deutschen Geschichte einigermaßen aus. Aber dieses Buch konnte mich dennoch fesseln und etwas ganz Neues bieten. Die Autorin verknüpft hier geschickt Vergangenheit und Gegenwart und mehr als eine Person durchläuft eine Wandlung ihrer Persönlichkeit und erschwert es dem Leser so, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen, weil man einfach wissen möchte, wie es weitergeht und wie sich alles auflösen wird. Gut ausgearbeitete Charaktere, eine spannende Geschichte, geschickt eingebunden in einen gut recherchierten historischen Kontext, der jedoch nicht zu sehr im Vordergrund steht, sondern immer in die Geschichte des Buches eingebunden ist und somit die Lektüre an keiner Stelle einem Sachbuch nahekommt, das nur trockene Fakten aufweist.
Einst liebten sie einander wie Geschwister.
Nun stehen sie sich als Todfeinde gegenüber.
Bei einer Gala wird ein angesehener jüdischer Bürger Chicagos vom hochbetagten Ben Solomon ...
Aus dem Klappentext
Einst liebten sie einander wie Geschwister.
Nun stehen sie sich als Todfeinde gegenüber.
Bei einer Gala wird ein angesehener jüdischer Bürger Chicagos vom hochbetagten Ben Solomon bedroht und beschuldigt, ein SS-Offizier zu sein. Obwohl alles auf eine Verwechslung hinweist, engagiert Ben die Anwältin Catherine Lockhart und ihren Ermittler Liam Taggart – er ist sich sicher, seinen Ziehbruder zu erkennen, der einst Bens Familie und seine Geliebte Hannah verriet. Aber beschuldigt Ben den Richtigen?
Das Cover sticht sofort ins Auge. In zartem Grün gehalten und der Zeit des Krieges angepasst, trägt es dazu bei, dass man das Buch in Händen halten möchte.
Der Klappentext verspricht eine spannende Geschichte, die das Herz eines jeden geschichtsinteressierten Lesers höher schlagen lässt.
Der Schreibstil ist flüssig und es besteht von Anfang an eine Grundspannung, die sich stetig steigert.
Ich war von der ersten Seite an, im Bann des Buches und der Autor hatte mich abgeholt und erst wieder am Schluß losgelassen.
Die Hauptprotagonisten waren sehr authentisch ausgearbeitet und jeder für sich hatte seine eigene Persönlichkeit.
Der geschichtliche Hintergrund war sehr gut recherchiert und hat uns Einblicke in das dunkelste Kapitel Deutschlands gewährt und ein Grauen gezeichnet, welches wir hoffentlich nie wieder erleben werden.
Gerade heute sind Bücher wichtig, die gegen das Vergessen sind.
Einen Kritikpunkt habe ich aber noch. Wo das Buch im Laufe der Handlung manchmal sehr ausführlich war, war der Schluß zu abrupt. Hier hätten dem Buch ein paar Seiten mehr gut getan.
Das Buch beginnt mit einem ordentlichen Schreck, denn der betagte Ben Solomon, der vor nicht allzu langer Zeit seine geliebte Frau Hannah verloren hat, taucht plötzlich mit einer Waffe auf einer Galaveranstaltung ...
Das Buch beginnt mit einem ordentlichen Schreck, denn der betagte Ben Solomon, der vor nicht allzu langer Zeit seine geliebte Frau Hannah verloren hat, taucht plötzlich mit einer Waffe auf einer Galaveranstaltung auf und bedroht ausgerechnet einen der Ehrenbürger Chicagos, der mit vielen Spenden und Hilfen besonders der jüdischen Gemeinschaft unter die Arme greift, da er doch vermeintlich ähnlich schlecht wie die meisten Juden während des Zweiten Weltkriegs behandelt wurde. Das gibt er zumindest vor, doch Ben ist überzeugt in ihm seinen „Fastbruder“ erkannt zu haben, mit dem er damals in Polen aufgewachsen ist. Keiner glaubt dem alten Ben und so engagiert er in seiner Verzweiflung die Anwältin Catherine Lockart um mit ihr und dem befreundeten Privatermittler Liam Taggart der Sache auf den Grund zu gehen und hoffentlich ein schauriges Verbrechen aufzuklären. Werden sie gemeinsam den mächtigen „Elliot Rosenzweig“ zur Strecke bringen?
Der Roman muss dem Autor Ronald H. Balson nur so aus der Feder geflossen sein, denn er liest sich fast von selbst. Ein Buch, das an den Händen klebt und das man nur schwer zu Seite legen kann. Besonders die Zeit vor und während des Krieges in Polen ist sehr authentisch geschildert und muss Herrn Balson einiges an Recherchearbeit abgerungen haben. Davor ziehe ich meinen Hut. Dennoch fand ich das Buch irgendwie sehr amerikanisch. In Europa und wahrscheinlich besonders in den vom Krieg damals schwer betroffenen Länder wie Deutschland, Österreich, England, Frankreich und so weiter, meine ich, schreibt man ein wenig anders. Fast als wäre man näher am Geschehen gewesen, wenn auch die heutigen Autoren meist selbst noch nicht mal geboren waren. Nichtsdestotrotz hat mich das Buch gefesselt und ich vergebe mit gutem Gewissen eine Bewertung mit vier Sternen.
Cover + Titel:
Die historische Häuserfront passt gut.
Allerdings ist der Titel sehr unglücklich gewählt, passt meiner Meinung nach nicht zur Geschichte, da ...
Hannah und ihre Brüder, von Ronald H. Balson
Cover + Titel:
Die historische Häuserfront passt gut.
Allerdings ist der Titel sehr unglücklich gewählt, passt meiner Meinung nach nicht zur Geschichte, da passt der Originaltitel: „Once We Were Brothers“ viel besser
Inhalt:
Der hochbetagte Ben Solomon beschuldigt den reichen Mäzen Eliot Rosenzweig, der Stadt Chicago, unter falschem Namen zu leben und früher ein SS-Offizier, ja ein wahrer Schlächter gewesen zu sein.
Niemand glaubt ihm.
Doch Solomon erzählt unbeirrt seine Geschichte.
Liegt er damit richtig? Und wird er es beweisen können?
Meine Meinung:
Ein Buch, in das ich zu Beginn nicht so leicht rein gefunden habe.
Die historische Geschichte über die schlimme Zeit des Krieges und was vor allem die jüdische Bevölkerung erdulden musste ist herzzerreisend. Und auch wenn man es schon so oft gelesen hat, stockt mir immer noch der Atem über diese unmenschlichen Geschehnisse. Wir erleben das ganze Grauen, des Holocaust. Schritt für Schritt wird es schimmer und schlimmer – ja unerträglich, unbegreiflich.
Aber die Art, wie die Erzählung von Ben in die „Gegenwart“ mit Catherine (der Anwältin) eingebettet ist, liegt mir irgendwie quer.
Je weiter ich dann lese, desto spannender wird es, und später ringt mir Catherines Haltung (Wandlung) immer mehr Respekt ab,
Autor:
Ronald H. Balson ist Rechtsanwalt, und seine Fälle führten ihn um die ganze Welt, unter anderem nach Polen. Die Geschichte des Landes im Zweiten Weltkrieg inspirierte ihn zu diesem Roman, der ein internationaler Bestseller war. Heute lebt und schreibt Ronald H. Balson in Chicago.
Mein Fazit:
Im ersten Drittel war ich nicht so überzeugt, aber dann konnte das Buch immer mehr punkten, die Spannung wurde stetig angeschraubt und ab der Hälfte konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
„sie konnten mich nicht brechen, ich hatte nichts mehr zu verlieren. Kein Schmerz, keine Drohung konnte mich dazu bringen, Namen zu nennen, denn der Tod war mir willkommen.“ (ebook, S. 259)
Meine Meinung:
Ben ...
„sie konnten mich nicht brechen, ich hatte nichts mehr zu verlieren. Kein Schmerz, keine Drohung konnte mich dazu bringen, Namen zu nennen, denn der Tod war mir willkommen.“ (ebook, S. 259)
Meine Meinung:
Ben und Otto sind als beste Freunde aufgewachsen, waren fast wie Brüder füreinander. Doch dann fiel der Schatten der Nazis über ihre Heimat und Ben wurde zum Opfer, während Otto zum Täter wurde…
Ronald H. Balson hat sich für seinen Roman ein Thema ausgesucht, das trotz der vielen Jahrzehnte, die seitdem vergangen sind, noch immer absolut aktuell ist. Ausgehend von der Rahmenhandlung in der heutigen Zeit zeichnet er ein einfühlsames Bild der schrecklichen Ereignisse der Judenverfolgung im Polen der 1930er Jahre. Es ist immer wieder schockierend, beschämend und bestürzend zu lesen, welche Verbrechen damals unter den Nazis dort begangen worden sind. Geschickt erzählt Balson seine Geschichte auf zwei Zeitachsen, was sich durch die gewählten Erzählperspektiven immer gut auseinanderhalten lässt, sodass es für die Leser*innen immer wieder Pausen zum Durchatmen und reflektieren der Ereignisse gibt. Es ist spannend zu lesen, wie sich Ben mit Hilfe von Privatdetektiv Liam Taggart und der Anwältin Catherine auf Spurensuche begibt, um seine schreckliche Vermutung bezüglich der wahren Identität Elliot Rosenzweigs zu belegen. Am Ende ergibt sich eine Auflösung, die passend, aber etwas vorhersehbar war und für meinen Geschmack zu schnell präsentiert wurde.
Während mir die beiden Protagonisten Ben und Chatherine sehr sympathisch waren, muss ich gestehen, dass mit Liam irgendwie zu stereotyp gewesen ist. Diesen Charakter hätte der Autor irgendwie besser „ausformen“ können. Sein Schreibstil lässt sich dafür sehr flüssig und leicht lesen. Vor dem Hintergrund des schweren Themas hätte dem Buch an der ein oder anderen Stelle ein bisschen mehr erzählerische Tiefe allerdings sicher gutgetan.
FAZIT:
Eine bewegende Geschichte über eine dunkle Zeit und die Art, wie diese Menschen verändert hat.