Cover-Bild Bis die Zeit verschwimmt

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 18.01.2020
  • ISBN: 9783522202695
Svenja K. Buchner

Bis die Zeit verschwimmt

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle: hochkarätiger Coming-of-Age-Roman für Mädchen ab 13.

Zeit. Für Helene bleibt sie stehen, als ihre beste Freundin Cassie stirbt. Weiterleben kann sie nur, indem sie Antworten sucht – beim Amokläufer, bei seinen Opfern, bei den Hinterbliebenen. Helene verliert sich in Wut, Trauer und Schuld. Nur manchmal, zusammen mit Erik, kommt das längst vergessene Gefühl der Leichtigkeit zurück. Aber darauf kann Helene sich nicht einlassen, ohne Cassie zu verraten ...

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2020

Ein Leben ohne Cassie

0

Buchtitel: Bis die Zeit verschwimmt
Autorin: Svenja K. Buchner
Verlag: Thienemann-Esslinger Verlag
ISBN: 9783522202695 Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen
Ausgabe: E-Book
Erscheinungsdatum: ...

Buchtitel: Bis die Zeit verschwimmt
Autorin: Svenja K. Buchner
Verlag: Thienemann-Esslinger Verlag
ISBN: 9783522202695 Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen
Ausgabe: E-Book
Erscheinungsdatum: 18.01.2020


Inhalt:

"Zeit. Für Helene bleibt sie stehen, als ihre beste Freundin Cassie stirbt. Weiterleben kann sie nur, indem sie Antworten sucht - beim Amokläufer, bei seinen Opfern, bei den Hinterbliebenen. Helene verliert sich in Wut, Trauer und Schuld. Nur manchmal, zusammen mit Erik, kommt das längst vergessene Gefühl der Leichtigkeit zurück. Aber darauf kann Helene sich nicht einlassen, ohne Cassie zu verraten ... "

Meinung:

Zuerst möchte ich mich bei NetGalley, dem Verlag und der Autorin für das Rezensionsexemplar bedanken.

Das Cover ist total schlickt, jedoch gefällt es mir trotzdem sehr, da es gut zur Geschichte passt.

Die Geschichte selbst fand ich auch richtig gut gelungen. Es war richtig interessant mitzuerleben, wie Helene mit dem Verlust ihrer besten Freundin umgeht und was aber eigentlich von ihr erwartet wurde. Ich kann ihre Reaktionen so gut nachvollziehen. Jemand Nahestehenden auf eine so brutale Art und Weise zu verlieren muss unglaublich schrecklich sein.

Nun möchte ich auch auf die Protagonisten eingehen. Die Hauptprotagonistin Helene fand ich zwar an manchen Stellen etwas nervig, weil sie doch recht kindliche, beziehungsweise jugendliche, Züge gezeigt hat, jedoch war sie im Allgemeinen durchaus sympatisch und ihre Handlungen nachvollziehbar. Erik sollte vermutlich auch sympathisch wirken, jedoch empfand ich genau das Gegenteil von Sympathie. Er schien Cassie viel zu schnell zu vergessen und sich einfach an Helene ranmachen zu wollen.

Der Schreibstil war recht angenehm und hat zum Lesen angeregt. Manchmal musste ich mir tatsächlich die ein oder andere Träne oder einen Wutschnauben verkneifen.

Fazit:
Alles in allem finde ich, dass es unheimlich emotionales Buch ist, das für Verlustverarbeitung eine große Inspiration sein kann. Ich würde dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.08.2020

Ohne Cassie

0

Helene ist alleine. Ohne ihre beste Freundin Cassie. Das Leben von Cassie wurde durch einen Amoklauf an der Schule beendet. Während Helene älter wird, wird Cassie immer 15 bleiben. Ist das fair? Helene ...

Helene ist alleine. Ohne ihre beste Freundin Cassie. Das Leben von Cassie wurde durch einen Amoklauf an der Schule beendet. Während Helene älter wird, wird Cassie immer 15 bleiben. Ist das fair? Helene hat ihre ganz eigene Art zu trauern und kann ihre Freundin nicht ziehen lassen, sie muss wissen, warum Cassie. Und sie muss lernen, mit ihrer Trauer, der Wut und der Rache umgehen zu können.
„Aber das macht mir nichts aus, da ich der Überzeugung bin, dass die meisten Menschen nach meiner Definition überhaupt keine Freunde haben, sondern nur flüchtige Begegnungen für bestimme Lebensabschnitte, die ihnen dabei helfen, eine Zeit lang das Bild des eigenen Lebens weiterzuzeichnen, um dann zu verschwinden, ohne auch nur den Ansatz einer Signatur zu hinterlassen. Sie kommen und gehen, und was bleibt, sind mehr oder minder liebevoll gemalte Striche auf dem Gemälde eines anderen, doch diese gehen unter mit den Jahren, und ihre Urheber werden alle gleichermaßen vergessen, was auf der einen Seite traurig ist, auf der anderen Seite aber zu selbstverständlich, als das sie die Traurigkeit dieses Aspekts je bemerken würden.“ (Seite 11)
Bei diesem Buch sollte man die Taschentücher immer in Reichweite haben, ich war das ein oder andere Mal schwer am schniefen und hatte Tränen in den Augen.
Helene und Cassie könnten nicht unterschiedlicher sein. Während Cassie eher strenger erzogen aufwächst ist bei Helene alles etwas lockerer. Auch ist Cassie in dieser Freundschaft mehr das Mädchen mit schönen Kleiden, dem Wunsch nach dem ersten Kuss und Freund, Interesse an Kosmetik und schönen Dingen.
Helene ist wohl eher die Feministin, sie kann mit Jungs, schönen Kleidern, Kosmetik und dergleichen gar nichts anfangen. Sie ist ehrlich, sehr direkt, manchmal laut, aber doch sind Cassie und sie unzertrennlich.
Indem dem die Autorin diese unterschiedlichen Mädchen beschreibt, die gemeinsam mit ihrem Freund Erik eine Clique sind, passiert das Unfassbare. Es gibt einen Amoklauf an der Schule und Cassie gehört zu den Opfern.
Ich kann der Autorin nur meine Begeisterung zu ihrem Schreibstil aussprechen denn sie trifft den Ton dieser Geschichte optimal. Sie zieht einen mit in diese Geschichte, in diese schöne Freundschaft, die man in seiner Jugendzeit wohl auch hatte und wirft einen doch so durcheinander mit den ganzen Ereignissen. Und ja, es schmerzt, denn die Beschreibungen von Cassie und Helene sind herrlich, ehrlich, authentisch und mit den Höhen und Tiefen einer Freundschaft, mit den Hoffnungen und Ängsten.
Wie geht man nach so einem Amoklauf mit sich um, mit dem Verlust, mit der Suche nach dem „Warum“?
Die Autorin gibt immer wieder Rückblicke in die Freundschaft von Cassie und Helene, beschreibt ihr Band und ihre Zeit, dann switcht man wieder in die Gegenwart und bekommt mit wie Helene mit diesem „Warum“ so stark zu kämpfen hat. Hier wird nicht der erhobene Zeigefinger gehalten oder auf dem Opfer „herumgehackt“, sondern das Augenmerk liegt alleine auf Helene und auf einer beliebigen Person die durch diesen Amoklauf so viel verloren hat.
Mit welchen Gefühlen haben Überlebende zu kämpfen, wie können sie an ein „altes“ Leben anknüpfen, geht das überhaupt? Und darf Helene weiterleben, sich neue Freunde suchen, einen Freund haben den auch Cassie toll fand? Wird die Wut, die Trauer, die Gewissensbisse irgendwann weniger?
Ich persönlich bin von diesem Buch unheimlich stark angetan denn die Autorin verbindet eine so schwer Thematik so gekonnt mit einer Freudschaft die für immer ausgelegt war. Und was junge Menschen, die gerade auf dem Weg zum Erwachsensein sind, nochmals für Gefühlsfacetten erleben müssen nach so einer Tat.
Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen.


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2020

Keine leichte Lektüre mit einer wichtigen Thematik

0

Meinung
Bis Die Zeit verschwimmt ist keine leichte Lektüre. Es ist ein Werk das sich mit Amoklauf befasst und der Trauer und Ängste der Hinterbliebenen. Man begleitet als Leser Helene und bekommt nicht ...

Meinung
Bis Die Zeit verschwimmt ist keine leichte Lektüre. Es ist ein Werk das sich mit Amoklauf befasst und der Trauer und Ängste der Hinterbliebenen. Man begleitet als Leser Helene und bekommt nicht nur Einblicke in ihre Gefühlswelt sondern fühlt mit ihr. Die Autorin hat sehr authentisch geschrieben sodass es zum Teil erschreckend war, wie nah es der Realität kommt. Etwas, was mir beim lesen zum Teil Angst machte. In Rückblicken erhält man als Leser Informationen der Freundschaft zwischen Helene und Cassie (der verstorbenen) die nochmal deutlicher werden lassen,dass sie weitaus mehr als nur eine gute Freundin war. Während des Lesens durchlebt man Emotionen jeglicher art. Lachen, Trauer, Angst und Hoffnung.

Das Buch befasst sich schwerpunktmäßig mit Trauerbewältigung und das es unterschiedliche Arten gibt mit ihr umzugehen. Zum einen gibt es den Menschen, der versucht für andere stark zu sein obwohl er selber am zerbrechen ist, denjenigen bei dem es dauert bis es realisiert wurde was vorgefallen ist und noch viele weitere. All Diesen gibt die Autorin hier Raum, auch wenn der Fokus auf Helene liegt kann man als Leser viele Arten vorfinden und sich vllt auch in dem ein oder anderen wiederfinden. Aber eines ist deutlich die Trauer braucht Zeit. Als ich das Werk beendet hatte musste ich mit den Tränen kämpfen. Die Story und all das drumherum ging mir sehr nahe und ich wusste lange nicht die richtigen Worte dafür zu finden. Ich würde diese Geschichte nicht jedem empfehlen, wer sich aber einlassen möchte auf eine emotionale, realitätsnahe Story bei dem man als Leser sein Herz reinstecken kann sollte hierzu greifen.

Fazit
Bis Die Zeit verschwimmt hat einiges in mir ausgelöst. Auch Gefühle, welche man beim lesen eher weniger haben möchte. Dennoch ist die Story authentisch, realistisch und befasst sich mit einer wichtigen Thematik. 5 von 5 Sternen ❤

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2020

Sehr gut umgesetzt

0

Nachdem Helene Ihre beste Freundin Cassie durch einen Amoklauf an Ihrer Schule verliert, bleibt Sie mit sich alleine, mit der Trauer, Wut und Schuld. Helene fragt sich einfach nur "Warum?".
Die Thematik ...

Nachdem Helene Ihre beste Freundin Cassie durch einen Amoklauf an Ihrer Schule verliert, bleibt Sie mit sich alleine, mit der Trauer, Wut und Schuld. Helene fragt sich einfach nur "Warum?".
Die Thematik eines Amoklaufes an einer Schule, ist prinzipiell nichts neues, doch Sie wurde gut aufgegriffen und behandelt. Das Buch behandelt vor allem die Zeit danach, nach dem Amoklauf und wie Helene es versucht damit umzugehen, dass Sie überlebt hat, Ihre beste Freundin aber nicht.

Als Charakter war Helene etwas ansträngend, Sie hat die ganze Zeit versucht alles mit sich selbst auszumachen und stößt anderen vor dem Kopf. Sie zeigt anderen keine Zuneigung und ist auch Ihrem Freund Erik nicht fair gegenüber, da Helene kein Einfühlungsvermögen zeigt.

Wir erfahren nur über die Gefühle von Helene, nicht den Aspekt der Schule, bzw der Lehrer, was mir aber gut gefallen hat, da ich nicht wüsste, wie dieses richtig aufgegriffen werden soll.
Doch die Geschichte selber hat mir umso mehr gefallen, da der ganze Verlauf sehr gelungen ist. Wir wechseln zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, sodass wir tiefer ins Geschehen eintauchen können und mehr zur aktuellen Situation erfahren und auch verstehen. Mit Helene habe ich die ganze Zeit mit gelitten und getobt, ich wäre gerne als Freundin an Ihrer Seite um Helene aufzufangen.

Helene durfte für sich trauern, denn jeder tut dies anders, auch für uns als Leser war dieser Freiraum wichtig, dass keine Kritik von außen kommt. Es blieb genug Raum für uns um mit Helene Wut und Trauer raus zu lassen, auch das Unverständnis zu verarbeiten, welches die Protagonistin durchleben muss.
Die Thematik wurde sehr vorsichtig behandelt, aber gut umgesetzt und ausgearbeitet.

Fazit:
Für mich ist dies ein besonderes Buch, das vielleicht sogar in der Schule behandelt werden sollte, um zu zeigen, wie man mit Verlust und Angst auf dem Weg des Erwachsen werden umgehen kann.
4 von 5❤

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2020

hat mich mitgerissen

0

Anfangs dachte ich, dass Bis die Zeit verschwimmt auf den Trauerprozess bezogen ist. Dass die Protagonistin sich in ihrer Trauer verliert bis sie den Bezug zu ihrer Umwelt, der Welt verliert, also bis ...

Anfangs dachte ich, dass Bis die Zeit verschwimmt auf den Trauerprozess bezogen ist. Dass die Protagonistin sich in ihrer Trauer verliert bis sie den Bezug zu ihrer Umwelt, der Welt verliert, also bis die Zeit verschimmt und die Tage mit einander verschmelzen. Umso mehr war ich überrascht und erfreut, dass der Titel doch noch eine andere Bedeutung hat.

Buchner schreibt ehrlich, real und gefühlsecht. Ich habe mit Helene mitgefühlt, habe mich mit ihr unwohl und beflügelt gefühlt. Anfangs habe ich Schwierigkeiten gehabt ihre Gefühle zu verstehen, auch durch ständige Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart bedingt. Sobald ich aber über die ersten Kapitel hinweg war, konnte ich besser in Helene hineinschlüpfen.

Erik, ein seit Beginn des Buches konstanter Charakter, hat das Buch noch ansprechender gemacht. Durch seine Reife, die Helene noch fehlt, hat er den Situationen nochmal eine weitere Tiefe gegeben.

Ab ungefähr der Hälfte konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Vielleicht auch, weil nun der Fokus nicht mehr nur auf Cassie, ihrem Tod und Helene Kampf mit der Trauer lag, sondern mehr und mehr Helene als Person in den Vordergrund gerückt ist.

Das Buch hat mir aber trotz anfänglicher Schwierigkeiten einiges über Trauer und Trauerbewältigung gelehrt. Ich freue mich, dass ich ein Buch gelesen habe, dass mir Spaß gemacht hat, aber trotzdem meinen Horizont erweitern konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere