Cover-Bild Von hier aus weiter
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 13.02.2025
  • ISBN: 9783462005684
Susann Pásztor

Von hier aus weiter

Roman

Von zweiten und dritten Chancen im Leben

Nach dreißig Jahren Ehe ist Marlene plötzlich Witwe, doch statt zu trauern, ist sie vor allem wütend. Die Mitglieder ihrer angeheirateten Großfamilie wundern sich über ihr Verhalten, aber Marlene lässt niemanden an sich heran. Bis sie eines Tages einen unerwarteten Mitbewohner bekommt: Jack ist nicht nur ein begnadeter Koch, sondern stellt auch die richtigen Fragen. Und er ist nicht der Einzige, der Marlene noch mal so richtig aus dem Konzept bringt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2025

Ganz wunderbar anders

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Ich wurde vom Verlauf der Geschichte auf positive Art überrascht, denn der Klappentext ließ mich erst in eine andere Richtung denken, die dann aber eine interessante Wendung nahm. «Von hier aus weiter» ...

Ich wurde vom Verlauf der Geschichte auf positive Art überrascht, denn der Klappentext ließ mich erst in eine andere Richtung denken, die dann aber eine interessante Wendung nahm. «Von hier aus weiter» beginnt mit einem Abschied, vielmehr mit einem ersten Moment auf der Toilette im Restaurant beim Totenmahl, als Marlene das erste Mal nicht an ihren verstorbenen Ehemann denkt. Dreißig Jahre waren sie verheiratet und dann nahm er sich schwerkrank das Leben. Doch Marlene ist vor allem wütend statt traurig und kein trübsinniger Charakter, sondern pragmatisch, aber es umgibt sie ein Schleier der gedrückten Freudlosigkeit, die auch ihrem Umfeld nicht entgeht. Reserviert und einem kontaktarmen Leben angepasst, zieht sie sich wochenlang zurück, während sich ihre Stiefsöhne und die Hausärztin Ida besorgt zeigen. Außerdem versucht ihre ehemals beste Freundin Wally Marlene zu erreichen, obwohl der Kontakt schon lange eingeschlafen ist. Klempner Jack bringt die Wendung. Er ist ein ehemaliger Schüler der pensionierten Lehrerin und zieht überraschend bei Marlene ein, die erst erkennen muss, dass trotz der empfundenen Sinnlosigkeit das Leben wertvoll ist. Marlene ist als Figur anfangs schwer zu durchschauen, was es spannend macht. Ich konnte nicht vorhersagen, wohin das führen wird und war auch Jack skeptisch gegenüber. Erst mit der Zeit offenbart sich, woher die Wut kommt und warum ihr Menschen egal geworden scheinen. Ich mochte die Figuren unglaublich gern. Besonders Jack, der so respektvoll und fürsorglich vorgeht, ohne unaufdringlich zu sein. Sein emphatisches Einwirken wirkt wie ein Zauber. „… und wieder einmal fühlte sich Marlene allein durch den Duft von Jacks Mahlzeiten besänftigt und versöhnt.“ Ich mochte die Figurenentwicklung, den Handlungsverlauf und ganz besonders den übernatürlichen Hauch, der stets schicksalhaft wispert und es einem selbst überlassen bleibt, was man davon hält. Der Humor, der immer mitschwingt, wurde sehr passend eingefügt und fühlt sich stets authentisch an. Manchmal fallen auch ehrliche Sätze, die ganz tief gehen, hart durchschütteln und nach denen man sich Marlene ganz nah fühlt.

Ein schöner Roman mit einem sanften Erzählstil, der von einer lebensmüden Frau erzählt, die ihr Leben nie besonders mochte, von Einsamkeit, Genuss, Freundschaft und Überwindung und dabei nie in Sentimentalitäten verfällt. So wunderbar unromantisch, so unfassbar tröstlich. Ein ganz tolles Buch, das mir im Gedächtnis bleiben wird.

Veröffentlicht am 16.02.2025

Ein literarisches Kleinod

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Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Kiepenheuer&Witsch (13. Februar 2025)
ISBN-13: 978-3462005684
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein literarisches Kleinod

Inhalt:
Dreißig ...

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Kiepenheuer&Witsch (13. Februar 2025)
ISBN-13: 978-3462005684
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein literarisches Kleinod

Inhalt:
Dreißig Jahre lang waren Marlene und Rolf verheiratet, als Rolf seinem Leben wegen einer unheilbaren Krebserkrankung ein Ende setzt. Zurückgelassen fällt Marlene in ein schwarzes Loch. Alles erscheint ihr nur noch sinnlos. Dass sie ihren ehemaligen Schüler Jack in ihr Leben und sogar bei sich wohnen lässt, erweist sich schließlich als großes Glück, denn dem einfühlsamen und geduldigen jungen Mann kann sie sich endlich öffnen und aussprechen, warum sie nicht trauert, sondern vor allem wütend ist.

Meine Meinung:
Für mich ist „Von hier aus weiter“ ein literarisches Kleinod, ein Highlight, das Susann Pásztors vorherigem Roman „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“ nicht nachsteht. Tod, Suizid, Trauer und Einsamkeit werden hier auf eine Weise thematisiert, dass man sich selbst gut damit beschäftigen kann, ohne dass es einen zu sehr herunterzieht. Ich bin der Protagonistin Marlene beim Lesen sehr nahe gekommen und habe sie sehr schnell in mein Herz geschlossen. Ihre Handlungsweisen konnte ich gut nachvollziehen, auch wenn ich selbst wohl oft anders gehandelt hätte, aber die Menschen sind eben verschieden.

Die Autorin versteht es meisterhaft, den emotionalen Nebel, durch den Marlene irrt, zu vermitteln. Trotzdem ist dies kein düsterer Roman, sondern einer, der zu fesseln vermag, Spannung aufweist und Mut machen kann. Wohl dosierte Prisen Humor und Leichtigkeit mildern die schwerwiegenden Themen ab und machen das Lesen zu einem großen Genuss.

Die Andeutung paranormaler Ereignisse fand ich auch ganz gelungen, obwohl mich das sonst eher stört. Doch hier passte es für mich perfekt. Das Ende kommt zwar ein bisschen schnell, aber da eigentlich auch schon alles gesagt ist, ist dagegen nichts einzuwenden.

Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung!

★★★★★

Veröffentlicht am 13.02.2025

Emotional und authentisch

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Berührend, emotional und mitreisend, so kann man prägnant das neue Buch von Pasztor charakterisieren. Marlene ist nach 30 Jahren aufgrund eines Suizids ihres Mannes Rolf Witwe. Das sich aber durch seinen ...

Berührend, emotional und mitreisend, so kann man prägnant das neue Buch von Pasztor charakterisieren. Marlene ist nach 30 Jahren aufgrund eines Suizids ihres Mannes Rolf Witwe. Das sich aber durch seinen Tod auch ihr Leben radikal ändert, dass hat er anscheinend nicht bedacht.
Jack, ein ehemaliger Schüler, schafft es aber Marlene aus diesem Tief rauszuholen.
Schnörkellos und unheimlich emotional ist der Schreibstil der Autorin. Die einzelnen Charaktere sind authentisch, liebenswert, aber auch liebenswert dargestellt. Als Leser setzt man sich intensiv mit dem Thema Suizid und Tod sowie Einsamkeit auseinander. Ein Roman der mich zum Nachdenken angeregt hat und überraschend tiefgründig war.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Per Zufall zurück zu sich selbst

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Auf der Trauerfeier zum Tod ihres Mannes muss sich Marlene aus einer misslichen Lage befreien und sie ist voller Wut . Ihr Mann hat sich das Leben genommen und sie allein zurück gelassen. Dabei hatten ...

Auf der Trauerfeier zum Tod ihres Mannes muss sich Marlene aus einer misslichen Lage befreien und sie ist voller Wut . Ihr Mann hat sich das Leben genommen und sie allein zurück gelassen. Dabei hatten sie es doch ganz anders geplant gehabt. Das macht Marlena so fertig, das sie sich von allen in die Einsamkeit ihres Hauses zurückzieht , die Vorkinder von Rolf ihrem verstorbenen Mannes sind sehr fürsorglich zu ihr und machen sich Sorgen um sie und wollen sie nicht alleine lassen. Sie sind sehr traurig darüber, dass sich Marlena ihnen entzieht.

Als sie Probleme im Haus hat und einen Klempner benötigt und Jack, ein ehemaliger Schüler von ihr vor der Haustür steht , ändert sich so einiges . Er ist wohnungslos und sie erlaubt ihm ein paar Tage bei ihr zu übernachten. Er nimmt es dankbar an und zwischen beiden entwickelt sich eine leise Freundschaft . Denn seine wunderbaren Kochkünste tun ihr gut und bringen immer mehr ihre Lebensgeister zurück.
Jack lernt die junge Ärztin Ida kennen, die die Praxis von Rolf übernommen hat kennen und verliebt sich in sie. Als Marlene eine Nachricht aus Wien bekommt und sie dort hinreisen soll, kommen die beiden kurzerhand mit und begleiten sie auf eine abenteuerliche Reise.

Das Buch mit diesem düsteren Thema und nicht gerade leichtem , ist sehr einfühlsam geschrieben. Guter Humor , Witzig und wohldosierter Ironie .
Es liest sich sehr flüssig und ich habe es jede genossen. Auch wenn es an manchen Stellen sehr tief unter die Haut ging und wer Trauer kennt, den wird diese Geschichte auch zum weinen bringen können. Marlene hat mir sehr gut gefallen, auch die anderen Protagonisten sind sehr nett und sympathisch und tiefgründig erklärt.

Zur trauerbewältigung bringt einen diese Geschichte auch zum Lachen, zum Nachdenken, zum neue Hoffnung schöpfen , denn das Ende ist sehr offen. Und lässt viel Raum um sich weiterzuentwickeln. Und das man sich nicht aufgeben darf für nichts und für Niemanden .

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Marlene

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Von hier aus weiter – Susann Pasztor
Marlenes Mann Rolf hat sich nach dreißig Jahren Ehe umgebracht und stürzt seine Frau in tiefe Perspektivlosigkeit. Am liebsten würde sie ihm direkt folgen, bis der ...

Von hier aus weiter – Susann Pasztor
Marlenes Mann Rolf hat sich nach dreißig Jahren Ehe umgebracht und stürzt seine Frau in tiefe Perspektivlosigkeit. Am liebsten würde sie ihm direkt folgen, bis der Klempner Jack vor ihrer Tür steht – und nicht mehr geht. Er ist der perfekte Mitbewohner und Trauerbegleiter. Er kocht für Marlene, hat immer ein offenes Ohr und holt sie Stück für Stück wieder ins Leben zurück.
Susann Pasztor hat einen unvergleichlichen Schreibstil. Sie schafft es, ein so ernstes Thema dermaßen locker rüberzubringen, dass es eine wahre Freude ist. Auch ihre Figuren sind einfach außergewöhnlich. Außergewöhnlich authentisch, da sie so viele Makel und Mängel haben, dass man sie einfach sofort sympathisch findet und sich in so vielem wiedererkennt.
Auf eine unglaublich direkte, unerschrockene Art und Weise nähert sich die Autorin durchaus schwierigen Themen wie Suizid und Tod. Im Verlaufe des Romans kann man an der Protagonistin Marlene wunderbar die verschiedenen Phasen der Trauerarbeit beobachten. Und dabei wird die Lektüre niemals zu schwer oder bedrückend. Im Gegenteil sogar hat man immer wieder ein Lächeln auf den Lippen, angesichts des trockenen Humors einerseits und der langsamen Fortschritte Marlenes andererseits. Es ist schon eine Kunst, ein derart negativ behaftetes Thema so empathisch und gleichzeitig humorvoll zu verarbeiten. Ein sehr leichter, lebensbejahender Roman, auch wenn der Klappentext anderes vermuten lässt.
Ein besonderes Leseerlebnis, bei dem die Seiten gerade so dahinfliegen.
5 Sterne.

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