Cover-Bild Johnny Sinclair - Beruf: Geisterjäger

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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Baumhaus Verlag ein Imprint der Bastei Lübbe AG
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 16.03.2017
  • ISBN: 9783833904677
  • Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Sabine Städing

Johnny Sinclair - Beruf: Geisterjäger

Band 1
Moment mal! Seit wann können Schädel knurren? Dem 12-jährigen Johnny läuft es kalt den Nacken runter, als ihn der Totenkopf anquatscht, den er im Moor gefunden hat. Als hätte er mit dem zickigen Geistermädchen und dem grölenden Highlander auf seiner Burg nicht schon genug Spuk am Hals! Doch der Totenkopf entpuppt sich als Profi in Sachen Gruselbekämpfung und hilft Johnny dabei, der mutigste Geisterjäger zu werden, den die Welt je gesehen hat!

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2017

witzig, gruselige Spannung

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Der junge 12- jährige Johnny Sinclair lebt alleine mit seinem karibischen Kindermädchen Cécile auf Greyman Castle, hoch in den schottischen Highlands, nur vom Churchmoor und der Festwiese vom kleinen ...

Der junge 12- jährige Johnny Sinclair lebt alleine mit seinem karibischen Kindermädchen Cécile auf Greyman Castle, hoch in den schottischen Highlands, nur vom Churchmoor und der Festwiese vom kleinen schottischen Örtchen Blacktooth getrennt. Allerdings gehen Johnny die Geister auf den Keks, die ihn einfach nicht in Ruhe lassen wollen. Cécile versucht zwar mit Vodoo, die Geister (den säbelschwingenden Highlander, den alten Uhrmacher Mr. Hopkins, die gesichtslose Braut und Tommy Drum) zu vertreiben, aber die juckt das nicht. In seiner Verzweiflung schreibt Johnny schon an Schottland Yard mit der Bitte Inspector John Sinclair möge ihm zur Hilfe kommen. Vergeblich.
Doch nach einem ziemlich ätzenden Schultag verläuft Johnny sich im Nebel im Moor und findet einen tätowierten Totenschädel der noch dazu sprechen kann. Mit seiner Erfahrung aus mehreren hundert Jahren will er Johnny beistehen die Geister von der Burg zu vertreiben. Johnny fällt fast vor Schreck in Ohnmacht, als er zum ersten Mal die Stimme des Schädels hört. Doch er kennt sich offensichtlich aus mit der Welt des paranormalen. Er empfiehlt dringen einen Assistenten mit auf die Geisterjagd zu nehmen. Doch ob ausgerechnet Johnnys bester Freund, der aus England zugezogene Russel der Richtige für den Job ist?
Dies ist der Auftakt einer neuen Serie von Sabine Städing, deren Petronella und Fox Girls Geschichten meine Töchter lieben! Diese Reihe richtet sich an Jungs und Mädchen die Geistergeschichten mögen und meine Älteste steht gerade total auf Scary Harry und Die Gespensterjäger. Das Buch mußten wir daher einfach lesen!
Schon das schwarzgrüne Cover mit dem mehrdeutigen Bild ist schon herrlich gruselig und geheimnisvoll zugleich. Der Schriftzug ist an die legendäre John Sinclair Heftchenreihe angelehnt. Ansonsten hat es optisch aber nichts mit Groschenromanen gemein. Im Inneneinband vorne, sieht man Johnnys Ahnengalerie abgebildet. Im hinteren Klappeneinband ist eine Karte von Greyman Castle und seiner Umgebung zu erkennen. Der Lageplan ist sowohl hilfreich, als auch anschaulich, während die Gemäldegalerie vor allem alte Burgatmosphäre verbreitet.
Der Einstieg in die Geschichte ist gleich schon schaurig, als man Johnny kennenlernt, der auf der Flucht vor den Hausgeistern die Uhrenschläge zählt, um noch rechtzeitig in sein Zimmer zu gelangen. Eine ganzseitige schwarz-weiß Zeichnung zeigt die düstere Burg auf einer Anhöhe einsam und alleine in der Dunkelheit daliegen. Nach diesem gruseligen Anfang ist echt eine humoristische Erleichterung für die Nerven Cécile, das nicht ganz alltägliche Vodoo-Kindermädchen von Johnny kennenzulernen. Diese hält auf der Burg spirituelle Séancen und Konsultationen mit dem Jenseits für alle Leichtgläubigen des Dorfes und der weiteren Umgebung ab. Zum Glück hat Johnny noch seinen Schulfreund Russel, der ihm manchmal auf der Burg Gesellschaft leisten darf, trotz seiner übervorsichtigen Mutter, der der Stammsitz der Sinclairs nicht ganz geheuer ist (warum wohl?).
Außerdem begleitet man Johnny in die Schule, lernt die fiesen Klassenmobber Barty und Alfie kennen, sowie die wunderliche Millie, die ständig im Unterricht einschläft und stets schwarz trägt. Der eigentliche Knaller der Geschichte ist allerdings der tätowierte sprechende Totenkopf Erasmus, auf den auch Cécile ein Auge geworfen hat.
Gekonnt spielt Sabine Städing mit Erwartungen und Vorurteilen. Zuerst sind einem Cécile und Russel sympathisch, doch irgendwann wurde ich ganz schön sauer auf Cécile, die anscheinend nur ihre eigenen finanziellen Interessen verfolgt, statt auf Johnny zu achten und Russell schien einfach nur dusselig und ängstlich. Ausgerechnet der sollte Johnnys Assistent werden? Dieses hin und her in der Erwartungshaltung baut noch mal eine ganz eigene Spannung auf, fern ab der Geister dieser Burg.
Eigentlich stört es mich, daß immer häufiger deutsche Kinderbücher mit englischen Begriffen gespickt sind und in England oder in den Staaten spielen. Wozu? Die Kinder sollen erst einmal ihre Muttersprache lesen können, ehe sie Sprachen lesen, die sie noch nicht gelernt haben (ich bin als Kind mal an dem Wort Teenagerzimmer verzweifelt. Wer um alles in der Welt nagt denn Tee und wozu braucht man da ein Zimmer für?). Da dies jedoch die Kinderserie zum legendären Geisterjäger John Sinclair ist, ist dies nun ausnahmsweise begründet, daß die Geschichte in den schottischen Highlands spielt. Meine Tochter im 4. Schuljahr tat sich dennoch mit den vielen engl. Namen und Begriffen schwer, so daß ich schließlich vorgelesen habe, damit sie den Sinn der Geschichte noch begreift und ich die Wörter erklären kann. Daher finde ich es super, daß die Geschichte als Hörspiel vertont wird. Dann lernt sie den Klang und die Bedeutung der Wörter durch mehrmaliges Hören und wird Band 2 dann vielleicht alleine lesen können (nein, sie wird nicht wirklich Englisch in der 5. Klasse lernen, der Schulwechsel wird nicht helfen, wenn man sich für Französisch als 1. Fremdsprache entscheidet).
Zu Beginn gibt es ein paar wenige weniger spannende Passagen, da die Welt des Johnny Sinclair ja nun erst mal erschaffen werden muß (nein, ich verwende nun bewußt nicht das Wort Worldbuilding), ein Grund warum die ersten Bände einer Reihe meist nicht ganz so aufregend sind, wie die 2. Bände. Doch wird dieser erste Fall von Johnny abgeschlossen und der zweite wird ihm zum Ende auf äußerst mysteriöse Weise erteilt. Das ist ein echter Cliffhanger. Johannas Kommentar, als das Buch endete: Können wir jetzt mit Band 2 weiterlesen? Äh, der ist noch nicht erschienen? Und das Hörspiel? Kommt auch erst noch. Wir bleiben also gespannt und vergeben eine Leseempfehlung mit 4,5 Sternen, weil wir denken, daß Band 2, jetzt da wir wissen wer wer ist und was wo liegt, noch spannender wird und das muß man ja irgendwie dann auch noch ausdrücken können.
Für Fans von gruseligen Geisterjägergeschichten ein echter Gänsehautspaß für Jungs und Mädchen ab 10 Jahren!

Veröffentlicht am 06.05.2017

Konnte uns nicht ganz so begeistern!

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Johnny Sinclair auf der Burg Greyman Castle, auf der in der letzten Zeit immer wieder Geister herumschwirren. Als er im Moor einen Schädel findet und dieser anfängt mit ihm zu sprechen, hat er endlich ...

Johnny Sinclair auf der Burg Greyman Castle, auf der in der letzten Zeit immer wieder Geister herumschwirren. Als er im Moor einen Schädel findet und dieser anfängt mit ihm zu sprechen, hat er endlich einen Verbündeten, der wahnsinnig viel von den Geistern weiß. Zusammen mit dem Schädel und seinem Freund Russell beginnen sie den Geistern den Kampf anzusagen. Doch so ein Geisterjäger-Dasein ist gar nicht so einfach!

Sabine Städing hat uns mit Petronella Apfelmus immer überzeugen konnten und so waren wir gespannt, wie sie sich bei so einer ganz anderen Buchreihe macht.

Johnny Sinclair hat schon ein mystisches und etwas schauderhaftes Cover, das Lust auf den Inhalt macht. Es ist klasse gewählt.
Der Einstieg beginnt sofort mit den Geistern, so lernt man Johnny gleich zu Beginn gut kennen. Dennoch hätte ich es auch super gefunden, wenn die verschiedenen Geister erst nach und nach ihren Auftritt gehabt hätten. Der Schädel Erasmus kommt auch relativ früh mit ins Geschehen, dies ist aber auch wichtig, da er eine entscheidende Rolle im Buch spielt.
Das erste Buch einer Reihe hat meist das Problem, dass es erst in Gang kommen muss. Hier hatte ich das Gefühl, dass die Autorin dies umgehen wollte, indem sie von Beginn an ganz viel spannende Szenen eingebaut hat. Es war mir ein kleines bisschen zu gezwungen.
Ich habe das Buch zusammen mit meinem Sohn (10 Jahre) gelesen und leider hat es uns nicht so gepackt. Es war keineswegs schlecht, hatte viele spannende Stellen, der Grusel war immer wieder gegeben und dennoch ist es für uns nicht so richtig in Fahrt gekommen. Ich habe mich länger mit ihm unterhalten, wie er es empfindet und wir waren uns schnell einig. Trotz der vielen Geister und der netten Geschichte ist der Funke nicht übergesprungen und die Erzählung konnte uns nicht richtig mitreißen. Die Geschichte sprüht vor Ideen, hat auch lustige Stellen und nette Protagonisten, aber dies hat alles leider trotzdem nicht ausgereicht.

Für Kinder, die gerne Bücher über Geister, gruselige Szenen und mit einer netten Geschichte lesen, können hier gerne zugreifen. Uns konnte es leider nicht so ganz überzeugen.

Veröffentlicht am 01.05.2017

Grusel und Gänsehaut Garantie

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INHALT

Böse Geister, nehmt euch in Acht ... Johnny Sinclair ist nicht wie jeder gewöhnliche Junge, denn er kann mit Geistern reden! Als der 12-Jährige einen der legendären sprechenden Schädel findet, ...

INHALT

Böse Geister, nehmt euch in Acht ... Johnny Sinclair ist nicht wie jeder gewöhnliche Junge, denn er kann mit Geistern reden! Als der 12-Jährige einen der legendären sprechenden Schädel findet, kann er sein Glück kaum fassen. Dumm ist nur, dass ihm der Jahrhunderte alte Schädel haushoch überlegen ist und nicht zögert, es bei jeder Gelegenheit zu beweisen. Dabei hat Johnny zurzeit ganz andere Sorgen. Greyman Castle, die Burg, die er bewohnt, wird von Geistern heimgesucht, und auch in Blacktooth, dem nahegelegenen Dorf, gehen seltsame Dinge vor sich. Als Johnny dank des Schädels ein mächtiges magisches Artefakt in die Hände fällt, haben die Geister nichts mehr zu lachen. Und für Johnny ist klar: Er will Geisterjäger werden und dem Bösen den Kampf ansagen! Was er nicht ahnt: Seine Gegner haben ihn längst im Visier

FAZIT

Johnny geht noch in die Schule, er wohnt im Greyman Castle.
In der Burg erlebt er seltsame Momente, ihm lauern ständig Geister auf.
Die Geister lassen Johnny nicht mehr in Ruhe schlafen, noch hat er angst sich der Wahrheit zu stellen.
Er möchte den richtigen Geisterjäger John Sinclair um Hilfe bitten, doch dieser ist unauffindbar.
Im Moor findet Johnny einen besonderen Schädel, der dazu noch sprechen kann.
Darauf beginnt die suche nach der Ursache warum die Geister keine Ruhe finden.
Man begleitet Johnny auf seinem Weg zum Geisterjäger mit viel spannung, Nervenkitzel und Grusel bis zum Schluß.
Für KInder ab 10 Jahren genau das richtige viel ein paar spannende Lesestunden mit Gänsehaut Garantie.

Veröffentlicht am 16.04.2017

Vielversprechender und ziemlich gruseliger Reihenauftakt

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Der 12jährige Johnny Sinclair lebt auf einer schottischen Burg, zusammen mit seinem Kindermädchen, der Voodoo-Priesterin Cécile Bernard. Wie es sich für eine schottische Burg gehört, gibt es dort auch ...

Der 12jährige Johnny Sinclair lebt auf einer schottischen Burg, zusammen mit seinem Kindermädchen, der Voodoo-Priesterin Cécile Bernard. Wie es sich für eine schottische Burg gehört, gibt es dort auch einen Geist, d. h., es gibt sogar mehrere. Außer Johnny kann die aber leider niemand sehen, so dass Johnny niemand glaubt, als er davon erzählt, nicht einmal Cécile. Da die Geister aber nicht nur so vor sich hin spuken, sondern regelrecht gefährlich sind, hat Johnny ein Problem. Gut, dass er über den berühmten John Sinclair Bescheid weiß, der nicht nur eine eigene Heftromanserie hat, sondern auch bei Scotland Yard arbeitet. Doch John Sinclair antwortet auf Johnnys Mail nicht und die Zeit drängt. Im Moor trifft Johnny auf einen kompetenten Mitstreiter: Erasmus von Rothenburg, oder besser gesagt dessen Schädel. Und so macht sich Johnny auf, den Geistern den Garaus zu machen – nein, ihnen zur ewigen Ruhe zu verhelfen.

John Sinclair dürfte so ziemlich jedem ein Begriff sein, die Heftromanreihe gibt es schon ziemlich lange. So überlegte ich auch zunächst, ob Johnny Sinclair nicht einfach der junge John Sinclair sein könnte und Sabine Städing die Geschichte erzählt, wie aus ihm der bekannte Geisterjäger wird. Aber nein, Johnny ist eine ganz eigenständige Figur, und ich muss sagen, er gefällt mir ziemlich gut. In der Schule hat er es nicht ganz einfach, zählt er doch eher zu den Mobbingopfern, seine Eltern sind als Ethnologen viel unterwegs und sein Kindermädchen ist gewöhnungsbedürftig. Und der Einzige zu sein, der Geister sieht, ist auch nicht gerade schön. Johnny nimmt die Herausforderung allerdings mutig an und tut sein Bestes.

Besonders gut gefällt mir Erasmus, er sorgt auch für einigen Humor in der Geschichte, die ansonsten ziemlich gruselig ist. Bei Cécile ist nicht ganz klar, ob sie tatsächlich magische Fähigkeiten hat, oder ob sie diese nur spielt. Eine Séance, an der der Leser teilhaben darf, deutet eher auf ersteres hin, aber Cécile scheint es durch ihre Voodoo-Kräfte dennoch gelungen zu sein, die Schulterschmerzen der Köchin zu heilen. Ansonsten bringt sie zusätzlichen Schwung in die Geschichte und ist Johnny hin und wieder unbewusst eine Hilfe.

Der Roman ist schön bildhaft erzählt und lässt sich sehr flüssig lesen, er ist spannend und stellenweise ziemlich gruselig, die Illustrationen von Mareikje Vogler passen sehr gut zur Geschichte.

Der Roman ist der – viel versprechende – Auftakt zu einer neuen Reihe und bereitet diese gut vor. Hat man ihn gelesen, hat man Lust auf mehr bekommen, zumal sich der nächste Fall am Ende bereits anbahnt und man neugierig gemacht wird. Der Roman ist für ältere Kinder gedacht, die sollten solche Geschichten aber mögen, manch einem könnte sie sonst zu gruselig sein. Auch Jugendliche und Erwachsene kann der Roman unterhalten, ich habe ihn sehr gerne gelesen und spreche eine Leseempfehlung aus für alle, gleich welchen Alters, die Geistergeschichten mögen, in die auch eine Prise Humor einfließt, und vergebe 4 Sterne mit Tendenz nach oben.

Veröffentlicht am 11.04.2017

Ein fantastischer und humorvoller Gruselspaß – eine absolute Leseempfehlung!

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Zum Inhalt:

Der 12jährige Johnny Sinclair wohnt in den Schottischen Highlands auf Greyman Castle. Während sich seine Eltern in fernen Ländern auf Forschungsreisen befinden, bekommt es Johnny im Stammsitz ...

Zum Inhalt:

Der 12jährige Johnny Sinclair wohnt in den Schottischen Highlands auf Greyman Castle. Während sich seine Eltern in fernen Ländern auf Forschungsreisen befinden, bekommt es Johnny im Stammsitz der Familie auf einmal mit gleich mehreren Spukgestalten zu tun. Tja wer kann ihm bei diesem Problem wohl weiterhelfen? Der berühmte Inspector John Sinclair höchstselbst? Oder sein Kindermädchen, die Voodoo-Mambo Cécile? Oder vielleicht sein treuer, aber etwas hasenfüßiger Freund Russell?


Meine Meinung:

„Ein Floh kann einem Löwen mehr zu schaffen machen als ein Löwe einem Floh.“ (S. 15)

Mit dem ersten Band ihrer neuen Kinderbuchreihe „Johnny Sinclair“ begibt sich die deutsche Erfolgsautorin Sabine Städing („Petronalla Apfelmus“, „Magnolia Steel“, „13 Weihnachtstrolle machen Ärger“) auf die Spuren des Grusel-Heftroman-Klassikers von Helmut Rellergerd alias Jason Dark, die es bislang auf mehr als 2.000 Hefte gebracht hat. Aber keine Sorge, Sabine Städing verliert dabei das Alter ihrer jüngeren Leser niemals aus den Augen!

Ich muss zugeben, dass dieses Buch schon durch den Titel und das tolle Cover einige Vorschusslorbeeren bei mir einheimsen konnte. Um soviel bereits vorweg zu nehmen: Ich wurde nicht enttäuscht – im Gegenteil!

Bereits der Start in die Geschichte ist echt cool. Das Setting der alten Burg Greyman Castle in den Schottischen Highlands ist total klasse gewählt, und dass Johnnys großes Vorbild der berühmte John Sinclair ist, finde ich sehr passend. Auch auf die ersten Gespenster muss der Leser nicht lange warten, erscheinen sie doch bereits auf der zweiten Seite der Geschichte, die mich schon nach dem ersten Kapitel voll und ganz in ihren Bann gezogen hat!

Schnell ist also klar, worum es geht: Greyman Castle hat ein Spuk-Problem und Johnny stellt sich die Frage, wie er dieses Problem lösen kann. Scotland Yard dementiert auf Johnnys Nachfrage hin leider die Existenz des berühmten Geisterjägers (na klar, alles streng geheim!) und wie mächtig die Voodoo-Künste seines aus Haiti stammenden Kindermädchens Cécile wirklich sind, da ist Johnny sich auch nicht so sicher. Immerhin muss er bei ihren Seancen oft für die nötigen „Special Effects“ sorgen. Sein bester Kumpel Russell ist dank seiner Helikopter-Eltern auch eher Waschlappen als Geisterjäger. Doch als Johnny eines Tages auf dem Weg nach Hause von einem Shuk (Geisterhund) durch den dichten Nebel in das Churchmoor gejagt wird, findet Johnny endlich die Hilfe, die er so dringend benötigt: Erasmus von Rothenburg! Naja, genauer gesagt seinen über und über tätowierten Schädel, der anscheinend nie um kluge Sprüche und gutgemeinte Ratschläge verlegen ist und den man sogar als „Schädeljoker“ bei Klassenarbeiten gebrauchen kann. Kein Wunder, behauptet der Jahrhunderte alte Multifunktionsschädel von sich selbst doch, das fünfte Musketier gewesen oder bei der Abfahrt von Christoph Kolumbus Flotte zugegen gewesen zu sein. Ein echter Tausendsassa in Schädelform!

Somit kann es also losgehen, mit der Beseitigung der Geisterplage! Mit Erasmus entdeckt Johnny nicht nur ganz neue Orte innerhalb der uralten Mauern von Greyman Castle, sondern auch ungeahnte Qualitäten und Fähigkeiten an sich selbst. So ergibt sich eine spannende, oftmals wohlig-schaurige Geschichte, die man am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen mag und die viele humorvolle Überraschungen bereit hält. Sehr gut gefallen hat es mir, dass die Geisterjagd bei Johnny Sinclair nicht darin besteht, die Geister zu vernichten, sondern vielmehr ihren Ursachen auf die Spur zu kommen und ihnen zu helfen, ihre Ruhe zu finden. Ebenso sehr gut gefallen hat es mir auch, dass Sabine Städing ihre Geschichte nicht „nur“ auf die Geisterjagd reduziert hat, sondern die Geschichte auch noch mit sehr passenden und unterhaltsamen Rahmenhandlungen drum herum angereichert hat, wie beispielsweise mit den spaßigen Highland-Games oder auch mit typischen Problemen in der Schule (ich sage nur: tiefbegabte Vollchaoten!).

Der Schreibstil der Autorin passt dabei stets perfekt zur Geschichte: locker-flockig, manchmal ein bisschen flapsig und oftmals einfach nur wunderbar humorvoll („Der Schädel hatte eindeutig etwas an den Ohren. An welchen Ohren?“ - S. 101).

Ein unglaublich fantasievoller Lesespaß für Klein und Groß: Johnny braucht sich in keinster Weise hinter John Sinclair zu verstecken!



FAZIT:

Wer braucht schon John wenn er Johnny haben kann? Einfach fantastisch - Ich hätte gerne 6 Sterne vergeben!