Cover-Bild Was uns verbindet
(36)
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Familienleben
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 20.08.2020
  • ISBN: 9783462054330
Shilpi Somaya Gowda

Was uns verbindet

Roman einer Familie
Ulrike Wasel (Übersetzer), Klaus Timmermann (Übersetzer)

Eine Familie verliert und findet sich – der neue anrührende und fesselnde Roman der kanadischen Bestsellerautorin.

In »Was uns verbindet« erzählt die Bestsellerautorin Shilpi Somaya Gowd die Geschichte einer Familie, die durch eine unerwartete Tragödie in ihren Grundfesten erschüttert wird. Nachdem Jaya als vielgereiste Tochter eines indischen Diplomaten Ende der 80er-Jahre den amerikanischen Banker Keith Olander in einem Londoner Pub kennenlernt, geht alles ganz schnell: Sie kaufen ein Haus in einem Vorort, heiraten und bekommen zwei Kinder, Karina und Prem. Alles scheint perfekt, bis an einem Nachmittag ihr Glück unwiderruflich zerstört wird. Was passiert, wenn ein Schicksalsschlag das Leben plötzlich von Grund auf verändert? Wie findet man danach zurück in den Alltag? Mit empathischem Blick beschreibt Gowda die individuelle Reise von vier Familienmitgliedern auf ihrem Weg von einer schmerzvollen Vergangenheit in eine hoffnungsvolle Zukunft. Ein Weg, der allen Familienmitgliedern einiges abverlangt, nämlich die Bereitschaft, die anderen anzunehmen, wie sie sind oder wie sie werden – ohne Bedingungen.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.09.2020

Familientragödie

0

Jeder geht mit Problemen anders um und wenn es eine Tragödie ist erst recht. Das sieht man auch in dieser Familie als der Sohn ertrinkt, eigentlich hätte sie auf ihn aufpassen sollen. Jedes Familienmitglied ...

Jeder geht mit Problemen anders um und wenn es eine Tragödie ist erst recht. Das sieht man auch in dieser Familie als der Sohn ertrinkt, eigentlich hätte sie auf ihn aufpassen sollen. Jedes Familienmitglied geht auf eine eigene Art und Weise mit der Trauer und den Schuldgefühlen um. Die Mutter hat indische Wurzeln und versucht zurück zu ihrer Kultur zu finden. Doch was passiert mit der Familie? Es ist eine sehr berührende und tragische Geschichte. Die mir persönlich sehr gut gefallen hat und mich tief berührt hat. Ich bin überrascht von dem Feingefühl der Autorin wie genau sie die Probleme beschreibt und anspricht , schon fast psychologisch und doch sehr verständlich. Es ist auf jeden Fall ein Buch , dass man nicht einfach so beiseite legen kann , man muss es sacken lassen und es beschäftigt einen noch eine ganze Weile, mich zumindest beschäftigt es sehr.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2020

Berührend, bewegend, traurig und schön

0

Die vierköpfige Familie Olander leben zufrieden und glücklich in einer familienfreundlichen Gegend. Die haben ein Haus mit Swimmingpool, gut bezahlte Jobs, die beiden Kinder (13, 8) sind Vorzeigeschüler ...

Die vierköpfige Familie Olander leben zufrieden und glücklich in einer familienfreundlichen Gegend. Die haben ein Haus mit Swimmingpool, gut bezahlte Jobs, die beiden Kinder (13, 8) sind Vorzeigeschüler und die Eltern haben eine gefestigte Beziehung. Doch dann passiert eine unerwartete Tragödie und das Familienglück zerbricht auf tausenden teilen. Zurück bleibt nur eine Frage: Was verbindet uns?...

Keith, der Vater, Amerikaner, erfolgreicher Banker und Workaholic durch und durch. Er war normalerweise kaum zu Hause aber nachdem Tragödie findet er sein Frieden noch mehr bei der Arbeit. Er arbeitet noch härter, macht Geschäfte, welche er eines Tages bereuen wird...

Jaya, die Mutter, Inderin, war Hausfrau und kurz vor der Tragödie hat sie wieder angefangen zu arbeiten. Sie macht sich vorwürfe und findet ihren Frieden bei der Religion. Doch manchmal ist weniger mehr...

Karina, die 13-jährige Tochter und steckt tief in der Pubertät fest. Sie ist eine gute Schülerin, besonders in dem Fach Naturwissenschaft und kurz nach der Tragödie, geht sie in einer anderen Stadt zum Studieren. Obwohl sie innerlich kaputt ist, zeigt sie nie die Schwäche aber eins muss sie noch lernen, denn es gibt Leute, die einen gerne manipulieren...

Prim, der 8-jähriger Sohn, liebt lachen, andere zum Lachen bringen aber am meistens liebt er seine Schwester. Nach der Tragödie versteht er seine Familie nicht mehr und beobachtet sie still und heimlich...

Einfühlsam aber auch eindringlich nimmt die Autorin ihre Leser nach Amerika und lässt sie hinter den Kulissen von einer Indisch-Amerikanischen Familie einblicken. Frau Gowda hat hier einige schwierige Themen wie: Schuldgefühle, Depressionen, Mobbing in der Schule, religiöse Sekten, Geldgier ausgesucht und meine Meinung nach, hat sie all die Themen ohne Verständnisprobleme zusammen gefügt. Doch Hauptthema ist Trauerbewältigung. Man begleitet die einzelnen Familienmitglieder auf ihrem Weg von der Tragödie bis in die ermutigende Zukunft. Dank dem bildhaften Erzählstil, fühlt man sich in der Familie integriert und man spürt kaum Distanz zu den Figuren. Besonders Karinas Kapitel, ihr Trauer und Gefühle geht unter die Haut. Allerdings in der Mitte des Buches zieht sich die Story etwas in die Länge, dabei Schuld dran ist, meine Meinung nach, Keiths Geschäfte. Die haben mich überhaupt nicht interessiert.

Es ist eine emotionale, traurige, eindringliche aber gleichzeitig hoffnungsvolle Geschichte, welche uns zeigt, wie individuell die Trauerbewältigung ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2020

Schicksalssschlag zerreißt Familienidylle

0

Die Olanders dachten, nichts kann ihren familiären Mikrokosmos auseinanderbringen. Sie sind bei allen Kabbeleien eine verschworene Einheit: Vater Keith, ein Börsenmakler, Mutter Jaya, die als Tochter ...

Die Olanders dachten, nichts kann ihren familiären Mikrokosmos auseinanderbringen. Sie sind bei allen Kabbeleien eine verschworene Einheit: Vater Keith, ein Börsenmakler, Mutter Jaya, die als Tochter einer indischen Diplomatenfamilie als echte Kosmopolitin aufwuchs und für eine Nichtregierungsorganisation arbeitet, die aufgeweckte Tochter Karina und Nesthäkchen Prem, der für Karina mal der nervende kleiner Bruder ist, aber vor allem derjenige, mit dem sie die binationale Herkunft aus zwei Kulturen teilt.

Doch alles ändert sich, als Prem im Alter von acht Jahren im heimischen Swimming Pool ertrinkt. Karima, die zum Zeitpunkt des Unfalls mit Prem alleine zu Hause war, macht sich Vorwürfe, dass sie lieber mit einer Freundin telefonierte als den jüngeren Bruder zu Beaufsichtigten. Keith flüchtet sich in immer mehr Arbeit, Jaya entdeckt ihre Religion wieder und wendet sich einem Guru zu. Die Ehe der Eltern scheitert und Karima ist nur zu froh. als sie das Elternhaus verlassen kann, um an der Universität von Santa Barbara zu studieren.

Doch auch an der Universität fühlt sich Karima allein - ihre beste Freundin studiert an der Ostküste, mit ihrer Zimmergenossin versteht sie sich zwar gut, sieht sie aber kaum, weil diese neben ihrem Studium noch zwei Jobs hat. Unter den weißen Studenten fühlt sie sich zu anders, unter den indischen nicht indisch genug. Ihre erste Liebe scheint ihrem Leben endlich wieder positiven Schwung zu geben, doch dann ertappt sie ihren Freund in flagranti mit einer Yogalehrerin. Und auch die Landkommune, in der sie nach dem heimlichen Abbruch ihres Studiums eine Ersatzfamilie zu finden hofft, entpuppt sich als eine Welt, in der sich Karima zu verlieren droht.

Shilpi Somaya Gowda zeigt in ihrem Roman "Was uns verbindet", wie das Leben jedes Familienmitglieds nach der Tragödie weitergeht, konzentriert sich aber stark auf Karima, die ihren Platz im Leben noch finden muss und emotional besonders aus dem Gleichgewicht geraten ist. Prem verfolgt und kommentiert das Auseinanderdriften seiner Familie und erkennt: er war der Kitt, der sie alle zusammenhielt.

"Was uns verbindet", ist eingängig zu lesen, folgt aber einem eher vorhersehbaren Erzählmuster: Krise, Drama, Läuterung und neue Chancen. Das Verbindende bei den Olanders überwiegt, auch ohne Prem. Ein Wohlfühl-Schicksalroman, bei dem mir ein wenig die Tiefe fehlte .

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.09.2020

"Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon." (Jean de La Fontaine)

0

Die indische Diplomatentochter Jaya lernt in den 80er Jahren in dem amerikanischen Banker Keith Olander ihren zukünftigen Ehemann kennen. Die beiden gründen eine Familie, bewohnen ein eigenes Haus im Dunstkreis ...

Die indische Diplomatentochter Jaya lernt in den 80er Jahren in dem amerikanischen Banker Keith Olander ihren zukünftigen Ehemann kennen. Die beiden gründen eine Familie, bewohnen ein eigenes Haus im Dunstkreis von London und krönen ihr Glück mit den zwei Kindern Karina und Prem. Doch an einem Nachmittag, als die Kinder allein zuhause sind, zerbricht das gemeinsame Glück mit einem Schlag und nichts ist mehr wie zuvor. Der Schicksalsschlag hinterlässt bei jedem Familienmitglied seine Spuren und zerreißt ihre vormals enge Verbindung untereinander in Stücke, so dass sie nur noch nebenher und nicht miteinander leben. Was wird da eine erneute Tragödie bewirken?
Shilpi Somaya Gowda hat mit ihrem Buch „Was uns verbindet“ einen anrührenden Roman vorgelegt, der sich mit der Bewältigung einer Tragödie innerhalb einer Familie beschäftigt und dabei alle Mitglieder sehr genau unter die Lupe nimmt. Der flüssige, einfühlsame und fesselnde Erzählstil gewährt dem Leser schon mit dem spannenden Prolog Einlass in die Familie Olander, wo er sich als unsichtbarer Gast niederlässt und die einzelnen Protagonisten genauestens unter die Lupe nehmen kann. Die Autorin zeichnet ein rundum zufriedenes Familienidyll, das von einer Sekunde auf die andere vor die Hunde geht. Geschickt und gleichzeitig behutsam entblättert sie die Veränderungen, die bei den einzelnen Familienmitgliedern auftreten, um auf ihre jeweils ganz eigene Weise mit dem Schicksalsschlag umzugehen und ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Während Jaya sich plötzlich ihrer indischen Wurzeln besinnt und ihr Heil in der Religion und Meditation sucht, vergräbt sich Keith nicht nur in die Arbeit, um zu vergessen und zu verdrängen, sondern sucht sich amouröse Abenteuer, um überhaupt etwas zu fühlen. Tochter Karina dagegen plagt sich mit Schuldgefühlen und leidet allein vor sich hin, denn ihre Eltern sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um ihr Halt und Trost zu spenden. Sie versucht den Schmerz nicht nur durch Selbstverstümmelung zu übertreffen, sondern schließt sich auch einer fragwürdigen Gemeinschaft an, um nicht mehr allein zu sein. Unterschiedliche Perspektiven, Kulturvergleiche sowie überraschende Wendungen machen diese Geschichte durchweg berührend und spannend.
Die Autorin beweist mit ihren Charakteren eine gute Beobachtungsgabe, denn sie sind mit menschlichen Eigenschaften ausgestattet lebendig und glaubwürdig in Szene gesetzt. Der Leser leidet, bangt und hofft mit ihnen. Jaya ist zu Beginn eine glückliche und offene Frau, die sich im Verlauf immer mehr nur noch auf sich selbst konzentriert und ihr Seelenheil in der strengen Ausführung ihrer Religion sucht. Keith, vormals ein fröhlicher und zufriedener Mann, setzt seine Ansprüche an sich immer höher, verarbeitet seinen Schmerz durch immer mehr Arbeit und der Jagd nach Erfolg. Karina, die eng mit ihrem Bruder Prem verbunden war, verändert sich von einem unternehmenslustigen Mädchen in eine von Schuld gepeinigte Seele, die jegliches Gespür für sich selbst verloren hat. In ihrer Verzweiflung und noch etwas kindlichen Naivität ist sie leicht zu beeinflussen, sehnt sie sich doch nach Liebe und Gemeinschaft.
„Was uns verbindet“ ist ein eindringliches, emotionales, trauriges, aber auch Hoffnung spendendes Buch, das nicht die Familie und den Zusammenhalt thematisiert, sondern auch die Trauer und den unterschiedlichen Umgang mit ihr sowie die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft. Verdiente Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 05.09.2020

In Zeiten der Trauer

0

In dem Roman "Was uns verbindet" von Shilpi Somaya Gowda wird uns die Geschichte der Familie Olander erzählt. Vater, Mutter und zwei Kinder, die sich in Liebe zugetan sind und ein glückliches, "normales" ...

In dem Roman "Was uns verbindet" von Shilpi Somaya Gowda wird uns die Geschichte der Familie Olander erzählt. Vater, Mutter und zwei Kinder, die sich in Liebe zugetan sind und ein glückliches, "normales" Familienleben führen, bis ein Tragödie ihren Alltag unwiderruflich zerstört.
In den folgenden kurzen Kapiteln steht jeweils ein anderes Familienmitglied im Mittelpunkt, meistens geht es um die ältere Tochter Karina. Auch ihr Leben zerfällt von einem auf den anderen Tag und man kann miterleben, wie ihre weitere Entwicklung ihren Lauf nimmt. Sie muss mit sehr viel Schmerz, Schuld und Angst fertig werden und sie droht daran zu zerbrechen. Wir erleben mit, wie die Familie in ihre einzelnen Bestandteile zerfällt und jeder sein eigenes Leben, mehr schlecht als recht, bestreitet.
Es ist sehr emotional diesen Zerfall mitzuerleben und es macht zeitweise sehr betroffen. Es werden hier sehr verschiedene Arten der Trauer und auch der Trauerbewältigung aufgezeigt, in manchen Aspekten gelingt hier der Blick in die Psyche der Betroffenen. In einigen Dingen hätte ich mir hier noch einen genaueren Einblick gewünscht.
Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen, es ließ sich auch sehr gut lesen, der Schluss wirkte mir hier etwas zu schnell herbei geführt und vielleicht auch etwas zu unrealistisch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere