Eine Diebin und ein Tigergott
Sora ist eine Erbin eines Firmenimperiums in Südkorea. Doch sie lebt abgeschieden auf der Insel Jeju mit ihrer kranken Mutter. Beide wurden verstoßen und betreiben ein Cafè. Sora hat nichts für ihre reiche ...
Sora ist eine Erbin eines Firmenimperiums in Südkorea. Doch sie lebt abgeschieden auf der Insel Jeju mit ihrer kranken Mutter. Beide wurden verstoßen und betreiben ein Cafè. Sora hat nichts für ihre reiche Familie, den Hong-Clan, übrig, und vor allem nicht für ihren Vater Jihoon.
Plötzlich erhält sie einen Brief, der sie veranlasst, zu ihrer verhassten Familie nach Busan zu reisen.
Was dort passiert, wirbelt ihr Leben gehörig durcheinander. Denn sie muss sich ihrer Vergangenheit und ihrer ungewissen Zukunft stellen.
Dabei trifft sie auf einen gefährlich attraktiven Tigergott, der ihre Hilfe braucht – genau so wie sie seine. Mit Magie, Mut und mächtigen Gegnern versucht Sora, zu überleben und endlich zu erfahren, welchen Weg sie gehen wird und wofür sie bestimmt ist.
Der Auftakt der koreanischen Dilogie gefällt mir richtig gut. Der Schreibstil ist sehr angenehm und poetisch. Auch die übernatürliche Welt, die sich mit der Realität vermischt, ist ideenreich und anders.
Sora mit ihrer trockenen Art mag ich, und auch Ran, der sie aus ihrer Reserve lotst. Dabei hat er auch ein Schicksal zu tragen, das sehr zermürbend ist.
Mir gefiel das Setting, das Korea näher bringt, mit Begrifflichkeiten von Anreden, Kleidungen und Essen zum Beispiel, richtig gut.
Zu Beginn des Buches gibt es eine Karte von Busan und hinten ein schönes Bild der beiden Hauptcharakter,
Außerdem bietet die Songliste Abwechslung.
In der Geschichte geht es nicht zimperlich zu. Gewalt und Zerstörung sind allgegenwärtig. Aber auch die Emotionen kommen nicht zu kurz. Ich finde, dass die Autorin dafür ein besonderes Händchen hat, denn ich konnte mitfühlen, leiden und zwischendurch lachen.
Die Prüfungen hätten meiner Meinung nach nicht so viele sein müssen, das wäre auch mit der Hälfte reichlich gewesen.
Der ganze Hong-Clan, unter dem Sora leidet, ist einfach nur schrecklich. Dabei gibt es aber auch Überraschungen. Die Figurenzeichnungen sind gelungen, ich konnte mir neben ihnen auch die einzelnen Situationen und Orte bildhaft vorstellen.
Am Ende gibt es einen gehörigen Cliffhanger, der Lust auf die Fortsetzung macht.
Magisch, poetisch, grausam, romantisch.
4 Sterne